danke Mahoy. Man muss sich immer noch als Gamer in der Öffentlichkeit rechtfertigen, solange solche Genies mit halbgaren Thesen herumlaufen und sich auch noch hierzu äußern.
Ich empfinde heterosexuelle Beziehungen zwar auch als natürlicher, als homosexuelle. Das macht die Homosexuellen aber nicht zu Unnatürlichen. Wenn es Spaß macht, muss es erlaubt sein, niemand belohnt und dafür, dass wir uns nach einer künstlichen Ordnung in unserem Lebensgenuss beschneiden. Auch die Gesellschaft profitiert nicht von noch mehr Kindern, insbesondere nicht solche von Eltern, die ihre Neigungen nicht ausleben um einer logischen Ordnung zu entsprechen.
Ich ziehe Heterosexualität auch vor - aufgrund meiner eigenen Neigung, aufgrund meines Alters und sicherlich auch aufgrund meiner Erziehung. Aber man lernt ja mit den Jahren dazu (Nun gut, vielleicht nicht Alle ...), und was mir und auch sonst niemandem schadet, kann mir so was von egal sein.
Bei Unsinn hingegen ... Als ob die menschliche Spezies jeden Fortpflanzungsfähigen nötig hätte.
Das genaue Gegenteil ist der Fall: Wir sollten dankbar für jeden sein, der sich
aus freien Stücken nicht fortpflanzt. Oder der bei fehlender Fortpflanzungsmöglichkeit (die bekanntlich nicht nur auf homosexuelle Partner beschränkt ist), aber vorhandenem Kinderwunsch einem Kind eine Familie bietet, dass zwar "natürlich" entstanden ist, sich davon aber nichts kaufen kann, wenn die Eltern fehlen und/oder gerade kompetent genug zum Kopulieren, aber nicht zum Aufziehen ihres Nachwuchses waren.
Dies gesagt, wäre es möglich, dass Homosexualität eine ganz natürliche Funktion zur Reproduktionskontrolle ist. Evolution schleppt nichts so lange mit, was nicht irgend eine Funktion hat - schon gar nicht dann, wenn die dafür zuständigen bzw. die dies begünstigenden genetischen Anlagen aus offensichtlichen Gründen schwerer vererblich sind.
Genetik und Vererbung außen vor, war Homo- oder Bisexualität in zahlreichen Zivilisationen eine Konvention, damit die Leute es nicht rausschwitzen mussten.
Beispielsweise dann, wenn gerade keine Partner des anderen Geschlechts verfügbar waren - das fand man in den Kriegerbünden Spartas, und die litten bekanntlich weder an zu wenig Testosteron, noch betrieben sie Gender-Studies.
Oder in Gesellschaften, in denen es keine sicheren Verhütungsmethoden gab, aber weiterer Nachwuchs die Existenz und/oder die Strukturen bedroht hätte, weil man schlichtweg keine weiteren Erben und die damit einher gehende Zersplitterung (i.d.R. von Landbesitz) gebrauchen konnte.
Nun gut, es gibt noch Enthaltsamkeit. Wie "gut" die funktioniert, zeigt allein schon die katholische Geistlichkeit. Und wenn man Reproduktion zum Hauptzweck erklärt, wäre auch Enthaltsamkeit widernatürlich und Sex ohne Reproduktionsabsicht würde wenigstens die Drüsen in Schwung halten, wäre also ein minderschwerer Verstoß gegen das vermeintliche Diktat der Natur.
Apropos "Diktat der Natur": Die Natur diktiert mir, Konkurrenten um Nahrung und/oder Reproduktionsmöglichkeiten mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln in Schranken zu weisen, nicht viel auf Konsens zu geben und hat von Moral und Ethik keine Ahnung.
Nun finden es zwar Stammtisch-Akademiker ganz gut, dass ich sie widernatürlicherweise nicht zusammenfalte, um mir ihr Eigentum inklusive ihrer Partnerin unter den Nagel zu reißen. Wenn ich mich jedoch nicht weiter reproduziere (Schuldig im Sinne der Anklage, ein Kind reicht mir.) und dann noch auf den Gedanken käme, auf meine alten Tage lieber mit Männern ömmeln ... Auweia!
