Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

axel25

Software-Overclocker(in)
Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Abend,
mir ist vor ca. einem halben Jahr oben genannter Verstärker kaputt gegangen.
Ich habe ihn eingeschaltet, es gab im inneren (durch die Lüftungsschlitze gut zusehen) einen verdammt hellen Blitz und nichts ging mehr. Es hat auch nicht komisch gerochen!

Was könnte das für ein Defekt sein und könnte man ihn beheben?

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Da ist wahrscheinlich irgendwas durchgebrannt. Du kannst das Gehäuse des Verstärkers öffnen (Vorsicht Hochspannung! Vorher Netzstecker ziehen! ^^) und nach verrusten Bauteilen suchen. Wenn du was findest und es handelt sich um ein lapidares Bauteil wie einen Widerstand oder einen Kondensator kannst du das betreffende Teil durch ein gleichwertiges ersetzen (handwerkliches Geschick vorausgesetzt). Bei Kondensatoren steht die Kapazität im Normalfall direkt drauf (z.b 100µF), Widerstände haben in aller Regel eine Farbcodierung (bunte Ringe). An diesen kann man die Spezifikationen ablesen. Da gibt es im Internet Lesehilfen wo steht welche Farbe an welcher Position was bedeutet.
Wenn du dir Ersatz besorgt hast kannst du die Platine ausbauen, das defekte Teil entlöten (Lötkolben an die Lötstellen halten bis der Lötpunkt flüssig wird und das Beinchen aus der Platine ziehen). Anschließend kannst du das neue (passende!!!) Bauteil wieder einlöten (Bei Dioden, Tranistoren, Kondensatoren etc. die Polarität beachten!!).
Mit ein bisschen Glück geht der Verstärker dann wieder.
Viel Glück!
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Lass es ! Erstens sofern du kein staatlich geprüfter elektrischer bist darfst du das NICHT machen.
Bzw du darfst schon, aber wenn dein Haus abbrennt wegen dem defekten verstärker an dem du gebastelt hast, wird keine versicherung den schaden zahlen. Gefährdest du zusätzlich noch andere, z.b dadurch das du in einem mietshaus wohnst gibts ne anzeige obendrauf wenn das rauskommen sollte. Jemand der nicht qualifiziert ist darf nicht an elektrogeräten rumbasteln die mit 230V Betriebsspannung laufen.

Zweite sache, wenn nen Wiederstand, Kondensator oder ähnliches durchbrennt, dann machen die das nicht weilse grad lustig sind, sondern weil ne fehlerquelle dafür gesorgt hat. Du kannst zwar dadurch den schaden beheben, findest aber nicht die fehlerquelle.

Das was du als fehler beschreibst, da würd ich fast drauf tippen das die Pufferelkos den geist aufgegeben haben.
 
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Hmm warum sollte wenn ein Kondensator kaputt geht was anderes dran Schuld sein.kann ja durch fabrikationsmängel passiert sein
 
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Einen Verstärker zu reparieren ist eine andere Hausnummer als z. B. eine Fernbedienung nachzulöten oder ein Volt-Mod an einer Grafikkarte zu löten.

Der Verstärker hat direkten Zugriff auf die Netzspannung und es fließen Ströme, die durchaus bei einem Kurzschluss zu Bränden führen können. Natürlich gibt es bei einer Marke wie Kenwood Sicherheitsschaltungen, die bei einem Defekt für ein sofortiges Abschalten sorgen. Wenn Du als Laie dort einfach Bauteile wechselst, die kaputt aussehen, ohne deren Funktion erfassen zu können, kannst Du dir nie sicher sein, dass Du hinterher einen betriebssicheren Verstärker hast und dass die Sicherheitsschaltungen noch funktionieren.

Naatürlich kannst Du dir einreden, dass Du den Verstärker nach Reparatur nur noch unter Aufsicht betreiben wirst und ihn bei jedem Ausschalten komplett vom Netz trennen wirst, aber ist das realistisch?

Mein Zwillingsbruder repariert für mich Kleinigkeiten bei Verstärker und Netzteile. Allerdings hat er dafür Prüflasten, ein Oszilloskop zur Fehlersuche und direkte Herstellerkontakte, um an Schaltpläne heranzukommen. Zudem arbeitet er als Prüfingenieur...
 
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Man kann auch klein anfangen und erst mal checken, ob es die Sicherung des Gerätes durchgehauen hat.
Zumindest bei meinem Verstärker kommt man da ohne Eingriff ins Gerät ran.
Ansonsten ist ein Eingriff was für Profis, die wissen, was sie tun und passendes Werkzeug haben. Auch wenn man optisch anhand von Schmauchspuren ein defektes Bauteil auf Anhieb erkennen kann, sind Folgeschäden am Rest der Elektronik möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich.
Ein vorhandener Schaltplan ist auch für den Profi eine große Hilfe.
 
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Hmm warum sollte wenn ein Kondensator kaputt geht was anderes dran Schuld sein.kann ja durch fabrikationsmängel passiert sein

Fabrikationsmängel tretten in der regel in den ersten 3 monaten auf. Der Verstärker hat aber locker schon 10 jahre aufm Buckel ( ich tipp sogar auf 15 jahre wenn ich mir das design von dem anschau )
Fabrikationsmängel hätten sich also schon viel viel früher zeigen müssen.

Ich sags nochmal, ein Bauteil geht nicht einfach mal so kaputt, entweder ist es kaputt gegangen weil irgendwas anderes den geist aufgegeben hat, oder durch den defekt sind andere teile in mitleidenschaft gezogen worden.

Ohne Osziloskop und weiteres equipment, und ne portion erfahrung und wissen kann man hier nix machen.

Nur mal das extrembeispiel hoch 10.

Man bastelt sich das ding wieder zurecht wohn in nem Hochhaus mit 10 familien, das reparierte teil fängt feuer und sezt das Haus in brand. Die mieter bekommen eine Rauchvergiftung. Eine ermittlung findet herraus das ein selbstrepariertes E Gerät den schaden verursacht hat. Dann gibts ne Anzeige wegen Fahrlässiger Körperverleztung.

Das zwar jetz der extremfall, aber darüber denken viele nich nach, selbst wenn das wissen und können vorhanden ist, darf nur ein staatlich geprüfter elektriker arbeiten an 230V geräten vornehmen.


Und grad was defekte Kondensatoren angeht wenn man diese nicht richtig handhabt kann das im Krankenhaus enden. Grad bei Kondensatoren muss man höllisch aufpassen wenn diese geladen sind. Und nen leie kann das nicht beurteilen obs der fall ist, da langt ein falscher griff ins Gehäuse.
 
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Ich würde auch ambesten nen Ortsansäßigen Elektriker fragen ob der sich das mal angucken kann ;).

@dfence: Markteinführung vom Gerät war 1997 ;).
 
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Nur zu 5% sind es hochgegangene Kondensatoren, es sei denn, sie sind vom Fehler direkt betroffen.

Häufige Fehlerursachen sind bei Schaltnetzteilen die MosFet´s oder die Endstufentransistoren, die sich mit einem Lichtbogen verabschieden.

Bei den Schaltnetzteilen sind es zu 80% Überlastungserscheinungen.
Netzteile mit Trafo sind relativ selten die Urheber.

Die Endstufentransistoren verabschieden sich meisst wegen Überlastung/Überhitzung.
Der Lichtbogen kommt eher zustande, wenn bei einer Gegentaktstufe der Partnertransistor auf Durchgang schaltet.
Auch kommt es vor, dass er dicht macht und sich nicht mehr steuern lässt. Das wiederum macht sich aber nur durch extrem verzerrte ("gleichgerichtete") Tonausgabe bemerkbar.

Auch kann es passieren, dass ein Widerstand der Vorstufe (meisst die Vorwiderstände Spannungsseitig der Vorstufe) sich auf ~0 Ohm brennen, die dann wiederum den Endstufentransistoren eine überhöhte Steuerspannung zukommen lassen und ihn somit zerstören.
Ein ganz fieser Fehler sind die Widerstände in der Vorstufe, deren Widerstandsbahn durchbrennt bzw sich im laufe der Zeit abträgt, sich das aber nicht äusserlich, sondern erst durch Ausbau und Nachprüfung zeigt.

Dies zeigt sich ebenfalls durch verzerrt Wiedergabe. Finden kann man ihn wirklich nur durch Ausbau sämtlicher Widerstände oder durch Messung der Steuerspannungen der betroffenen Transistoren. Wenn die Steuerspannungen sich nicht gleichen, liegt der defekte Widerstand weiter "hinten"

Nicht zu vergessen, nach Wechsel betroffener Endstufentransistoren den Arbeitspunkt wieder einzustellen, verstellt äussert er sich in kleinster Lautstärke durch Verzerrungen der Bässe.


Es soll keine Reparaturanleitung darstellen, denn hier möchte ich mich auch ebenfalls meinen Vorrrednern anschliessen, es einen geprüften Fachmann zu überlassen, da im Schadensfall doch recht viel passieren kann.
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Ich habe auf der Kenwood-Seite sogar eine Produktbeschreibung von 1993 für dieses Modell gefunden.

Bei einem mehr als 10 Jahre alten Receiver der damals 399,- DM gekostet hat, der mit Lichtbogen in die Wuppen gegangen ist, würde ich von professionellen Reparaturversuchen absehen.

Das Nachfolgemodell gibt es gebraucht bei der Bucht für 95,- Euro. Mit etwas Engagement kannst Du auch einen besseren Receiver für ne Fuffi dort ersteigern.
 
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Jop der Kenny is absolut nix besonderes und zählt schon zu dem billig plaste gelump leider, technisch auch nicht super hochwertig. Von daher lohnt ne Reperatur echt nicht, wie schon geschrieben wurde schau auf Ebay da bekommst für das geld was die reperatur kosten würd sogar was hochwertigeres.

Ich würd aber auf keinen fall das nachfolgemodell kaufen, Kenwood hat ab anfang / mitte 90er jahre nen 0815 kram produziert, da blendet der name Kenwood ein wenig, ab mitte der 90er könnt man eh denken Kenwood hat sich auf den Bau von Autoscheiben spezialisiert und nicht auf den bau von hochwertigen Hifi Equipment ( insider :D )

Gute Kennys erkennst du z.b am Vollmetall Gehäuse mit Alu Drehreglern ( schwarz eloxiert ) und vorallem am gewicht. Hab z.b auch so nen hübschen Kenny aus den frühen 90er, einer der ersten mit Dolby Surround erweiterung, wiegt satte 12kg der Amp, wobei das noch zum leichtgewicht zählt, mein schwerster Amp wiegt 48kg

Allerdings beim Ebay kauf zwei sachen beachten. Keine Dachboden Funde oder Kellerfunde kaufen !
Beim Dachboden fund kannst von ausgehen das er jahrelang in brüttender hitze stand was die Elkos killt. Und beim Kellerfund umgedreht die feucht kalte atmosphere ist nicht gut für die Elektronik und die Potis. Und die leistungsangaben sind meist die Leistungsaufnahme eines Verstärkers, anhand dessen kann man aber je nach qualität auch die leistung abschätzen.
Auser bei Class A Verstärkern die fressen enorm viel power bieten aber auch nen klang der seinesgleichen sucht ( heutige Class A/B Hybrid Amps können da nicht mithalten )
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Jop der Kenny is absolut nix besonderes und zählt schon zu dem billig plaste gelump leider, technisch auch nicht super hochwertig. Von daher lohnt ne Reperatur echt nicht, wie schon geschrieben wurde schau auf Ebay da bekommst für das geld was die reperatur kosten würd sogar was hochwertigeres.

Ich würd aber auf keinen fall das nachfolgemodell kaufen, Kenwood hat ab anfang / mitte 90er jahre nen 0815 kram produziert, da blendet der name Kenwood ein wenig, ab mitte der 90er könnt man eh denken Kenwood hat sich auf den Bau von Autoscheiben spezialisiert und nicht auf den bau von hochwertigen Hifi Equipment ( insider :D )

Gute Kennys erkennst du z.b am Vollmetall Gehäuse mit Alu Drehreglern ( schwarz eloxiert ) und vorallem am gewicht. Hab z.b auch so nen hübschen Kenny aus den frühen 90er, einer der ersten mit Dolby Surround erweiterung, wiegt satte 12kg der Amp, wobei das noch zum leichtgewicht zählt, mein schwerster Amp wiegt 48kg

Allerdings beim Ebay kauf zwei sachen beachten. Keine Dachboden Funde oder Kellerfunde kaufen !
Beim Dachboden fund kannst von ausgehen das er jahrelang in brüttender hitze stand was die Elkos killt. Und beim Kellerfund umgedreht die feucht kalte atmosphere ist nicht gut für die Elektronik und die Potis. Und die leistungsangaben sind meist die Leistungsaufnahme eines Verstärkers, anhand dessen kann man aber je nach qualität auch die leistung abschätzen.
Auser bei Class A Verstärkern die fressen enorm viel power bieten aber auch nen klang der seinesgleichen sucht ( heutige Class A/B Hybrid Amps können da nicht mithalten )

Stimmt. Heute kann man Kenwood (leider) sogut wie in die Tonne treten. Die älteren Modelle (hatte den KR-950B (BJ'89; um die 20kg :ugly: Vollalu ) und jetzt den KA-5090 (kp von wann; 17,5kg Vollalufront mit SECC-Deckel)) sind noch brauchbar. Kannst ja mal bei Ebay nach den beiden genannten Modellen gucken ;) (aber bloss nicht den 5040 nehmen!).
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Hehe hab dein thread entdeckt und dir da mal geanwortet der übersichtshalber. Aber schön zu wissen das es noch leute gibt die alte Kenwoods zu schätzen wissen *daumenhoch*
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

So, kleines Update nach über 2,5J Jahren.

Ich habe mich heute mal an das Ding erinnert und mein Vater und ich hatten beschlossen, das Ding aufzuschrauben.
Am Netzteil ist einer Sicherung (eine mit Glaskolben) durchgebrannt, die sicherung war eine mit 1,6A 250V Flink.

Nachdem der Receiver schon damals recht verstaubt war, könnte es doch sein, dass ich nur die Sicherung tauschen muss, oder?
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Mach ne neue rein, schalt an und hoffe das die Sicherung der Grund ist und nicht die Folge :D

Blitzt es wieder schmeiß das Ding wohl besser weg :schief:
 
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Die Dinger brennen selten ohne Grund durch ;). Und Lichtbögen produzieren die alleine schon gar nicht.
 
AW: Defekt bei Verstärker KR-A3050 von Kenwood

Naja, das ist ein Draht im Glaskolben, bei der der Draht so aussieht als sei er quasi explodiert.
 
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