Copyright Reform gefordert von US-Republikanern

Nenn mir doch mal ein *gutes* Buch, das primär aus kommerziellem Interresse entstanden ist...

Mir fallen vor allem eine Handvoll Trivialromane und Sachbücher ein, insbesondere bei Letzteren gibt es aber auch mehr als genug Beispiele für Werke, die bereits heute kostenlos veröffentlicht werden, außerdem bietet sich hier angesichts der geringen Verbreitung teilweise auch die Vermarktung über ein Nutzungsvertragsmodell ohne Veröffentlichung an.
Du hast dir ja schon selbst die Antwort gegeben und du kannst dir weiterhin den Vergleich mit kostenlos erhältlichen Werken sparen, da das die Entscheidung des Autors ist und nicht deine.

Qualität kostet nicht unbedingt sehr viel mehr- es ist eher die Quantität (also der Umfang eines Werks), die mehr kostet und eben genau für umfangreiche Werke, für deren Erstellung eine höhere Investition nötig ist gäbe es ja die Möglichkeit das Werk registrieren und schützen zu lassen.
Und deswegen kosten viele Apps und Indiegames etwas? :schief:

Und nein: ich bin überzeugt davon, das die Bereitschaft Kunst- und sonstige "Werke" ohne Gewinnabsicht zu produzieren in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten nicht gesunken sondern sogar erheblich gestiegen ist (vor allem bedingt durch mehr Wohlstand und Freizeit sodass mehr Menschen dazu in der Lage sind).
Es sind mehr Menschen dazu in der Lage, weil es mehr Menschen als früher gibt, vor allem aber auch mehr Menschen, die damit etwas verdienen wollen.

-Werke, die ohne Registrierung veröffentlicht werden sind nicht urheberrechtlich geschützt.

-Kommerzielle Werke, die vor der Veröffentlichung kostenpflichtig (ich denke an vielleicht 500€, zu viel um jeden Mist registrieren zu lassen aber für eine Privatperson, die wirklich will noch problemlos erschwinglich) registriert werden sind Urheberrechtlich geschützt, dürfen also für einen begrenzten Zeitraum von 12 Jahren nur mit Genehmigung des Rechteinhabers (also der Person/Firma, die das Werk registriert hat) kopiert und verwertet werden. Eventuell sollte der Schutz auch nach der Hälfte der Zeit kostenpflichtig verlängert werden müssen um zu verhindern das Werke deren Rechteinhaber kein Interresse mehr an ihrer Vermarktung hat unnötig lange geschützt werden.

Der Sinn dieser Regelung ist es explizit nicht Künstlern ein Einkommen zu sichern/zu ermöglichen. Diese Regellung soll die wirtschaftliche Produktion von "Werken" ermöglichen, die eine große Investition erfordern (Filme, große Softwareprojekte usw.). So wenig Urheberrecht wie möglich- so viel wie nötig.
Also 500€ sind schnell aufgebracht, also würde ziemlich vieles registriert und geschützt sein. Es ändert sich also nichts daran, dass du für etwas zahlen musst.

Nicht Kommerzielles Kopieren, Verwerten und Verbreiten jeglicher Werke ist grundsätzlich Erlaubt, der Einsatz von Kopierschutz/DRM sollte gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten werden. Im Rahmen deutlich gekürzter (konkrete Werte werden nicht genannt) Schutzfristen sollte ein begrenzter urheberrechtlicher Schutz bestehen, der die kommerzielle Vervielfältigung/Verwertung ohne Genehmigung des Urhebers verbietet/einschränkt. Als Ausgleich soll "die Kultur" in nicht näher definierter Art und Weise (staatlich) gefördert werden, "nicht erwartete" negative Nebenwirkungen (im Bezug auf die kulturelle Vielfalt) der Regellungen sollen durch nicht näher definierte Maßnahmen abgemildert werden.
Mit so einem Blödsinn greift man doch nur die Stimmen bei den Protestwählern und Asozialen ab, oder wieso können sie ihre eigenen Maßnahmen nicht genau definieren? ;)
 
Und deswegen kosten viele Apps und Indiegames etwas? :schief:

Tun sie?

Auch "Indie" Games müssen finanziert werden, wenn das Projekt einen gewissen Umfang überschreitet und Appstores machen es nur allzu leicht und unbürokratisch möglich effektiv Geld einzunehmen/zu verlangen.

Es sind mehr Menschen dazu in der Lage, weil es mehr Menschen als früher gibt, vor allem aber auch mehr Menschen, die damit etwas verdienen wollen.

Das bezweifle ich, ich denke nicht das der Anteil der "Kommerzkünstler" wesentlich gestiegen ist; es wird einem heute nur leichter gemacht etwas schützen zu lassen.

Also 500€ sind schnell aufgebracht, also würde ziemlich vieles registriert und geschützt sein. Es ändert sich also nichts daran, dass du für etwas zahlen musst.

Die wichtige Änderung ist vor allem symbolischer Natur: der Urheberrechtsschutz wird vom Regelfall zur Ausnahme, kommerzielle Werke werden klar vom Rest getrennt. Auch würde so die Praxis unterbunden das Künstler mit unerwartet erfolgreichen, eigentlich nicht-kommerziellen Werken auf einmal etwas verdienen wollen (und können), lächerliche urheberrechtliche Kleinkriege wegen "geklauten" Urlaubsfotos auf Farcebook (ja, gibt es!) usw. würden ebenfalls unterbunden. Man könnte außerdem alle urheberrechtlich geschützten Werke (da sie ja registriert sind) in einer öffenltich einsehbaren Datenbank auflisten und so Unklarheiten im Bezug auf den urheberrechtlichen Status eines Werks ausräumen.

Weiters würde der Schutz von Werken, deren Gewinnaussichten nicht wesentlich höher sind als 500€ unattraktiv (etwa 99,9% aller Fotos, mindestens 3/4 aller "Apps", die zur Zeit kostenpflichtig sind, große Teile der Indie-Musik, preiswertere Bücher...)
 
Auch "Indie" Games müssen finanziert werden, wenn das Projekt einen gewissen Umfang überschreitet und Appstores machen es nur allzu leicht und unbürokratisch möglich effektiv Geld einzunehmen/zu verlangen.
Deswegen gibt es aber trotzdem gratis Apps, auch wenn sie sich oft über Werbung finanzieren, aber vielleicht verschwindet dann auch der Großteil der praktischen Programme, wenn keiner Lust hat, 500€ zu investieren. Man muss ja was riskieren, nur damit man sich das bisschen Kleingeld spart. ;)

Das bezweifle ich, ich denke nicht das der Anteil der "Kommerzkünstler" wesentlich gestiegen ist; es wird einem heute nur leichter gemacht etwas schützen zu lassen.
Du bezweifelst, dass es heute mehr Menschen gibt, die sich nebenbei, oder wenn möglich hauptberuflich, etwas dazu verdienen wollen? :schief:

Die wichtige Änderung ist vor allem symbolischer Natur: der Urheberrechtsschutz wird vom Regelfall zur Ausnahme, kommerzielle Werke werden klar vom Rest getrennt. Auch würde so die Praxis unterbunden das Künstler mit unerwartet erfolgreichen, eigentlich nicht-kommerziellen Werken auf einmal etwas verdienen wollen (und können), lächerliche urheberrechtliche Kleinkriege wegen "geklauten" Urlaubsfotos auf Farcebook (ja, gibt es!) usw. würden ebenfalls unterbunden. Man könnte außerdem alle urheberrechtlich geschützten Werke (da sie ja registriert sind) in einer öffenltich einsehbaren Datenbank auflisten und so Unklarheiten im Bezug auf den urheberrechtlichen Status eines Werks ausräumen.
Ähm, dass Werke eigentlich nicht kommerziell sind, merkt man meistens daran, dass sie gratis sind. ;)
 
Deswegen gibt es aber trotzdem gratis Apps, auch wenn sie sich oft über Werbung finanzieren, aber vielleicht verschwindet dann auch der Großteil der praktischen Programme, wenn keiner Lust hat, 500€ zu investieren. Man muss ja was riskieren, nur damit man sich das bisschen Kleingeld spart. ;)

Wenn 1/3 aller Apps, die derzeit als kostenpflichtige Angebote neu erscheinen gratis werden, 1/3 komplett wegfällt und 1/3 kostenpflichtig bleiben würde ich das als Vorteil betrachten.

Du bezweifelst, dass es heute mehr Menschen gibt, die sich nebenbei, oder wenn möglich hauptberuflich, etwas dazu verdienen wollen? :schief:

Ja.

Anders gefragt: du glaubst doch nicht ernsthaft, das "die Menschen" vor ein paar Jahrzehnten noch freigiebiger waren?!

Ähm, dass Werke eigentlich nicht kommerziell sind, merkt man meistens daran, dass sie gratis sind. ;)

Leider falsch.

Nur weil du irgendwo irgendetwas "gratis" findest (insbesondere im Internet) heißt das noch lange nicht das das Werk nicht urheberrechtlich geschützt ist sodass man das Werk beliebig kopieren und verwerten darf.
 
Wenn 1/3 aller Apps, die derzeit als kostenpflichtige Angebote neu erscheinen gratis werden, 1/3 komplett wegfällt und 1/3 kostenpflichtig bleiben würde ich das als Vorteil betrachten.
Und wenn 1/3 oder mehr nützlicher Apps gar nicht mehr programmiert werden, weil keiner Lust darauf hat, die 500€ zu zahlen, ist das wohl Kollateralschaden. Das siehst dann aber nur du als Vorteil.

Anders gefragt: du glaubst doch nicht ernsthaft, das "die Menschen" vor ein paar Jahrzehnten noch freigiebiger waren?!
Schon vergessen, dass es dein Argument war, dass früher ja so viele Werke ohne kommerzielles Interesse erschienen sind?
Nein, ich glaube nicht, dass die Menschen früher freigiebiger waren, nur gibt es heute eben mehr Menschen, die sich, Dank der Möglichkeiten des Internets, heute etwas nebenbei dazu verdienen wollen.

Nur weil du irgendwo irgendetwas "gratis" findest (insbesondere im Internet) heißt das noch lange nicht das das Werk nicht urheberrechtlich geschützt ist sodass man das Werk beliebig kopieren und verwerten darf.
Nö, wenn etwas gratis ist, verfolgt der Künstler kein kommerzielles Interesse, aber deswegen muss er es noch lange nicht gut heißen, dass andere mit seinem Werk machen können, was sie wollen und unter Umständen sogar mit seiner Leistung noch Geld verdienen können.
 
Und wenn 1/3 oder mehr nützlicher Apps gar nicht mehr programmiert werden, weil keiner Lust darauf hat, die 500€ zu zahlen, ist das wohl Kollateralschaden. Das siehst dann aber nur du als Vorteil.

Ja, denn ich bin sehr zuversichtlich das viele Anbieter weder zahlen noch ihr angebot einstellen werden.

Schon vergessen, dass es dein Argument war, dass früher ja so viele Werke ohne kommerzielles Interesse erschienen sind?
Nein, ich glaube nicht, dass die Menschen früher freigiebiger waren, nur gibt es heute eben mehr Menschen, die sich, Dank der Möglichkeiten des Internets, heute etwas nebenbei dazu verdienen wollen.

Auch heute erscheinen mehr als genug nicht-kommerzielle Werke, wahrscheinlich mehr als jemals zuvor- aufgrund der Möglichkeiten, die die moderne Informationstechnik bietet: man muss praktisch nichts investieren um ein -vorhandenes- Werk zu veröffentlichen.

Wenn man weit genug in die Vergangenheit geht gab es anteilsmäßig mehr nicht-kommerzielle Werke, da es kein oder nur ein erheblich schwächeres Urheberrecht gab.

Ein möglichst geringer Anteil an kommerziellen Werken ist in (fast) jeder Hinsicht uneingeschränkt erstrebenswert -und viel Wert- soweit gesichert werden kann das die Gesamtzahl und Qualität der Werke nicht sinkt. Open Source Entwicklungen können dabei die Qualität vieler nichtkommerzieller (v.A. technischer) Werke sehr hoch halten.

Nö, wenn etwas gratis ist, verfolgt der Künstler kein kommerzielles Interesse,

Vielfach aber schon, etwa wenn das Werk Werbezwecken (z.B. Demoversion) dient oder durch Werbung finanziert wird, wenn Entwicklung und Spport irgendwann eingestellt werden um die Nutzer zu einem Kostenpflichtigen Nachfolger zu locken,...

aber deswegen muss er es noch lange nicht gut heißen, dass andere mit seinem Werk machen können, was sie wollen und unter Umständen sogar mit seiner Leistung noch Geld verdienen können.

Zum X. Mal:

Es gibt kein geistiges Eigentum.

Jede öffentliche Information gehört prinzipiell allen.
 
Es gibt kein geistiges Eigentum
Zum X. Mal:
Hör auf deine Meinung als anerkannten Fakt hinzustellen. Das ist wie lügen und du hast keinen Anspruch auf die Leistung eines anderen, egal wie sehr du es dir erträumst.

Du gehst von einer utopischen Vorstellung aus und riskierst einen massiven Rückgang von Werken mit ein paar fadenscheinigen Begründungen, nur weil du dir ein paar Euro sparen willst.
Nochmal, Leute, die heute kein Geld für Bücher haben, haben ganz andere Probleme und sollten sich jemals solch unfähigen Menschen wie die Piraten bei diesen Dingen durch setzen, wird sich für diese Leute auch nichts ändern.

Da bringt es auch keinem etwas, wenn du sehr zuversichtlich bist, denn du erwartest etwas von Menschen, das du selber nicht mal bringst.
 
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