Datensicherung, RAID1-System?

Bulo22

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo,

ich habe derzeit 2 externe 3,5"-Platten von Western Digital, die eine Kapazität von 1,5 bzw. 2TB besitzen. Auf der einen Platte habe ich ein paar Programme + private Daten, auf der anderen speichere ich meine Windows-Backups. Wenn jetzt eine Platte den Geist aufgeben würde wäre natürlich auch die Daten weg, was nicht gerade optimal wäre. Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, was denn die beste Lösung dafür wäre (RAID-System wie zum Beispiel das hier?).

Da ich nicht in unzählige Platten investieren möchte würde ich das mit kaufen und RAID1 formatieren -> 1:1-Spiegelung. Ist das die beste Lösung oder gibt es etwas simpleres und günstigeres? Ich brauche keinen Netzwerkspeicher (ein kleines NAS habe ich schon), sondern einfach nur eine einfache Sicherung der Daten.

Danke
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat doch auch niemand behauptet?
Nach meinem Verständnis ist die von ihm erwähnte "externe Festplatte" schon mehr als die meisten Leute für ihre Datensicherung tun oder nicht?
Und die externe BackupPlatte zusätzlich als RAID zu fahren kommt dem nach meinem Empfinden doch sehr entgegen?
 
Ich habe überhaupt nicht vor, deshalb keine Backups mehr zu erstellen. ;)

Es wird lediglich nach einer einfachen und natürlich möglichst günstigen Lösung zur Datensicherung gesucht. Wichtige Dokumente und ähnliches sichere ich sowieso regelmäßig.
 
IEs wird lediglich nach einer einfachen und natürlich möglichst günstigen Lösung zur Datensicherung gesucht.

USB 3.0 HDD oder ein NAS.

Ein RAID 1 ist keine Datensicherung!!!
Ein RAID 1 hat einzig und alleine die Aufgabe einen Festplattendefekt zu überbrücken. Und nichts anderes.

Was machst du im RAID 1 wenn du einen Virenbefall hast oder die Dateien versehentlich gelöscht wurden?
Die Daten sind dann auf der gespiegelten Seite genau so unbrauchbar.
 
Ein RAID erhöht die Verfügbarkeit eines Systems im/für den laufenden Betrieb (Server). Ein Backup/eine Sicherung wichtiger Daten sollte nach Möglichkeit auf verschiedenen Medien (HDD/DVD/CD, Tape/DAT/Cloud) stattfinden und am besten eine Kopie außerhalb des Gebäudes gelagert werden, in dem sich der Rechner befindet von dem gesichert wird.
 
Mir geht es ja in erster Linie darum, im Falle einer defekten Festplatte ohne Datenverlust aus der ganzen Sache rauszugehen. Ihr meint also, dass das (manuelle) Kopieren auf 2 Platten die einfachste Lösung und RAID1 Overkill wäre?
 
Hast du ein System was kontinuierlich läuft und auf keinen Fall ausfallen darf, dann nimmt man ein RAID 1 oder 5.
Ist eine permantene Datenverfügbarkeit nicht notwendig, dann ist ein RAID 1 Strom/Geldverschwendung.
 
Alles klar, vielen Dank für die zahlreichen Antworten! :)

Ich werde mir noch eine externe Platte bestellen, dann sollte das passen. Könnt ihr mir noch ein Programm empfehlen, das "intelligentes" Kopieren ermöglicht (zum Beispiel Ordner syncen, damit nur Veränderungen und nicht immer alles kopiert wird)?
 
USB 3.0 HDD oder ein NAS.

Ein RAID 1 ist keine Datensicherung!!!
Ein RAID 1 hat einzig und alleine die Aufgabe einen Festplattendefekt zu überbrücken. Und nichts anderes.

Was machst du im RAID 1 wenn du einen Virenbefall hast oder die Dateien versehentlich gelöscht wurden?
Die Daten sind dann auf der gespiegelten Seite genau so unbrauchbar.

Tschuldige, wenn ich mich WIRKLICH blöd anstelle, aber vielleicht missverstehe ich hier etwas.
Wenn ich den TE richtig verstehe, sucht er nach einem Nachfolger für sein EXTERNES Speichermedium, auf dem er derzeit BackUps/Sicherungen/whatever macht.
Für dieses externe Medium (mach ich was falsch, wenn ich das dreist BackUp-Speicher nenne?) wünscht er sich nach meinem Verständnis eine höhere Ausfallsicherheit. Und fragt nach der Möglichkeit eines RAIDs auf dem "EXTERNEN BackUp-Speicher".

Hab ich ne komplette Hirnblockade, oder aus welchem mir nicht ersichtlichen Grund möchtest Du das nicht als Datensicherung bezeichnen?
Helft mir mit meinem Verständnis.
 
Weil ein RAID 1 keine Datensicherheit gewährleistet, schluss aus.
Jeder Administrator würde für so etwas gevierteilt werden.
Es wird lediglich die Datenverfügbarkeit bei einem Festplattenausfall gewährleistet.

Zwei USB-HDD`s wo man zeitversetzt eine normale Kopie macht und dann extern lagert. Das ist Datensicherheit.

Ein USB Raid 1 kann man schon bauen, nur hat man im Falle von fehlerhaften Daten den Datenmüll auf beide Platten.
Schmeiß ich eine von den HDD`s vom Tisch, dann sind die Daten auf der anderen HDD noch vorhanden -> das RAID 1 hat mich vor einem Festplattenausfall geschützt.
Fang ich mir einen Virus ein, dann ist der Virus gespiegelt auf beide Festplatten -> Daten unbrauchbar.
Lösch ich versehentlich die Urlaubsfotos, sind die Fotos auf beiden HDD`s weg -> Daten verloren.

Wenn bei mir meine HDD den Geist aufgibt, geh ich zum Schrank und nehm mir die Festplatte mit der Sicherung von letzter Woche und hab in 40min meine 2TB wieder hergestellt.
Gabs ein gröberes Problem, nehm ich die Sicherung vom letzten Monat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil ein RAID 1 keine Datensicherheit gewährleistet, schluss aus.
Jeder Administrator würde für so etwas gevierteilt werden.
Es wird lediglich die Datenverfügbarkeit bei einem Festplattenausfall gewährleistet.

Zwei USB-HDD`s wo man zeitversetzt eine normale Kopie macht und dann extern lagert. Das ist Datensicherheit.

Ein USB Raid 1 kann man schon bauen, nur hat man im Falle von fehlerhaften Daten den Datenmüll auf beide Platten.
Schmeiß ich eine von den HDD`s vom Tisch, dann sind die Daten auf der anderen HDD noch vorhanden -> das RAID 1 hat mich vor einem Festplattenausfall geschützt.
Fang ich mir einen Virus ein, dann ist der Virus gespiegelt auf beide Festplatten -> Daten unbrauchbar.
Lösch ich versehentlich die Urlaubsfotos, sind die Fotos auf beiden HDD`s weg -> Daten verloren.

Wenn bei mir meine HDD den Geist aufgibt, geh ich zum Schrank und nehm mir die Festplatte mit der Sicherung von letzter Woche und hab in 40min meine 2TB wieder hergestellt.
Gabs ein gröberes Problem, nehm ich die Sicherung vom letzten Monat.

Tschuldige wenn ich da mal widerspreche. Ein RAID 1 gewährleistet sehr wohl Datensicherheit, und zwar in Bezug auf einen Festplattendefekt. Wenn ich mich recht entsinne, ist das genau das Anliegen des TS, nämlich einen Festplattendefekt und damit einen Verlust seiner Daten dadurch zu vermeiden.

Das permanente, gebetsmühlenartige Wiederholen, ein RAID > 0 gewährleistet keine Datensicherheit, macht die Sache weder richtiger noch falscher. Und bei so einer Lösung, wie Abductee vorgeschlagen hat, würde dem Admin erst recht die Hammelbeine langgezogen... :ugly: Denn das von dir angesprochene "Backup" leidet an einem sehr gravierenden Mangel, nämlich dem zeitlichen Versatz zwischen aktuellen Daten und der letzten Sicherung.

Tatsächlich kann eine 100% Datensicherheit (in time) niemals gewährleistet werden, weder mit einem RAID > 0 noch einer externen Backup Platte. Man kann dieses Risiko aber minimieren, wobei die Kosten der Lösung mit der jeweiligen Reduzierung des Risikos des Datenverlustes korrelieren, und das meist exponentiell. Dabei wird in der Praxis häufig ein zwei/drei stufiges Verfahren praktiziert. Zunächst sind alle Daten über ein RAID > 0 redundant abgelegt (Sicherheit vor einem Festplattendefekt). Dann wird in regelmäßigen Abständen ein Backup gemacht (12h/24h je nach System und Möglichkeit, um Virenbefall/versehentliches Löschen von Daten zu verhindern). Dabei können auch Wochenbackups und/oder Monatsbackups angelegt werden, um die zeitliche Spanne zu vergrößern und somit das Risiko weiter zu minimieren. Und als drittes kann man dann noch die Backups in einen anderen Brandabschnitt kopieren, um einen Verlust durch äußere Gewalt (Feuer, Vandalismus, etc.) zu vermeiden. Denn wenn es brennt, sind sowohl die Daten auf dem RAID, als auch das Backup futsch (man könnte zwar gleich das Backup in einen anderen Brandabschnitt kopieren. Das hat aber unter Umständen den Nachteil, dass ein Recovery länger dauern kann).

Das alles ist natürlich für zu Hause etwas "to much". Man kann aber folgendes machen, dass durchaus preislich recht günstig zu haben ist. 1. Aufbaus eines RAID > 0 zur dauerhaften Speicherung der Daten. Dies kann bspw. mittels NAS oder so einer externen USB Festplattenlösung erfolgen. Wichtig ist nur, dass man permanent Zugriff darauf hat. Daran wird dann 2.) eine externe Festplatte angeschlossen. Auf diese wird dann regelmäßig ein Backup des RAIDs gemacht (kann man bei den meisten NAS Büchsen einstellen).

Gruß
boober
 
Wenn bei in der Firma was wichtig ist, kopiert die Backupsoftware die betroffenen Dateien im 15min Takt auf ein RAID5.
Davon wird zweimal die Woche ein Backup gezogen und archiviert.
Einmal im Monat bekommt der Prokurist ein Backup mit nach Hause und bringt das Vorletzte wieder mit.

Für Zuhause würd ein (automatisches) Backup auf ein NAS ohne Raid 1 und ab und zu komplett auf eine externe HDD völlig ausreichen.

Wichtig ist meiner Meinung nach vorrangig eine Kopie der betroffenen Daten.
Wie das erfolgt ist egal. Ein Raid 1 oder 5 nehm ich vorrangig trotzdem nur wenn ich einen durchgehenden Betrieb gewährleisten will.
Falls sich die SMART-Werte verschlechtern bekomm ich eh eine Email vom NAS geschickt.
Ohne einen Spin-Down gibt es meiner Meinung nach auch keinen plötzlichen Festplattendefekt.
Hab ich bisher zumindest in der Praxis nie gesehen.
Von einem Ausschalten der Festplatten halte ich zum Energiesparen gar nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einmal im Monat bekommt der Prokurist ein Backup mit nach Hause und bringt das Vorletzte wieder mit.

Und das wäre das zweite mal, dass dem SysAdmin die Hammelbeine langgezogen gehören. Das hat mit Datensicherheit soviel zu tun wie Fidel Castro mit Demokratie :ugly: Das Problem: Die Daten verlassen den an sich als sicher definierten Schutzraum, in dem sich die Daten normalerweise aufhalten sollten. Ich weiß, dass man sowas früher gerne gemacht hat. Im Jahre 2015 sollte so etwas aber nicht mehr gemacht werden. Denn die Daten könnten geklaut werden, beim Unfall vernichtet (Backup wäre dann weg), etc. Das dies nicht als sicher angesehen werden kann, ist allein daran zu erkennen, dass die Sicherungskette spätestens beim Verlassen der Firma nicht-deterministisch wird. Mit einem derartigen Arbeitsablauf bekommt man nie eine vernünftige Zertifizierung.

Wenn bei in der Firma was wichtig ist, kopiert die Backupsoftware die betroffenen Dateien im 15min Takt auf ein RAID5.

Sry. Das ist Blödsinn. Wichtige Daten mit Hilfe einer Backupsoftware auf ein RAID zu kopieren, widerspricht dem Prinzip eines RAIDs und steht auch nicht im Einklang mit deinen vorhergehenden Aussagen. Ein RAID ist dazu gedacht, die Daten direkt (in time) zu sichern. Wie du bereits selber (richtigerweise) gesagt hat, ist ein RAID kein Backup. Genau dafür wird es aber in diesem Szenario missbraucht.

Ein RAID ist ein Teil einer Datensicherungskette. Dabei steht das RAID ganz am Anfang, da man direkt auf dem RAID arbeitet (macht man bspw. bei Virtualisierungen. Der NAS wird dabei als iSCSI Target an den Server angebunden.) Das backup wird dann aber auf externe Platten kopiert.

Für Zuhause würd ein (automatisches) Backup auf ein NAS ohne Raid 1 und ab und zu komplett auf eine externe HDD völlig ausreichen.

Wichtig ist meiner Meinung nach vorrangig eine Kopie der betroffenen Daten.

Das Problem ist doch folgendes: Ein RAID realisiert eine "in time" Redundanz. D.h. die Daten liegen immer Redundant vor. Geht eine Platte defekt (hab ich persönlich schon zu hause erlebt, von heute auf morgen), bleiben die aktuellen Daten (wichtig) erhalten. Dabei wird, da gebe ich dir recht, auch die Verfügbarkeit implizit mit erhöht. Aber die Frage der Verfügbarkeit eines Systems ist nicht gleichzusetzen mit den Fragen der Datensicherheit. Richtig ist: Viren, versehentliches löschen, etc. wirken sich ebenfalls auf die Redundanz aus, so dass in Bezug darauf die Datensicherheit durch ein RAID nicht gewährleistet wird. Daher das Backup.

ABER: ein Backup ist eine Datensicherung zu diskreten Zeitpunkten, während ein RAID eine kontinuierliche, permanente Datensicherung darstellt. Und hierbei gibt es einen Zielkonflikt. Je größer der zeitliche Abstand der Backups, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Daten nicht wiederhergestellt werden können. Verringere ich aber den zeitlichen Abstand, dann wirds teuer.

Habe ich nun wichtige Daten (z.B. neue Bilder meiner Kids) gerade auf meine Platte (ohne RAID) gezogen, und die geht futsch, bevor ich ein Backup mache, dann sind die für mich wichtigen Daten weg. Durch ein RAID, auf dem ich wie eine art heimische Cloud alle Daten abspeichere und permanent Zugriff drauf habe, verringere ich dieses Problem erheblich. Durch ein Backup auf eine externe Platte kann man auch die anderen Risiken weiter minimieren.

Und mal ehrlich. Was ist denn zu Hause das größere Problem. Das mein gesamtes Netzwerk mit einem Virus verseucht und alle Daten gelöscht sind oder dass durch eine defekte externe Platte alle meine Daten weg sind. Ich habe schon mehrfach defekte Platten ausgetauscht, einen Totalverlust durch einen Virus hatte ich aber noch nie.

Und genau deshalb ist ein RAID für zu hause eine gute und günstige Alternative. Und wenn ich mir so manchen Post angucke, wie die Leute so ihre Daten sichern, dann stellt man schnell fest, dass da oft ein manuelles RAID gemacht wird --> Daten auf der 1. Platte und regelmäßig auf eine 2. Platte kopieren.

Gruß
boober
 
Die Magnetbänder liegen nicht lose in einer Aktentasche, dafür hat der Geschäftsführer einen eigenen Tresor daheim.
Mir ist keine andere Möglichkeit bekannt Daten vor einem Brand zu retten als außerhalb des Gebäudes zu bunkern.

Das RAID schützt hier nur vor einem Ausfall, es wird ja nicht live auf das NAS geschrieben sondern in Abständen eine Kopie davon rüberkopiert.

Ein Virenbefall wird bei mir durch ein einfaches löschen der betroffenen Datei behandelt, bzw. eine vernünftige Formatierung der Festplatte.
Da wird nichts repariert oder entseucht. Systemimage wiederhergestellt und zurückkopieren der Eigenen Dateien, fertig.

Eine manuelle Kopie auf eine andere HDD (NAS oder USB) ist zeitlich und physikalisch getrennt und hat nichts mit einem Raid 1 gemeinsam.
 
Die Magnetbänder liegen nicht lose in einer Aktentasche, dafür hat der Geschäftsführer einen eigenen Tresor daheim.
Mir ist keine andere Möglichkeit bekannt Daten vor einem Brand zu retten als außerhalb des Gebäudes zu bunkern.

Das Problem ist ja der Weg zwischen der Firma und dem Tresor des Geschäftsführers. Wenn auf dem Rückweg der Geschäftsführer einen Unfall hat und der Wagen brennt ab, dann ist das Backup futsch. Die Gefahren der Realwelt werden bei Sicherheitskonzepten oft unterschätzt. Darüber hinaus ist diese Art der Backuplagerung ein Haftungsproblem bei Kapitalgesellschaften (AGs, GmbHs). Denn der Geschäftsführer/Vorstand handelt fahrlässig, wenn er die Bänder ungesichert aus dem Haus gibt. Kommt es zu einem Vorfall, und die Bänder sind futsch, haben die Gesellschafter (Aktionäre, GmbH Inhaber) eine sogenannte Durchgriffshaftung gegen die operativen Organe der Gesellschaft wegen fahrlässiger Geschäftsführung.

Es gibt aber Alternativen:

1. die Bänder werden regelmäßig von einem Sicherheitsdienst abgeholt und in einem Bankschließfach verwahrt. Liegt die Bank in Laufweite, ist auch die Beauftragung eines vertrauensvollen Mitarbeiters möglich, der die Bänder in ein Bankschließfach bringt (Bänder müssen dann für den Transport aber gesondert gesichert werden). Dies wird sehr häufig bei kleinen und mittleren Aktiengesellschaften gefordert und kenne ich persönlich von vielen GmbHs, wo der der Geschäftsführer kein alleiniger Gesellschafter ist.

2. keine Bänder verwenden, sondern das Backup auf einen ersten Plattenstapel schreiben (geht auch deutlich schneller und ist zum Teil auch im laufenden Betrieb möglich). Das alleine reicht aber für ein sicheres Backup nicht aus. Daher müssen das Backup noch weiter kopiert werden, und zwar in einen anderen Brandabschnitt. Hierfür kann man bspw. im Keller einen kleinen feuerfesten Tresor einbauen, in dem ein zweiter Plattenstapel liegt. Auch denkbar, die Daten über einen VPN in ein Rechenzentrum kopieren oder zu einem anderen Standort (hängt aber stark von dem Backupvolumen ab und kann schnell sehr teuer werden).

Aber mal zurück zum Thema. Die größte Gefahr zu hause ist doch der plötzliche Datenverlust wegen Festplattendefekten. Ich habe noch keinen gehört, der sagt, meine Daten auf dem NAS sind alle weg wegen einem Virus. Derartige Totalverluste sind im privaten Bereich selten, nicht unmöglich, aber selten. Mit ein bissl. Vorsicht und einem guten Virenscanner lässt sich das Risiko deutlich minimieren. Vor einem plötzlichen Festplattendefekt kann ich mich allerdings nicht schützen.

Aber mit einem RAID kann ich aber genau das abfangen. Es lässt sich zu Hause leicht installieren und ist kostengünstig, zu mindest nicht teuer als eine externe USB Platte. Es sichert meine Daten und schützt mich vor einem Festplattendefekt.

Nochmal: Eine externe Backup Platte ist hierfür keine Alternative. Sie sichert nur an diskreten Zeitpunkten. Wichtige Daten, die zwischen zwei Backups erzeugt wurden, sind weg. Nun kann man natürlich ein automatischen Backup machen. Dafür muss die Platte aber permanent am Rechner hängen. Wenn du aber Angst hast vor einem Virenbefall und einem Totalverlust, ist das sicher nicht die beste Wahl. Also macht man manuell in unregelmäßigen Abständen ein Backup, indem man die Platte anstöpselt und den Backupjob manuell starten, und schon bin ich wieder im oben beschriebenen Problem. Mal davon abgesehen, dass die meisten Leute das regelmäßig vergessen werden. Das reallife ist ja auch noch da ...

Ich glaube, hier wurde so oft gebetsmühlenartig wiederhohlt, dass ein RAID keine Datensicherung ist (was nicht stimmt, da es ein wesentlicher Teil der gesamten Datensicherung ist), dass jeder hier diesen Mist wiederhohlt. Es stimmt nur schlicht nicht. Und durch permanentes Wiederhohlen des falschen wird es nicht irgendwann richtig.

Mal in einer ruhigen Minute drüber nachdenken und man wird schnell feststellen, dass für zu Hause so eine externe Backupplatte nicht mehr Sicherheit bietet, als ein RAID, sondern ganz im Gegenteil deutlich größere Schwächen zeigt.

Gruß
bobber
 
Aber mal zurück zum Thema. Die größte Gefahr zu hause ist doch der plötzliche Datenverlust wegen Festplattendefekten. Ich habe noch keinen gehört, der sagt, meine Daten auf dem NAS sind alle weg wegen einem Virus.

Da geht es viel mehr darum das der User eine bereits virenverseuchte Datei auf das NAS kopiert und so sein Backup kompromittiert.
Auch das versehentliche löschen von Dateien oder überschreiben ist genau so ein Problem.
Hier schützt nur eine Kopie von einem früheren Zeitpunkt.

Die Kopie auf eine externe HDD stellt hier Kopie vom NAS dar und nicht die Kopie vom Client.

Ein RAID 1 ist und bleibt nur der Schutz vor einem Festplattendefekt.
Wenn ich halbwegs regelmäßig das zweite Backup auf eine weitere externe HDD kopiere dann ist eine Spiegelung nicht notwendig.
Wenn die HDD durchlaufen darf gibt es keinen plötzlichen Defekt.
Da ist die Gefahr wenn ich die HDD täglich mehrmals mit WOL wecke viel viel größer das sie wegen hohen Verschleiß den Geist aufgibt.


Aber mit einem RAID kann ich aber genau das abfangen. Es lässt sich zu Hause leicht installieren und ist kostengünstig, zu mindest nicht teuer als eine externe USB Platte. Es sichert meine Daten und schützt mich vor einem Festplattendefekt.

Wenn der Controller oder das Netzteil defekt ist, sind die HDD`s auch futsch.
Das kann mir aber auch egal sein wenn ich nicht auf einem durchgehenden Betrieb angewiesen bin und davor ein Backup durchgeführt hab.

Nochmal: Eine externe Backup Platte ist hierfür keine Alternative. Sie sichert nur an diskreten Zeitpunkten. Wichtige Daten, die zwischen zwei Backups erzeugt wurden, sind weg. Nun kann man natürlich ein automatischen Backup machen. Dafür muss die Platte aber permanent am Rechner hängen. Wenn du aber Angst hast vor einem Virenbefall und einem Totalverlust, ist das sicher nicht die beste Wahl. Also macht man manuell in unregelmäßigen Abständen ein Backup und schon bin ich wieder im oben beschriebenen Problem.

Dafür hat man ja auch ein stromsparendes NAS, das die automatischen Backups möglichst effizient durchgeführt werden.

Nur weil du das immer wiederholst, wird es ebenfalls nicht richtiger :ugly:
 
Oh puh, die Diskussion wird langsam anstrengend. Ich versuch es ein letztes mal.

"Ein RAID ersetzt kein Backup"

Richtig. Habe das nie bestritten und werde ich auch nicht. Insoweit besteht hier Einigkeit.

"Ein Backup ersetzt ein RAID"

Falsch. Beides hat unterschiedliche Aufgaben. Das Backup hat nämlich einen gravierenden Nachteil: Daten zwischen zwei Backups sind futsch wenn die Platte den Abgang macht. Gerade im Privatbereich sichert man nicht regelmäßig (also wie im Firmenumfeld, wo ja automatisiert min alle 24h gebackupt wird). Diese Lücke zwischen zwei Backups kann nur ein RAID lösen.

Und nein, im Privaten eine automatisierte Backuplösung mittels externer USB-Platte ist nicht sicherer. Warum? Weil die Platte dauerhaft am Rechner hängt. Dadurch kann a) versehentlich gelöscht werden und b) Datenverlust durch Virusbefall entstehen. Ein manuelles an und abstöpseln der Platte führt aber zu deutlich längeren Backupzeiten (die Zeit zwischen zwei Backups), wegen dem "Human Factor". Dann entsteht aber wieder obiges Problem.

Daher ist im Privaten ein RAID aufgrund der minimalen Kosten sehr vernünftig.

BTW 1: nur mal was zum Denken. Ein wesentlicher Parameter einer automatisierten Backuplösung ist die Zeit t zwischen zwei Backups. Ist t = 0, ist es ein RAID :D

BTW 2: Ich kenne das geheule, wenn die Leute ankommen und jammern: "meine Platte ist kaputt und die Daten weg"; "haste Backup gemacht?"; "ja aber das Letzte ist schon Monate her". --> FAIL :ugly:
 
Zurück