Du verstehst was die Worte "kurzfristig" und "auf lange Sicht" bedeuten? Ja? Dann lies meinen Beitrag nochmal langsam und ruhig bevor Du gleich voll Energie auf den "Antworten" Button drückst. Danke.
Ja die Begriffe kenne ich, ändert aber nix daran, dass man eine Fabrik nicht in heute auf morgen bauen kannst. Momentan wird halt alles abgeschöpft was geht und das macht jeder in der Kette. Wenn die Nachfrage sinken würde, dann würden sich die Prdouktionen wieder normalisieren und auch die Preise.
So eine Gegenfrage, wie war es denn vor Corona? Da hat jetzt auch keiner unbedingt von einer so krassen Knappheit geredet. Beim neuesten Produktionsprozess war es schon immer so, wo zum Beispiel Grafikkartenhersteller sehr oft darauf zugreifen, aber trotzdem gab es die Dinger zu normalen UVP-Preisen und nicht mit 100% Aufschlag. Warum sollen die Ressourcenpreise mit einmal so massiv steigen. Das würde ja bedeuten, dass es diese von heute auf morgen nur noch halb so viel gibt, was ja auch nich der Fall ist.
Aber die Automobilindustrie hat es nie intressiert, weil sie gar nicht auf die Fertigungsgrößen zu greifen, weil die viel zu teuer sind. Das Ganze wird nur ausgelöst, weil überall immer Panik und Angst von bestimmten Deppenmedien (alla Bild usw.) verbreitet werden und Geldhaie mit den Ressourcen an der Börse rumspekulieren.
Momentan versuchen aus dem Bereich einige das Maximum rauszuschlagen und jeder in der Kette will was vom Kuchen abhaben. Wie das ganze in 1 bis 2 Jahren aussieht, ist ein ganz anderes Thema, da kann auch alles wieder vollkommen normal sein. Das sowas nicht langfristig funktoniert, ist mir auch klar, dass geht nur genauso lange, wie es immer noch Leute gibt, die alles für die überteuerten Preise abnehmen.
Des Wegen baut aber keiner einfach mal so ein neues Substrat-Werk.
Dieses System hat aber einen Kipppunkt, ab dem es in einer Spirale schnell wieder bergab geht. Es ist nämlich so, dass die Kosten der Erzeuger letztendlich an die Endkunden weitergereicht werden. Und die haben als Ganzes gesehen noch das Geld und die Lust, um den aktuellen Bedarf aufrecht zu erhalten. Wenn aber der Punkt erreicht wird, dass diese Käuferschicht weder kann noch gewillt ist diese Preise weiter zu bezahlen, dann bricht dieses Konstrukt so schnell zusammen, dass, obwohl es eigentlich keinen logischen Grund dafür gäbe, wir allesamt weltweit wegen einer Weltwirtschaftskrise am Oarsch sind.
s. Absatz darüber. Man kann aber auch die Preise langsam wieder anpassen, deswegen muss nicht gleich alles wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Wenn momentan alle Preise über normal sind und alle sich langsam wieder angleichen, dann passiert gar nix, außer man verpennt den Punkt.
Eher wird da die Nullzins Politik mal ein Problem werden, weil Geld auf den Markt geworfen wird und sich so Firmen erstmal einfach verschulden können ohne Folgen. Wenn aber mal die Zinsen steigen, dann stehen wahrscheinlich einigen Firmen das Wasser bis zum Hals, weil sie nicht mehr mit Eigenkapital, sondern nur mit Fremdkapital arbeiten.