blautemple
Kokü-Junkie (m/w)
Gib dir doch wenigstens etwas Mühe beim Verstehen und Akzeptieren anderer Meinungen 


Hmm. Was soll daran paranoid sein?dem ganzen paranoiden Mist mit der zweiten Meinung
Komisch, wenn ich zu einem zweiten Arzt gehe, dann erzähle ich ihm, dass ich schon bei einem anderen war und was der diagnostiziert hat und tu da nicht auf "unwissend".Eine Zweitmeinung sollte unabhängig von der Erstmeinung entwickelt werden.
Nee, eigentlich läuft es anders. "Unabhängig" gilt auch nur sehr eingeschränkt. Hierbei muss auch zwischen Diagnostik und Therapie unterschieden werden. Diagnostik hat heutzutage einen ziemlich objektiven Charakter. Labordiagnostik inkl. Blutwerte, Biospiebefunde, Bildgebung, diese Sachen bieten wenig Interpretationsspielraum. Die Methoden sind allgemeingültig. Die bisherigen Befunde, also die 'Sachlage', gehen auch an den zweiten Arzt. Ggf. werden sie durch weitere Diagnostik ergänzt oder aktualisiert, um gemäß ärztlicher Einschätzung eine hinreichende Entscheidungsgrundlage zu ermöglichen. Hierbei ist die ePa übrigens ziemlich hilfreich, weil der ganze Kram ohne weiteren Aufwand beim zweiten Arzt landet.Komisch, wenn ich zu einem zweiten Arzt gehe, dann erzähle ich ihm, dass ich schon bei einem anderen war und was der diagnostiziert hat und tu da nicht auf "unwissend".
Wer kann meine Patientenakte einsehen?
Manche Versicherte befürchten Zugriffe von Krankenkassen, Versicherern und anderen gewerblichen Anbietern oder durch die elektronische Patientenakte zum gläsernen Patienten zu werden.
Zunächst einmal gilt: Sie als Inhaber der elektronischen Patientenakte haben alle Rechte. Sie entscheiden, wer auf Ihre Akte zugreifen kann und erteilen hierfür Berechtigungen. Sie können jederzeit Inhalte einsehen, einfügen, löschen oder verbergen, Zugriffsrechte erteilen oder beschränken und Widersprüche einlegen. Welche Leistungserbringer Ihre Akte einsehen, lesen und Daten einspeichern können, ist gesetzlich festgelegt.
https://www.verbraucherzentrale.de/...-digitale-patientenakte-fuer-alle-kommt-57223
Bei besonders sensiblen Daten und Dokumenten werden die Versicherten noch einmal gesondert auf ihre Widerspruchsmöglichkeit hingewiesen. Sie können der Befüllung der ePA mit diesen Daten widersprechen.
Dokumente werden nicht automatisch in die ePA geladen. Lediglich die E-Rezept-Daten für die Medikationsliste und die sogenannten Abrechnungsdaten der Krankenkassen werden automatisch eingetragen. Während der Behandlung muss die Ärztin bzw. der Arzt z. B. darüber informieren, dass ein Dokument eingestellt werden soll. Die Patientinnen und Patienten können dem widersprechen.
https://www.bundesgesundheitsminist...ische-patientenakte/epa-fuer-alle.html#c31775Patientinnen und Patienten können auch einzelnen Anwendungen widersprechen oder bestimmten Einrichtungen den Zugriff auf die ePA verwehren. Dem Hochladen von Dokumenten in ihre ePA können sie jederzeit situativ widersprechen. Dafür reicht ein mündlicher Hinweis im Arztgespräch. Das behandelnde medizinische Personal darf dann z. B. den entsprechenden Befund nicht einstellen.
Wenn es sich um sensible Daten handelt, müssen Patientinnen und Patienten auf ihr situatives Widerspruchsrecht ausdrücklich hingewiesen werden.
Na wenigstens hats der CCC zeitnah gefunden. Wird aber nicht die letzte Schwachstelle gewesen sein.![]()
E-Patientenakte weiterhin unsicher: Schutzmaßnahmen nicht ausreichend
Am Tag nach dem Start der ePA muss die Gematik melden, dass sie mit einer "Sofortmaßnahme" eine weitere Sicherheitslücke geschlossen hat.www.heise.de
Und wieder ein Loch ...
Ärzte sind keiner Götter. Ganz im Gegenteil. In dem Moment wo sie Diagnosen anderer Ärzte lesen sind die Voreingenommen. Das geht gar nicht anders, das ist menschlich. Du kannst nicht einfach vergessen oder ausblenden. Du kannst es versuchen, aber es wird immer im Hinterkopf herumgeistern.Was aber dem ganzen paranoiden Mist mit der zweiten Meinung eh den Boden unter den Füßen nimmt.
Was will man davon halten?
Konnte Karl Lauterbach eure Sicherheitsbedenken letztlich zerstreuen?

Erhofft ihr euch durch die angestrebte Reduzierung der Informationsasymmetrie Vorteile?
Lebt ihr in einer der Modellregionen und habt bereits Erfahrung mit der ePa gesammelt?
.Ok... sowas hab ich nie bekommen.
Labordiagnostische Informationen werden derzeit auch zwischen Ärzt*innen ausgetauscht, sofern Patient*innen dem zustimmen, nur eben auf Papier gedruckt. Wenn Verlaufkontrollen als sinnvoll erachtet werden, wird eben wieder Blut entnommen und mit bisherigen Ergebnissen verglichen.
Allerdings wären es auch für Konzerne, die ohnehin schon Data-Mining betreiben, und ggf. auf die Informationen zugreifen könnten, ein Fest - wer könnte garantieren, dass keine Deanonymisierung betrieben wird?
Genau. Die schaffen es ja nicht einmal, die sinnfreien 1 und 2 ct Münzen abzuschaffen.
Freilich. Aber ist "komplett" ein realisitischer Anspruch? Konntest du diesen auch an die bisherige Dokumentation stellen? Das sind nicht nur personenbezogene Daten sondern auch Arbeitsmittel.
Ich weiß schon, warum ich dem widersprochen habe. Es ist so typisch deutsch. Zum![]()
Wie soll es denn rechtlich gehandhabt werden, wenn ein Patient Schaden nimmt, weil der Ärztin relevante Informationen durch den Patienten vorenthalten worden sind?
Teilweise wissen das nicht mal Apotheker. Ich hatte mich paarmal mit ihnen unterhalten und gemerkt das sie von meinen Medikamenten gar keine Ahnung haben.
Ich finde eure Art derartiges zu betrachten wirklich spannend und gleichzeitig befremdlich. Wann macht ihr das?
Das weiß ich. Aber selbst der Pharmakologe kennt sich eher nur mit den "Mainstream" - Medikamenten aus.Vorsicht: "Apotheker" ist nicht das gleiche wie "Person hinter dem Schalter einer Apohteke".
Ersteres wäre eine studierter Pharmakologe, der z.B. auch Medikamente individuell anrühren könnte/dürfte und der so etwas beurteilen können sollte, den man aber in der Regel gar nicht mehr zu Gesicht bekommt.
Letzteres ist die Regel und ein x-beliebiger Verkäufer, der rein gar keine Ahnung von Wirkstoffen und deren Implikationen zu haben braucht.
Ja.Ja, dank Lauterbachs wiederholten Aussagen zur Hebung von Datenschätzen sind aus Bedenken bezüglich der Unsicherheit meiner Daten Gewissheiten geworden![]()
Hmm, Versicherungen erhalten explizit keinen legalen Zugriff auf die ePA. Hierzu:[Vorteile durch Reduzierung der Informationsasymmetrie] Ja. Für Pharmakonzerne und profitorientierte Versicherungen.
Nur Patientinnen und Patienten sowie das von ihnen berechtigte medizinische Personal haben Zugriff auf die Daten. Selbst Krankenkassen und ihre Ombudsstellen können die Daten in der ePA nicht einsehen.
https://www.bundesgesundheitsminist...lektronische-patientenakte/epa-fuer-alle.htmlDer Kreis der Zugriffsberechtigten ist gesetzlich geregelt. Zugriff auf die ePA für alle besteht nur in Fällen, in denen die Versicherten der ePA nicht widersprochen haben, und setzt einen nachgewiesenen Behandlungs- bzw. Versorgungskontext voraus.
So erteilen die Versicherten in der Arztpraxis ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt die Berechtigung zum Zugriff auf die ePA für 90 Tage, indem sie die elektronische Gesundheitskarte (eGK) stecken. Darüber hinaus können Versicherte über die ePA-App entscheiden, wer auf welche Daten in der ePA zugreifen darf. Auch die Dauer des Zugriffs der einzelnen Zugriffsberechtigten kann über die ePA-App modifiziert werden.
Weiterhin können Versicherte über ihre App bestimmte Dokumente, beispielsweise bestimmte Befundberichte oder Arztbriefe, so einstellen, dass diese nur von ihnen selbst eingesehen werden können. Auch das Löschen von Dokumenten ist möglich. Versicherte, die die App nicht selbst bedienen möchten oder können, dürfen können eine Vertretungsperson einsetzen, z. B. einen Angehörigen. Alternativ kann auch über die Ombudsstelle der Krankenkasse der Versicherten der Zugriff für einzelne Zugriffsberechtigte geregelt werden. Weder die Ombudsstellen noch die Krankenkassen haben Zugriff auf die Daten in der ePA.
Pardon, ja, pseudonymisiert. Wie zuverlässig geht das eigentlich bei Arztbriefen mit Anschrift der Patienten oder Bildern, auf denen Patienten-Meta-Daten sichtbar sind?Die ePA verspricht erst gar leine Anonymisierung, sondern lediglich Pseudonymierung. Das heißt dein Name und mit etwas Glück noch deine exakte Anschrift werden durch einen Nummerncode ausgetauscht, das wars. Alles andere bliebt sichtbar und direkt einander zugeordnet. Was für die Erforschung einiger medizinischer Fragestellungen auch unabdingbar ist, genauso wie für diverse kommerzielle Nutzungen dieser Datenbank.
Nur weil sich jeder an der ePA der Anderen bedienen könnte, es hierbei aber nur wenige können, ist nicht gesetzt, dass dies auch jede darf. Die Linie will ich durchaus halten.Künftig erfolgt sie pauschal an eine Zentrale, in der sich jeder jederzeit bedienen darf.
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Das stimmt so nicht. Gemäß DSGVO und Strafgesetzbuch dürfen Ärzt*innen die Daten ihrer Patient*innen nicht ohne deren Zustimmung weitergeben, und das gilt auch für die medizinische Versorgung. Hierzu gibt es auch nur wenige Ausnahmen (Notfälle, konsiliarische Kontakte bspw. in Krankenhäusern oder in größeren Praxen, sofern es medizinisch indiziert ist, oder eben meldepflichtige Krankheiten - dann aber ans Amt).Was bislang weitestgehend fehlte, war die aktive Kontrolle in Gegenrichtung: Man konnte die Weitergabe von Daten nur schlecht "deaktivieren". Zumindest war es sehr unüblich, Ärztenn die Anlage einer Akte zu verbieten und alles mitzunehmen, somit haben Ärzte die Daten unkontrolliert untereinander getauscht, wenn Bedarf gesehen wurde.
ABER: Nur untereinander und nur wenn es den erheblichen Aufwand wert war.
Man konnte sich also aus reinen Praktikabilitätsgründen darauf verlassen, dass dies nur vereinzelt geschieht und es war komplett verboten, die Daten an Konzerne zu verhökern.
Nöö, manche kennen auch Ketamin usw. usf. ...Das weiß ich. Aber selbst der Pharmakologe kennt sich eher nur mit den "Mainstream" - Medikamenten aus.
Schmerzmittel, Magen/Darm, Erkältungen usw.
Ganz billige Phrase.Wenn es um meine Gesundheit geht.
Aha. So extrem lebensbedrohlich, dass du entspannt noch weitere Krankenhäuser abklappern und Meinungen einholen, persönliche Werdegänge von Ärzten erfragen, studieren und beurteilen kannst, sowie dir Gedanken über optische Nebensächlichkeiten machen?Also z.B. wenn das örtliche Krankenhaus (mit bundesweit renomierter Expertise auf diesem Gebiet) mich mit einem potentiell lebensgefährdenden, gut operierbaren Zustand wieder nach Hause schickt, den eine andere Ärztin beim Blick auf die gleichen CT-Bilder findet. Woraufhin besagtes lokales Krankenhaus in Runde 2 eine Beratung ablehnt und trotz individueller Komplikationsindikatoren nach Schema F operieren will, während ein anderes Krankenhaus, dessen Facharzt zufällig eine weitere Ausbildung in passender, nicht originär verwandter Richtung hat, ein abweichendes Verfahren empfiehlt. (Und durchführt. Und dabei ehrlich zumindest in den Aspekten Narben, Schmerzen und Patientenumgang um mindestens eine Größenordnung besser abschneidet. Am Ergebnis habe ich bis heute, Jahre später, auch noch nichts auszusetzen gehabt.)
Es gibt da schon noch ein Unterschied zwischen "potenziell lebensbedrohlich" und "in den nächsten 5 Minuten verrecken".Aha. So extrem lebensbedrohlich

Super Beitrag! Dem stimme ich so 100% zu!In akuter Lebensgefahr ist was anderes, wenn einer im Unfall zerfetzt wird ist es scheißegal wer die Not-OP macht.
Da kann man sich keinen Arzt mehr aussuchen.
Wenn man aber an einer Bandscheibe operiert wird und man die vermutliche Wahl, zwischen gesund aus der Op gehen und Querschnitt gelähmt rausrollen hat
oder OP notwendig und nicht notwendig entscheiden kann,
da hole ich mir sehr wohl eine 2. oder 3. Meinung.
Ärzte sind auch nur Menschen und nicht jeder Arzt ist gleich zu setzen mit einem anderen Arzt, da gibt es Welten Unterschiede.
Wie jede Medaille. hat auch die digitale Patientenakte Vor und Nachteile.
U.A. Psychopharmaka sind in den vergangenen Jahrzehnten wohl kein Lehrinhalte für Allgemein-Mediziner und -Pharmakologen gewesen. Bei mir kannten damals auch weder Apothekerin (~50) noch Hausarzt(~60) was mir da verschrieben wurde, obwohl es das absolute Standardmittel war welches jeder Psychologie Erstsemester kennt.Teilweise wissen das nicht mal Apotheker. Ich hatte mich paarmal mit ihnen unterhalten und gemerkt das sie von meinen Medikamenten gar keine Ahnung haben.
Bis jetzt hatte ich mich mit der technischen Umsetzung eher weniger beschäftigt. Wenn es sowas tatsächlich nicht gibt ist das ja keine echte Digitalisierung sondern pseudo UnsinnBei Medikamentenprüfung und Kontraindikatoren wird die ePA dagegen erstmal wenig weiterhelfen. Die Schaffung einheitlicher Datenformate, in welche z.B. die Medikamentation systematisch hätte eingetragen und dann automatisch hätte geprüft werden können, hatte ja keine Priorität.

Sry @Cleriker , ich schätze dich wirklich sehr als Person.Genau. Deshalb versuchen alle in die gleiche Klinik zu stürmen. Weil die ja so viel Erfahrung haben. Das bringt nur zwei Probleme mit sich. Erstens wird es für die zur Routine. Etwas bei dem man sich nicht mehr anstrengen muss und schneller mal Fehler macht. Zweitens, bekommen andere Ärzte in den übrigen Kliniken so keine Übung. Wie wird man denn gut? Ne, als Patient sollte ich schon auch dem Arzt die Chance geben über sich hinaus zu wachsen.
Wir haben hier bei uns die Herzklinik Bad Oeynhausen in der Nähe. Das sind absolute Spezialisten.Sry @Cleriker , ich schätze dich wirklich sehr als Person.
Aber nur für das Verständnis und hypothetisch.
Dein Nachwuchs hätte letztes Jahr eine Herz OP haben müssen, da wird ein Spezialist empfohlen und in der Nähe ist eine Klinik die macht auch Herz Op´s mit frisch entlassenen Studenten ....welche Wahl hättest Du getroffen um die Herz OP machen zu lassen?