Chips: Hersteller sehen "atemberaubenden" Nachfragerückgang

Würde ich eine 4090 für 1200€ bekommen, dann würde ich sie gerade noch so kaufen.
So liegt der Preis gut 700€ über meiner Schmerzgrenze.
Und in meinem Bekanntenkreis bin ich derjenige der tendenziell bereit ist am meisten auszugeben.
Nun stell dir mal vor, schon 2006 wurde ich für vollkommen bekloppt erklärt, weil ich damals 500€ für die schnellste Graka (die es zu jenen Zeiten zu kaufen gab) ausgegeben habe.

Für EINE Komponente. Und jetzt ist es das vierfache des Betrages. Aber wie es schon jemand formalierte: solange die Leute immer noch kaufen. Und ich kenne 2-3 Leute persönlich, für jene ist eine RTX4090 eine kleinere Ausgabe:D

Gruß
 
Deswegen wird sich nichts ändern...

Die Preise müssten nicht abgerufen werden. Die Herstellungskosten für eine Grafikkarte sind nicht so hoch. Wir haben hier sicherlich ein paar Zahlenjongleure, die in etwa die Kosten für die Herstellung einer 4080 12 GB (aka die "echte" 4070) bestimmen können.

Aber die Preise werden eben gezahlt. Das ist das Problem. Wo gab es das denn, dass für eine Mittelklasse GPU ein vierstelliger Eurobetrag bezahlt werden soll? Die Preise für andere Komponenten sind nicht im gleichen Verhältnis gestiegen, das hat also nichts mit Produktionskosten und Inflation zu tun.

Aber es wird dennoch einfach bezahlt. Wenn das Fleischkäsebrötchen bei Globus jetzt statt 1 € von heute auf morgen 4 € kosten würde, würde es immer noch genug Leute geben die sagen "das ist jetzt aber meine Schmerzgrenze!". Der Gewinn wäre bei viel weniger verkauften Einheiten derselbe oder höher, bei geringeren Ausgaben.

Dann kommen 8 €. "Das ist jetzt aber meine Schmerzgrenze!" - "Hmmmm, schmeckt aber genauso gut wie immer!" - Ja, ist ja auch nix anderes... Nur künstlich verteuert. ;)

Ich werde keine GPU für 1.000 € kaufen. Das habe ich auch schon vor Jahren gesagt. Das steht in keinem Verhältnis mehr, zumal das Ding in 2 Jahren wieder "veraltet" ist.

Also schaue ich zu wie Menschen 2.000 € für eine neue Grafikkarte ausgeben und gebe halt auf. Ich KÖNNTE mir eine Grafikkarte für 1.000 € leisten, daran liegt es nicht. Aber ich sehe es nicht ein.
 
Nvidia hat sich offensichtlich ganz bewusst für hohe Margen entschieden, wie Jensen in einer Investorenversammlung verkündet hat, werden die hohen Preise bleiben. Wenn man schon schleppenden Absatz erwartet, kann man auch gleich teuer verkaufen. Und wie man hier bei einigen im Forum liest (man ist ja nicht müde dies in jedem auch nur halbwegs naheliegenden Thema zu verkünden), wird trotzdem gekauft.

Ist halt eine Gratwanderung. Solange es keine Konkurrenz gibt, die die unteren Preissegmente stark besetzt, geht die Rechnung auf. Aber sobald jemand aggressiv die P/L Position besetzt verliert Nvidia Marktanteile und wenn man nicht mehr Primärziel für Entwickler ist kann sich die Spirale ganz schnell nach unten drehen. Genau daran ist damals (unter anderen Problemen) auch 3dfx gescheitert. Nur mehr im Hochpreissegment das (bessere) Produkt angeboten, aber gekauft haben die Leute eben die P/L Nvidia Karten - bis dann niemand mehr für 3dfx entwickelt hat.

Das Problem ist aktuell, dass sowohl AMD als auch Intel ihre Produkte zwar mit besserem P/L Verhältnis positionieren, aber eben nur "gerademal so". So sind die neuen Intel Karten bzw. auch die AMD Karten aus P/L Sicht zwar ganz nett, aber eben auch keine Preisbrecher. Dann funktioniert auch der Schmäh mit "wenn man RTX und DLSS einpreist, ist Nvidia eh auch besser fürs Geld, oder zumindest gleich gut".

Aussage ist nicht von mir, aber die Tatsache, dass Nvidia die 4000er Serie mit einem 2 Jahre alten Spiel bewirbt (und dort geht es eigentlich nur um den OPTIONALEN RT Modus) zeigt ganz klar, dass der Massenmarkt (Steam Survey!) stagniert.
 
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