Der Auto-Thread

Bei uns in Österreich defintiv nicht, das kann sogar, unabhängig der tatsächlichen Schuldfrage, bis zu 10000€ kosten wenn man das macht. Damit handelt man sich also mehr Probleme ein als man damit löst.

Es kann sogar noch teurer werden:

"Hans Zager von der ARGE Daten schätzt, dass etwa 20.000 Österreicher eine Kamera zu Überwachungszwecken im Auto haben. Wer damit angehalten wird, muss mit einer Verwaltungsstrafe bis zu 25.000 Euro rechnen."
https://www.datenschutz.de/news/alle/detail/?nid=5889
 
Wenn ich in Wien bin und dort Sehenswuerdigkeiten fotografieren will oder mit der Videokamera rumlaufe, werde ich auch nicht warten bis alle Leute weg sind, damit die ja nicht auf den Fotos/Film draufsind.

Das ist ja auch was anderes, da gäbe es für die fotografierten Passanten ja keine begründeteten Argumente warum sie nicht auf diesem Foto zu sehen sein wollen, schließlich sind sie nur zufällig auf dem Bild und vor allem zeigt das Foto die Passanten ja nicht bei Etwas was rechtlich Kosequenzen haben könnte.
 
Es geht ja nicht darum, willkürlich Leute anzuzeigen. Im Falle eines Unfalls kann die Dashcam sehr nützlich sein.

Nur als Beispiel. Ich bin mal vor ein paar Jahren in die Waschstraße gefahren. Der Typ der mich in die Leitschienen eingewiesen hat, hat gepennt. Jedenfalls bin ich mit den neuen Alus ziemlich heftig gegen die Leitschiene gebummst. Der hat dann erst vorne am Rad rumgefummelt kam dann noch an die Scheibe und hat sich dafür entschuldigt "es hätte ein bissel gerappelt, wäre aber nicht schlimm". Als ich durch die Waschstraße durch war hab ich nachgesehen und es war ne riesen Macke in der Felge. Zudem hatte die Felge die ganze Fahrt durch die Waschstraße an der Aufnahmeschiene geschliffen, da das Auto schief stand. Ich hab dann, nach der Wäsche, den Geschäftsführer geholt. Der Typ, der mich eingewiesen hat, hat dann behauptet, es wäre nix gewesen, alles wäre reibungslos verlaufen. Der Geschäftsführer meinte dann, er wäre Zeuge gewesen, dass das Einweisen reibungslos verlief und hätte die ganze Zeit dabei gestanden (was ja nicht stimmte. Ich musste ihn ja erst holen). Ich solle ihnen das mal nachweisen, dass der Schaden nicht schon vorher bestand und ich wollte sie abziehen und so. Damals hatte ich Pech. Heute würde es besser aussehen.

Was das Anzeigen per Video angeht. Das funktioniert hier. Ich habe schonmal jemand wegen Nötigung angezeigt. Meine damalige Freundin hatte das damals vom Beifahrersitz aus gefilmt. Und das war erfolgreich. Im Gegensatz dazu, bin ich auch schon wegen Nötigung angezeigt worden. Als ich dann bei der Polizei zu Vernehmung war, nah der Polizist das auf die leichte Schulter. Der meinte, es gab keine Zeugen und es wurde weder was fotografiert noch gefilmt.

EDIT: In Deutschland gabs vor ein paar Jahren den Fall, dass ein Ehepaar auf der AB von nem Bundeswehrsoldaten rechts überholt wurde. Der hat dabei freundlich mit seiner Dienstpistole gewunken. Die Ehefrau hat das aufgenommen und der Typ wurde schwer verknackt.

EDIT2:

"Der Kauf und der Gebrauch einer Autokamera sind in Deutschland erlaubt, sofern Sie damit lediglich den fließenden Verkehr filmen. Im Prinzip kann jeder Fahrer eine solche Kamera privat betreiben"

http://mobil.stern.de/tv/sterntv/da...r-die-autokameras-wissen-2063601.html?mobil=1
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meine, mal gelesen oder gesehen zu haben, dass man die Kamera bzw. den Film nur dann gerichtsverwertbar einsetzen kann, wenn man damit die unbegründeten Ansprüche anderer abwehren kann.
Wenn z.B. ein Fremder behauptet, dass man ihm reingefahren ist und der Hergang im Film belegt meine Unschuld, wird das Material verwertet.

Wenn man sich aber zuhause hinsetzt und seinen Film "auswertet", danach jeden Falschparker/Nichtblinker/Drängler etc anzeigen will, wird die Anzeige nicht aufgenommen. Man kann dann sogar selbst Ärger bekommen.

Beim oben geschilderten Fall mit der Pistole, hat der Richter wohl abgewogen, was schwerer wiegt.
Beim Fall Waschstraße hilft die Cam nur bedingt. Die können immer noch behaupten, dass der Schaden vorher schon da war und man absichtlich gegen die Schiene gefahren ist, um dem Einweiser die Schuld in die Schuhe zu schieben.
 
Das ist ja auch was anderes, da gäbe es für die fotografierten Passanten ja keine begründeteten Argumente warum sie nicht auf diesem Foto zu sehen sein wollen, schließlich sind sie nur zufällig auf dem Bild und vor allem zeigt das Foto die Passanten ja nicht bei Etwas was rechtlich Kosequenzen haben könnte.

Genauso wie die Verkehrsteilnehmer zufaellig auf dem Bild sind.
Ich gehe ja nicht davon aus das diese vorhaben sich rechtswidrid zu verhalten.

Im Umkehrschluss dazu: Ich filme eine Sehenswuerdigkeit mit vielen Passanten, Kaertnerstraße faellt mir spontan dazu ein, und nehme eine Straftat ungewollt auf. Muss ich wegen Datenschutz meine Aufnahme zerstoeren oder kann mein zufaellig gefilmter Handtaschenraub schneller aufgeklaert werden?
Actioncams die ich aufn Helm oder sonst wo montiere nehmen ja auch das komplette Geschehen um mich auf.
Meine bessere Haelfte hat ein paar Minuten nach der Jahreswende einen Fahrfluechtigen aufgenommen, der mal eben viel zu schnell abgebogen ist, und ein Straßenschild soweit umgemaeht hatte, das dieses samt Verankerung rausgerissen wurde. Die Passanten die sich in der Naehe aufhielten hatten Glueck. Leider war die ganze Aufnahme verwackelt und dunkel, konnte man nichts erkennen.
Haette sie auch nicht machen duerfen?

Das muesste, will man den Datenschuetzern folgen, alles verboten werden.

Mit einer Dashcam gehe ich nicht los und will gezielt einzelne Personen filmen, das ist Bloedsinn.

Ich finds gut das der Datenschutz greift und nicht alles durchwinkt. Nur sollte man hier mal mit all den Sachen verglichen werden, die ich aufgezaehlt habe.
 
Ich meine, mal gelesen oder gesehen zu haben, dass man die Kamera bzw. den Film nur dann gerichtsverwertbar einsetzen kann, wenn man damit die unbegründeten Ansprüche anderer abwehren kann.
Wenn z.B. ein Fremder behauptet, dass man ihm reingefahren ist und der Hergang im Film belegt meine Unschuld, wird das Material verwertet.

Wenn man sich aber zuhause hinsetzt und seinen Film "auswertet", danach jeden Falschparker/Nichtblinker/Drängler etc anzeigen will, wird die Anzeige nicht aufgenommen. Man kann dann sogar selbst Ärger bekommen.

Beim oben geschilderten Fall mit der Pistole, hat der Richter wohl abgewogen, was schwerer wiegt.
Beim Fall Waschstraße hilft die Cam nur bedingt. Die können immer noch behaupten, dass der Schaden vorher schon da war und man absichtlich gegen die Schiene gefahren ist, um dem Einweiser die Schuld in die Schuhe zu schieben.


Es sagt ja auch keiner, dass man da Recht bekommen würde. In dem Fall, mit der Waschstraße würde ich halt sagen, "dann leckts mich am Arsch, ich besprech das mit meinem Anwalt". Für was gibts Rechtschutz? Und der würde mir dann schon sagen, ob eine Klage Erfolg hätte, oder nicht. Auf jeden Fall immer noch besser als garnichts machen zu können.

Was das Anzeigen angeht: Ob solches Videomaterial zugelassen wird, wie schon richtig gesagt, ist Einzelfallentscheidung. Wenn das Material jedoch zur eigenen Entlasstung dient, wird es immer zugelassen.

Als Beispiel jedoch: AB, das GPS der Dashcam logt schon seit 10 Kilometer, dass ich mich in einer Tempo 130 Zone befinde. Seit nem Kilometer hängt hier mir ein Auto im Kofferaum, so nah, dass ich weder die Scheinwerfer noch das Nummernschild mehr sehen kann. Normal ist Mindestabstand laut Faustregel halber Tacho. Wenn ich den jetzt Anzeigen würde, da ich mich bedrängt und genötigt fühle, und hätte das auf Film mit Position, erlaubter Geschwindigkeit, etc., warum sollte die Polizei da nicht tätig werden. Der Typ hinter mir hat ja nachweislich was falsch gemacht.

Es reicht ja schon jemand, ohne Zeugen, wegen Nötigung anzuzeigen und du musst auf der Wache zur Vernehmung antanzen. Als ich damals wegen Nötigung angezeigt wurde, hatte der Anzeiger der Polizei einen Google-Maps Ausdruck vorgelegt, mit Markierungen wo ich angeblich alles Vergehen auf der Strecke gemacht habe. War aber wertlos, da es ja keine Zeugen gab. Hätte der mich gefilmt, wer weiß, wie das ausgegangen wäre.
 
Er filmt damit aber auch unweigerlich und ungefragt andere Personen, und die können (sofern begründet) das persönliche Interesse haben dass sie nicht auf diesem Video zu sehen sein wollen.
Soweit ich das erlesen konnte sind dashcam`s aber keine action-cam`s wie z.b. die go-pro. Sprich die dinger nehmen nur einen loop von ein paar minuten auf und haben wohl auch teilweise eine crash-erkennung. (dann wird es erst fest gespeichert, oder das dann auch per knopfdruck) Ich sehe da irgendwie beim besten willen keinen konflickt mit persöhnlichen interessen anderer, da man denen so nicht nach spioniert. (das video wird am ende des loop`s wieder überschrieben)
 
"Irgend ein" GPS-Log wird garantiert nicht Gerichts-verwendbar sein. Den kann sich ja jeder mit Googlemaps selbst basteln. Videos zu fälschen ist immerhin etwas schwerer aber eigentlich auch nicht soo schwer.
 
In o.g. Fall dürften aber selbst die 130 Schilder nicht zu übersehen sein. Die Kamera ist ja quasi Fisheye. Du hast ja alles drauf. Und 30 Bilder/Sekunde reichen für die Verkehrsschilder locker.
 
Hab meine GoPro auch fast immer im Auto und auf Loop Aufnahme. GPS Daten braucht man eigendlich nicht, weil man die Geschwindigkeit ja auch nur anhand des Videos ziemlich genau berechnen kann. Diese Dashcams taugen in meinen Augen recht wenig, da man in der Dunkelheit kaum was erkennt.
 
Kannst ja auch welche mit Nachtsichtoption kaufen. Ich für meine Person fahre so gut wie nie nachts. Es ist schonmal viel gewonnen, wenn die Überwachung ca. 85% von meiner Fahrroutine abdeckt. Und so schlecht sind die Aufnahmen im Scheinwerferlicht auch nicht. Wenn dir jemand die Vorfahrt nimmt, dass ist zu erkennen. :daumen:
 
Ja das stimmt. Ich behalte nur manchmal ganz gerne auch ein paar gute Aufnahmen.:D Daher sollte die Video/Audioqualität schon einigermaßen sein. Ich hatte mal versucht meinen Camcorder in der Scheibe zu befestigen aber irgendwie gibts keine 1kg+ Saugnapfhalterungen und man sieht dann nicht mehr besonders viel aus der Scheibe.:ugly::D ...aber die Qualität ist geil!
 
Auch 1,6 Kilo? Ist nen bischen schwerer das Teil.;) Ich hab nur solche riesen Teile mit 4 Saugnäpfen für TV Aufnahmen gefunden...

Muss halt auch ne Standard Kamera Aufnahme haben...
 
Ich solle ihnen das mal nachweisen, dass der Schaden nicht schon vorher bestand und ich wollte sie abziehen und so.

Genau sowas meine ich dann mit "wenns dann passiert beißt man sich in Arsch dass man keine hatte".. Absolut ärgerlich sowas besonders wenns dann zusätzlich sone linken und ungeraden Menschen sind.
 
Wir waren heute wieder mal fleißig, Automatik-Getriebe und Motor aus dem Skyline rausgebaut. Morgen Krümmerbolzen ausbohren, die GReddy Ansaugbrücke verbauen und danach kann der Motor mit seinem neuen Schaltgetriebe wieder eingebaut werden :) Mein NX den ich fertig machen soll habe ich heute auch mal für eine Probefahrt genutzt, läuft auch alles nach voller Zufriedenheit. Dienstag geht es dann zum TÜV und danach zurück zu seinem Besitzer. der nun quasi einen fast neuen Wagen bekommt. :D
 

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