AW: Breitbandausbau: Telekom resümiert und beklagt teure Glasfaserverlegung
Dein Problem ist einfach, dass du nur die Großbauten in der Stadt siehst, Cry. In Deutschland lebt aber nur die halbe Bevölkerung in größeren Städten. Die andere Hälfte lebt in Kleinstädten und Dörfern.
Da werden pro Anschluss mehrere tausend Euro fällig. Das ist eben nicht jeder bereit zu zahlen.
Wenn du der Meinung bist das sei alles so einfach und günstig, dann kümmere dich doch selbst darum. Beauftrage die Verkabelung einer Kleinstadt und hol dir danach das Geld von den Leuten wieder. Vielleicht merkst du dann mal wovon hier die Sprache ist. Du klammerst einfach jegliche Situationen aus die du nicht für dich selbst siehst und damit Ende. Dem ist aber nicht so.
cryons großes Problem ist, dass er von so vielen Dinge, die das reale Leben betreffen, nichts weiß. Dass erkennt man immer wieder an vielen seiner Aussagen. Bei ihm ist immer alles einfach, günstig, schnell und problemlos zu erledigen. Und das ist gerade hier in Deutschland eben nicht so. Wer schon einmal selber gebaut hat, oder sich um den Erhalt von Immobilien finanziell kümmern muss, der hat schonmal viel detailliertere Einblicke in viele Dinge. Der weiß, dass nichts billig und vieles schon gar nicht einfach ist. Aber er sitzt scheinbar in seinem Kämmerlein und träumt von der Einfachheit des Lebens.
Na ja, und wenn ich dann sehe, dass er zu den Menschen in Deutschland gehört, die schnelles Internet zur Verfügung haben, er aber für sich sofort Glasfaserinternet fordert, und zwar nicht, weil er es wirklich braucht, sondern nur zu seinem Privatvergnügen, während so viele andere mit 1000-6000 kbit zurecht kommen müssen, dann kann ich eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln.
Ich vermute, dass er Schüler ist. Anders sind viele seiner weltfremden und egoistischen Kommentare nicht zu erklären.
Was das Allgemeine angeht, also den Glasfaserausbau in Deutschland, scheint sowohl ihm als auch einigen anderen nicht klar zu sein, was das eigentlich bedeutet. Glasfaser für Deutschland ist die größte infrastrukturelle Maßnahme seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar seit der Nachkriegszeit. Dagegen war es seinerzeit ein Klacks, in den neuen Bundesländern ein Telefonnetz zu bauen.
Das deutschlandweit auf die Beine zu stellen und zu finanzieren ist ein unglaublich aufwendiger und schwieriger Akt. Wenn ich dann den Grundtenor höre "Alles ganz einfach, soll die Telekom oder der deutsche Staat mal machen", dann frage ich mich, ob diese Leute überhaupt mal irgendwann die Tageszeitung aufschlagen und etwas vom Geschehen in Deutschland mitbekommen. Es gibt viele Dinge, die in Deutschland angepackt werden müssen. Der Breitbandausbau ist nur ein kleiner Teil davon, und etwas, das sicherlich, und ganz ohne jeden Zweifel, nicht die oberste Priorität hat.