AW: Core i7-860: Gute CPU für GTX 1070/1080 und VR? Leserbrief der Woche
Das habe ich mir damals auch lange eingeredet. Als ich dann den Sockelwechsel vollzogen habe musste ich den Kopf schütteln, wie lange ich mit der alten Gurke rumgewurstelt habe.
Reichen tuts immer, klar, aber über die Jahre verschenkt man halt fps, die ein völlig anderes Spielgefühl ermöglich hätten.
@Hisn: Es gibt Dinge die muss man gar nicht mehr testen, sondern liegen rein rechnerisch auf der Hand. Viele Redaktionen hauen diesbezüglich sogar Tests samt Benchmarkbalken raus. Für nen Zocker, der Kamellen vor 2010 daddelt langt der 860 klarerweise. Sollen aber aktuelle high end GPUs aus dem Jahre 2016 befeuert und gleichzeitig aktuelle Games bespielt werden, weißt du ganz genau warum auch du nicht mehr mit deinem alten 775er Sockel rumrödelst.
Suggeriert den Leuten doch hier nichts Falsches, ihr verschenkt mit Musems GPUs haufenweise Performance und landet bei entsprechenden Games in unzureichenden fps Bereichen, um ständig rumrätseln zu müssen warum die neue GPU andauernd in low fps Bereiche runterkracht und ihr selbige nie richtig ausgelastet bekommt.
Tut euch den Gefallen, packt die Oldschool GPUs in Omas Officekiste und gönnt euren neuen GPUs ein angemessenes Sockelzuhause. Over and Out, Ron.
So ein Käse, der überhaupt nicht differenziert...
Die Sockel 775 liegen pro Takt im IPC-Bereich der Phenom II CPUs. Die sind schon mal gar nicht mit den ersten Core-i zu vergleichen.
Broadwell und Skylake hatte ich noch nicht, aber sehr wohl jede andere CPU-Familie seit 2007. (AMD keine FX, sonst auch die)
Und der Wechsel i7-920 4,0 - 4,2 GHz (also von 2008er Technologie nach 2012-13) auf einen i7-3770K hat außer weniger Lärm in Spielen nur einen messbaren aber nicht spürbaren Vorteil gebracht.
Und dabei waren das auch CPU-lastige Titel wie Starcraft II, MMOs in Raids mit vielen UI-Addons usw.
Auch der Haswell im Laptop, den ich dank MSIs "nicht so restriktivem" BIOS per Intel XTU auf immerhin 3,7 GHz übertakten konnte, lag "nur auf Augenhöhe" mit dem, was ich vom Desktop kannte.
Da liegen keine Welten dazwischen, wie hier suggeriert wird.
Solange ein Spiel auf einer SSD liegt, genügend RAM vorhanden ist und eine (Intel-)CPU mit ausreichend Kernen und ca. 3,5 GHz+, kannst du jedes Spiel absolut sorgenfrei genießen.
Wenn es doch starke Einbrüche hat, ist es einfach gammlig programmiert oder man hat es mit den Grafikeinstellungen übertrieben.
Das gesagt, lohnt sich der Plattform wechsel natürlich und wird sicherlich auch mit ca. 20% mehr FPS belohnt.
Der Hauptgrund ist jedoch, dass man dann dadurch an Komfort gewinnt.
Der PC wird leiser, man bekommt USB 3.0 Ports ohne Steckkarte, PCIe-3.0 lockt auch noch mal ein paar FPS aus dem Potential der Grafikkarte (5-10%), die kleinen M.2 SSDs können verwendet werden, evtl. ist ein besserer Onboard-Sound drauf, das BIOS ist mittlerweile UEFI usw.
Die absolute Not, den i7-860 (wenn er OCed wurde) wegzuwerfen besteht jedoch nicht. Für VR *kann* sich eine neue CPU deutlich lohnen, bei den NVidia-Karten ist es jedoch so, dass die unterschiedlichen Blickwinkel in der Grafikkarte errechnet werden und die CPU damit nur äußerst wenig zu tun haben dürfte.
Einen Core 2-Quad sollte man dringend austauschen (Sockel 775). Beim i7-860 ist es "ganz nett" aber sicher nicht "lebensnotwendig".