Der Asylstreit oder auch der Konflikt der Union

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Ach Männer werden stärker diskriminiert als Frauen, ist ja interessant. Sehr interessant, dass das nur nebenbei erwähnt wird.
Aus der Gruppe derjenigen, die wegen ihres Namens diskriminiert werden, werden Männern noch stärker diskriminiert. Sprich, biodeutsche Vermieter wollen als Mieter beispielsweise arabische Männer noch ein wenig weniger gerne als arabische Frauen, was aber an dem im Artikel geschilderten Grundproblem jedoch wenig ändert.

Gleichzeitig verstehe ich nicht warum man den eigenen Nachnamen nicht dem Land in dem man lebt anpassen darf.
Wenn ich in die USA emigrieren würde, würde ich mich auch lieber Smith statt Schmidt nennen.
Ich nicht. :D
Aber ja, abseits von Wollen oder Nichtwollen ist die Hürde für eine Änderung des Familiennamens in Deutschland recht hoch.
 
Aus der Gruppe derjenigen, die wegen ihres Namens diskriminiert werden, werden Männern noch stärker diskriminiert.
Genau das habe ich geschrieben.
Ich finde es trotzdem interessant und mich interessiert ob das auch für Männer und Frauen mit deutschen Namen gilt. Stattdessen wird das im Nebensatz gesagt.
Aber ja, abseits von Wollen oder Nichtwollen ist die Hürde für eine Änderung des Familiennamens in Deutschland recht hoch.
Ich schrieb ja auch von dürfen und nicht von wollen.
 
Ich finde es trotzdem interessant und mich interessiert ob das auch für Männer und Frauen mit deutschen Namen gilt. Stattdessen wird das im Nebensatz gesagt.
Man beachte die zweite Tabelle im Artikel: Wenn das Geschlecht schon bei Testkandidat(inn)en mit polnischen und italienischen Namen (im Gegensatz zu arabischen und türkischen) keinen Unterschied ausmacht, wird es anzunehmenderweise auch bei deutschen Namen keinen Unterschied mehr zwischen Männlein und Weiblein geben.
 
Ich kann mir schon vorstellen, warum das grade im islamischen Kulturraum so extrem ist.
Zu den "üblichen" Vorbehalten gegenüber Menschen mit ausländisch klingenden Namen kommt eben noch eine empfundene Bedrohung hinzu.

Aber ich will kein Heuchler sein: Leider hat die Erfahrung in Vermieterkreisen gezeigt, dass bei bestimmten Personengruppen häufiger Probleme zu erwarten sind. Dabei geht es nicht allein um Herkunft, aber eben auch darum. Gegenüber Wohnungssuchenden, die diese Merkmale teilen, ohne Mitschuld am schlechten Leumund zu haben, ist das selbstverständlich unfair, aber was ist in der Praxis die Alternative? Wenn sich ein Vermieter das erhöhte Risiko aufbürden soll, einen faulen Apfel zu erwischen, wäre das auch nicht gerechter.

Da kann man eigentlich nur eine Strategie fahren, bei der man mit sich selbst in die Augen schauen kann. Für mich heißt das: Bei dem von mir vermieteten Objekt spielt der Name des/der Wohnungssuchenden keine Rolle. Wenn ich Leerstand habe, antworte ich allen Interessenten, die mir eine aussagekräftige Anfrage geschickt haben. Wenn Ismael Hamed und Manfred Schmidt einen gleich guten Eindruck hinterlassen, gilt die Reihenfolge der Anfrage.
 
Zu den "üblichen" Vorbehalten gegenüber Menschen mit ausländisch klingenden Namen kommt eben noch eine empfundene Bedrohung hinzu.
Das meine ich nicht.
Wenn man komplett auf Vorurteile hört, erwartet man aus diesen Kulturraum eher keine Frauen die sich
eine eigene Wohnung suchen und wenn sie es doch tun erwartet man wahrscheinlich eine emanzipiertere Frau.
Also wenn man aus diesem Weltbild denkt.
aber was ist in der Praxis die Alternative?
Wie schon geschrieben, Anschreiben mit Pseudonymen.
 
Ist das Teil der Willkommenskultur?


Absolut richtiger Vorgang.

Wer den Staat repräsentiert, sollte in gar keiner Form irgendwelche religiösen Symbole oder Kleidungsstücke tragen. Der Staat und seine Repräsentanten sollen weltanschaulich neutral sein.
 
Wer den Staat repräsentiert, sollte in gar keiner Form irgendwelche religiösen Symbole oder Kleidungsstücke tragen. Der Staat und seine Repräsentanten sollen weltanschaulich neutral sein.
Also hängen wir auch die Kreuze in den Staatskanzleien ab?


Gleichzeitig wurde beschlossen, dass ab 1. Juni im Eingangsbereich jedes bayerischen Dienstgebäudes ein Kreuz hängen soll. „Das Kreuz ist grundlegendes Symbol unserer bayerischen Identität und Lebensart. Es steht für elementare Werte wie Nächstenliebe, Menschenwürde und Toleranz“, so Söder. Im Anschluss an die Kabinettssitzung brachte Söder ein Kreuz im Eingangsbereich der Bayerischen Staatskanzlei an.

Auf gehts Maggus, bitte wieder abhängen. Danke.
 
...und nicht zu vergessen, in den Klassenzimmern. ;)

(also zumindest in Bayern hängen die da noch überproportional häufig).
 
Also hängen wir auch die Kreuze in den Staatskanzleien ab?


Auf gehts Maggus, bitte wieder abhängen. Danke.

Das Abhängen der Kreuze wäre absolut angebracht und zwingend erforderlich.

Kreuze haben weder in Staatskanzleien, noch sonst wo in staatlichen Räumen zu hängen. Das gebietet die staatliche Neutralität und auch die Trennung von Staat und Kirche.

Dass das im Jahr 2021 immer noch nicht überall passiert ist, ist in der Tat skandalös.

Aber warum ist deine erste Reaktion "Whababoutism"? Ich dachte immer, dass wäre keine zulässige Argumentation.
 
Aber warum ist deine erste Reaktion "Whababoutism"? Ich dachte immer, dass wäre keine zulässige Argumentation.
Das war eine berechtigte Frage, nicht dass diese Regeln als selektive Verordnung interpretiert werden.
Wenn der Staat der Meinung ist, seine Beamten dürfen keine religiösen Symbole zeigen, dann muss das für alle Religionen gelten. Und da bin ich gespannt ob Bayern z.b. sich dran hält, oder ob dann genau hier Unterscheidungen getroffen werden.
 
Das war eine berechtigte Frage, nicht dass diese Regeln als selektive Verordnung interpretiert werden.
Wenn der Staat der Meinung ist, seine Beamten dürfen keine religiösen Symbole zeigen, dann muss das für alle Religionen gelten. Und da bin ich gespannt ob Bayern z.b. sich dran hält, oder ob dann genau hier Unterscheidungen getroffen werden.
Gleich vorweg, ich bin auch dafür, das die Kreuze abhängt werden, aber das hat nichts mit dem Gesetz zu tun.
Hier geht es ausschließlich um Beamte und ihr äußeres Erscheinungsbild!

Der Bundesrat hat am Freitag ein Gesetz mit Vorschriften zur äußeren Erscheinung von Beamten passieren lassen. Es enthält Regelungen darüber, inwieweit Tattoos, Piercings, Bärte oder anderer Körperschmuck für Beamte zulässig ist. Bei Islam-Verbänden stieß das Gesetz auf Widerstand, weil sie ein Kopftuchverbot durch die Hintertür befürchten.
Im Gesetz heißt es, dass das Tragen religiöser Merkmale dann eingeschränkt oder untersagt werden kann, „wenn sie objektiv geeignet sind, das Vertrauen in die neutrale Amtsführung der Beamtin oder des Beamten zu beinträchtigen“. In der Begründung wird auf die Neutralitätspflicht des Staates verwiesen. Als Beispiele werden das muslimische Kopftuch, die jüdische Kippa und das christliche Kreuz genannt.
Ist das Teil der Willkommenskultur?

Wer als Beamter in Deutschland tätig werden will, kann kein Teil einer Willkommenskultur sein, sondern muss ein integrierter Teil der Bevölkerung sein, und sich mit diesem Staat und seiner Gesellschaft identifizieren, sprich mit beiden Beinen auf dem Boden des GG stehen.
 
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Magst Du mir (uns) in ein paar griffigen, verstaendlichen Saetzen erklaeren, warum Du scheinbar "integriert sein" und "Willkommenskultur" fuer einen Widerspruch haelst?

Ich sehe da naemlich keinen. Wenn solchen Beamt*innen, die ueber die Gewaehrung von Asyl entscheiden, das Tragen von Kreuzen und Polizist*innen, die Demonstrationen begleiten, das Fraternisieren mit vom Verfassungsschutz beobachteten Stroemungen verwehrt wird, habe ich damit aber kein Problem.
 
Wer als Beamter in Deutschland tätig werden will, kann kein Teil einer Willkommenskultur sein, sondern muss ein integrierter Teil der Bevölkerung sein, und sich mit diesem Staat und seiner Gesellschaft identifizieren, sprich mit beiden Beinen auf dem Boden des GG stehen.
Für eine bunte Gesellschaft muss auch der Behördenmitarbeiter ein Abbild der Gesellschaft sein, also warum sollen muslimische Beamtinnen kein Kopftuch tragen? Ich hätte weit mehr Vertauen zu so einer Frau, als einen weißen Mann mit Glatze.
 
Für eine bunte Gesellschaft muss auch der Behördenmitarbeiter ein Abbild der Gesellschaft sein, also warum sollen muslimische Beamtinnen kein Kopftuch tragen? Ich hätte weit mehr Vertauen zu so einer Frau, als einen weißen Mann mit Glatze.
Was für eine fein diskiriminierende Aussage, Gratulation.
Eine Frau mit Kopftuch ist objektiv nicht einen deut vertrauenserweckender als ein weißer Dude mit Glatze, da erstere genauso eine islamististische Weltanschauung haben kann wie letzterer eine rechtsextreme Gesinnung haben könnte.
In jeden Fall hat erstere deutlich wahrscheinlicher eine konservativ religös-geprägte Weltsicht, als das letzterer ein Rechtsextremer ist, das gleich wie wenn jemand in seinem Amtzimmerchen hockt und an der Wand ein großes Kreuz hängen hat, auch der ist im Bezug auf seine Religion sehr wahrscheinlich deutlich verbohrter.

Grundsätzlich braucht es daher in einem sekularen Staat weder jemanden der mit Kreuz um den Hals und an der Wand in seinem Amtszimmer hockt, noch jemanden mit Kopftuch und Bild von Mohammed an der Wand, oder Kippa und Davidstern an der Wand hängend, oder irgend einem anderen religösen Tand.

Religion gehört ins private, nicht in deutsche Amts- / Klassenzimmer!
 
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Religion und politische Anschauung gehören nicht in Amtszimmer, aber das Beamtentum sollte schon ein Spiegel der Gesellschaft sein und muss auch für Migrant*innen ein attraktiver Arbeitgeber sein.
 
Religion und politische Anschauung gehören nicht in Amtszimmer, aber das Beamtentum sollte schon ein Spiegel der Gesellschaft sein und muss auch für Migranten ein attraktiver Arbeitgeber sein.
Und in wie fern braucht es dafür ein Kopftuch, ein Kreuz, oder irgend eine andere religöse Symbolik sichtbar am Körper, in der Amtsstube?

Richtig braucht es gar nicht, außer man meint jedem wie ein Rappender Proll, mit der protzigen Goldkette, sofort auf die Nase binden zu müssen welcher Glaubensrichtung man angehört und wieviel Raum diese im eigenen Leben einnimmt.
 
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