Bildschirmkalibrierung

Das ist so völlig falsch ;)

Kalibrierung bedeutet, die heranführung eines Messwertes an einen festgelegten Standardwert, damit die Fehlertoleranz der Messgeräte vergleichbar wird ;)
Also das Einstellen des Monitors.
Stimmt, völlig falsch was ich gesagt.
Wenn du es schon so genau willst:
Bei der Monitorkalibrierung werden verschiedene Ausgangswerte des Monitors mit einem Colorimeter gemessen.
Danach wird ein Farbprofil erstellt, welches die Werte auf ein vorgegebenes Maß, meist sRGB, so weit wie möglich anpasst.

Und inwiefern hilft das nun dem TE bei seiner Fragestellung weiter? :what:
Das ist halt die Frage.
Ich glaube dem TE wurde soweit schon geholfen.
 
Die Anschaffung eines Colorimeters (ab 100€ gibts schon ordentliche) lohnt sich meines Erachtens durchaus und für nahezu jeden. Wenn man 500€ oder mehr für einen neuen Monitor ausgibt kann man auch noch ein wenig draufzahlen und sichergehen, dass die Farbdarstellung und Durchzeichnung eines Bildes so erfolgt, wie es der Software/Spiele-Produzent gewünscht hat. Noch wichtiger ist meiner Meinung nach die Kalibrierung von fernseher, da diese noch häufiger stark von der Norm abweichen.

Ich selber besitze einen X-Rite i1 display Pro. Am PC und Laptop nutze ich die mitgeliferte Software zum Erstellen von Farbprofilen, den Fernseher kalibiriere ich mit dem kostenlosen Programm HCFR. Dort ist aber durchaus etwas Einearbeitungszeit nötig, nicht ganz easy. Aber es lohnt und macht mir auch Spaß ;)
 
Wie kalibriert man einen Fernseher, wenn es keine Grafikkarte gibt, die ein Profil lädt?

Da kann man dann ja nur den Weißpunkt und die Helligkeit einregeln am OSD vorm Fernseher. Oder macht das HCFR das gleiche auch mit allen Farben, also stellt z.b. ein Grün da, und Du drehst am OSD bis das Messgerät ein "vernünftiges" Grün misst?
 
Man kalibriert ja eigentlich Monitore, um farbverbindlich arbeiten zu können. D.h. vom Monitor über den Proof bis hin zum Druck sehen die Farben auf allen Medien im Idealfall gleich aus. Wozu das jetzt "für nahezu jeden" sinnvoll sein soll, erschließt sich mir nicht ganz.

Für den Zocker zu Hause reicht auch die eingebaute Kalibrierung in Windows (ohne externes Gerät). Denn das was an ΔE (Farbunterschied zum eigentlichen Farbwert laut gewählter Norm) über bleibt, bemerkt kein Standarduser mehr. Da müsste man schon einige Zeit farbverbindlich gearbeitet haben, um das bemerken zu können.

Mal davon abgesehen schränkst du bei der Kalibrierung den Farbraum immer künstlich auf einen kleinsten, gemeinsamen Nenner ein (bei z.B. 3 Monitoren immer auf den Schlechtesten). Du hast also nach der Kalbrierung unter Umständen sogar "blassere" Farben als vorher...
 
Da ich beruflich mit der Materie zu tun habe, wollte ich auch noch meinen Senf dazu beitragen.
Letztlich macht eine Kalibrierung des Monitors nur dann Sinn, wie bereits erwähnt, wenn auch eine Farbverbindlichkeit erreicht werden soll. Wenn eine kontinuierliche Darstellung der Farben, auch über längere Zeiträume (denn Monitore haben nach wenigen Tagen/Wochen/Monaten Farbveränderungen) gewährleistet werden muss - in so einem Fall empfiehlt es sich natürlich in festgesetzten Zeitabständen seine Geräte zu rekalibrieren. Wenn man also mit dem Bild was einem sein PC anzeigt auch Ausgaben (digitaler oder print...) produziert, empfiehlt sich so eine Kalibrierung - eben aufgrund der Farbtreue und dem schon erwähnten "Standard". Wenn man jetzt aber sein Gerät kalibrieren möchte, einfach damits knallt und schön aussieht, dann würde ich die min. 100 Euro in was anderes investieren. Zumal eine Monitorkalibrierung das Bild nicht "schöner" macht - sondern nur standardisiert.
Ich habe an meinem Monitor mehrere Farprofile in der Schnellauswahl, die ich durch einen Klick aktivieren bzw. wechseln kann. Arbeite ich, stelle ich auf den eigtl. langweiligen und blassen kalibrierten Zustand, wenn ich was zocken möchte, geh ich in den bunten knalligen und hellen RGB Modus. Dieser ist bei mir dann auch gar nicht kalibriert, sondern sieht einfach nur "besser" aus.
 
Wenn du nur schöne Farben haben willst, dann tu dir das Kalibrieren nicht an.
Ich muss (auf Grund von Bildbearbeitung) regelmäßig kalibrieren und empfinde es als äußerst mühsam.

Ein kalibrierter Monitor hat einen VIEL schwächeren Kontrast und ist meist nicht so hell wie Monitore, die nicht kalibriert sind. Das hat damit dazu tun, weil man möglichst auf eine Ausleuchtung von 120cd/m² kommen möchte.

Kurz um: schöne Farben sind Geschmackssache und in meinen Augen macht es für Dich keinen Sinn einen Colorimeter zu kaufen.
Wenn du es trotzdem testen möchtest, kauf dir einen gebrauchten Spyder 4 Express (knapp 70€) und kalibriere mit DisplayCAL und ArgyllCMS
 
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