Copyright Reform gefordert von US-Republikanern

Ja, deine Einstellung ist der Teil des Kommunismus, weswegen der andere Teil nicht funktioniert und erinnert mich an die lächerlichen Begründungen von Raubkopierern.
Leistung konsumieren, ohne eine Leistung zu bringen und deswegen wird noch eine Ewigkeit der Kapitalismus regieren.

Es handelt sich bei fast gar nichts um existenziell wichtige Informationen, also kann man das als Konsum von Luxus bezeichnen. Niemand hat ein Recht auf Luxus.
Wenn irgendetwas veröffentlich wird, ist es egal, ob man diese Leistung 5min, oder 50 Jahre später konsumiert, es wurde eine Leistung erbracht, also soll man dafür auch zahlen, solange der Künstler es nicht verschenkt.
Wenn ein Künstler so viel Talent hat, dass auch 50 Jahre nach Veröffentlichung seines Werkes noch Nachfrage besteht, hat er es sich auch verdient, noch daran zu verdienen.
Falls du dich erst Jahrzehnte später für etwas interessierst, ist das nicht die Schuld des Verfassers. Dir wird aber trotzdem eine Leistung zur Verfügung gestellt, also zahl auch dafür.

Sollte irgendwas dann wirklich nicht mehr erhältlich sein, weil es nicht rentabel ist, es zu vermarkten, hat die Hand voll Interessenten eben Pech gehabt.
Man kann auf dieser Welt nicht immer Rücksicht auf 4-5 Leute nehmen.

Die fehlende Einsicht für gewisse Dinge zu bezahlen, weil ja der Autor z.B. keine weitere Leistung mehr erbringt, hat auch etwas mit Neid zu tun, denn wieso sollte einer Geld bekommen, ohne aktuell etwas zu tun, während man selber nichts bekommt, obwohl man selbst auch nichts tut.
Das ist auch der Grundgedanke vieler Linker: Nichts tun und trotzdem etwas dafür zu erwarten.
 
Der Kommunismus ist gescheitert, weil er die Freiheit der Bürger und die Wirtschaft behindert hat.

Das sind zwei Dinge, die man auch vom Urheberrecht in seiner heutigen Form behaupten kann...

Deine seltsame Grundeinstellung "Leistung" muss mit "Leistung" bezahlt werden kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, das steht auch in keinem Zusammenhang mit der freien Marktwirtschaft.

Abgesehen davon ist Leistung per Definition etwas Momentanes: wenn man arbeitet erbringt man wirtschaftliche Leistung während man arbeitet, irgendwann in der Vergangenheit gearbeitet zu haben ist aber keine Leistung. Wer von Dingen profitieren will, die er in der Vergangenheit gemacht hat sollte die Einkünfte sparen und gegebenenfalls investieren, beispielsweise in die Erstellung neuer Werke.


Ich kann auch nur die sehr schöne Feststellung der Republikanischen Studiengruppe wiederholen, die im Artikel beschrieben wird:
Diese Gruppe nennt die jetzige Situation ein "gesetzlich festgesetztes Monopol" , welches den "freien Marktkapitalismus" verhindere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur was kann ein Autor dafür, wenn jemand erst 50 Jahre später Interesse an seinem Buch hat, nur weil derjenige bei Erscheinen noch gar nicht auf der Welt war?
Durch das Lesen dieses Buches konsumiert dieser dann aber eine erbrachte Leistung, oder gilt das Buch ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr als geschrieben?

Das Schreiben ist die erbrachte Leistung, entspricht also einem Angebot und das Lesen entspricht dann der Nachfrage. Wann diese Nachfrage besteht, ist völlig irrelevant, oder bist du der Meinung, dass man eine Skulptur oder ein Bild nach einer gewissen Zeit verschenken muss, nur weil man sie nicht innerhalb einer gewissen Frist verkaufen konnte?
Bücher und andere Werke sind dann genau gleich zu behandeln, oder willst du Künstler nach der Art ihrer Kunst bewerten und ihnen vorschreiben, bis wann sie etwas für ihre Arbeit verlangen dürfen?

Ach ja, etwas gratis zu bekommen hat nicht wirklich etwas mit Kapitalismus zu tun.
 
Kopieren dürfen ist nicht geschenkt bekommen.

Ein Buch, also der Text in dem Buch ist nicht (!!) Eigentum des Autors, sobald das Buch veröffentlicht und damit der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wurde- nochmal: es gibt kein geistiges Eigentum. Das selbe gilt für alle anderen Werke.

Das Schreiben ist die erbrachte Leistung, entspricht also einem Angebot und das Lesen entspricht dann der Nachfrage. Wann diese Nachfrage besteht, ist völlig irrelevant, oder bist du der Meinung, dass man eine Skulptur oder ein Bild nach einer gewissen Zeit verschenken muss, nur weil man sie nicht innerhalb einer gewissen Frist verkaufen konnte?

Analoge Werke haben, wie gesagt, die Eigenschaft, dass sie nicht oder kaum exakt kopiert werden können, damit bleibt das "Original" immer einzigartig. Nach Ablauf der Schutzfrist darf auch ein solches Werk dann natürlich kopiert werden, sogut es eben geht.

Sowohl Bilder als auch Skulpturen praktisch jeder Art lassen sich bekanntermaßen auch digital erstellen und können dann beliebig kopiert werden. Es liegt in der Hand des Urhebers ein Werk analog, digital oder in einer digitalen aber künstlich beschnittenen Form (die nicht an das Original heranreicht) zu veröffentlichen. Aber was er veröffentlicht ist sobald er es veröffentlicht nichtmehr sein Eigentum.

Hier geht es auch nicht um Angebot und Nachfrage sondern um künstliche Verknappung (durch das Urheberrecht), die das Angebot zugunsten des Urhebers für einen gewissen Zeitraum einschränken soll. Das hat für mich weniger etwas mit freier Marktwirtschaft als mit Planwirtschaft zu tun...

Ach ja, etwas gratis zu bekommen hat nicht wirklich etwas mit Kapitalismus zu tun.

Muss denn alles etwas mit Kapitalismus zu tun haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, wenn du es kopieren darfst, bekommst du es fast geschenkt, da du die paar Byte auf deiner HD ja gekauft hast.

Was macht es für einen Unterschied, ob du ein Buch 5min oder 50 Jahre nach Erscheinen liest?

Mit einer gesetzten Frist, nach der der Autor quasi nichts mehr mit seinem Buch verdienen darf, entwertest du seine Arbeit.
Seine Arbeit sieht aber nunmal so aus, dass er etwas schreibt und dann verkauft.
Wieso sollte ihm also vorgeschrieben werden, bis wann er etwas für seine Arbeit bezahlt bekommt?
Das gibt es sonst bei keinem Beruf, also wieso sollte das gerade bei Leuten die geistige Arbeit leisten anders sein?

Edit:
Gerade auf Wiki eine Kritik gelesen, die deiner ähnlich ist:
„Die Gesellschaft sieht sich mit der schlichten Tatsache konfrontiert, dass der Ausschluss vom Besitz schöner und nutzbringender intellektueller Erzeugnisse – und von dem Wert all dieser Wissenszuwächse für die Menschen – nicht länger der Moral entspricht, wenn jedermann sie zu den gleichen Kosten wie jede Einzelperson besitzen kann. Hätte Rom die Macht gehabt, jedermann zu ernähren, ohne dass daraus weitere Kosten als die entstanden wären, die für Cäsars eigene Tafel zu zahlen waren, hätte man Cäsar mit Gewalt verjagt, wenn noch irgend jemand hätte verhungern müssen. Das bürgerliche System des Eigentums verlangt jedoch, Wissen und Kultur nach Maßgabe der Zahlungsfähigkeit zu rationieren.“
– Eben Moglen: dotCommunist Manifesto
Hier werden geistige Erzeugnisse (also eine Herstellung eines Produktes (also Arbeit)) mit Nahrungsmittel gleich gesetzt, die zum Überleben einfach notwendig sein, während aber Bücher, Filme, Musik,... Luxusartikel sind, da sie nicht zum Überleben notwendig sind.
'Der Ausschluss von Besitz schöner und nutzbringender intellektueller Erzeugnisse' heißt auch nur, dass er neidisch auf den Besitz anderer ist, oder eben Besitz generell ablehnt.

Es besteht auch kein Monopol auf geistiges Wissen, da alle für die normale Bildung erforderlichen Bücher z.B. in den Schulen erhältlich sind. Natürlich kostet es dort auch etwas, aber das ist nicht mit dem Erwerb für den privaten Konsum von Luxus zu vergleichen.
Es besteht keine Notwendigkeit Bücher, Filme, Musik,... der Allgemeinheit gratis zur Verfügung zu stellen, außerdem wäre es eine Entwertung von Leistung.
 
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Ok, wenn du es kopieren darfst, bekommst du es fast geschenkt, da du die paar Byte auf deiner HD ja gekauft hast.

Man bekommt eine Kopie der Information "geschenkt". Nicht das Buch.

"Geschenkt" ist auch der falsche Ausdruck sofern man die Kopie selbst erstellt, wie gering der Aufwand für das Erstellen der Kopie auch gewesen sein mag.

Was macht es für einen Unterschied, ob du ein Buch 5min oder 50 Jahre nach Erscheinen liest?

Es gibt eigentlich keinen. Aber irgendwo muss man die Grenze ziehen- irgendwie muss dem Urheber ein Vorrecht bei der Nutzung eingeräumt werden, da sonst niemand/kaum jemand mehr Werke erstellen würde, deren Erstellung größere Investitionen erfordern.

Hier gilt: so kurz wie möglich, so lang wie nötig und 12 Jahre halte ich für einen guten Kompromiss. 70 Jahre sind völlig lächerlich.

Mit einer gesetzten Frist, nach der der Autor quasi nichts mehr mit seinem Buch verdienen darf, entwertest du seine Arbeit.

Es ist nicht sein Buch. Nochmal: Es gibt kein geistiges Eigentum. Alle öffentliche Informationen gehören allen.

Wenn ein Urheber eines "Geistigen Werks" sein Werk behalten will dann soll er es eben nicht oder nur in beschnittener Form (etwa ein Foto in niedrigerer Auflösung oder mit Wasserzeichen) veröffentlichen. Aber sobald das Werk veröffentlicht ist ist es nichtmehr sein Werk.

Das man für Arbeit bezahlt werden muss ist falsch. Arbeitskraft ist eine Form von Kapital, wenn man dieses Kapital investiert um Informationen zu erschaffen, mit dem Ziel diese der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen dann muss man eben damit leben das diese Informationen kopiert werden können und damit wirtschaftlich nichts mehr/ kaum mehr etwas wert sind. Wer seine Arbeitskraft wirtschaftlicher investieren will kann das gerne tun. Aber 12 Jahre exklusive Nutzungsrechte sind schon sehr großzügig bemessen und sollten ein höchst Vermarkten fast jeglicher Informationen ermöglichen, die man potentiell wirtschaftlich vermarkten kann.

Wieso sollte ihm also vorgeschrieben werden, bis wann er etwas für seine Arbeit bezahlt bekommt?
Das gibt es sonst bei keinem Beruf, also wieso sollte das gerade bei Leuten die geistige Arbeit leisten anders sein?

Es wird hier niemandem vorgeschrieben, wie lange er für "sein Werk" bezahlt wird.

Es gibt kein geistiges Eigentum. Es ist nicht "sein Werk". Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung ist es ein öffentliches Werk. Der Urheber hat nur für einen gewissen Zeitraum das gesetzliche Privileg das von ihm erstellte Werk zu nutzen, mit dem Ziel die Erschaffung von neuen Werken wirtschaftlich möglich zu machen.

Bei jeder normalen Arbeit wird man nur solange bezahlt wie man arbeitet. Wenn man irgendwo arbeitet wird man dafür bezahlt, wenn man aufhört zu arbeiten nichtmehr. Auch nachdem man aufgehört hat zu Arbeiten kann man noch von der Arbeit profitieren indem man das verdiente Kapital (idr. in Form von Geld) spart und/oder investiert.

Auch wenn man als Selbstständiger z.B. irgendetwas herstellt verdient man mit dem Verkauf physischer Objekte oder Dienstleistungen unmittelbar für die geleistete Arbeit. Wenn man aufhört neue Objekte herzustellen oder Dienstleistungen zu vollbringen verdient man auch nichtsmehr.

Arbeit ist nicht die einzige Form von Kapital. Man kann daher auch etwas verdienen ohne zu arbeiten, etwa indem man etwas Vermietet oder eine Beteiligung an einem Unternehmen erwirbt, das wiederum etwas herstellt.

Öffentliche Informationen sind aber kein Kapital. Öffentliche Informationen sind wie die Luft: sie gehören allen und niemandem und sind -da kopierbar- praktisch unbegrenzt verfügbar. Wer die Informationen irgendwann erschaffen hat spielt keine Rolle.
 
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Es gibt kein geistiges Eigentum. Alle öffentlichen Informationen gehören allen
Entspricht das jetzt nur deiner Meinung, oder kannst du das irgendwie belegen. Bis jetzt habe ich dafür nichts gefunden.
mit dem Ziel diese der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen
Mit dem Ziel, diese der Allgemeinheit zum Verkauf anzubieten. ;)
Wenn ich jetzt eine Bäckerei eröffne, bekomme ich auch kein Geld während ich Brot backe, sondern erst wenn ich es verkaufe und das Selbe ist auch bei einem Autor der Fall.
Wenn er etwas schreibt, dass auch nach deiner Zwangsenteignungsfrist Absatz findet, hat er es sich auch verdient, noch davon zu profitieren, da die geistige Schöpfung hoch genug dafür war.

Wieso sollte jemand nach 12 Jahren nichts mehr dafür zahlen, während alle anderen davor noch zahlen müssen?

'Geschenkt' ist der richtige Ausdruck. Wenn ich dir z.B. 100€ schenke, die du dir aber aus dem ersten Stock selber holen musst, brauchst du auch nicht behaupten, dass du das Geld fürs Treppensteigen bekommen hast.
 
Entspricht das jetzt nur deiner Meinung, oder kannst du das irgendwie belegen. Bis jetzt habe ich dafür nichts gefunden.

Das ist "nur" meine Meinung.

Vermutlich nicht nur meine.

Mit dem Ziel, diese der Allgemeinheit zum Verkauf anzubieten. ;)
Wenn ich jetzt eine Bäckerei eröffne, bekomme ich auch kein Geld während ich Brot backe, sondern erst wenn ich es verkaufe und das Selbe ist auch bei einem Autor der Fall.
Wenn er etwas schreibt, dass auch nach deiner Zwangsenteignungsfrist Absatz findet, hat er es sich auch verdient, noch davon zu profitieren, da die geistige Schöpfung hoch genug dafür war.

Wieso sollte jemand nach 12 Jahren nichts mehr dafür zahlen, während alle anderen davor noch zahlen müssen?

Es ist keine (Zwangs-)enteignung da es sich nicht um Eigentum handelt.

Mit dem Brot verdient man erst wenn man es verkauft, nicht wenn man es backt- mit einem "Werk" verdient man auch erst wenn man es verkauft, damit kann man nach der Erstellung beliebig lange warten. Und Verkaufen eines "Werks" muss auch nicht veröffentlichen bedeuten.

Die Urheber sollen froh sein, wenn sie überhaupt das Privileg haben bei der Nutzung der von ihnen veröffentlichten Informationen für einen gewissen Zeitraum durch rechtliche Maßnahmen bevorzugt zu werden.

Brötchen sind übrigens ein netter Vergleich da man auch sie nach einer gewissen (relativ kurzen) Zeitspanne nichtmehr verkaufen kann.

'Geschenkt' ist der richtige Ausdruck. Wenn ich dir z.B. 100€ schenke, die du dir aber aus dem ersten Stock selber holen musst, brauchst du auch nicht behaupten, dass du das Geld fürs Treppensteigen bekommen hast.

Wenn man ein "Werk" kopiert verliert niemand etwas dabei. Um ein "Werk" jemandem anderen zu geben muss man selbst nicht darauf verzichten. Daher kann man meiner Meinung nach nicht von "schenken" sprechen.
 
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Tja, wie gesagt, das erinnert mich an die lächerlichen Rechtfertigungen von Raubkopierern und du solltest dir mal abgewöhnen, deine eigene Meinung ständig als die einzig wahre hinzustellen, da es einfach nur deine Meinung ist und nicht mehr.

Ok, du bist der Meinung, dass es kein Problem ist, wenn man Leistung konsumiert, ohne etwas dafür aufzubringen und es gibt auch genug die der selben Meinung sind. Das AMS kann das bestätigen.

Diese Diskussion ist damit sowieso sinnlos, da du deine relativ asoziale Grundeinstellung nicht ändern wirst, aber es ist schon nett, dass du Menschen die nur geistige Arbeit leisten, zumindest ein gewisses Entgelt zugestehst.

Das Beispiel mit den Brötchen diente nur als Vergleich, da man dabei auch während der erbrachten Leistung nichts bekommt, sondern erst danach.
Naja, hoffen wir mal, dass sich deine "Meinung" nicht durch setzt, aber da der Vorschlag der Republikaner bereits zurück genommen wurde, sehe ich noch Hoffnung, dass Leute weiterhin für Leistung bezahlt werden, solange sie das wünschen.
 
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Das erste mal seit langem das aus den Reihen der Republikaner mal was vernünftiges kommt.
Sonst hört man ja fast nur noch TeaParty hier TeaParty dort.
Gab vor einiger Zeit ja schon Bestrebungen den Kreationismus in die Biobücher der Schüler aufzunehmen.:ugly:

Aber andererseits bevor man jetzt hier über Sinn und Unsinn von Softwarepatenten oder abgerundeten Ecken und deren Laufzeit diskutiert,
soll man sich mal ansehen was zB dieser :kotz:Konzern Monsanto so aufführt!
 
Tja, wie gesagt, das erinnert mich an die lächerlichen Rechtfertigungen von Raubkopierern und du solltest dir mal abgewöhnen, deine eigene Meinung ständig als die einzig wahre hinzustellen, da es einfach nur deine Meinung ist und nicht mehr.

Was sollte es denn sonst sein als meine Meinung?

Ob etwas in einem (aktuellen) Gesetzestext steht oder nicht hat nichts damit zu tun ob es richtig oder falsch ist, das ist auch nur die Meinung von jemandem, der irgendwann die Macht hatte sie durchzusetzen- oder noch schlimmer: es handelt sich, wie auch beim derzeitigen Urheberrecht- um eine "gewachsene Struktur", die im Laufe von Jahrzehnten durch Reformen und faule Kompromisse zwischen verschiedenen Partein und Lobbys schrittweise zusammengestückelt wurde.

Zumindest in den Anfängen des Urheberrechts in der frühen Neuzeit war die Schutzfrist klar als "Privileg" definiert. Davor gab es überhaupt kein Urheberrecht, weder im Mittelalter noch in der Antike.

Ok, du bist der Meinung, dass es kein Problem ist, wenn man Leistung konsumiert, ohne etwas dafür aufzubringen und es gibt auch genug die der selben Meinung sind. Das AMS kann das bestätigen.

Es ist praktisch keine Leistung nötig um Informationen zu kopieren und die kann der Kopierende auch (großteils) selbst aufbringen.

Das für das erstmalige Erstellen von Informationen unter Umständen Leistung nötig ist ist eine andere Sache-aber man muss sich der Tatsache bewusst sein das man Informationen der Allgemeinheit zur Verfügung stellt wenn man diese veröffentlicht. Wenn man das nicht will soll man sie eben nicht veröffentlichen. Die Schutzfristen sind ein Privileg, das nur die wirtschaftliche Produktion von Informationen ermöglichen soll nicht aber irgendeine Form von Eigentum schützt.

Diese Diskussion ist damit sowieso sinnlos, da du deine relativ asoziale Grundeinstellung nicht ändern wirst, aber es ist schon nett, dass du Menschen die nur geistige Arbeit leisten, zumindest ein gewisses Entgelt zugestehst.

Du bist hier wohl derjenige mit einer asozialen Grundeinstellung: du willst wenige -die Urheber bzw. Rechteinhaber- willkürlich zum Nachteil aller anderen durch die künstliche Schaffung von Verwertungsmonopolen privilegieren.

Naja, hoffen wir mal, dass sich deine "Meinung" nicht durch setzt, aber da der Vorschlag der Republikaner bereits zurück genommen wurde, sehe ich noch Hoffnung, dass Leute weiterhin für Leistung bezahlt werden, solange sie das wünschen.

Ich bin überzeugt davon das sich das Urheberrecht in Zukunft deutlich an meine Sicht der Dinge annähern wird. Das ist lediglich eine Frage der Zeit.
 
Wenn man die Leistung eines anderen konsumieren will, ohne der Bereitschaft selbst etwas dafür aufzubringen, ist das asozial.

Werke werden normalerweise nicht zur Verfügung gestellt, sondern zum Kauf angeboten.

Im Mittelalter und in der Antike sah das mit der Vermarktung doch etwas anders aus und den Artikel auf Wiki habe ich auch gelesen. ;)

Wenn jemand ein Werk schafft, egal in welcher Form, hat er eine Bezahlung verdient, wenn er es möchte. Alles andere wäre eine Zwangsentwertung seines Schaffens. Leistung gehört aber honoriert, damit der Künstler, wenn er gut ist, weitere Werke schaffen kann und nicht nur die Kosten für sein fertiges Werk abgedeckt bekommt.

PS: Du bist auch überzeugt davon, dass der PC wieder Leadplattform wird, oder? :D
 
Werke werden normalerweise nicht zur Verfügung gestellt, sondern zum Kauf angeboten.

Das stimmt nicht.

Eine essentielle Grundvorraussetzung, wenn man Informationen als solche verkaufen will ist das man die Informationen besitzt. Und das wiederum setzt vorraus das es sich nicht um öffentliche Informationen handelt.

Hat man die Informationen einmal verkauft kann der Käufer damit machen was er will, er kann sie auch veröffentlichen, weiterverkaufen, kopieren und Kopien weiterverkaufen.

Informationen veröffentlichen und dennoch behalten- das ist ein Widerspruch in sich. Sind Informationen erst einmal veröffentlicht sind sie kein Eigentum mehr.


Es gibt tatsächlich viele Werke, die auf diesem "klassischen" Weg verkauft werden, etwa Texte, die ein Autor an einen Verlag verkauft oder hochspezialisierte Software.

Leider ist es auf dieser Basis nicht möglich viele Arten von Werken wirtschaftlich zu produzieren.

Um das wirtschaftliche Produzieren solcher Werke dennoch zu ermöglichen gibt es nun zwei Ansätze:

1) Staatliche Subventionen (siehe "Kulturflatrate"); meiner Meinung nach planwirtschaftlicher Schwachsinn

2) Ein Urheberrecht das gewisse Schutzfristen festlegt bei denen der Urheber bei der Vervielfältigung und Vermarktung des Werks künstlich privilegiert wird.

Wenn jemand ein Werk schafft, egal in welcher Form, hat er eine Bezahlung verdient, wenn er es möchte. Alles andere wäre eine Zwangsentwertung seines Schaffens. Leistung gehört aber honoriert, damit der Künstler, wenn er gut ist, weitere Werke schaffen kann und nicht nur die Kosten für sein fertiges Werk abgedeckt bekommt.

Der Preis von etwas wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt, nicht von dem Aufwand den es kostet um irgendetwas zu erschaffen.

Öffentliche Informationen sind unbegrenzt verfügbar, das Angebot ist unendlich, damit haben sie keinen Preis.

Niemand hat ein prinzipielles Recht darauf für Arbeit bezahlt zu werden. Wenn man mit einer bestimmten Arbeit kein Geld verdienen kann oder weniger als man das gerne hätte sollte man eben einer anderen Arbeit nachgehen. Hier wirkt deine Einstellung auf mich wiederum sehr sozialistisch, da sie die Arbeit in den Vordergrund stellt.

Das Urheberrecht begrenzt das Angebot nun für einen gewissen Zeitraum künstlich zugunsten des Urhebers durch eine Art Monopol, eben um die Produktion öffentlicher Informationen wirtschaftlich zu machen. Die Dauer der Schutzfristen sollten aus utilitaristischer Sicht nun so abgewogen werden das sie einerseits möglichst klein sind um die Informationen möglichst bald der Öffentlichkeit voll zur Verfügung stellen zu können und andererseits groß genug sein um die Produktion aufwendiger Werke weiter wirtschaftlich zu halten (da es für die Allgemeinheit auch nicht gut wäre wenn weniger derartige Werke produziert werden).
 
Wenn auf einem Buch ein Preisschild klebt, wird es dir nicht zur Verfügung gestellt.

Wenn ich auf Facebook etwas schreibe, ist es eine öffentliche Information.
Wenn ich aber ein Buch schreibe, ist die darin enthaltene Geschichte normalerweise keine öffentliche Information, da sie vorher nicht existent war, sondern mein Werk und meine Arbeit.
Bringe ich dann über einen Verleger dieses Buch in den Handel, biete ich es zum Kauf an und stelle es nicht zur Verfügung.
Ich habe also ein Angebot erstellt und wenn genug Nachfrage besteht, sollte niemand das Recht haben, mir vorzuschreiben, wie lange ich von meiner Leistung profitieren darf, da es völlig unerheblich ist, wann ich diese Leistung erbracht habe.
Das regelt der Markt und wenn ich etwas geschaffen habe, das sich auch 50 Jahre später verkaufen lässt, habe ich es auf Grund der Qualität meines Werkes verdient, daran zu profitieren.

Falls aber keine Nachfrage besteht, habe ich halt Pech gehabt und muss Brötchen backen gehen.
Ich bin ja gegen eine extra Förderung für Künstler, da eben der Markt das regeln soll, ohne dass jemand eingreift, egal von welcher Seite.

Jeder hat das Recht, für seine Arbeit bezahlt zu werden, wenn jemand diese in Anspruch nimmt.
Es hat aber niemand ein Recht auf Luxusartikel, was Bücher, Filme, Games,... nunmal sind, da sie zum Überleben nicht erforderlich sind.
Niemand hat das Recht, Kunst nach der Art der Schaffung zu be- oder entwerten und das würdest du machen, wenn du dein System umsetzen könntest, denn Bildhauer und Maler wären dann bevorteilt, obwohl sie auch nur Künstler sind.
 
Wenn auf einem Buch ein Preisschild klebt, wird es dir nicht zur Verfügung gestellt.

Wenn ich ein Buch kaufe dann gehört es nachher mir.

Nicht nur Physisch sondern auch mir seinem gesamten Inhalt. Ich darf ihn kopieren, weiterverkaufen oder veröffentlichen. Und einmal veröffentlicht gehört es allen.

Man kann auch ein Buch verkaufen das schon veröffentlicht ist. Ist es aber erstmal veröffentlicht muss man damit leben das man nicht der einzige ist, der es kopieren und Kopien verkaufen oder verschenken kann.

Nun bekommt man durch das Urheberrecht aber innerhalb der Schutzfrist ein Privileg neue Kopien erstellen und diese verteilen zu dürfen, das Angebot wird künstlich verknappt, mit dem Zweck das die Produktion von "geistigen Werken" Wirtschaftlich ist- aber das ist kein selbstverständlicher Anspruch.

Jeder hat das Recht, für seine Arbeit bezahlt zu werden, wenn jemand diese in Anspruch nimmt.
Es hat aber niemand ein Recht auf Luxusartikel, was Bücher, Filme, Games,... nunmal sind, da sie zum Überleben nicht erforderlich sind.
Niemand hat das Recht, Kunst nach der Art der Schaffung zu be- oder entwerten und das würdest du machen, wenn du dein System umsetzen könntest, denn Bildhauer und Maler wären dann bevorteilt, obwohl sie auch nur Künstler sind.

Nein! Wenn man etwas veröffentlicht stellt man es damit der Öffentlichkeit zur Verfügung. Freiwillig. Veröffentlichen und behalten- das geht einfach nicht.

Niemand hat das Recht von künstlicher Verknappung eines Marktes einseitig zu profitieren.

Urheber, die "analoge Werke" welcher Art auch immer produzieren sind hier nicht unbedingt bevorzugt; von ihren Werken können zwar keine exakten Kopien erstellt werden aber dafür können sie sie auch selbst nicht oder nur in begrenztem Umfang kopieren und damit nur ein Mal oder maximal ein paar Mal verkaufen; ein "digitales Werk" kann man dagegen mit sehr geringem Aufwand beliebig oft kopieren und -innerhalb der Schutzfrist- beliebig oft verkaufen, ich würde das nicht als Nachteil sehen.

Abgesehen davon gibt es, soweit ich weiß, heute nichts was man nicht auch Digital erstellen könnte wenn man das möchte.
 
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Superwip, Frage:
Wenn etwas fuer fast Jeden ohne großen Aufwand zu vervielfaeltigen ist, ist es ok?
z.B. Buecher, Zeitschriften, alles Moegliche in digitaler Form...

Wenn man etwas aber nicht so leicht kopieren bzw. nachbauen kann, ist es ok wenn es viel mehr kostet als die eigentlichen Produktionskosten?

Irgendwie hinkt deine ganze Argumentationsflut hier gewaltig.
Auch wenn deine Texte ausfuehrlich und mit dicken Lettern untermalt sind, macht es deine Behauptungen nicht richtiger.
Zumindest in meinen Augen nicht.

mMn sollte jede Arbeit, ohne Ausnahme jede Arbeit fair und vernuenftig entlohnt werden.
Werden wir in unserer Gesellschaft nie hinbekommen, da diese ausgelegt ist, immer wen auszubeuten. Viele haben wenig, damit einige wenige viel haben. Kapitalismus halt. Der Unterschied zu anderen Wirtschafts- und Regierungsformen ist, das beim Kapitalismus die Illusion aufrecht erhalten wird, das jeder einer der Wenigen werden kann, die viel bekommen. Nicht Alle gleichzeitig aber prinzipiell Jeder. Wobei wenn man das nuechtern betrachtet auch nicht stimmt. Aber die Illusion ist da.
Uhm weit am Thema vorbei.

Das das Urheberrecht in dieser Form wie wir es jetzt haben an unsere Zeit angepasst werden muss, steht ausser Frage.
Klar werden sich Alle die in irgendeiner Form Geld damit bekommen, mit Haenden und Fuessen wehren. Waeren schoen bloed wenn sie es nicht machen.

Aber einfach zu fordern, das keiner mehr so richtig Anspruch auf irgendwelche Ideen hat ist auch nicht wirklich vernuenftig.
Wuerde irgendwann mal in einen Stillstand ausarten.

Niemand hat das Recht von künstlicher Verknappung eines Marktes einseitig zu profitieren.

Komischerweise funktioniert genau das bei Luxusartikel hervorragend.
Manche Hersteller die eigentlich nur Luxusartikel herstellen, haben es in der Vergangenheit versucht, Produkte Massentauglich zu machen.
Fazit: hat nicht wirklich funktioniert und der "gute Name" ist nicht mehr ganz so toll. Die mit wirklich Geld bevorzugen andere Marken, weil die halt exklusiv bleiben.

Auch bei anderen Sachen funktioniert dieser Mechanismus.
Wenn dir das nicht so gefaellt, musst du halt eine neue Gesellschaftsform, Politik und Wirtschaftsform unterstuetzen.

Du plaedierst hier dafuer das Produkte, die fuer das Ueberleben nicht notwenig sind, und leicht vervielfaeltigbar sind, jedem der es moechte umsonst zur verfuegung gestellt werden, sobald diese erstmal der Oeffentlichkeit praesentiert wurden.
Nach einer Schutzfrist natuerlich, egal ob die Nachfrage zu dieser Zeit gegeben ist oder nicht. Ist ja das Problem des Urhebers.

kA ob du schon aktiv im Berufsleben stehst, wuerde mich interessieren.
Vielleicht gehen deswegen Meinungen so sehr auseinander.
 
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Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
Wenn ich ein Buch schreibe, erstelle ich damit ein Produkt. Das wird zwar anders verkauft als ein Brötchen, da es beliebig kopierbar ist, aber es ist trotzdem noch meine Arbeit und Leistung.

Der Beruf des Autors sieht es aber so vor, dass man Bücher verkauft, also ist das Schreiben ein normaler Produktionsvorgang. Falls mir aber jemand vorschreibt, dass ich ab einem gewissen Zeitpunkt nichts mehr an meiner Leistung verdienen darf, greift derjenige in die freie Marktwirtschaft ein.

Wieso sollte jetzt also irgendjemand das Recht bekommen, gratis von der Leistung eines anderen zu profitieren?
Niemand braucht mein Buch zum Überleben, also hat auch niemand ein Recht darauf, es einfach so zu lesen ohne dafür zu bezahlen.

Es ist ja nett, dass du dem Autor dann das Privileg zugestehst, für seine Leistung und Arbeit bezahlt zu werden, obwohl er seine Leistung ja eigentlich der Allgemeinheit zur Verfügung stellen müsste.
Ich war zwar schon länger nicht mehr in Wien, aber wenn dort jetzt der Kommunismus regiert, würde ich es gerne wissen, ansonsten ist es einfach ein Witz, wenn man vorgeschrieben bekommt, wie lange man von seiner Leistung profitieren kann.

Jeder hat das Recht von einer künstlichen Verknappung zu profitieren. Wäre es nicht so, gäbe es keine Collectors Editions. ;)
Wenn jetzt z.B. nur 1000 Versionen meines Buches in den Handel kommen, werden eben nur 1000 verkauft. Dann gibt es eben nur 1000 Versionen von meinem Produkt und meiner Leistung.
Niemand hat das Recht, mein Produkt zu kopieren und somit gratis meine Leistung zu konsumieren, denn so sieht das Berufsbild eines Autors einfach nicht aus.

Eine Schutzfrist festzulegen wäre sowieso anmaßend, da man damit Werke wie Harry Potter mit Herr der Ringe gleich setzen würde.
Du weißt, wie viel Wissen Tolkien hatte und was alles hinter seinen Werken steht und so was schüttelt man sich eben nicht jedes Jahr aus Ärmel.
 
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Superwip, Frage:
Wenn etwas fuer fast Jeden ohne großen Aufwand zu vervielfaeltigen ist, ist es ok?
z.B. Buecher, Zeitschriften, alles Moegliche in digitaler Form...

Wenn man etwas aber nicht so leicht kopieren bzw. nachbauen kann, ist es ok wenn es viel mehr kostet als die eigentlichen Produktionskosten?

Irgendwie hinkt deine ganze Argumentationsflut hier gewaltig.
Auch wenn deine Texte ausfuehrlich und mit dicken Lettern untermalt sind, macht es deine Behauptungen nicht richtiger.
Zumindest in meinen Augen nicht.

mMn sollte jede Arbeit, ohne Ausnahme jede Arbeit fair und vernuenftig entlohnt werden.
Werden wir in unserer Gesellschaft nie hinbekommen, da diese ausgelegt ist, immer wen auszubeuten. Viele haben wenig, damit einige wenige viel haben. Kapitalismus halt. Der Unterschied zu anderen Wirtschafts- und Regierungsformen ist, das beim Kapitalismus die Illusion aufrecht erhalten wird, das jeder einer der Wenigen werden kann, die viel bekommen. Nicht Alle gleichzeitig aber prinzipiell Jeder. Wobei wenn man das nuechtern betrachtet auch nicht stimmt. Aber die Illusion ist da.
Uhm weit am Thema vorbei.

Das das Urheberrecht in dieser Form wie wir es jetzt haben an unsere Zeit angepasst werden muss, steht ausser Frage.
Klar werden sich Alle die in irgendeiner Form Geld damit bekommen, mit Haenden und Fuessen wehren. Waeren schoen bloed wenn sie es nicht machen.

Aber einfach zu fordern, das keiner mehr so richtig Anspruch auf irgendwelche Ideen hat ist auch nicht wirklich vernuenftig.
Wuerde irgendwann mal in einen Stillstand ausarten.

Natürlich.

Wenn ich der einzige bin der in der Lage ist ein bestimmtes Produkt herzustellen dann kontrolliere ich das gesamte Angebot und habe ich das gute Recht dafür zu verlangen was immer ich will, völlig unabhängig von den Produktionskosten.

Wenn es dann doch irgendwer schafft ein äquivalentes Produkt zu fertigen dann hab ich ab diesem Zeitpunkt eben Konkurrenz. Pecht gehabt.

Informationen, vor allem digitale Informationen kann praktisch jeder mit sehr kleinem Aufwand kopieren also quasi "nachbauen", man kann das Angebot daher nicht kontrollieren, es ist "von Natur aus" praktisch unbegrenzt daher muss man sich auch nicht wundern wenn man damit nicht sehr viel verdienen kann, zumindest wenn es sich um öffentliche Informationen handelt.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, nicht Produktionsaufwand und Nachfrage ; da das Angebot bei öffentlichen Informationen, vor allem digitalen Informationen "von Natur aus" praktisch unendlich ist ist der Preis auch praktisch 0. Um die Produktion aufwendigerer "Werke" dennoch wirtschaftlich rentabel zu machen werden -was aus Utilitaristischer Sicht sinnvoll/notwendig ist- nun durch das Urheberrecht gewisse "Schutzfristen" eingeführt im Rahmen derer der Urheber bzw. Rechteinhaber das Privileg hat die Informationen als einziger kopieren und vermarkten zu dürfen.

Diese Schutzfrist sollte so kurz wie möglich sein, da die Künstliche Verknappung der Allgemeinheit schadet und die Innovation allgemein hemmt (da Adaptionen von Werken eingeschränkt werden) und so lange wie es eben nötig ist um die Produktion aufwendiger Werke wirtschaftlich zu machen.

12 Jahre sind hier schon recht großzügig bemessen.

Komischerweise funktioniert genau das bei Luxusartikel hervorragend.
Manche Hersteller die eigentlich nur Luxusartikel herstellen, haben es in der Vergangenheit versucht, Produkte Massentauglich zu machen.
Fazit: hat nicht wirklich funktioniert und der "gute Name" ist nicht mehr ganz so toll. Die mit wirklich Geld bevorzugen andere Marken, weil die halt exklusiv bleiben.

Auch bei anderen Sachen funktioniert dieser Mechanismus.
Wenn dir das nicht so gefaellt, musst du halt eine neue Gesellschaftsform, Politik und Wirtschaftsform unterstuetzen.

Du plaedierst hier dafuer das Produkte, die fuer das Ueberleben nicht notwenig sind, und leicht vervielfaeltigbar sind, jedem der es moechte umsonst zur verfuegung gestellt werden, sobald diese erstmal der Oeffentlichkeit praesentiert wurden.
Nach einer Schutzfrist natuerlich, egal ob die Nachfrage zu dieser Zeit gegeben ist oder nicht. Ist ja das Problem des Urhebers.

Bei welchen "Luxusartikeln" gibt es künstliche Verknappung?

Es gibt tatsächlich einige (physische) Produkte, deren Angebot künstlich verknappt wird; das bekannteste Beispiel ist Erdöl dessen Angebot durch das Kartell der OPEC zu deren Vorteil künstlich begrenzt wird- selbstverständlich lehne ich auch solche Arten der künstlichen Verknappung ab.

Ein weiteres Beispiel sind Produkte, die aus seltenen Tieren gewonnen werden und die durch Artenschutzabkommen prinzipiell künstlich verknappt werden (etwa Elfenbein) aber das hat gute Gründe (da sich sonst bald durch Aussterben der Art eine natürliche Verknappung bilden würde...).

Natürlich kann man Markenpolitik als künstliche Verknappung ansehen aber wenn man unbedingt das "Original" haben muss... tja... vielleicht gibt es ja auch jemanden der sich eine Information lieber im "Original" holt. Funktionell gibt es zu überteuerten Markenartikeln fast immer eine Alternative- und wenn eine Firma/Marke die einzige ist, die technologisch in der Lage ist ein Produkt in einer bestimmten (hohen) Qualität zu fertigen dann hat sie auch ein gutes Recht das Angebot zu bestimmen- so lange bis die Konkurrenz aufgeholt hat.

Aber es geht hier nicht um physische Produkte sondern um Informationen. Informationen, die frei verfügbar und praktisch ohne jeden Aufwand beliebig kopiert und der gesamten Menschheit frei zur Verfügung gestellt werden können- diese Chance muss man nutzen soweit es irgendwie möglich ist.

Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
Wenn ich ein Buch schreibe, erstelle ich damit ein Produkt. Das wird zwar anders verkauft als ein Brötchen, da es beliebig kopierbar ist, aber es ist trotzdem noch meine Arbeit und Leistung.

Der Beruf des Autors sieht es aber so vor, dass man Bücher verkauft, also ist das Schreiben ein normaler Produktionsvorgang. Falls mir aber jemand vorschreibt, dass ich ab einem gewissen Zeitpunkt nichts mehr an meiner Leistung verdienen darf, greift derjenige in die freie Marktwirtschaft ein.

Wieso sollte jetzt also irgendjemand das Recht bekommen, gratis von der Leistung eines anderen zu profitieren?
Niemand braucht mein Buch zum Überleben, also hat auch niemand ein Recht darauf, es einfach so zu lesen ohne dafür zu bezahlen.

Es ist ja nett, dass du dem Autor dann das Privileg zugestehst, für seine Leistung und Arbeit bezahlt zu werden, obwohl er seine Leistung ja eigentlich der Allgemeinheit zur Verfügung stellen müsste.
Ich war zwar schon länger nicht mehr in Wien, aber wenn dort jetzt der Kommunismus regiert, würde ich es gerne wissen, ansonsten ist es einfach ein Witz, wenn man vorgeschrieben bekommt, wie lange man von seiner Leistung profitieren kann.

Nochmal:

In der freien Marktwirtschaft werden Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt- und nicht durch Arbeitsaufwand und Nachfrage. Das Angebot von öffentlichen Informationen, insbesondere von digitalen Informationen, die beliebig kopiert werden können, ist naturgemäß unendlich groß, damit ist der Preis natürlicherweise 0, ob das dem Urheber gefällt oder nicht.

Nun wird in die freie Marktwirtschaft eingegriffen und dem Urheber das Privileg gewährt die von ihm erstellte Information für einen gewissen Zeitraum exklusiv kopieren und verkaufen zu dürfen um den Produktionsaufwand wieder erwirtschaften zu können- nicht um ihn "gerecht" zu bezahlen, "gerechte" Bezahlung ist in der freien Marktwirtschaft kein Maßstab.

Jeder hat das Recht von einer künstlichen Verknappung zu profitieren. Wäre es nicht so, gäbe es keine Collectors Editions. ;)
Wenn jetzt z.B. nur 1000 Versionen meines Buches in den Handel kommen, werden eben nur 1000 verkauft. Dann gibt es eben nur 1000 Versionen von meinem Produkt und meiner Leistung.
Niemand hat das Recht, mein Produkt zu kopieren und somit gratis meine Leistung zu konsumieren, denn so sieht das Berufsbild eines Autors einfach nicht aus.

Eine Schutzfrist festzulegen wäre sowieso anmaßend, da man damit Werke wie Harry Potter mit Herr der Ringe gleich setzen würde.
Du weißt, wie viel Wissen Tolkien hatte und was alles hinter seinen Werken steht und so was schüttelt man sich eben nicht jedes Jahr aus Ärmel.

Collectors Editions basieren aber ebenfalls primär auf der Künstlichen Verknappung des eigentlichen Produkts durch das Urheberrecht.

Das "Herr der Ringe vs. Harry Potter" Beispiel kann ich nicht nachvollziehen vor allem weil Rowling auch im Rahmen der aktuellen Schutzfristen bereits jetzt mehr verdient hat als Tolkien; so oder so sollte ein "Werk" nicht primär nach seinem kommerziellen Erfolg beurteilt werden, weder aus Sicht des Urhebers noch aus Sicht des eines Konsumenten.
 
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Eine Geschichte, die ich mir ausdenke, ist keine öffentliche Information, sondern meine Leistung und sie wird der Allgemeinheit nicht zur Verfügung gestellt, auch wenn es dir nicht passt.

Das Angebot an Informationen ist nicht unendlich, also ist der Preis auch nicht Null. Deine Sichtweise läuft hier mit der Realität nicht konform.

Es gibt bei Büchern selten eine künstliche Verknappung und selbst wenn, würde es der Allgemeinheit nicht schaden. Wenn du ein Buch willst, kannst du es im Laden, oder als E-Book kaufen. Hast du zu wenig Geld, ist das dein Problem. Du hast kein Recht auf Bücher oder sonstiges.

Es wird kein Privileg erteilt, für seine Leistung bezahlt zu werden. Das war viellicht früher mal, aber heute sicher nicht mehr. Ach ja, bring zuerst mal selber eine Leistung, bevor du anderen gestattest für ihre Arbeit bezahlt zu werden.

Nur weil du es richtig findest, dass man alles was im Netz "erhältlich" ist, kopiert und verbreitet, heißt das nicht mal ansatzweise, dass es richtig ist. Du konsumierst damit eine Leistung die andere erbracht haben, ohne etwas dafür zu entrichten und das ist einfach asozial.

Das Beispiel mit Herr der Ringe und Harry Potter sollte zeigen, dass es einfach anmaßend ist, wenn man eine Frist für den Verdienst an seiner eigenen Leistung fest legt. Damit würde man Künstler, die von ihrer Arbeit halbwegs leben könnten, behindern, wenn man sie dadurch zwingt, von ihrer Arbeit abzulassen und sich eine andere Verdienstmöglichkeit zu suchen.
Wenn ein Künstler von seiner Arbeit leben kann, sollte keiner das Recht haben, ihm das zu verwehren, genauso wenig sollte man ihn aber auch fördern.

Ich kann schon verstehen, dass du ein Problem damit hast, dass sich manche mit ihren Werken bereichern, da ich genug kenne, die ein Problem mit Neid haben.
Das gibt dir aber noch lange nicht das Recht zu bestimmen, wie viel oder bis wann jemand mit seiner Leistung verdienen darf.
Das entscheidet alleine die Nachfrage und wenn die Qualität des Werkes hoch genug ist, hat der Künstler auch das Recht damit reich zu werden, da es einfach seine Leistung ist.
 
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Eine Geschichte, die ich mir ausdenke, ist keine öffentliche Information, sondern meine Leistung und sie wird der Allgemeinheit nicht zur Verfügung gestellt, auch wenn es dir nicht passt.

Eine Geschichte, die du dir ausdenkst ist keine öffentliche Information.

Wenn du sie aufschreibst ist sie auch noch keine öffentliche Information.

Wenn du das Manuskript einem Freund zu lesen gibst ist sie auch noch keine öffentliche Information aber wenn der Freund die Geschichte kopiert gibt es die Geschichte dann zwei mal und du bist nichtmehr der einzige Besitzer der Geschichte.

Sobald die Geschichte veröffentlicht wurde, sei es in Buchform, sei es in elektronischer Form ist sie eine öffentliche Information, sie gehört nichtmehr dir, sie gehört allen.

Das Angebot an Informationen ist nicht unendlich, also ist der Preis auch nicht Null. Deine Sichtweise läuft hier mit der Realität nicht konform.

Das Angebot an Informationen (plural!) ist nicht unendlich. Aber darum geht es nicht; das Angebot einzelner, öffentlicher Informationen ist unendlich.

Es gibt bei Büchern selten eine künstliche Verknappung und selbst wenn, würde es der Allgemeinheit nicht schaden. Wenn du ein Buch willst, kannst du es im Laden, oder als E-Book kaufen. Hast du zu wenig Geld, ist das dein Problem. Du hast kein Recht auf Bücher oder sonstiges.

Der Preis öffentlicher Informationen basiert immer und nur auf künstlicher Verknappung (durch das Urheberrecht).

Gäbe es die künstliche Verknappung nicht könnte jeder die Informationen unbegrenzt vervielfältigen.

Nur weil du es richtig findest, dass man alles was im Netz "erhältlich" ist, kopiert und verbreitet, heißt das nicht mal ansatzweise, dass es richtig ist. Du konsumierst damit eine Leistung die andere erbracht haben, ohne etwas dafür zu entrichten und das ist einfach asozial.

Wie gesagt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, nicht Produktions/Arbeitsaufwand und Nachfrage (das wäre ein typischer sozialistischer Ansatz) und auch nicht Qualität und Nachfrage.

Das Beispiel mit Herr der Ringe und Harry Potter sollte zeigen, dass es einfach anmaßend ist, wenn man eine Frist für den Verdienst an seiner eigenen Leistung fest legt. Damit würde man Künstler, die von ihrer Arbeit halbwegs leben könnten, behindern, wenn man sie dadurch zwingt, von ihrer Arbeit abzulassen und sich eine andere Verdienstmöglichkeit zu suchen.
Wenn ein Künstler von seiner Arbeit leben kann, sollte keiner das Recht haben, ihm das zu verwehren, genauso wenig sollte man ihn aber auch fördern.

Denkst du Tolkien hätte den Herrn der Ringe nicht veröffentlicht wenn er gewusst hätte das er nur 12 Jahre lang etwas daran verdienen kann?

Tolkien war übrigens weder Berufsautor noch hat er "sehr" viel mit seinen Büchern verdient; im Laufe seines Lebens war er vor allem Sprachwissenschaftler und hatte als solcher eine feste Anstellung, später als Proffessor an der Universität von Oxford, in dieser Rolle arbeitete er unter anderem beim New English Dictionary, übersetzte diverse Alt/Mittelenglische und Altnordische Texte und hielt Vorlesungen. Im ersten Weltkrieg war er außerdem Fernmeldeoffizier.

Sowohl den Hobbit als auch den Herrn der Ringe hat er soweit bekannt im Wesentlichen ohne Gewinnabsicht sondern eher als Hobby geschrieben, er hat jeweils jedenfallls erst nach einem Verlag gesucht als er das Buch im Wesentlichen fertig hatte.

Auch viele andere große Werke unserer Literatur sind definitiv ohne Gewinnabsicht entstanden, unter anderem praktisch alles was aus der Antike erhalten geblieben ist.

Aber Bücher sind natürlich nicht die einzige Form von Informationen/Medien; einen Film etwa wie den Herr der Ringe Film könnte nur ein Milliardär alleine mit gutem Willen finanzieren; so ein Projekt muss wirtschaftlich vermarktet werden können, daher brauchen wir das Urheberrecht und nicht um Künstler "gerecht" zu bezahlen.
 
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