Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

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Der Bund hat sich nun doch dazu durchgerungen, den Breitbandausbau mit 2,7 Milliarden Euro zu fördern. Allerdings gibt es Kritik an der Vergabe der Gelder. Es wird befürchtet, dass diese nicht nachhaltig in den Glasfaserausbau investiert werden und stattdessen in Übergangstechnologien wie Vectoring und G.Fast.

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AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Bin ebenfalls der Meinung, dass Fördergelder nicht in Zwischentechnologien landen dürfen sondern in zukunftssichere Technik investiert werden muss. Allerdings darf man auch nicht denken nun einamlig hohe Investitionskosten in Kauf zu nehmen um die Glasfaser zu verlegen und dann für die nächsten Hundert Jahre Ruhe zu haben. Auch eine Glasfaser wird mit der Zeit blind und muss erneuert werden, aber immerhin liegen dann ja schon die entsprechenden Rohre was ja angeblich den Großteil der Kosten ausmacht.

Habe generell Probleme mit öffentlichen Fördergeldern für die Privatwirtschaft. Ist schließlich Geld des Steuerzahlers, der ein Unternehmen quasi beauftragt eine Leistung zu erbringen, die er hinterher wiederum dem Unternehmen abkaufen "darf". Somit wird der Bürger zweimal zur Kasse gebeten.
 
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Tja,
das ist das Problem, wenn es sich wirtschaftlich nicht rechnet wird es nicht gemacht. Auch wenn das hier viele nicht hören wollen, die wenigsten sind momentan bereit für extreme Geschwindigkeit extrem viel Geld hinzublättern, also lohnt es sich eher die Leute mit 100 MBit ua. abzuspeisen. In 10 Jahren kann man die Leute ja noch immer zur Kasse bitten, erstens wird dann die Notwendigkeit gesehen und die Leute sind bereit dafür zu zahlen. Zweitens müßte sich das heute zusätzlich eingesetzte Geld entsprechend verzinsen, bei "nur" 5% wären es über 1600€ die für heute bezahlte 1000€ rauskommen müßten. Bis dahin werden wir wohl mit Krücken wie LTE, VDSL oder dem normalen Koaxkabel vorlieb nehmen müssen.
 
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Das Problem ist die Zielvorgabe "alle Haushalte bis 2018 50 Mbit". In dem Zeitraum ist sicherlich Vectoring die schnellste Möglichkeit diese Vorgabe zu erreichen aber eben auch die Falscheste. Des Weiteren, wem nutzen schon 2018 noch 50 Mbit, wenn bis dahin die Anforderungen weiter gestiegen sind?

Ich bin für einen kompromisslosen Glasfaserausbau, bis ans Haus, da dass die zukunftssicherere Technologie ist und man zwingend in diese Investieren sollte.

MfG
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Das Problem ist die Zielvorgabe "alle Haushalte bis 2018 50 Mbit". In dem Zeitraum ist sicherlich Vectoring die schnellste Möglichkeit diese Vorgabe zu erreichen aber eben auch die Falscheste. Des Weiteren, wem nutzen schon 2018 noch 50 Mbit, wenn bis dahin die Anforderungen weiter gestiegen sind?

Ich bin für einen kompromisslosen Glasfaserausbau, bis ans Haus, da dass die zukunftssicherere Technologie ist und man zwingend in diese Investieren sollte.

MfG

Die 50 MBit werden über LTE erreicht, womit man etwas hat das noch eine Nummer falscher ist.

Das Problem ist das ein konventioneller Glasfaserausbau 94 Mrd € kostet, sprich im Durchschneitt 1200€ für jeden Deutschen. Auch wenn du einiges wieder reinholen kannst, so müßtest du den Leuten erklären warum sie haufenweise Geld für etwas zahlen sollen das sie überwiegend (noch) nicht haben wollen und das sie überwiegend (noch) nicht brauchen.
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Also ich würde mich schon über derartiges freuen. Mehr als 4Mbit (in einem Netztest) habe ich bei meinem LTE Anschluss noch nie gesehen. Den habe ich seit zwei Jahren, aber in der gesamten Zeit nur ein einziges mal bei einem download über 1Mbit erreicht. Zusammen mit den 30GB Volumen für nur schlappe 50 Euro im Monat (was gut ist, denn es hat zu beginn 84 Euro gekostet) macht das richtig Spaß. Ach und dieser Anschluss muss auch noch reichen. Ich bin mal auf die Idee gekommen einen zweiten Anschluss zu buchen, für nochmal das gleiche Geld, das wird aber nicht gestattet.
Ich wäre also durchaus bereit, einiges zu investieren, aber es gibt einfach nichts. Na ja, ich wohne ja auch ganze acht Kilometer von einer Stadt entfernt...
 
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Hier bei mir gabs ein ewiges Hin und Her. Telekom wollte mehrere Jahre nicht. War für die Gegend nicht einmal innerhalb der nächsten 5 Jahre geplant.
Danach fing ein Tochterunternhmen der Stadtwerke mit dem Ausbau der Glasfasernetzes in ausgewählten Gebiten vor 2 Jahren an. Nun tut sich nichts mehr.
Am Ende macht es nun doch die verpöhnte Telekom, denn sonst dürfte man weiterhin DSL5000 nutzen, obwohl man für bis zu 16.000 bezahlt...
 
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LTE ist solange nicht zukunftssicher wie es Drosselung gibt. Was bringen 100 Mbits oder mehr, wenn das bereitgestelle Volumen mit ein paar FullHD Filmen aufgebraucht ist und man dann 20 Jahre zurückgeworfen wird in der Bandbreite.

Das "bis zu XY MBits" sollte man auch abschaffen und stattdessen verpflichtend ein "mindestens" angeben. Es ist witzlos wenn bei z.B. aktuell 100 MBits hybrid 10% ankommen.

Habs schob in nem ähnlichen Thread gesagt, aber es wird in Deutschland nicht mehr zukunftssicher gedacht, sondern einfach das billigste womit man die Leute hinhalten kann und wenns sich dann als Milliardengrab herausstellt, wars keiner.

Das wird genauso mit Vectoring passieren wie mit diversen Bauprojekten. Man wird ewig mit Kupfer rumpfuschen und Geld reinpumpen und wenns nicht mehr geht muss Glasfaser her was nochmal kostet und man zahlt zwei mal statt gleich ordentlich zu investieren.

Ich habe zwar selber schon 50MBits über VDSL aber finds trotzdem traurig wie Leute in manchen Orten auch in Großstädten nur 6MBits o. Ä. bekommen weil Klingeldraht im Boden liegt oder der Verteiler 2 Kilometer weg ist und dann nur noch Kupfer kommt
 
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Ich für meinen Teile wäre nicht bereit mehr zu bezahlen. Ich bin Student und zahle aktuell 25€ im Monat bei der Telekom (weil die sich ums Netz kümmern hier) für 16 MBit , die auch ankommen und Telefon. Hier gäbe es auch 50Mbit vlt. sogar 100 und über Kabel noch weiter hinaus. Aber eine schnellere Leitung, die teurer ist und noch die nötige Hardware ist es mir nicht wert, da ich vlt. 3 mal im Monat von profitieren würde wenn eine große Menge heruntergeladen wird.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass auch Serverseitig nicht immer voll geliefert wird, so kann ich bei Amazon keine 1080p Streams zur Hauptzeit schauen manchmal, obwohl die Leitung es zulässt.

Problematisch ist auch, dass der "Deutsche" oft das billigste Angebot nimmt. A verlegt Kabel und alle Kaufen bei B und A bekommt nur eine Miete. So wollte z.B. die Telekom bei meinen Eltern DSL von 384 auf 16000 ausbauen, wenn sie 50 2-Jahresverträge bekommen. Hat bei 2000 Einwohnern nicht geklappt, weil es 5€ mehr kostet als bei 1&1 und Co.

P.s . Erdöl ist auch irgendwann leer und trotzdem investiert jeder in ein neues "Benzin"-Auto. Auch mal an die eigenen Nase fassen. Kaum einer gibt bis zu 10000€ für Hybrid, Range-Extender oder Elektroautos aus. Warum soll also die Telekom oder sonst wer teure Technik verlegen, wenn man die Leistung der aktuellen noch verdoppeln kann mit viel geringerem Aufwand
 
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Glasfaser wird am besten sein auch wenn es zuerst mehr kostet, besonders in Städten ist die Leitung jetzt schon am Limit und es bringt nichts jetzt in etwas günstigeres zu Investieren und in wenigen Jahren dann wieder. Wenn dieses Spielchen sich ständig wiederholt, dann frage ich mich ob man wirklich überlegt hat was sich mehr lohnt.
 
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Also ich würde mich schon über derartiges freuen. Mehr als 4Mbit (in einem Netztest) habe ich bei meinem LTE Anschluss noch nie gesehen. Den habe ich seit zwei Jahren, aber in der gesamten Zeit nur ein einziges mal bei einem download über 1Mbit erreicht. Zusammen mit den 30GB Volumen für nur schlappe 50 Euro im Monat (was gut ist, denn es hat zu beginn 84 Euro gekostet) macht das richtig Spaß. Ach und dieser Anschluss muss auch noch reichen. Ich bin mal auf die Idee gekommen einen zweiten Anschluss zu buchen, für nochmal das gleiche Geld, das wird aber nicht gestattet.
Ich wäre also durchaus bereit, einiges zu investieren, aber es gibt einfach nichts. Na ja, ich wohne ja auch ganze acht Kilometer von einer Stadt entfernt...

Wo bist du denn?

Ich hatte als ich bei einem Praktikum gemacht habe, mit meinem 7,2 MBit UMTS Vertrag bei Vodafone über 6 MBit Down (glaube es waren 6,8) und über 2,5 MBit Up, worum mich hier auch einige beneidet haben. Dafür ging es dann nach 5GB/Mon mit 64 KBit weiter. Naja, für 3€ effektiv im Monat war es die Sache mehr als nur wert.

LTE ist solange nicht zukunftssicher wie es Drosselung gibt. Was bringen 100 Mbits oder mehr, wenn das bereitgestelle Volumen mit ein paar FullHD Filmen aufgebraucht ist und man dann 20 Jahre zurückgeworfen wird in der Bandbreite.

Das "bis zu XY MBits" sollte man auch abschaffen und stattdessen verpflichtend ein "mindestens" angeben. Es ist witzlos wenn bei z.B. aktuell 100 MBits hybrid 10% ankommen.

Das Problem ist das LTE nicht zukunftssicher ist, alle in einem Segment teilen sich die Bandbreite, deshalb (und weil man sich so Masten spart und den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann) muß man Maßnahmen treffen damit einige Powersauger nicht die ganze wertvolle Basisstation lahmlegen. Wenn keine Begrenzung vorhanden wäre würden die etwas belasteten Basisstationen permanent überlastet sein und man bräuchte haufenweiße neue. Es ist natürlich die Frage ob es eine fixe Volumenbegrenzung geben muß oder ob eine Priorisierung nicht aus Sicher der Kunden besser wäre, bzw eine Kombination aus beiden.
 
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P.s . Erdöl ist auch irgendwann leer und trotzdem investiert jeder in ein neues "Benzin"-Auto. Auch mal an die eigenen Nase fassen. Kaum einer gibt bis zu 10000€ für Hybrid, Range-Extender oder Elektroautos aus. Warum soll also die Telekom oder sonst wer teure Technik verlegen, wenn man die Leistung der aktuellen noch verdoppeln kann mit viel geringerem Aufwand

Dank dem kanadischen Teersand, den Bohrungen in der Arktis und verbessertem Fracking reicht das Öl wohl noch ein paar Jahrzehnte, ein Auto hält aber meist keine zwei durch, vorallem nicht in der Hand des Erstbesitzers. Von daher machen Elektroautos dann eher in smogbelasteten Ländern (Frankreich, Indien, China oder USA), mit gigantischem Energieüberschuss (Norwegen, Island, Frankreich) oder mit Autarkiebestrebungen Sinn. Von daher ist es wirtschaftlich sinnvoll sich jetzt einen Benziner/Diesel zu kaufen und die Glasfasern erst später zu verlegen.
 
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Von daher ist es wirtschaftlich sinnvoll sich jetzt einen Benziner/Diesel zu kaufen und die Glasfasern erst später zu verlegen.
Den Satz verstehe ich zwar nicht, jedoch hast du recht, dass meine Aussage sehr überspitzt war :D

Könnte mir eventuell jemand eine Anwendung für den Endanwender nennen, wo ich von mehr als 16Mbit profitiere außer bei Spiele- und Programmdownloads?
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

P.s . Erdöl ist auch irgendwann leer und trotzdem investiert jeder in ein neues "Benzin"-Auto. Auch mal an die eigenen Nase fassen. Kaum einer gibt bis zu 10000€ für Hybrid, Range-Extender oder Elektroautos aus. Warum soll also die Telekom oder sonst wer teure Technik verlegen, wenn man die Leistung der aktuellen noch verdoppeln kann mit viel geringerem Aufwand

Der Vergleich hinkt extrem. Jeder, der sich einen Neuwagen kauft hat doch schon ein effizienteres Auto als vor ein paar Jahren. Jeder Benzinmotor ja sogar Dieselmotoren werden stetig weiterentwickelt. Mit jedem Kauf finanziert der Kunde genau diese Entwicklung, die das ermöglicht. Niemand will ein Elektroauto in Deutschland kaufen, da es weder die nötige Energieinfrastruktur (E-Tankstellen), noch das interessante Angebot und vor allem wollen wenige die viel zu vielen Einschränkungen, welche ein E-Auto mit sich bringt, eineghen. Was will ich mit einem Auto, dass es gerade mal auf maximal 250km Reichweite bringt und dann noch mind. 2 Stunden an der Steckdose stecken muss? (Mit Tesla ca 30-40Min.) Dazu will ich kein unglaublich teures Auto kaufen, wo ich nach ca. 2-3 Jahren alle Akkus für nochmal richtig viel Geld austauschen muss. Noch will ich ein Auto, dass gerade mal 140km schafft und bei 3min Top-Speed dann auch noch runterregelt, da die Akkus zu heiß werden. Warum sollte ich dann noch eine Tankfüllung von ca 8-15€ gutheißen, wenn ich auf meine ganze Fahrleistung im Jahr 40Cent/km zahle als ca. 25Cent/km bei meinem Benziner :ugly: Sry aber das ist völliger Quatsch. Und dann ist immer noch die Frage, wie denn der Strom erzeugt wird. Je mehr E-Autos es gibt, desto mehr Strom muss auch produziert werden. Die Energiewende ist sowieso Quatsch und Kohlekraftwerke werden noch lange Zeit am Netz bleiben müssen.

Hybrid Autos sind schon lange im Aufwind. Wir haben bereits einen Hybrid Golf in der Familie und der ist Spitze. Auf 600km haben wir ein Verbrauch von 2L/100 km :daumen:

Nur mal so am Rande zu deinem Argument.
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Ich habe meine Argumente doch schon relativiert, dass es sich um keinen guten Vergleich handelt war mir klar :D Jedoch sprichst du den Kern an. Auch Verbrenner werden weiterentwickelt und alle profitieren davon. Also kann ich das Kupferkabel ausreizen und in der Zwischenzeit die Infrastruktur in Form von Leerrohren für Glasfaser schaffen. So die Theorie :devil:
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Die 50 MBit werden über LTE erreicht, womit man etwas hat das noch eine Nummer falscher ist.

Das Problem ist das ein konventioneller Glasfaserausbau 94 Mrd € kostet, sprich im Durchschneitt 1200€ für jeden Deutschen. Auch wenn du einiges wieder reinholen kannst, so müßtest du den Leuten erklären warum sie haufenweise Geld für etwas zahlen sollen das sie überwiegend (noch) nicht haben wollen und das sie überwiegend (noch) nicht brauchen.
SSo ist das eben mit Investitionen. Erst einmal steckt man Geld rein und ab einem gewissen Zeitpunkt X rechnet es sich dann. Bei Glasfaser wäre das wohl angeblich in 25 Jahren.

Die Frage die man sich stellen muss ist: Investieren wir kurz oder aber langfristig? Im Bezug auf die Zukunftsfähigkeit für Deutschland kann die Antwort eigentlich nur "langfristig" sein.

MfG
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Das Problem ist das ein konventioneller Glasfaserausbau 94 Mrd € kostet, sprich im Durchschneitt 1200€ für jeden Deutschen. Auch wenn du einiges wieder reinholen kannst, so müßtest du den Leuten erklären warum sie haufenweise Geld für etwas zahlen sollen das sie überwiegend (noch) nicht haben wollen und das sie überwiegend (noch) nicht brauchen.

Naja, man kann den Ausbau für 1200€/Nase machen, muss man aber nicht. Es geht auch deutlich günstiger. Kommt drauf an, wer es rechnet. Also, wenn Du mir den Auftrag geben würdest "Schließ alle Leute in Deutschland an Fibre an, ich Zahl Dir 1200€ pro Anschluß" wäre ich schon im ersten Jahr reich. Im zweiten Jahr sehr reich. Und dann würde ich den Auftrag für 1 Mrd. Euro "Bearbeitungsgebühr" weiterreichen, und der Typ würde trotzdem auch sehr schnell reich.

Und das mit den Leuten ist auch so eine Sache. Wie es angeblich schon Henry Ford sagte: If i'd asked people what they wanted, they would have asked for a faster horse [Zitat nicht belegbar!].

In Deutschland ist im Netzausbau schon soviel schief gelaufen, das macht den Kohl auch nicht fett. Ich lach mir nur tot, wenn irgendwann ein Game-Changer wie google in Deutschland in den Markt eintritt. Es würde ein Ballungszentrum reichen. Austin, Texas: 5 mbit down/1 mbit up: ist nicht viel, aber einmalig (!) 300 USD und dann nie wieder was zahlen. Kein monatlicher Beitrag. Oder 70 USD/Monat für 1 Gbit down/1 Gbit up.
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Ich bin für einen kompromisslosen Glasfaserausbau, bis ans Haus, da dass die zukunftssicherere Technologie ist und man zwingend in diese Investieren sollte.

MfG

Um besten per Gesetz verfügen, dass jeder mögliche Telekommunikationanbieter ohne Rücksicht auf Eigentum sein Galsfaserkabel in den Keller des Hauses legen darf und dafür auch z.B. Vorgärten aufgraben darf....

Du wirst es nicht glauben, aber die meisten Hausbesitzer wollen nicht, dass da jemand kommt und Glasfaser in den Keller legt. "Internet hab ich doch schon?!"

Die Telekom hat es ja 2012 versucht und den große FTTH Ausbau ausgerufen, nachdem diverse Städte gescheitert sind, hat man sich darauf besonnen FTTC auszubauen...

"Die Frage die man sich stellen muss ist: Investieren wir kurz oder aber langfristig? Im Bezug auf die Zukunftsfähigkeit für Deutschland kann die Antwort eigentlich nur "langfristig" sein."


Da wird dir jeder BWL Student widersprechen. Leider ist es so, dass sich kurzfristige rentable Investitionen mehr lohnen auch wenn man dadurch (deutlich) mehr ausgibt...

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Ich finde ja das ein FTTC Ausbau sinnvoll ist um kurzfristig 50-100 MBit/s dort bereitzustellen, wo jetzt weniger als 10MBit/s ankommt.

Wenn man jetzt überall FTTB/H bauen wollen würde, wären die Leute, die jetzt weniger als 10MBit/s bekommen, wohl wieder in der Prio-Liste recht weit hinten, so dass sie noch die nächsten 20 Jahre (meine ganz persönliche Einschätzung wie lange so ein bundesweiter Ausbau dauert) immernoch mit weniger als 10MBit/s rumgurken.

Da gurke ich doch lieber mit FTTC bei max. 250MBit/s innerhalb der nächsten Jahre rum und warte dann bis die Glasfaser ins Haus kommt.

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Die Aussagen alá "Die Telekom hatte 5 Jahre kein Interesse bei uns auszubauen, und als die Konkurrenz kam, kam sie auch" kann ich zwar durchaus nachvollziehen. Und ich bin mir sicher, dass dort wo die Konkurrenz der Telekom ausbaut, die Telekom auch schnell ausbauen möchte. Aber, ich finde, das ist doch gut für den Kunden: Konkurrenz belebt das Geschäft und was kann besser für den Wettbewerb sein, als 2 Anbieter mit ihrer jeweils eigenen Infrastruktur? Wird doch immer über das Monopol gemeckert?

Dennoch hat die Telekom ab 2013 angefangen massiv zu investieren (und davor praktisch gar nichts gemacht), deswegen kann es durchaus sein, dass die Telekom zwar vor 5 Jahren nicht ausbauen wollte, aber jetzt auch ganz unabhängig von der Konkurrenz ausbauen möchte.

Aber man kann Deutschland nicht innerhalb von 1-2 Jahren ausbauen, auch FTTC braucht Zeit. Planungen, Genehmigungen, Tiefbaufirmen, usw.
 
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Sollten die 50 MBit bis 2018 großteils über LTE erreicht werden, müssen aber deutlich mehr LTE Masten aufgestellt werden. Bei uns gibt es EINEN LTE Mast der Telekom. Und der ist nicht im Sichtbereich. So komme ich mit DSL Hybrid auf maximal 25 Mbit/s (6000 über DSL). Von den 50 LTE MBit die hier gehen sollten bin ich also weit entfernt. Und wie man ja weis je mehr Leute gleichzeitig die selbe Zelle nutzen desto langsamer wird es.
LTE Hybrid ist eine gute Alternative zum normalen DSL. Aber ich hoffe doch das wir hier doch noch in den genuß von VDSL oder Glasfaser kommen.
 
AW: Breitbandausbau: Kritik an den 2,7 Milliarden Fördergeldern

Um besten per Gesetz verfügen, dass jeder mögliche Telekommunikationanbieter ohne Rücksicht auf Eigentum sein Galsfaserkabel in den Keller des Hauses legen darf und dafür auch z.B. Vorgärten aufgraben darf....

Du wirst es nicht glauben, aber die meisten Hausbesitzer wollen nicht, dass da jemand kommt und Glasfaser in den Keller legt. "Internet hab ich doch schon?!"

Die Telekom hat es ja 2012 versucht und den große FTTH Ausbau ausgerufen, nachdem diverse Städte gescheitert sind, hat man sich darauf besonnen FTTC auszubauen...
Es geht um die Infrastruktur. Dazu reicht es völlig die Kabel in der Straße mit Lerrohren für die nachträgliche Erschließung an Grundstücken zu verlegen. So kann jeder selber entscheiden ab wann er die vorhandene Technologie nutzen möchte. Warum sollte man auch jemanden der beispielsweise 400 Mbit Kabel hat dazu zwingen Glasfaser zu verlegen? Makes no sense.

Da wird dir jeder BWL Student widersprechen. Leider ist es so, dass sich kurzfristige rentable Investitionen mehr lohnen auch wenn man dadurch (deutlich) mehr ausgibt...
Das kommt ganz auf das Ziel an, deshalb ja auch die Betonung auf den Standort Deutschland.
Ich finde ja das ein FTTC Ausbau sinnvoll ist um kurzfristig 50-100 MBit/s dort bereitzustellen, wo jetzt weniger als 10MBit/s ankommt.
Naja, was ist denn daran sinnvoll, wenn diese kurzfristige "Aushilfe" den langfristigen Ausbau ausbremmst oder gar verhindert? Für kurzfristige Lösung gäbe es ja LTE.

Wenn man jetzt überall FTTB/H bauen wollen würde, wären die Leute, die jetzt weniger als 10MBit/s bekommen, wohl wieder in der Prio-Liste recht weit hinten, so dass sie noch die nächsten 20 Jahre (meine ganz persönliche Einschätzung wie lange so ein bundesweiter Ausbau dauert) immernoch mit weniger als 10MBit/s rumgurken.
Deshalb bin ich ja auch der der Staat die Oberhand bei Infrastruktur haben solltee und nicht gewinnorientierte Privatunternehmen.

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Die Aussagen alá "Die Telekom hatte 5 Jahre kein Interesse bei uns auszubauen, und als die Konkurrenz kam, kam sie auch" kann ich zwar durchaus nachvollziehen. Und ich bin mir sicher, dass dort wo die Konkurrenz der Telekom ausbaut, die Telekom auch schnell ausbauen möchte. Aber, ich finde, das ist doch gut für den Kunden: Konkurrenz belebt das Geschäft und was kann besser für den Wettbewerb sein, als 2 Anbieter mit ihrer jeweils eigenen Infrastruktur? Wird doch immer über das Monopol gemeckert?
Deshalb ja auch Infrastruktur staatlich. ;)

Aber man kann Deutschland nicht innerhalb von 1-2 Jahren ausbauen, auch FTTC braucht Zeit. Planungen, Genehmigungen, Tiefbaufirmen, usw.
Das stimmt, deshalb sage ich ja auch, dass formulierte Ziel ist das Problem, denn alle Haushalte bis 2018 mit 50Mbit zu versorgen ist in der Tat nur mit Vectoring möglich. Da sollte man noch einmal ansetzen, da so der Glasfaserausbau massiv ausgebremst wird, was uns in Vergleich zu anderen Ländern enorm nach hinten wirft.

MfG
 
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