Der Auto-Thread

Mir ist letztens fast ein Radfahrer ins Auto weil ich ihn beim rechts abbiegen über den Gehweg übersehen hab.
Grund war dafür aber, dass keine Beleuchtung am Fahrrad vorhanden war und es schon dunkel gewesen ist.
Sehe immer häufig Radfahrer in der Nacht ohne Licht und wenn man die dann mal übersieht als Autofahrer, ist man natürlich auch schuld. Super.
 
...
Ende vom Lied ist, meine Versicherung hat mich von SF13 auf SF2!!! hochgestuft. Sprich ich zahle nun für den Almera statt 400Euro im Jahr nun 900Euro und für den Subaru statt 300Euro in 7 Monaten nun 1500Euro !!!. Alternativ kaufe ich meiner Versicherung den Schaden ab für ~ 1200Euro.

Laut Rückstufungstabelle müsstest du bei 1 Schaden aus der SF13 in die SF5 kommen. Da würde ich an deiner Stelle nochmal nachhaken.
Bin mir zwar nicht sicher, ob die Tabellen für alle Versicherer gelten oder jeder sein eigens Süppchen kocht, aber fragen kostet nichts.
 
Deshalb fahre ich mit Fahrrad auch meist schnell und nehme mir meine Vorfahrt wenn ich sie habe. Im Endeffekt bekomme ich eh recht als Fahrradfahrer.
Klar kriegst du eher Recht, bringt dir aber auch nichts wenn du schwer verletzt bist.

Das mit dem fahren ohne Licht ist echt schlimm, ist mir bis jetzt glücklicherweise erst einmal passiert, und da hab ich den Radfahrer dann auch doch noch relativ früh gesehen.
Aber wenn was passiert weil man jemanden ohne Licht übersieht ist man trotzdem der Depp.
 
Hab neulich morgens einen über die Strasse fahren sehen, der hatte weder Licht, noch irgendwelche Reflektoren am Fahrrad.
Ich meine, so schwer ist das doch nicht.
Mein Fahrrad ist doch auch verkehrssicher.
Klar sind die Strahler an den Pedalen nicht die schönsten, aber lieber so, als von nem Auto eventuell übersehen werden.
Reifen mit Refelexionsstreifen gibts auch genug und die Dinger sieht man im Dunkeln echt gut.
 
Laut Rückstufungstabelle müsstest du bei 1 Schaden aus der SF13 in die SF5 kommen. Da würde ich an deiner Stelle nochmal nachhaken.
Bin mir zwar nicht sicher, ob die Tabellen für alle Versicherer gelten oder jeder sein eigens Süppchen kocht, aber fragen kostet nichts.

Danke, werd den Schaden aber der Versicherung abkaufen da es mich günstiger kommt.
Aber ich werde trotzdem mal nachfragen, rein aus Interesse.
 
Hab auch keinen Rechtschutz sonst würde ich einfach aus Trotz vor Gericht gehen und mir anhören wie sie Begründen wollen das ich jemanden Anrufen soll damit er mich aus der Parklücke lotst damit ich die viel zu schnelle Fahrradfahrerin ohne Licht nicht umfahre... ach nee entschuldigung damit ich mein Auto nicht direkt auf ihrer Rennstrecke parke.
 
Nützt dir nichts, wenn keine Aussicht auf Erfolg besteht.


Ja. Aber die beraten Dich trotzdem, wie Du Dich am geschicktesten verhältst, damit der Schaden möglichst gering bleibt. Auch sagen die Dir, was deine Gegner" dürfen und was nicht. Nicht, dass man noch übers Ohr gehauen wird.

Gerade als Autofahrer würde ich die paar Euro für ne Verkehrsrechtsschutz unbedingt investieren. Ich glaub, ich zahl ungefähr 24 € im Monat für ne umfassende Rechtsschutzversicherung. Also Beruf, Auto, Haus, etc. Wenn man nur das Auto nimmt, ist man vermutlich bei so ca. 10 €/Monat. Das lohnt!
 
Persönlich würde ich mich in dem Fall auch von einem Anwalt beraten lassen und nicht von meiner Versicherung. Bei unserem (und vielen Anwälten allgemein) kostet die Einschätzung nichts oder nur wenig.
 
Auch die Idee hatte ich schon, Erstberatung kostet nur 150Euro... aber wenn ich wirklich 0 Chancen habe wären das wieder 150Euro die ich zum Fenster rausschmeißen würde. Noch dazu muss es alles bis April geklärt sein, da ich sonst erstmal 1000Euro für Versicherung vom Subaru vorlegen muss, die ich zwar dann irgendwann verrechnet bekomme... aber hab kein Bock überall Geld vorzulegen was ich stückchen weise zurück bekomme. Werd mal das Wochenende drüber schlafen was ich nun wie mache...
 
Als Fahrradfahrer zu bremsen und immer alle Autos vorzulassen ist quatsch. Teilweise ist man echt schneller und zweitens kann man nicht mit dem rad einfach wieder losfahren und anhalten. Kostet viel zu viel kraft, man muss sein bewegungsmomentum ja ausnutzen.
 
Bei so etwas gehen die Meinungen immer auseinander, aber ich pflichte Riverna bei, dass er keine Chance auf Erfolg hat. Der schwächere Verkehrsteilnehmer ist bei Streitigkeiten immer im Vorteil und als Autofahrer, der aus einer Parklücke (ruhender Verkehr) ausparkt (in den fließenden Verkehr), muss man sich im Zweifelsfall ausweisen lassen. Wenn man mit so einer Ausgangslage in einen Rechtsstreit geht, sind die Aussichten gleich Null. Da dem Gericht ohne Zeugen keine zusätzliche Aussage zur Verfügung steht, hält man sich an den Vorgang und die natürlich gegensätzlichen Aussagen der beiden Beteiligten...

Auto parkt rückwärts aus (und ist sicherungspflichtig) -> Fahrradfahrer kann nicht rechtzeitig ausweichen -> Personenschaden am schwächeren Verkehrsteilnehmer ...

Wer glaubt da noch daran, dass einem ein Richter auch nur teilweise Recht gibt. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass dem nie so sein wird.
 
Das stimmt leider, da ich weder beweisen kann das sie zu schnell gefahren ist, noch das sie hätte Ausweichen/Bremsen hätte können, wenn sie aufgepasst hätte und auch kein Beweis existiert das ich schon längst gestanden habe... wird das am Ende keinen Sinn für mich haben. Muss jetzt dir Strafe zahlen und ablegen unter "Dumm gelaufen". Das Karma schlägt schon irgendwie zurück und trifft die Geldgeilengeiler...
 
hmm, aus der Haftung kommst du wohl nicht raus. Aber die verlangten Preise von deinem Gegner gehn ja gar nicht. 280€ Schadensersatz fürs Rad? Du hast Wertersatz für den Schrotthaufen zu leisten und der wird wie du sagstest vllt n fuffi sein. Das Schmerzensgeld ist auch einfach ein fiktiver Betrag, der imo viel zu hoch ist.
 
Vor allem, wer hat den das Schmerzensgeld festgelegt? Was ist, wenn "Spätfolgen" auftauchen und die wollen mehr Geld? Der Schaden und der Wert des Fahrrades wird sich nach Begutachtung sicher auch feststellen lassen. Also ich wäre beim Anwalt!
 
Das Schmerzensgeld erscheint mir auch viel zu hoch, es gibt dafür übrigens Tabellen im Internet. Ggf. musst du nicht einmal Schmerzensgeld zahlen oder vielleicht 100 Euro Schmerzensgeld plus Ersatz für das Fahrrad insgesamt. Kann mir nicht vorstellen, dass die so einen hohen Anspruch durchsetzen können. Wer trägt eigentlich die Gerichtskosten, wenn die das doch probieren und dann nur einen Teil zugesprochen bekommen, also z.B. 100 Euro statt 1200 Euro?
 
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