D5 - Strom über Mainboard

Blackburn

Freizeitschrauber(in)
D5 - Strom über Mainboard

Hallo liebe Community! :)

für mein neues System habe ich mein Wakü Kram wieder ausgegraben. Dabei kam mir eine Idee betreffend der Stromversorgung der Pumpe.
Es handelt sich um eine D5 von EK, welche über den Drehregler geregelt wird. Hat zwei Kabel, Molex für Strom und Lüfterkabel für die Geschwindigkeit.

Nun, da ich auf mein Asus Crosshair VI Hero X370 warte bereite ich schon alles für die Wakü vor. Dabei fiel mir die Möglichkeit der Stromversorgung über das Mainboard auf. Es befindet sich ein Pumpenanschluss drauf, welcher bis zu 36W bei 3A liefern soll.
Die D5 verschlingt weniger Watt, müsste also reichen. Was die Ampere angeht, weiß ich leider nicht.
Ein Umbau von Molex auf den Lüfteranschluss wäre ja kein Problem. Die Frage ist nur ob der Anschluss auf dem Brett ausreichen wird.
Der Grund ist, das ich mich dadurch einen ganzen Strang Molexkabel am Netzteil ersparen würde, denn sonst brauche ich diese nicht.

Kann da vielleicht jemand helfen?

Grüße

*edit*
hier noch ein Link zur Bedienungsanleitung des Mainboards:
https://gzhls.at/blob/ldb/e/2/f/8/91f8eee50b8e6906c669ac2ee41e218d39ad.pdf
 
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P = U * I
36W = 12V * 3A ;)

Der Anschluss ist für einen Mainbaord-Anschluss recht üppig dimensioniert, aber ein Problem gibt es dennoch - den Anlaufstrom. Dieser liegt beim Start kurzzeitig ein gutes Stück höher als 3A. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, würde ich auch diesem Board auf Dauer nicht den direkten Anschluss einer D5 zumuten. Selbst wenn es im Normalfall gut geht, muss nur einmal der Rotor blockieren (aus welchem Grund auch immer) und schon brennt dir mindestens der Pumpen-Anschluss auf dem Board durch - wenn nicht mehr. Habe jedenfalls keine Infos zu Kurzschlussfestigkeit des Anschlusses gesehen. Die Kontakte der kleinen Lüfterstecker sind auch nicht für wiederholte Stromspitzen über 3A ausgelegt. Den Betriebsstrom, der bei einer D5 bei 12V im Bereich von 1,5-2A liegen kann, packen die Kontakte zwar problemlos, und auch 3A halten sie gerade noch aus, wenn sie sauber sind, aber der Anlaufstrom stellt jedes mal eine mehr oder weniger große Überlastung der Kontakte dar. Das kann u. U. dazu führen kann, dass die Kontakte verschweißen, aber es kann auch Steckergehäuse schmelzen oder der Kontakt sogar abbrennen. Mit vergoldeten Kontakten kann man die Kontaktwiderstände zwar etwas senken, aber grundsätzlich sind solche Stromstärken für diese kleinen Kontakte einfach bereits als grenzwertig zu betrachten. Solange die Pumpe immer sauber anläuft wird voraussichtlich nichts passieren, aber ein gewisses Restrisiko gibt es und damit gefährdet man auch das Board. Die Stecker-Kontakte sind die wesentliche Schwachstelle.
 
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Und die leiterbahnen an sich auf dem Board? :D
Dennen würde ich selbst keine 3A zumuten xD
 
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Danke für deine Antwort :)

naja, wozu verbaut ASUS dann sowas hehe
also meinst du das der Anlauf der Pumpe bei Start ein Problem werden kann?
wegen dem Kabel, würde ich versuchen das welches im Molexstecker drin ist, im Lüfterstecker rein zu kriegen :) ansonsten werde ich mir ein PCIe Kabel basteln und die Pumpe so dran hängen.
Wollte einfach den Stecker von Asus nutzen, auch die Funktionen die sich damit bieten.

Meinst du soll ich bei Asus anfragen für welche Pumpen der Anschluss gedacht ist? hehe
 
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@xtrame90: Die Leiterbahnen halten in der Regel deutlich mehr aus als 3A. Schau dir mal an welche Stromstärken durch die CPU fließen ;). Trotz der vielen parallelen Leiterbahnen gehen da auch mehr als 3A drüber. Die Leiterbahnen sind jedenfalls nicht das vorrangige Problem - zumindest solange es nicht zum Kurzschluss kommt.

@Blackburn: Asus verbaut das, weil es für viele Pumpen völlig reicht, aber auch weil es in der Vergangenheit an normalen Lüfteranschlüssen schon bei irgendwelchen mickrigen AIO-Pümchen Überlastungs-Probleme gab, wenn die Anschlüsse spannungsgeregelt waren. Mit Einzug von PWM ist man dann immerhin irgendwann auf 1A hochgegangen, weil einfach nur noch die 12V durchgeschleift werden mussten. Die dedizierten Pumpenanschlüsse sind ein verkaufsförderndes Feature, welches aber durch die Kontaktbelastung auf 3A beschränkt bleibt. Solange man weiter auf die kleinen Lüfterstecker setzt wird das auch so bleiben.

Das Kabel ist nicht der Schwachpunkt, sondern wie gesagt die Kontakte im Stecker und die kannst du nicht ändern - sonst passt der Stecker nicht.
Ein PCIe-Stecker hält die Stromstärke problemlos aus. Damit bist du auf jeden Fall auf der Sicheren Seite.

Was die Funktionen angeht: Ob du die Pumpe vom Netzteil aus versorgst oder vom Board aus, hat auf die Funktionen des letzteren keinen Einfluss. Falls es eine PWM-Pumpe ist kannst du das PWM-Signal weiter von dem Anschluss abgreifen und nutzen - sofern es kompatibel mit der Pumpe ist (worauf man sich aber leider nicht verlassen kann) und natürlich kannst auch das Tachosignal der Pumpe über den Anschluss ablesen. Dazu muss die Stromversorgung der Pumpe aber nicht über das Board laufen.

Wenn du bei ASUS anfragst, musst du viel Glück haben an jemand zu geraten der technisch kompetent ist. Ansonsten wirst du nur Marketing-Geschwafel oder einen Hinweis aufs Handbuch zu hören bekommen. Eine gültige Garantie für den Anschluss einer D5 wirst du jedenfalls nicht erhalten, da diese beim Start nun mal die Spezifikation überschreitet.
 
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Würde auch eher direkt ans NT gehen.
Den Pumpenanschluss haben die da verbaut, da ja AIO-WaKüs zur Zeit recht gefragt sind und für diese ist der Anschluss mehr als ausreichend.
Die AIO-Pumpen haben doch (vermutlich) nicht mehr als 5W.
 
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ja es wäre einfach schön es am board zu haben um Netzteilkabel zu sparen, aber ich verstehe schon.

@Vjoe: ne ist keine PWM, hat den Drehregler hinten (5 oder 7 Stufen, jedoch Stufenlos regelbar).

@SpatteL: ja, von der Wattleistung müsste der Anschluss ja locker reichen, wo über 10W Luft bleiben, aber wie gesagt, mein Gedanke war auch schon das es doch zu schwach sein könnte wie Vjoe gesagt hat.

Aber wenn wir schon über den Start der D5 sprechen, weiß einer, vielleicht du Vjoe, was die braucht? Ob die Konakte dafür wirklich zu schwach sind.
vielleicht probiert es ja auch jemand anders :)
 
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Bei Gleichstrommotoren bin ich mir gerade nicht so sicher, aber bei Wechselstrommotoren sagt man bis zum 10fachen des Nennstroms können beim anlaufen fließen.
 
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Ich würde mal beim Hersteller der Pumpe nach fragen wie hoch der Anlaufstrom ist. Und beim Mainboardhersteller fragen wie hoch der sein darf.
 
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Bedienungsanleitung D5 Baureihe
"Der Anlaufstrom (Blockierstrom) ist ein Vielfaches des Betriebsstromes. Er fließt jedoch nur eine sehr kurze Zeit bis die Pumpe angelaufen ist."

Wie hoch der Anlaufstrom genau ist hängt von mehreren Faktoren ab, da sein Maximum im Wesentlich aus der Überwindung des sog. Losbrechmoments, also der Überwindung der Haftreibung, resultiert. Je nach Verschleiß des Lagers und je nach Kühlmedium variiert das Losbrechmoment und damit der Anlaufstrom etwas.

Wenn du es für dein Exemplar genau wissen willst, brauchst du ein Speicheroszilloskop. Habe leider selber keins, weshalb ich bei meiner D5 nicht schnell mal nachmessen kann.

@DjTomCat: Für den umgebauten Stecker garantiert dir trotzdem keiner - und das ist der Schwachpunkt. Seitens Laing bzw. heute ja Lowara (bzw. der Labels wie EKWB, AT/ALC, AC, WC etc. unter denen die Pumpe im Wakü-Bereich vermarktet wird) ist nicht umsonst ein großer Molex-Stecker montiert, der den Anlaufstrom problemlos packt ;). Aber wie bereits gesagt - es geht hier nur um´s Restrisiko, das man bei Überschreitung der Specs eingeht. Ich bin sicher, dass man im Normalfall keine Problem erleben wird - aber eben nicht in jedem Fall.
 
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Der Anteil des erhöhten Stroms, den der Motors durch das Hochdrehen zieht, ist bei der verhältnismäßig geringen Messe des D5-Rotors nicht groß der Rede wert (aber natürlich höher als der Betriebsstrom). Die höchste Spitze ist jedoch der Strom, der zum Überwinden des Losbrechmoments aufgebracht wird - also direkt nach dem Einschalten. Im Normalfall wirkt er nur sehr kurz. Blockiert der Rotor jedoch, liegt dieser hohe Strom entweder an, bis der Motor doch los dreht, oder bis die Stromversorgung an der schwächsten Stelle versagt - ohne passend dimensionierte Kurzschlusssicherung wird das in der Regel eben der Kontakt am Stecker sein. In der Bedienungsanleitung wird daher auch nicht zu Unrecht vom Blockierstrom gesprochen.
 
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@TE du hast doch bestimmt ein Kabelstrang wo die Festplatten dran sind. Kannst du da nicht mit einem Adapterkabel auf 2* Molexverlängerung gehen?
 
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Pelle:
ich habe zwei SSD's
habe überlegt das ich den dritten SATA Strom Stecker für die D5 nutze, aber weiß nicht wie gut das für die SSD's ist. Hab eigentlich genug freie Steckplätze am Netzteil (Seasonic SnowSilent 1050W).

Oder ich bastle mich reinen Stecker von NT mit 1x Molex.

Was für ein Adapterkabel du meinst Pelle weiß ich nicht genau. Wollte aber Molex generell eliminieren (mag den alten Standard nicht :) )



*edit*
@Vjoe: bei mir ist es eine NanoPartikel Kühlflüssigkeit, ist minimal dicker als ein gewöhnliches Gemisch denk ich
 
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@Vjoe: bei mir ist es eine NanoPartikel Kühlflüssigkeit, ist minimal dicker als ein gewöhnliches Gemisch denk ich
Von so einer Nano-Plörre würde ich dir allgemein aber auch speziell bei Verwendung mir einer D5 abraten. Das Zeug erhöht den Lagerverschleiß und sieht in der Regel schon nach kurzer Zeit nicht mehr so aus wie zu Beginn, weil sich die Partikel irgendwann absetzen. Auch einige Hersteller raten grundsätzlich von solchen Flüssigkeiten ab - und das nicht ohne Grund. Es gibt im Netz jede Menge Beispiele von Systemen die durch derartige Kühlmittel komplett versifft wurden und sich teilweise nur mit großen Aufwand wieder reinigen ließen. Wenn es auch noch merklich höhere Viskosität hat als normale Fertigmischungen tust du dir damit auf jeden Fall keinen Gefallen.

Kannst natürlich machen was du willst, aber nicht dass es später heißt man hätte dich nicht gewarnt ;).
 
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Bei dem Zeug steht eigentlich immer dabei, das es nur für Showzwecke gedacht und nicht für normalen Alltagsbetrieb geeignet sind!
z.B. Mayhem's Aurora
Mayhems Aurora Guide
Einen entsprechenden Hinweis sollte es auch auf der Seite des Händlers geben.
 
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So ein Adapter ist auch eine interessante Möglichkeit. Werde es mir überlegen. Danke Pelle!

Die Kühlflüssigkeit ist eine IceDragon aus USA :D auch von mayhams
hab bis jetzt damit keine Probleme gehabt
 
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Ok, die IceDragon ist da glaube ich nicht ganz so kritisch, den Aufpreis aber sicher dennoch nicht wert.
40€ für 1l(bei Caseking) :stupid:
 
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diese Flüssigkeit wurde bereits 2008 entwickelt und seit dem weiter verbessert. Bis jetzt hatte ich wie gesagt keine Probleme damit.
hab es damals für 15€ die Flasche bekommen, deswegen hab ich es gewagt :)
und weil ich noch 3 Flaschen (3L) hier stehen hab, warum soll ich dann was anderes kaufen ;)

aber wie dem auch sei.
Danke für die Antworten, ist mir doch zu riskant die D5 über den Mainboard-Anschluss zu versorgen, werde mir da etwas anderes überlegen :daumen:
 
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