Copyright Reform gefordert von US-Republikanern

Wie viele berühmte/wertvolle Bilder sind denn aus kommerziellem Interresse ihrer Urheber entstanden? Wie viele davon waren Auftragsarbeiten? Und was bleibt dann noch übrig?
Und von dem Rest: was wäre nicht entstanden/veröffentlicht worden wenn das Urheberrecht nach den genannten Bedingungen reformiert worden wäre?

Wie viele literarische Werke sind aus kommerziellem Interresse der Urheber entstanden, wie viele waren Auftragsarbeiten?
Hier muss ich zugeben: vor allem im Bereich der Trivialliteratur und der Sachbücher findet man hier sicher einiges; allerdings wären auch hier kommerzielle Werke weiter möglich, sie müssten nur entsprechend vor der Veröffentlichung registriert werden.

Auch muss man hier bedenken: Nachfrage schafft hier Angebot -unabhängig von möglichem marktwirtschaftlichem Erfolg-... was macht man, wenn man etwas will, das man nicht kaufen kann? Man macht es selbst! Und wenn man es dann teilen kann... wieso nicht? Ich denke das nichtkommerziell produzierte Literatur vor allem eventuelle Entfälle bei der Trivialliteratur sehr gut kompensieren könnte; ein gutes Beispiel in diesem Zusammenhang sind Kurzgeschichten: wer heute Kurzgeschichten veröffentlichen will hat mit wenigen Ausnahmen nurnoch eine Möglichkeit dazu: ins Internet stellen. Ohne Gewinnabsicht. Die gedruckte Kurzgeschichte ist fast ausgestorben, dennoch ist das Angebot meiner Meinung nach nicht wesentlich zurückgegangen.

Ein weiteres Beispiel aus einem völlig anderen Bereich sind "kleine Programme"; mit geringem Aufwand erstellbare Software kann heute fast nurnoch kostenfrei als freeware angeboten werden, da sonst schnell irgendeine -kostenlose- Alternative aus dem Boden wachsen würde; das schmälert das Angebot meiner Meinung nach jedoch nicht.

-> Ich bin daher sehr zuversichtlich das das Literaturangebot diese -und auch noch radikalere- Änderungen des Urheberrechts im Wesentlichen schadlos überstehen würde.
 
Schön, dass du zuversichtlich bist und hier Beispiele aufzählst, die man auch gemütlich neben seinem Job machen kann. Es heißt ja nicht umsonst "Kurzgeschichte". ;)
Wirklich berühmte und wertvolle Bilder, wenn wir jetzt mal im Bereich über 1 Million € bleiben, wurden von Künstlern zu einer Zeit geschaffen, in der die Fähigkeit zu malen noch als Gottesgeschenk galt. Lass Gott hier bitte draußen.
Heute wird sehr vieles fast nur noch für Geld gemacht und damit meine ich keine Auftragsarbeiten.

Für ein gedrucktes Buch wirst du sowieso immer zahlen müssen, aber darum geht es ja nicht.
Die Möglichkeit, einen Roman gratis anzubieten, gibt es Dank Internet schon länger, aber komischerweise gibt es keines der Bücher die mich interessieren legal und gratis im Internet. Auch bei uninteressanten Sachen fällt mir nichts ein.
Woran das wohl liegen mag? :schief:

Natürlich schafft die Nachfrage das Angebot, aber die Nachfrage nach kostenlosen Werken interessiert so gut wie niemanden der diese Werke herstellt.
Du kannst auch nicht Hobby-Programmierer und -Schriftsteller mit denen vergleichen, die das eben nicht nur nebenbei machen. Es hat schon seinen Grund, weswegen große Programmme und Romane eben nicht so nebenbei entstehen.

Aber es ist doch alles egal, solange du legal gratis Zugriff auf die Arbeit anderer hast. Vielleicht sollten die sich auch noch dafür bedanken, dass sie dir einen Gefallen erweisen durften.
 
An sich ist Superwips' Idee garnicht mal so schlecht, sie wird aber niemals funktionieren. Genauso wenig wie der Kommunismus funktioniert hat... Und warum ? Die Antwort ist ganz banal: KEINE MOTIVATION!
Warum sollte man sich denn noch Gedanken machen ? Weil man ein beinharter Utilitarist ist, oder was ?
"Hauptsache die Menschheit ist weiter(Nicht!) ist doch egal ob ich dafür eine Gegenleistung erhalte... "
Es ist ja noch nicht einmal so, dass die Menschen einen vorteil daraus ziehen würden niemand würde es mehr machen, der Star Trek Traum bleibt ein Traum, denn es gibt immer die Faulen die nur nehmen aber niemals geben.

Mal ganz ehrlich wenn ich hier lese, dass man sich selbst auf einer höheren Ebene des Erkennens bewegt und sich dann nicht einmal in simple Reaktionsabläufe hineinversetzten kann, dann sollte man das Gefasel doch bitte gleich sein lassen :daumen2:.
Also soll ich meine Arbeit frei für alle Blutsauger zur Verfügung stellen, nur weil diese besagten Asozialen diese vielleicht kopieren könnten?, ich denke eher nicht. Das währe nämlich Fälschung MEINER Arbeit, die ICH verrichtet habe, die Gedankengänge die ICH gedacht habe! Diese Personen müssten MICH bezahlen um an MEINEM Wissen teilzuhaben. Das Wissen dürfen sie verbreiten aber das Werk aus erster Hand ist meine Arbeit und mein Verdienst.

Du gehst doch nicht zum einem Tutor und sagst dem, dass er dir alles was du wissen willst erzählen muss und das kostenlos, da es ja "öffentliches" Wissen ist. Der zeigt dir den Vogel und die Tür.
Wo ist denn der unterschied, wenn ich mein Wissen als Manuskript verfasse oder auf anderen Wegen zum Verkauf anbiete ? Die ungefilterte Version gibt es nur von mir denn Hans Peter Raubkopierer hat sich nicht die ganzen Gedanken gemacht, der kann die Informationen zwar kopieren und frei zugänglich machen, dass währe jedoch in höchstem Maße asozial, da er sich nie den Kopf über diese Informationen und das Wissen zerbrechen musste.

Solche Gedankengänge wie sie hier von Superwip und Medcha vertreten werden sind mir nicht unbekannt, auch ich habe ähnliche zahlreiche Male verfolgt, jedoch waren meine weniger von (scheinbarem) Neid auf Andere als von echtem Utilitarismus motiviert.

mfg BM

EDIT: Zwei Frage Superwip:
1. Warum sollte Irgendjemand sein Wissen denn Veröffentlichen? Welchen Grund hat es, dass ein Mensch seine geistigen Ergüsse der Öffentlichkeit zugänglich macht?
2. Welches Recht hast gerade du auf sämtliche Informationen der Welt zuzugreifen? Wer gibt dir den das RECHT ein Buch zu lesen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich ein Buch kaufe dann gehört es nachher mir.

Nicht nur Physisch sondern auch mir seinem gesamten Inhalt. Ich darf ihn kopieren, weiterverkaufen oder veröffentlichen. Und einmal veröffentlicht gehört es allen.

Man kann auch ein Buch verkaufen das schon veröffentlicht ist. Ist es aber erstmal veröffentlicht muss man damit leben das man nicht der einzige ist, der es kopieren und Kopien verkaufen oder verschenken kann.

Nun bekommt man durch das Urheberrecht aber innerhalb der Schutzfrist ein Privileg neue Kopien erstellen und diese verteilen zu dürfen, das Angebot wird künstlich verknappt, mit dem Zweck das die Produktion von "geistigen Werken" Wirtschaftlich ist- aber das ist kein selbstverständlicher Anspruch.



Nein! Wenn man etwas veröffentlicht stellt man es damit der Öffentlichkeit zur Verfügung. Freiwillig. Veröffentlichen und behalten- das geht einfach nicht.

Niemand hat das Recht von künstlicher Verknappung eines Marktes einseitig zu profitieren.

Urheber, die "analoge Werke" welcher Art auch immer produzieren sind hier nicht unbedingt bevorzugt; von ihren Werken können zwar keine exakten Kopien erstellt werden aber dafür können sie sie auch selbst nicht oder nur in begrenztem Umfang kopieren und damit nur ein Mal oder maximal ein paar Mal verkaufen; ein "digitales Werk" kann man dagegen mit sehr geringem Aufwand beliebig oft kopieren und -innerhalb der Schutzfrist- beliebig oft verkaufen, ich würde das nicht als Nachteil sehen.

Abgesehen davon gibt es, soweit ich weiß, heute nichts was man nicht auch Digital erstellen könnte wenn man das möchte.

Was du schreibst ist dieser Piratenparteischwachsinn. Niemals würde sich so ein System etablieren, weil die Leute nicht so dumm sind ihr Zeug zu veröffentlichen wenn jeder es weiterverkaufen oder -verschenken dürfte.

Was würde also passieren wenn man das Urheberrecht aufhebt? Der geistige Schöpfer wird sein Werk nur mit einem Lizenzvertrag anbieten. Die Republikaner könnten Urheberrechte komplett aufheben es spielt keine Rolle. Solange es erlaubt ist Verträge abzuschließen wird es immer eine Art Urheberrecht geben.

Autoren und Musikproduzenten haben die Möglichkeit ihre Werke frei zu Verfügung zu stellen und ihr Urheberrecht einzuschränken bzw. aufzuheben. Konsumenten haben die Wahl urheberrechtlich geschütze Werke nicht zu kaufen. Reicht das nicht?

Die Lösung ist einfach: Kauf keine urheberrechtlich geschützten Sachen, zieh dir nur Kram, der public property ist und alle sind zufrieden.
 
Ein weiteres Problem ist hier, dass solche Lizenzverträge genauso wie Patente Geld kosten würden, denn den Papieraufwand bewältigt sicher niemand gratis und das würde Neueinsteigern den Anfang erschweren, wenn nicht sogar verhindern.
 
Schön, dass du zuversichtlich bist und hier Beispiele aufzählst, die man auch gemütlich neben seinem Job machen kann. Es heißt ja nicht umsonst "Kurzgeschichte". ;)
Wirklich berühmte und wertvolle Bilder, wenn wir jetzt mal im Bereich über 1 Million € bleiben, wurden von Künstlern zu einer Zeit geschaffen, in der die Fähigkeit zu malen noch als Gottesgeschenk galt. Lass Gott hier bitte draußen.
Heute wird sehr vieles fast nur noch für Geld gemacht und damit meine ich keine Auftragsarbeiten.
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Die meisten berühmten und wertvollen Bilder, völlig egal aus welcher Epoche sind/waren Auftragswerke, die meisten übrigen sind einfach so gemalt worden, die wenigsten wurden aber gemacht um verkauft zu werden; das gilt sowohl für klassische, analoge gezeichnete/gemalte Bilder als auch für digitale Bilder und Fotos.

Bei den weniger bekannten Bildern sind wohl überhaupt die Meisten ohne jedes kommerzielle Interresse entstanden. Kopieren ist in diesem Bereich aber auch kein großes Problem, selbst eine völlige Abschaffung des Urheberrechts würde wertvolle Bilder nicht weniger wertvoll machen.

Und es gibt auch wirklich mehr als genug berühmte/wertvolle Bilder aus dem 20. Jahrhundert; du beweist hier nur deine Unkenntnis der Kunstgeschichte.

Für ein gedrucktes Buch wirst du sowieso immer zahlen müssen, aber darum geht es ja nicht.
Die Möglichkeit, einen Roman gratis anzubieten, gibt es Dank Internet schon länger, aber komischerweise gibt es keines der Bücher die mich interessieren legal und gratis im Internet. Auch bei uninteressanten Sachen fällt mir nichts ein.
Woran das wohl liegen mag? :schief:

Es gibt mehr als genug Bücher legal und gratis im Internet wobei die meisten entweder alt (dadurch aber nicht unbedingt schlecht) oder nicht sehr bekannt sind. Das heutige Urheberrecht verleitet einfach viel zu sehr dazu es zu nutzen: Wenn man ein Buch hat und vor der Wahl steht: via Urheberrecht abcashen oder gratis veröffentlichen entscheiden sich viele für ersteres.

Natürlich schafft die Nachfrage das Angebot, aber die Nachfrage nach kostenlosen Werken interessiert so gut wie niemanden der diese Werke herstellt.

Doch: wenn beim Urheber auch Nachfrage besteht.

Beispiel:
Ich möchte meinen Kindern Geschichten erzählen (-> Nachfrage); damit ich mir nicht spontan etwas aus den Fingern saugen muss schreibe ich welche auf.
So ist etwa der Hobbit entstanden!
Und wenn die Geschichte dann mal aufgeschrieben ist, heute üblicherweise in digitaler Form kann man sie ja auch leicht kostenlos veröffentlichen- wieso auch nicht, schadet ja nicht.

Anderes Beispiel:
Ich hätte gerne ein ...Programm..., das es nicht, nur in unbefriedigender Qualität oder (zu) teuer gibt. Also Programmiere ich selbst eines.
Wenn es schon programmiert ist... wieso nicht veröffentlichen?

Oder:
Ich mache gerne Fotos... wieso nicht *irgendwo* hochladen?

...

Du kannst auch nicht Hobby-Programmierer und -Schriftsteller mit denen vergleichen, die das eben nicht nur nebenbei machen. Es hat schon seinen Grund, weswegen große Programmme und Romane eben nicht so nebenbei entstehen.

Einige der größten literarischen Werke sind "nebenbei" entstanden. Beispiele für berühmte Schriftsteller, die keine Berufsschriftsteller waren oder erst spät in ihrer Laufbahn welche wurden:

-Franz Kafka
-J.R.R. Tolkien
-Franz Grillparzer
-J.W. v. Goethe
-Immanuel Kant
-Friedrich Nietzsche
-C.S. Lewis
-George Orwell
-James Joyce
-...

Es gibt auch zahlreiche kostenlose, große Softwareprojekte, die ohne kommerzielle Absicht entstanden sind, das bekannteste und wohl größte aber bei weitem nicht einzige Beispiel ist Linux, andere, die mir spontan einfallen wären etwa Wikipedia, Wireshark, GIMP oder der VLC Mediaplayer. Von vornherein als kommerziell geplante Werke könnten ja auch weiterhin einen Schutz in Anspruch nehmen.

1. Warum sollte Irgendjemand sein Wissen denn Veröffentlichen? Welchen Grund hat es, dass ein Mensch seine geistigen Ergüsse der Öffentlichkeit zugänglich macht?
´

Da gibt es viele Gründe, von simpler Freundlichkeit bishin zu Prestige.

Warum hast du etwa diesen Beitrag hier geschrieben? Doch sicher nicht aus kommerziellem Interresse :ugly:

2. Welches Recht hast gerade du auf sämtliche Informationen der Welt zuzugreifen? Wer gibt dir den das RECHT ein Buch zu lesen?

Nicht gerade ich; JEDER sollte auf ALLE öffentlichen Informationen zugreifen können, frei und uneingeschränkt.

Was du schreibst ist dieser Piratenparteischwachsinn.

Die Forderungen der Piratenpartei sehen anderes aus und sind noch deutlich radikaler.

Der geistige Schöpfer wird sein Werk nur mit einem Lizenzvertrag anbieten. Die Republikaner könnten Urheberrechte komplett aufheben es spielt keine Rolle. Solange es erlaubt ist Verträge abzuschließen wird es immer eine Art Urheberrecht geben.

Das würde nicht funktionieren.

Warum?

Ein Vertrag gilt nur für die, die ihn abschließen. Wenn sich auch nur ein einziger Kunde nicht an den Vertrag hält und das Werk frei in Umlauf kommt wäre es ohne Urheberrecht durch den Vertrag nicht länger geschützt. Derartige Vertriebsmodelle eignen sich nur für Informationen, die nicht veröffentlicht sondern nur einem sehr eingeschränkten Personenkreis zugänglich gemacht werden sollen.

Ein weiteres Problem ist hier, dass solche Lizenzverträge genauso wie Patente Geld kosten würden, denn den Papieraufwand bewältigt sicher niemand gratis und das würde Neueinsteigern den Anfang erschweren, wenn nicht sogar verhindern.

Genau das ist ja die Idee dahinter: Privatpersonen sollen daran gehindert werden Werke "im Zweifel" urheberrechtlich schützen zu lassen. Nur explizit von Anfang an als kommerzielle Projekte geplante Werke, insbesondere Werke, deren erschaffung nicht anders finanziert werden könnte (Filme, große Softwareprojekte,...) sollten diesen Schutz in Anspruch nehmen, die Registrierung dient hier als "Filter", das ist ihr einziger Zweck.
 
Ich möchte meinen Kindern Geschichten erzählen (-> Nachfrage); damit ich mir nicht spontan etwas aus den Fingern saugen muss schreibe ich welche auf.
So ist etwa der Hobbit entstanden!
Und wenn die Geschichte dann mal aufgeschrieben ist, heute üblicherweise in digitaler Form kann man sie ja auch leicht kostenlos veröffentlichen- wieso auch nicht, schadet ja nicht.

Anderes Beispiel:
Ich hätte gerne ein ...Programm..., das es nicht, nur in unbefriedigender Qualität oder (zu) teuer gibt. Also Programmiere ich selbst eines.
Wenn es schon programmiert ist... wieso nicht veröffentlichen?
Die Möglichkeit ist heute schon gegeben, aber wenn es jemand nicht verschenken will, müsst du eben dafür zahlen. Ganz einfach.

Da gibt es viele Gründe, von simpler Freundlichkeit bishin zu Prestige.
Hier wären wir wieder bei dem Punkt, an dem du erwartest, dass dir die Welt einen Gefallen erweist.
Wo ist hier deine Leistung für die Gesellschaft??

Nicht gerade ich; JEDER sollte auf ALLE öffentlichen Informationen zugreifen können, frei und uneingeschränkt.
Also willst du nur, dass manche für lau arbeiten, aber dieser Ansatz würde nur im Kommunismus funktionieren, der aber einfach nicht funktioniert, da nicht alle einen Beitrag zur Gesellschaft leisten.
Leider wollen normalerweise die immer, dass ihnen etwas geschenkt wird.

Genau das ist ja die Idee dahinter: Privatpersonen sollen daran gehindert werden Werke "im Zweifel" urheberrechtlich schützen zu lassen. Nur explizit von Anfang an als kommerzielle Projekte geplante Werke, insbesondere Werke, deren erschaffung nicht anders finanziert werden könnte (Filme, große Softwareprojekte,...) sollten diesen Schutz in Anspruch nehmen, die Registrierung dient hier als "Filter", das ist ihr einziger Zweck.
Genau das würde die Kunst aber extrem behindern, wenn nicht gesichert ist, dass die Werke geschützt sind.
Welcher Verleger lässt denn ein Buch drucken, das jeder kopieren darf?

Im Übrigen habe ich mich nie sonderlich mit Kunstgeschichte beschäftigt, was aber ziemlich egal ist.
Du vergleichst hier Autoren, Maler,... die das als Hobby oder als Auftragsarbeit gemacht haben mit Leuten, die das beruflich machen und das funktioniert einfach nicht.
Wenn jemand aus Spass Bücher oder Programme schreibt und diese dann verschenken will, soll er das ruhig machen, aber wenn jemand dafür Geld sehen will, musst du eben zahlen.

Noch mal zum Mitschreiben:
Du hast kein Recht auf die Leistung eines anderen und sollst es auch nicht haben.

Sei einfach dabkbar dafür, dass du in einem Land wohnst in dem dir der arbeitende Teil der Bevölkerung den Großteil deines Studiums finanziert und jammer nicht rum, weil du nicht noch mehr geschenkt bekommst. ;)
 
Genau das ist ja die Idee dahinter: Privatpersonen sollen daran gehindert werden Werke "im Zweifel" urheberrechtlich schützen zu lassen. Nur explizit von Anfang an als kommerzielle Projekte geplante Werke, insbesondere Werke, deren erschaffung nicht anders finanziert werden könnte (Filme, große Softwareprojekte,...) sollten diesen Schutz in Anspruch nehmen, die Registrierung dient hier als "Filter", das ist ihr einziger Zweck.

Neueinsteigern und Privatpersonen wird gar nichts verwehrt. Nach heutiger Rechtslage haben auch Privatpersonen Urheberrechte und selbst wenn es kein Urheberrecht gäbe: Lizenzverträge kosten gar nichts und jeder kann sie abschließen.
 
Die Möglichkeit ist heute schon gegeben, aber wenn es jemand nicht verschenken will, müsst du eben dafür zahlen. Ganz einfach.

Veröffentlichen = "Verschenken" (also der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen)

Veröffentlichen und "behalten" von Informationen geht nicht, es gibt kein geistiges Eigentum.

Ganz einfach.

Also willst du nur, dass manche für lau arbeiten, aber dieser Ansatz würde nur im Kommunismus funktionieren, der aber einfach nicht funktioniert, da nicht alle einen Beitrag zur Gesellschaft leisten.
Leider wollen normalerweise die immer, dass ihnen etwas geschenkt wird.

Wer der Öffentlichkeit keine "geistigen Werke" zur Verfügung stellen will tut das eben nicht, hier sind nicht "alle" gefordert.

Genau das würde die Kunst aber extrem behindern, wenn nicht gesichert ist, dass die Werke geschützt sind.
Welcher Verleger lässt denn ein Buch drucken, das jeder kopieren darf?

1) Welcher Verleger würde ein Buch drucken, das jeder Kopieren darf... na jedenfalls einige; es gibt zahllose Beispiele für Bücher mit gemeinfreiem Inhalt, die dennoch gedruckt verkauft werden. Lediglich der Autor verdient dann nichts, der Verleger sehrwohl, er verkauft ja keinen Inhalt sondern ein "physikalisches" Buch.

2) Im Jahr 2012 ist es nichtmehr nötig einen Text zu drucken, physisch zu vervielfältigen um ihn zu veröffentlichen

Im Übrigen habe ich mich nie sonderlich mit Kunstgeschichte beschäftigt, was aber ziemlich egal ist.

Ich bin wahrlich kein Experte der Kunstgeschichte aber ein elementares Wissen, unter welchen Rahmenbedingungen Kunstwerke entstehen- oder auch nicht- ist meiner Meinung nach zwingend Erforderlich um an dieser Diskussion sinnvoll teilzunehmen.

Du vergleichst hier Autoren, Maler,... die das als Hobby oder als Auftragsarbeit gemacht haben mit Leuten, die das beruflich machen und das funktioniert einfach nicht.

Weil...?

Natürlich ist dieser Vergleich zulässig denn er zeigt eindrucksvoll das praktisch alle Arten von Werken, zumindest solche, deren Schaffung sich in der Praxis privat finanzieren lässt prinzipiell auch völlig ohne Urheberrecht entstehen können.

Neueinsteigern und Privatpersonen wird gar nichts verwehrt. Nach heutiger Rechtslage haben auch Privatpersonen Urheberrechte und selbst wenn es kein Urheberrecht gäbe: Lizenzverträge kosten gar nichts und jeder kann sie abschließen.

Nochmal: einen Urheberrechtlichen Schutz durch Lizenzverträge zu ersetzen funktioniert prinzipiell nur wenn eine "Information" lediglich einer sehr begrenzten Anzahl von Personen zugänglich gemacht werden soll; wenn sich auch nur eine Person nicht an den Vertrag hält und die Information veröffentlicht dann war es das, denn der Vertrag gilt nur für Käufer, die dem Vertrag zugestimmt haben und nicht für irgendjemanden, der sich eine Kopie aus dem Internet saugt oder sonstwo her bezieht.

Eine Veröffentlichung ist so jedenfalls unmöglich.

Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch für (große) Firmen.
 
Um an dieser Diskussion teilzunehmen muss man sich nicht mal mit Kunstgeschichte beschäftigen, da es heute egal ist, wie die Rechtslage der letzten Jahrhunderte ausgesehen hat.

Um an einer Diskussion sinnvoll teilzunehmen sollte man aber dazu fähig sein, von seiner Borniertheit abzuweichen und nicht ständig die eigene Meinung als anerkannten Fakt hinzustellen.
Es gibt geistiges Eigentum, egal ob du es akzeptierst.

Du kannst nunmal nicht Leute vergleichen die etwas als Hobby machen, was andere beruflich machen.
Es gibt Leute, die kümmern sich ohne Bezahlung um alte Menschen, aber deswegen kannst du nicht von allen anderen erwarten, dass sie es genau so machen.

Es ist ja nicht nur so, dass du die Frechheit besitzt, von anderen zu erwarten, dass sie dir etwas gratis zur Verfügung stellen, nein, du schlägst auch noch vor, dass sie es in ihrer persönlichen Freizeit machen, da sie dann ja irgendeinen Job brauchen.

Bring zuerst mal selber eine Leistung, bevor du auch nur daran denkst, irgendwelche Ansprüche zu stellen.

PS: Es hat nicht jeder einen EBook Reader, aber wahrscheinlich soll man den dann auch noch gratis bekommen.
 
Um an einer Diskussion sinnvoll teilzunehmen sollte man aber dazu fähig sein, von seiner Borniertheit abzuweichen und nicht ständig die eigene Meinung als anerkannten Fakt hinzustellen.
Es gibt geistiges Eigentum, egal ob du es akzeptierst.

Es ist ja nicht nur so, dass du die Frechheit besitzt, von anderen zu erwarten, dass sie dir etwas gratis zur Verfügung stellen, nein, du schlägst auch noch vor, dass sie es in ihrer persönlichen Freizeit machen, da sie dann ja irgendeinen Job brauchen.

PS: Es hat nicht jeder einen EBook Reader, aber wahrscheinlich soll man den dann auch noch gratis bekommen.

Das solltest du auch mal versuchen, er immer: "Hey, nix würd sich ändern wenn wir das Copyright umstellen weil es ja überhaupt KEINE Ar*chlöcher in unserer Gesellschaft gibt" und du immer: "Verdammter kommunistischer Hippie-Raubkopierer... du hast ja nichtmal n Job/Hobby mit dem du was beitragen könntest". Das geht jetzt schon seitenlang so.

Und richtig verstanden hast du ihn auch nicht, denk ich. Würdest du auf deine Ratschläge/Hilfestellungen in Sachen PC Copyright anmelden, wenn du könntest? Ich denke eher nicht. Genauso gibts auch Leute die als Hobby schreiben... malen... fotografieren. Zur persönlichen Freude. Oder bist du der Meinung gemeinnützige Sachen wie DLRG/Freiwillige Feuerwehr/weiß der Geier sollten Geld nehmen? Ich mein, geht ja immerhin darum das auch die dir in ihrer Freizeit erbrachte Leistungen unentgeltlich zur Verfügung stellen... Er verlangt ja nicht das alle was machen MÜSSEN. Durch das Internet machts kaum noch was aus wenn einige/viele nix beitragen, das bisschen Downstream für n Ebook zB... stells dir mal als Party vor zu der jeder was mitbringt. Allerdings hält alles ewig und ist unbegrenzt verfügbar. Wenn bei der ersten Party 40% nix mitbringen fällts auf, bei der zweiten vllt. auch noch, aber irgendwann ist das Angebot halt da.Stimmt jetzt natürlich nicht 100%ig mit dem unbegrenzt, aber fast...

Nicht das ich 100%ig mit ihm übereinstimmen würde, ich sag einfach mal ihr liegt beide falsch. Oder seid beide zu extrem. Oder verbohrt. Oder wie auch immer.

PS: 99% haben wohl entweder PC/Laptop, Handy, Tablet oder E-Reader, meinst du nicht? Auf dem Zeug kann man auch Ebooks lesen.
 
Ähm, ich glaube schon, dass ich erwähnt habe, dass man seine Werke gratis zur Verfügung stellen kann, wenn man das möchte, oder?
Nur sollten deswegen nicht alle anderen dazu gezwungen werden.
Ich erwarte ja auch nicht von jedem, dass er unentgeltlich gemeinnützige Arbeit verrichtet, nur weil manche das machen und wenn ich hier oder im RL jemanden bei seinen PC Problemen helfe, mache ich das freiwillig und gratis, aber das ist meine Entscheidung und wenn mir jemals jemand vorschreiben würde, dass ich es unentgeltlich machen muss, mache ich es gar nicht mehr, weil derjenige einfach nicht das Recht dazu hat.

Natürlich wäre es schön, wenn alle dazu bereit wären, ihren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, denn dann könnten wir gleich auf Geld verzichten, aber das läuft nunmal nicht, weswegen meine Meinung leider der Realität entspricht und solange der Kapitalismus regiert, muss man sich eben damit abfinden, dass man für die Leistung von anderen ggf. bezahlen muss.
Ich stelle auch nicht irgendwas als Fakt hin, was nicht der Realität entspricht, oder entsprechen kann.

Ach ja, ich habe nunmal ein grundsätzliches Problem mit Menschen die, obwohl ihnen schon sehr viel geschenkt wurde, noch mehr Ansprüche stellen.

PS: Wenn bei jeder deiner Parties 40% nichts mitbringen, solltest du mal überlegen, wen du einlädst. ;)
 
Um an dieser Diskussion teilzunehmen muss man sich nicht mal mit Kunstgeschichte beschäftigen, da es heute egal ist, wie die Rechtslage der letzten Jahrhunderte ausgesehen hat.

Meiner Meinung nach disqualifizierst du dich mit dieser Aussage für praktisch jede Politische Diskussion, denn die Vergangenheit ist oft, so auch in diesem Fall sehr lehrreich wenn es um die Frage geht welche Folgen bestimmte Politische Veränderungen haben könnten bzw. ob bestimmte politische Veränderungen funktionieren können.

Du kannst nunmal nicht Leute vergleichen die etwas als Hobby machen, was andere beruflich machen.
Es gibt Leute, die kümmern sich ohne Bezahlung um alte Menschen, aber deswegen kannst du nicht von allen anderen erwarten, dass sie es genau so machen.

Ich erwarte nicht von "allen Leuten", das sie irgendwelche wesentlichen "Werke" produzieren und veröffentlichen aber das ist auch (bei weitem) nicht nötig um das aktuelle Angebot neuer Werke stabil zu halten.

PS: Es hat nicht jeder einen EBook Reader, aber wahrscheinlich soll man den dann auch noch gratis bekommen.

Ich hab auch keinen EBook Reader aber...

Um ein E-Book, vor allem ein freies EBook zu lesen braucht man keinen EBook Reader sondern eines der Folgenden Geräte:

-einen PC
-ein eBook
-ein Tablet
-ein neuerer PDA/Pocket PC
-ein halbwegs aktuelles Smartphone
-irgendein Gerät das Text anzeigen kann (etwa ein alter PDA, ein normales Handy, ein älteres Smartphone oder ein besserer programmierbarer Taschenrechner) und ein PC Interface hat + PC (der PC wird nur einmalig für das Speichern des E-Books benötigt)
-Ein Drucker und Papier sowie ein PC (der PC wird nur einmal benötigt); tatsächlich gibt es Dienstleister (Copy Shops) bei denen man aus einem Textdokument/EBook, zumindest aus einem freien, nicht kopiergeschütztem ein halbwegs ansehliches Papierbuch machen kann, man selbst braucht dafür maximal irgendein halbwegs aktuelles Speichermedium (etwa einen USB Stick) mit dem zu druckenden Buch

-> zumindest in der zivilisierten Welt sollten (freie) EBooks jedem offenstehen.

Das solltest du auch mal versuchen, er immer: "Hey, nix würd sich ändern wenn wir das Copyright umstellen weil es ja überhaupt KEINE Ar*chlöcher in unserer Gesellschaft gibt"

Es würde sich einiges ändern: Praktisch das gesamte Wissen der Menschheit mit Ausnahme einiger aktueller Werke stünde jedem frei zur Verfügung, eine (nicht nur) meiner Meinung nach sehr erstrebenswerte Utopie.

Was du mit dem zweiten Teil der Aussage meinst verstehe ich nicht ganz; klar ist (wie du auch im folgenden ausgeführt hast) das es nicht weiter relevant ist ob es einige gibt, die nichts (zur kulturellen Vielfalt) beitragen solange es ausreichend viele gibt, die etwas beitragen.
 
Ich kann heute z.B. auch über Gesetze diskutieren, selbst wenn ich nicht weiß, wie die Rechtssprechung im Mittelalter aussah, aber wenn du so sehr die Vergangenheit miteinbeziehen willst, kann ich dir gerne die damalige Situation in die Gegenwart übertragen:
Damals brauchte ein Künstler einen Mäzen, der an seiner Kunst interessiert war und ihn finanzierte.
Heute braucht ein Künstler Menschen, die an seiner Kunst interessiert sind und ihn finanzieren.

Das ist die selbe Situation und die von dir erwähnten Künstler, die ihre Werke ohne kommerzielles Interesse veröffentlichten, sind für diese Diskussion irrelevantl denn es gibt heute genauso Künstler, die das so machen, nur kann man deswegen nicht von allen anderen erwarten, dass sie es genauso machen, denn sonst müsstest du ehrenamtlich soziale Dienste verrichten, da es andere ja auch machen.

Deine Geräteaufzählung ist ja ganz nett, komischerweise ist für sowas ja Geld vorhanden, aber am PC Bücher zu lesen ist ein schlechter Witz (sollte dir jeder Augenarzt bestätigen können) und alles zu drucken ist auch eher unrealistisch. Vielleicht gibt es aber wirklich Menschen die so ein Problem mit dem Bezahlen haben, dass sie einen Stapel Papier durch lesen, bevor sie ein paar Euro für ein Buch investieren.
Das Tablet kannst du dann noch mit dem EBook Reader gleich setzen, obwohl es meistens mehr kostet.

Nehmen wir aber mal an, dass in 10-20 Jahren 50% der Bücher als EBook gelesen werden, die sich jeder ohne Probleme gratis laden kann.
Wieso sollte man dann überhaupt noch Bücher drucken, wenn die Hälfte der Leser sich das Buch gratis besorgt?

Du erwartest hier schlicht, dass es auf dieser Welt genug Leute gibt, die irgendwas nur aus Spaß machen und veröffentlichen, aber wir leben nunmal in einer Leistungsgesellschaft, in der die meisten Geld für ihre Leistung sehen wollen, also wird man die Kunst behindern, wenn man sie nicht schützt.

Ich weiß sowieso nicht, wieso es ein so großes Problem ist, ein paar Euro für Bücher, Musik, Spiele,... aufzubringen, vor allem da für Dinge wie Gaming PC, Stereoanlage, TV, DVD/BR-Player, EBook Reader,... komischerweise das Geld da ist und Leute, die sich nicht mal ein paar Bücher leisten können, werden kaum deswegen jammern, da die ganz andere Probleme haben.
Es ist also egal, wie zuversichtlich du bist, denn wegen dir wird sicher nicht der Kapitalismus verschwinden, vor allem nicht, da der Kommunismus zum Teil wegen Menschen wie dir nicht funktioniert, da du nicht einsiehst, dass jeder eine Leistung bringen muss, was zur Zeit Geld wäre.
 
Nochmal: einen Urheberrechtlichen Schutz durch Lizenzverträge zu ersetzen funktioniert prinzipiell nur wenn eine "Information" lediglich einer sehr begrenzten Anzahl von Personen zugänglich gemacht werden soll; wenn sich auch nur eine Person nicht an den Vertrag hält und die Information veröffentlicht dann war es das, denn der Vertrag gilt nur für Käufer, die dem Vertrag zugestimmt haben und nicht für irgendjemanden, der sich eine Kopie aus dem Internet saugt oder sonstwo her bezieht.

Eine Veröffentlichung ist so jedenfalls unmöglich.

Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch für (große) Firmen.


Wenn sich jemand nicht an einen Vertrag hält gibt es so Sachen wie eine Unterlassungserklärung an den Vertragsbrecher und Schadensersatz vom Vertragsbrecher.
 
Ich kann heute z.B. auch über Gesetze diskutieren, selbst wenn ich nicht weiß, wie die Rechtssprechung im Mittelalter aussah, aber wenn du so sehr die Vergangenheit miteinbeziehen willst, kann ich dir gerne die damalige Situation in die Gegenwart übertragen:
Damals brauchte ein Künstler einen Mäzen, der an seiner Kunst interessiert war und ihn finanzierte.
Heute braucht ein Künstler Menschen, die an seiner Kunst interessiert sind und ihn finanzieren.

Damals gab es kein Urheberrecht und trotzdem wurde Kunst produziert.

-> Die Kunst ist nicht vom Vorhandensein eines Urheberrechts abhängig. Zumindest große Teile der Kunst.

Das ist die selbe Situation und die von dir erwähnten Künstler, die ihre Werke ohne kommerzielles Interesse veröffentlichten, sind für diese Diskussion irrelevantl denn es gibt heute genauso Künstler, die das so machen, nur kann man deswegen nicht von allen anderen erwarten, dass sie es genauso machen, denn sonst müsstest du ehrenamtlich soziale Dienste verrichten, da es andere ja auch machen.

Wer nicht damit zufrieden ist, das er als Künstler, je nach Kunstrichtung nicht/nur schwer etwas verdienen kann sollte damit leben oder die Kunst einfach bleiben lassen, niemand wird zu etwas gezwungen. Im Gegensatz zum Status Quo, wo alle dazu gezwungen werden Urheberrechtlich geschützte Werke beim Urheber zu kaufen.

Deine Geräteaufzählung ist ja ganz nett, komischerweise ist für sowas ja Geld vorhanden, aber am PC Bücher zu lesen ist ein schlechter Witz (sollte dir jeder Augenarzt bestätigen können) und alles zu drucken ist auch eher unrealistisch. Vielleicht gibt es aber wirklich Menschen die so ein Problem mit dem Bezahlen haben, dass sie einen Stapel Papier durch lesen, bevor sie ein paar Euro für ein Buch investieren.
Das Tablet kannst du dann noch mit dem EBook Reader gleich setzen, obwohl es meistens mehr kostet.

Ein Buch am PC zu lesen mag manch einer als nicht optimal empfiden aber es geht zur Not. Hab ich auch schon gemacht.

Ein ganzes Buch extra, einzeln oder in *sehr kleiner* Stückzahl drucken lassen ist nicht unrealistisch und in der Regel (inklusive Binden!) auch nicht teurer (eher billiger) als ein Buch im Handel kaufen, ich rede von, je nach Qualität und Dicke des Buches von vielleicht 5-20€, mit "Sonderwünschen" (Farbbilder, besonders schöner Einband) eventuell auch etwas mehr.

Du erwartest hier schlicht, dass es auf dieser Welt genug Leute gibt, die irgendwas nur aus Spaß machen und veröffentlichen, aber wir leben nunmal in einer Leistungsgesellschaft, in der die meisten Geld für ihre Leistung sehen wollen, also wird man die Kunst behindern, wenn man sie nicht schützt.

Ich weiß sowieso nicht, wieso es ein so großes Problem ist, ein paar Euro für Bücher, Musik, Spiele,... aufzubringen, vor allem da für Dinge wie Gaming PC, Stereoanlage, TV, DVD/BR-Player, EBook Reader,... komischerweise das Geld da ist und Leute, die sich nicht mal ein paar Bücher leisten können, werden kaum deswegen jammern, da die ganz andere Probleme haben.
Es ist also egal, wie zuversichtlich du bist, denn wegen dir wird sicher nicht der Kapitalismus verschwinden, vor allem nicht, da der Kommunismus zum Teil wegen Menschen wie dir nicht funktioniert, da du nicht einsiehst, dass jeder eine Leistung bringen muss, was zur Zeit Geld wäre.

Kunst ist ein Hobby.

Keine Realwirtschaftliche "Leistung".

Und genau deswegen gibt es -das können wir, wie gesagt, auch aus der Vergangenheit lernen- auch noch Künstler, wenn das Urheberrecht deutlich eingeschränkt würde, ja sogar wenn es komplett wegfiele.

Vielleicht gäbe es ein paar weniger, dafür gäbe es auch einen anderen Effekt: die freie Verfügbarkeit von Werken würde es einfacher machen neue Werke auf den verfügbaren aufzubauen. Unterm Strich bin ich davon überzeugt das die kulturelle Vielfalt nicht wesentlich schrumpfen würde wobei man meiner Meinung nach auch ein deutliches Schrumpfen akzeptieren könnte.

Wenn sich jemand nicht an einen Vertrag hält gibt es so Sachen wie eine Unterlassungserklärung an den Vertragsbrecher und Schadensersatz vom Vertragsbrecher.

Ja.

ABER das funktioniert nur solange du nur eine "überschaubare Anzahl" von Kopien einer Information im Umlauf hast und nur eine Überschaubare Anzahl von Personen, die darauf Zugriff haben; sobald du so viele Kopien verteilst, das du nichtmehr nachvollziehen kannst wenn eine davon illegal kopiert und veröffentlicht wurde verlierst du die Kontrolle und kannst den einen Vertragsbrecher nie finden.

Daher ist das für "Kulturelle Massenprodukte" wie etwa Trivialliteratur oder verbreitete Filme oder Software unpraktikabel, für Medien, die via Rundfunk verbreitet werden (Musik, TV Serien usw.) ist diese Methode überhaupt kaum Anwendbar.

Funktionieren kann das nur bei Informationen, die lediglich in einem kleinen Kreis verteilt werden, etwa bei dem Fimrohmaterial, das Kinos zur Verfügung gestellt wird oder vielleicht bei spezieller Fachliteratur oder Profisoftware.
 
Zuletzt bearbeitet:
-> Die Kunst ist nicht, nicht vom Vorhandensein eines Urheberrechts abhängig. Zumindest große Teile der Kunst.
Zweimal nicht? Damit gibst du mir Recht. ;)
Natürlich würde es auch ohne Urheberrechte weiterhin Kunst geben und dass so etwas früher nicht notwendig war lag daran, dass nur wenige die Möglichkeit hatten, irgendwelche Werke zu vervielfältigen.
Früher gab es auch nicht so etwas wie geregelte Arbeitszeiten, oder sonderliche Rechte für Arbeitnehmer, nur muss man es deswegen heute nicht genauso machen.

Wer nicht damit zufrieden ist, das er als Künstler, je nach Kunstrichtung nicht/nur schwer etwas verdienen kann sollte damit leben oder die Kunst einfach bleiben lassen, niemand wird zu etwas gezwungen. Im Gegensatz zum Status Quo, wo alle dazu gezwungen werden Urheberrechtlich geschützte Werke beim Urheber zu kaufen.
Das ist absoluter Blödsinn.
Der Künstler würde dazu gezwungen, seine Leistung kostenlos anzubieten, wenn er sie veröffentlicht und beim Status Quo wird niemand dazu gezwungen, irgendwelche Werke zu kaufen.

Ein ganzes Buch extra, einzeln oder in *sehr kleiner* Stückzahl drucken lassen ist nicht unrealistisch und in der Regel (inklusive Binden!) auch nicht teurer (eher billiger) als ein Buch im Handel kaufen, ich rede von, je nach Qualität und Dicke des Buches von vielleicht 5-20€, mit "Sonderwünschen" (Farbbilder, besonders schöner Einband) eventuell auch etwas mehr.
Ok, das wusste ich nicht, aber ich meinte auch, dass wohl kaum jemand einen Stapel von 2-300 Seiten oder mehr durch lesen wird.

Kunst ist ein Hobby.

Keine Realwirtschaftliche "Leistung".
Hier stellst du wieder mal deine Meinung als anerkannten Fakt hin und das stimmt nunmal nicht.
Es gibt anerkannte Kunstberufe, also ist es eine realwirtschaftliche Leistung.

Vielleicht gäbe es ein paar weniger, dafür gäbe es auch einen anderen Effekt: die freie Verfügbarkeit von Werken würde es einfacher machen neue Werke auf den verfügbaren aufzubauen. Unterm Strich bin ich davon überzeugt das die kulturelle Vielfalt nicht wesentlich schrumpfen würde wobei man meiner Meinung nach auch ein deutliches Schrumpfen akzeptieren könnte.
Es wäre höchstens einfacher, ganze Teile von anderen Werken zu kopieren und das darf nicht passieren. Inspirieren kann man sich auch heute ohne Probleme von anderen Werken lassen.
George Lucas holte sich seine Inspiration auch teilweise bei John Carter.

Es ist ja schön, dass du ein deutliches Schrumpfen akzeptieren kannst, aber ich sehe so etwas als Rückschritt in der Entwicklung.
Man kann heute schon sehen, was "Gratiskontent" für Auswirkungen hat.
App-Entwickler programmieren meist lieber für iOS als für Android, weil man da mehr Geld bekommt.
Spiele-Entwickler bevorzugen die Konsole, weil man dort mehr Geld bekommt.

Wenn irgendwann mal der Großteil der Bücher als EBook gelesen wird, brauchen die Hersteller von Readern nur ein Portal mit ein paar hunderttausend gratis Büchern betreiben und es wird dann kaum noch jemand neue Bücher schreiben, weil sie sowieso fast niemand mehr kauft.

Wenn du damit leben kannst, ist es schön für dich, aber ich sehe nicht ein, dass die Menschheit mit so einem Einschnitt leben muss, nur damit ein paar Leute sich ein paar Euro sparen, die sie dann z.B. in ein neues Mainboard investieren können. ;)
Die Kosten für Medien sind so gering, dass man eigentlich nicht darüber jammern sollte und diejenigen, die nicht mal das Geld für ein Buch haben, beschweren sich sicher über etwas ganz anderes.

Ich hoffe nur, dass sich solch asoziale Ansichten nie durch setzen werden, denn man sollte weiterhin für die Leistung von anderen bezahlen, wenn es gefordert wird.
Verschenken kann man seine Werke ja heute schon, aber wenn man es nicht macht, müssen sich eben andere damit abfinden. Man muss nicht alles haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist absoluter Blödsinn.
Der Künstler würde dazu gezwungen, seine Leistung kostenlos anzubieten, wenn er sie veröffentlicht und beim Status Quo wird niemand dazu gezwungen, irgendwelche Werke zu kaufen.

Nein. Sie dürften nurnicht an Werken verdienen, die sie veröffentlichen -solange sie sie nicht registrieren lassen-.

Hier stellst du wieder mal deine Meinung als anerkannten Fakt hin und das stimmt nunmal nicht.
Es gibt anerkannte Kunstberufe, also ist es eine realwirtschaftliche Leistung.

Das ein Berufskünstler eben nicht durch das Veröffentlichen seiner Werke Geld verdient solltest du mittlerweile verstanden haben.

Es wäre höchstens einfacher, ganze Teile von anderen Werken zu kopieren und das darf nicht passieren. Inspirieren kann man sich auch heute ohne Probleme von anderen Werken lassen.
George Lucas holte sich seine Inspiration auch teilweise bei John Carter.

Es geht hier nicht nur im Inspiration sondern auch um direkte Weiterverwendung/Modufikation vorhandener Werke, etwa in Form von Übersetzungen von Büchern, Modifikationen von Spielen, (selbst) singen von Liedtexten,...

Es gibt heute sehr viele Inhalte die so entstanden sind (etwa geschätzte 50% aller Youtube Videos...), die meisten davon bewegen sich rechtlich bestenfalls in einem Graubereich werden aber von den Urhebern manchmal toleriert -oder auch nicht- solange sie keine direkte Konkurrenz darstellen und vor allem nicht kommerziell verwertet werden.

Es ist ja schön, dass du ein deutliches Schrumpfen akzeptieren kannst, aber ich sehe so etwas als Rückschritt in der Entwicklung.
Man kann heute schon sehen, was "Gratiskontent" für Auswirkungen hat.
App-Entwickler programmieren meist lieber für iOS als für Android, weil man da mehr Geld bekommt.
Spiele-Entwickler bevorzugen die Konsole, weil man dort mehr Geld bekommt.

Es gibt für Android mehr Apps als für jedes andere mobile OS- mit wachsendem Vorsprung.

Lediglich bei kommerziellen Apps ist das iOS aus den genannten Gründen vorraus- aber ist das ein Vorteil?

Spiele-Entwickler bevorzugen die Konsole, weil man dort mehr Geld bekommt.

Auch hier gilt: auf dem PC gibt es mehr Spiele UND mehr Neuerscheinungen als für jede andere Plattform , das gilt sogar für kommerzielle Entwicklungen (da müsste man schon alle Konsolen zusammenrechnen um mit dem PC konkurrieren zu können); das wird sich auch in Zukunft nicht ändern

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Größere kommerzielle Projekte wären explizit sowieso nicht wesentlich von der Änderung beeinträchtigt.

Wenn irgendwann mal der Großteil der Bücher als EBook gelesen wird, brauchen die Hersteller von Readern nur ein Portal mit ein paar hunderttausend gratis Büchern betreiben und es wird dann kaum noch jemand neue Bücher schreiben, weil sie sowieso fast niemand mehr kauft.

Nochmal:

Die meisten Bücher, insbesondere die meisten guten Bücher sind nicht (primär) aus kommerziellem Interresse entstanden; ich bin überzeugt davon das das Angebot an "Werken" und insbesondere das Angebot an Literatur mit der Reform nicht wesentlich schrumpfen würde.


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Wir sind nun definitiv wieder an einem Punkt angekommen an dem es nicht sinnvoll ist weiterzudiskutieren, ich werde daher nichtmehr antworten wenn du nichts neues zu sagen hast.
 
Die meisten guten Bücher?
Sorry, aber dein persönlicher Geschmack ist nicht entscheidend, schon gar nicht, um einer ganzen Branche Vorschriften zu machen.

Dass auf Plattformen, auf der jeder frei arbeiten kann, mehr zur Verfügung steht, ist klar, aber das bedeutet nicht, dass deswegen mehr Brauchbares veröffentlicht wird.
Qualität kostet nunmal oft etwas, was auch aufzeigt, dass sehr viele sehr vieles aus finanziellem Interesse machen, zumindest heute und nicht in den letzten Jahrhunderten, auch wenn du das gerne als Vergleich nimmst, obwohl das eine komplett andere Situation war.

Anerkannte Kunstberufe sind auch nicht gleich wie Berufskünstler und ich weiß auch nicht, was das Registrieren von Werken bringen soll.
Wenn dir jemand etwas schenken will, kann er das auch jetzt schon und wenn nicht, musst du dich eben damit abfinden.
 
Die meisten guten Bücher?
Sorry, aber dein persönlicher Geschmack ist nicht entscheidend, schon gar nicht, um einer ganzen Branche Vorschriften zu machen.

Nenn mir doch mal ein *gutes* Buch, das primär aus kommerziellem Interresse entstanden ist...

Mir fallen vor allem eine Handvoll Trivialromane und Sachbücher ein, insbesondere bei Letzteren gibt es aber auch mehr als genug Beispiele für Werke, die bereits heute kostenlos veröffentlicht werden, außerdem bietet sich hier angesichts der geringen Verbreitung teilweise auch die Vermarktung über ein Nutzungsvertragsmodell ohne Veröffentlichung an.

Dass auf Plattformen, auf der jeder frei arbeiten kann, mehr zur Verfügung steht, ist klar, aber das bedeutet nicht, dass deswegen mehr Brauchbares veröffentlicht wird.
Qualität kostet nunmal oft etwas, was auch aufzeigt, dass sehr viele sehr vieles aus finanziellem Interesse machen, zumindest heute und nicht in den letzten Jahrhunderten, auch wenn du das gerne als Vergleich nimmst, obwohl das eine komplett andere Situation war.

Qualität kostet nicht unbedingt sehr viel mehr- es ist eher die Quantität (also der Umfang eines Werks), die mehr kostet und eben genau für umfangreiche Werke, für deren Erstellung eine höhere Investition nötig ist gäbe es ja die Möglichkeit das Werk registrieren und schützen zu lassen.

Und nein: ich bin überzeugt davon, das die Bereitschaft Kunst- und sonstige "Werke" ohne Gewinnabsicht zu produzieren in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten nicht gesunken sondern sogar erheblich gestiegen ist (vor allem bedingt durch mehr Wohlstand und Freizeit sodass mehr Menschen dazu in der Lage sind).

Anerkannte Kunstberufe sind auch nicht gleich wie Berufskünstler und ich weiß auch nicht, was das Registrieren von Werken bringen soll.

Was das registrieren von Werken bringen soll?

Nochmal genau:

-Werke, die ohne Registrierung veröffentlicht werden sind nicht urheberrechtlich geschützt.

-Kommerzielle Werke, die vor der Veröffentlichung kostenpflichtig (ich denke an vielleicht 500€, zu viel um jeden Mist registrieren zu lassen aber für eine Privatperson, die wirklich will noch problemlos erschwinglich) registriert werden sind Urheberrechtlich geschützt, dürfen also für einen begrenzten Zeitraum von 12 Jahren nur mit Genehmigung des Rechteinhabers (also der Person/Firma, die das Werk registriert hat) kopiert und verwertet werden. Eventuell sollte der Schutz auch nach der Hälfte der Zeit kostenpflichtig verlängert werden müssen um zu verhindern das Werke deren Rechteinhaber kein Interresse mehr an ihrer Vermarktung hat unnötig lange geschützt werden.

Der Sinn dieser Regelung ist es explizit nicht Künstlern ein Einkommen zu sichern/zu ermöglichen. Diese Regellung soll die wirtschaftliche Produktion von "Werken" ermöglichen, die eine große Investition erfordern (Filme, große Softwareprojekte usw.). So wenig Urheberrecht wie möglich- so viel wie nötig.

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Zum Vergleich die Alternativen:

~Aktuelle Situation:
Jedes Werk ist automatisch ab dem Zeitpunkt seiner Veröffentlichung geschützt sofern der Urheber/Rechteinhaber das Werk nicht von sich aus explizit als Gemeinfrei deklariert, der Schutz gilt bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Geschützte Werke dürfen nicht ohne Genehmigung des Autors kopiert oder sonst wie verwertet werden.

~Piratenmodell:
Nicht Kommerzielles Kopieren, Verwerten und Verbreiten jeglicher Werke ist grundsätzlich Erlaubt, der Einsatz von Kopierschutz/DRM sollte gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten werden. Im Rahmen deutlich gekürzter (konkrete Werte werden nicht genannt) Schutzfristen sollte ein begrenzter urheberrechtlicher Schutz bestehen, der die kommerzielle Vervielfältigung/Verwertung ohne Genehmigung des Urhebers verbietet/einschränkt. Als Ausgleich soll "die Kultur" in nicht näher definierter Art und Weise (staatlich) gefördert werden, "nicht erwartete" negative Nebenwirkungen (im Bezug auf die kulturelle Vielfalt) der Regellungen sollen durch nicht näher definierte Maßnahmen abgemildert werden.
 
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