Chip-Knappheit: Wichtiges Trägermaterial noch auf Jahre Mangelware?

PCGH-Redaktion

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Ajinomoto Build-up-Film, kurz ABF, ist ein wichtiger Isolator, der für die Produktion von GPUs und CPUs benötigt wird. Berichten zufolge sei auch im Jahr 2022 nicht mit ausreichend ABF-Substraten zu rechnen. Das befeuert natürlich den Chipmangel, unter dem Hersteller wie Nvidia, Intel und AMD leiden.

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Ja, das wird auch nicht schneller gehen, nur weil jeden Tag ein neuer Artikel dazu rauskommt.

Da sich an den Rahmenbedingungen nichts verbessert, sondern diese sich aktuell eher noch verschlimmern und auch nicht in 2,3 Jahren 20 neue Chipfabriken gebaut werden, wird das noch min 5 Jahre, wenn nicht sogar noch die ganzen 2020er so weiter gehen.
 
Ja, das wird auch nicht schneller gehen, nur weil jeden Tag ein neuer Artikel dazu rauskommt.

Da sich an den Rahmenbedingungen nichts verbessert, sondern diese sich aktuell eher noch verschlimmern und auch nicht in 2,3 Jahren 20 neue Chipfabriken gebaut werden, wird das noch min 5 Jahre, wenn nicht sogar noch die ganzen 2020er so weiter gehen.
Und in Geschichtsbüchern wird dann in paar Jahrzehnten über die Chipkrieg(s)e geschrieben. :D
 
Aja wen wunderts. Die Leute wollen alle 2 Jahre ein neues Smartphone. Alle Elektro- und Haushaltsgeräte werden mit digitalen Features vollgemüllt, ob es Sinn macht oder nicht. Die Autos haben immer mehr Systeme verbaut. Das alles braucht Unmengen an Rohstoffen und Chips.

Die Einstiegshürden diese Chips zu produzieren sind immens hoch. Lange Bauzeiten, hohe Investitionen, viel Know-How und hohe dauerhafte Kosten. Sprich in den Markt neu reinzugehen ist quasi unmöglich und so steigt das Angebot einfach nicht gleichschnell zur Nachfrage.
 
Ich frage mich was jetzt in den Hirnen der "Ich warte bis es billiger wird, wer jetzt kauft ist böse und voll doof" abgeht. :fresse:

Bis 2026 hab ich zwar nicht gerechnet, war eher auf 2025 eingestellt. Aber eigentlich wundert es mich auch nicht mehr. Große Systembuilder schieben immer noch Bestellungen von Q1/21 vor sich her, durchschnittliche Lieferzeiten sind von 6 auf 9 Monate gestiegen. Das sind Fakten, die ich aus erster Hand kenne. Ich vermute mal das es in der Automobile sparte ähnlich aussehen wird.

Und der Bedarf steigt ja täglich weiter an:Einweg Elektroschrott mit Reifen...Entschuldigung ich meine natürlich die super tollen E-Autos, welche CO2 neutral produziert werden und mit Strom aus der Steckdose laufen, benötigen nochmal mehr Ressourcen.

Solange die Nachfrage das Angebot übersteigt wirds teuer, das sollten einige im Hinterkopf behalten, sonst gibts die neue Grafikkarte erst mit Einzug im Seniorenheim.... ;)
 
Ich frage mich was jetzt in den Hirnen der "Ich warte bis es billiger wird, wer jetzt kauft ist böse und voll doof" abgeht. :fresse:
Bei mir geht es in die Richtung:
"Habe keinen unbedingten Bedarf und lasse mich nicht erpressen"

Ist wie bei Firmen und Ransomware: Sobald man einmal gezahlt hat ist man ein attraktives Ziel und das Gegenüber versucht es nochmal mir eins reinzuwürgen, weil ich ja offenbar zahlungswillig bin.
 
...Ich schmier am Morgen als Isolator immer zwischen Brot und Marmelade Butter drauf. Tut mir leid, habe wahrscheinlich kein ABF-Substrat irgendwo rumliegen.

Aja wen wunderts. Die Leute wollen alle 2 Jahre ein neues Smartphone. Alle Elektro- und Haushaltsgeräte werden mit digitalen Features vollgemüllt, ob es Sinn macht oder nicht. Die Autos haben immer mehr Systeme verbaut. Das alles braucht Unmengen an Rohstoffen und Chips.
Im 21. Jahrhundert wird die Menschheit vermutlich drauf einstellen müssen, dass die Ressurcen des Planten endlich sind.
im Hinterkopf behalten, sonst gibts die neue Grafikkarte erst
Ich behalte somit im Hinterkopf erst an eine neue Grafikkarte zu wunschdenken wenn die 5080 & Co vorgestellt wird.
 
Der sog. "Mangel" ist, dass ca. 20% des Bedarfs fehlen. Sowas wird High-Tech und Produkte mit großen Gewinnspannen nicht stören, das bereinigt eher den Markt am unteren Ende. Aktuelle Smartphones, TVs, Konsolen und PC Hardware darf man von sowas ausschließen. Da benutzen die Hersteller bestenfalls die Panik der Kunden als Instrument die Preise zu steigern.

Von einem echten Mangel können wir sprechen, wenn die großen Firmen Verluste wegen Produktionsausfällen melden und nicht wie jetzt ein Rekordquartal nach dem nächsten hinlegen.
 
Morgen kommt dann die nächste Botschaft, Substrat Herstellungsmaschinen an Corona erkrankt und können nur noch die Hälfte der Platten liefern.

Mal ganz ehrlich die Hersteller der Substrat-Platten, werden doch in der Kette genauso nicht unbedingt gewillt sein mehr zu produzieren. Die sind der erste Teil in der Kette und alle brauchen die Platten, um überhaupt erstmal was herstellen zu können. Durch die Knappheit werden die Ihnen von den Chipfabriken aus den Händen gerissen zu den aktuellen wahrscheinlich auch höheren Preisen. Jetzt wieder die Kapazitäten an die Maximalgrenze zu fahren und deswegen ggf. weniger daran zu verdienen, weil mehr Platten im Umlauf den Preis wieder drücken könnten.

Am Ende kommen sie auf den gleichen Gewinn, nur müssen die Maschinen und Mitarbeiter nicht an der Grenze arbeiten und weniger Ressourcen verbraucht werden, die im Lager liegen. Um ehrlich zu sein, ich würde es als Firmenchef nicht anders machen.

So kann ich mir das Spiel eher vorstellen, aus der Knappheit, versucht jetzt doch momentan jeder das Maximum an Kapital herrauszuschlagen der es kann, bis irgendeiner in der Kette mal nicht mehr mitspielt, wobei die da momentan schon alle echt dumm wären.
 
Die Pandemie ist aber leider auch ein super Vorwand um einfach alles mögliche künstlich zu verknappen und/oder verteuern.

Es versucht nun einfach wirklich jeder auf den Zug aufzuspringen, frei nach dem Motto, die Konkurrenz macht es ja auch.

Gerade hinsichtlich der Lieferketten, bei denen teilweise völlig absurde Aufpreise verlangt werden, Arbeit und Gehälter aber die selben bleiben, sieht man ja eindeutig, dass hier nur Gewinn maximiert wird.

Das selbe gilt für einige Industriezweige die teilweise unnötige Soforthilfen beantragt und bewilligt bekommen haben während Kleinbetriebe für Monate in der Schwebe und am Existenzminimum hingen.

Siehe auch die aktuellen Gaspreise. Die haben sich seit Mitte 21 mal eben verdreifacht. Warum? Fehlkalkulationen, Fehlentscheidungen und sehr wahrscheinlich Verknappung. Mann kann ja schließlich nicht erwarten, dass wir im Winter mehr Heizen, oder dass Asien bei der aktuellen Lage die Produktionen hoch fährt und mehr Strom sowie Gas benötigt.

Viele Szenarien sind und waren vorhersehbar, passiert ist aber nichts. Das gilt auch für die allgemeine Pandemielage in Deutschland.
 
Du hast den Kapitalismus nicht verstanden.

Wenn ein Produzent etwas nicht liefern kann oder nur zu deutlich höheren Preisen, als man selbst, dann steigt man eben in den Markt ein und stellt selbst her. Und macht den Reibach.

Es ist nicht so, dass künstlich hoch gehaltene Preise lange funktionieren. Kurzfristig vielleicht und wenn man nicht so schnell eine Produktion hochfahren kann. Auf lange Sicht funktioniert das aber nie.

Auch wenn es nicht so gut in Deine Verschwörungswelt passt.
Glückwunsch zu einem bestandenen BWL-Kurs, aber mach bitte noch weiter und beschäftige dich auch mal mit der Praxis ...
Dir ist aber auch klar, dass in manchen Industriezweige auch keine Fabriken von heute auf morgen, wie Pilze aus dem Boden schießen, wie es vielleicht bei einem Restaurant oder Klamottenladen der Fall ist.

Zu der besonderen Gattung gehören auch die Substrathersteller. Genauso wie eine Chipfabrik, kannst du auch nicht mal von heute auf morgen eine Fabrik für Substrat-Leiterplatten hochziehen, da auch dort extrem teure Technik steht. Mit anderen Worten, es wird auch keiner einfach auf dem Markt neu erscheinen, weil Die Investitionskosten so hoch sind und dann durch mehr Angebot die Preise fallen, dass die Investition vielleicht viel zu teuer ist, weil bis das Werk steht, die Nachfrage sich vielleicht schon wieder von alleine reguliert hat.

Oder das gewisse Produzenten vielleicht gar nicht gewillt sind billiger oder mehr zu produzieren, auch wenn sie es könnten.

Für dich ein einfaches Beispiel: Nimmst du Ferrari oder Bentley oder was weiß ich für einen Luxushersteller. Natürlich könnten die ein neues Werk bauen, um einfach mehr Fahrzeuge rauszupressen und auf den Markt zu werfen. Die wollen das aber gar nicht, weil dann die Exklusivität leiden würde und damit die Preise fallen, selbst wenn die Qualität gleich bleibt. Die haben ein Mindestlimit was produziert werden muss, um alle Kosten zu decken und ein Oberlimit, was sie überhaupt produzieren wollen.
 
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Morgen kommt dann die nächste Botschaft, Substrat Herstellungsmaschinen an Corona erkrankt und können nur noch die Hälfte der Platten liefern.

Mal ganz ehrlich die Hersteller der Substrat-Platten, werden doch in der Kette genauso nicht unbedingt gewillt sein mehr zu produzieren. Die sind der erste Teil in der Kette und alle brauchen die Platten, um überhaupt erstmal was herstellen zu können. Durch die Knappheit werden die Ihnen von den Chipfabriken aus den Händen gerissen zu den aktuellen wahrscheinlich auch höheren Preisen. Jetzt wieder die Kapazitäten an die Maximalgrenze zu fahren und deswegen ggf. weniger daran zu verdienen, weil mehr Platten im Umlauf den Preis wieder drücken könnten.

Am Ende kommen sie auf den gleichen Gewinn, nur müssen die Maschinen und Mitarbeiter nicht an der Grenze arbeiten und weniger Ressourcen verbraucht werden, die im Lager liegen. Um ehrlich zu sein, ich würde es als Firmenchef nicht anders machen.

So kann ich mir das Spiel eher vorstellen, aus der Knappheit, versucht jetzt doch momentan jeder das Maximum an Kapital herrauszuschlagen der es kann, bis irgendeiner in der Kette mal nicht mehr mitspielt, wobei die da momentan schon alle echt dumm wären.
Dieses System hat aber einen Kipppunkt, ab dem es in einer Spirale schnell wieder bergab geht. Es ist nämlich so, dass die Kosten der Erzeuger letztendlich an die Endkunden weitergereicht werden. Und die haben als Ganzes gesehen noch das Geld und die Lust, um den aktuellen Bedarf aufrecht zu erhalten. Wenn aber der Punkt erreicht wird, dass diese Käuferschicht weder kann noch gewillt ist diese Preise weiter zu bezahlen, dann bricht dieses Konstrukt so schnell zusammen, dass, obwohl es eigentlich keinen logischen Grund dafür gäbe, wir allesamt weltweit wegen einer Weltwirtschaftskrise am Oarsch sind.
 
Du verstehst was die Worte "kurzfristig" und "auf lange Sicht" bedeuten? Ja? Dann lies meinen Beitrag nochmal langsam und ruhig bevor Du gleich voll Energie auf den "Antworten" Button drückst. Danke.
Ja die Begriffe kenne ich, ändert aber nix daran, dass man eine Fabrik nicht in heute auf morgen bauen kannst. Momentan wird halt alles abgeschöpft was geht und das macht jeder in der Kette. Wenn die Nachfrage sinken würde, dann würden sich die Prdouktionen wieder normalisieren und auch die Preise.

So eine Gegenfrage, wie war es denn vor Corona? Da hat jetzt auch keiner unbedingt von einer so krassen Knappheit geredet. Beim neuesten Produktionsprozess war es schon immer so, wo zum Beispiel Grafikkartenhersteller sehr oft darauf zugreifen, aber trotzdem gab es die Dinger zu normalen UVP-Preisen und nicht mit 100% Aufschlag. Warum sollen die Ressourcenpreise mit einmal so massiv steigen. Das würde ja bedeuten, dass es diese von heute auf morgen nur noch halb so viel gibt, was ja auch nich der Fall ist.
Aber die Automobilindustrie hat es nie intressiert, weil sie gar nicht auf die Fertigungsgrößen zu greifen, weil die viel zu teuer sind. Das Ganze wird nur ausgelöst, weil überall immer Panik und Angst von bestimmten Deppenmedien (alla Bild usw.) verbreitet werden und Geldhaie mit den Ressourcen an der Börse rumspekulieren.

Momentan versuchen aus dem Bereich einige das Maximum rauszuschlagen und jeder in der Kette will was vom Kuchen abhaben. Wie das ganze in 1 bis 2 Jahren aussieht, ist ein ganz anderes Thema, da kann auch alles wieder vollkommen normal sein. Das sowas nicht langfristig funktoniert, ist mir auch klar, dass geht nur genauso lange, wie es immer noch Leute gibt, die alles für die überteuerten Preise abnehmen.
Des Wegen baut aber keiner einfach mal so ein neues Substrat-Werk.

Dieses System hat aber einen Kipppunkt, ab dem es in einer Spirale schnell wieder bergab geht. Es ist nämlich so, dass die Kosten der Erzeuger letztendlich an die Endkunden weitergereicht werden. Und die haben als Ganzes gesehen noch das Geld und die Lust, um den aktuellen Bedarf aufrecht zu erhalten. Wenn aber der Punkt erreicht wird, dass diese Käuferschicht weder kann noch gewillt ist diese Preise weiter zu bezahlen, dann bricht dieses Konstrukt so schnell zusammen, dass, obwohl es eigentlich keinen logischen Grund dafür gäbe, wir allesamt weltweit wegen einer Weltwirtschaftskrise am Oarsch sind.
s. Absatz darüber. Man kann aber auch die Preise langsam wieder anpassen, deswegen muss nicht gleich alles wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Wenn momentan alle Preise über normal sind und alle sich langsam wieder angleichen, dann passiert gar nix, außer man verpennt den Punkt.
Eher wird da die Nullzins Politik mal ein Problem werden, weil Geld auf den Markt geworfen wird und sich so Firmen erstmal einfach verschulden können ohne Folgen. Wenn aber mal die Zinsen steigen, dann stehen wahrscheinlich einigen Firmen das Wasser bis zum Hals, weil sie nicht mehr mit Eigenkapital, sondern nur mit Fremdkapital arbeiten.
 
Man kann aber auch die Preise langsam wieder anpassen, deswegen muss nicht gleich alles wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
Wenn man denn koordiniert handeln würde, ja. Aber das wären dann Kartelle.

Im Rahmen meiner aktuellen Gespräche mit Handwerkern und Beratern für eine Baufinanzierung habe ich eine Sache mitgenommen: Die Preise werden nicht von alleine wieder sinken. Was man mitnehmen kann, das nimmt man mit. Und das geht solange, bis das System sich durch einen Crash wieder selbst korrigiert.
 
Natürlich kann da etwas nicht stimmen.

Vor Corona kein Problem ausser einer Randnotitz über mögliche Ressourcenknappheit.

Seit Corona gibt es fette Schlagzeilen, dass wir schon am Ende der Ressourcen angelangt sind??
Ist das möglich?

Also man kann sagen was man will, anders als am Anfang von Corona-Wahnsinn hat sich jetzt die Situation in Produktion und Logistic verbessert. Ein Blick auf den Markt zeigt dies jedoch nicht. Obwohl, aber so jede Firma die nicht bankrott ging Geld und Zeit in Entwicklung, Reparaturen, Prozessverbesserungen und soweiter gesteckt hat um auch die Vorteile einer "Liefereinschränkung" in sowieso anstehende Revisionen zu stecken. Das macht dich fit für genau das was danach kommen sollte.

Also sagen wir 2,5Jahre Corona bedeutet was, 5Jahre noch Lieferengpass? Ist das logisch trotz fitter Industrie?
 
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