Ich hatte es nie, dass mein Charakter mit falschem Geschlecht angesprochen wurde, aber spiele auf Englisch. Allerdings habe ich wohl, wie ich nachträglich lernte, einige Cutscenes verpasst, gerade im Bezug auf die Romanze mit Shadowheart.
Habe heute mein erstes Playthrough vollendet, als typischer lawful good Paladin.
Akt 1 und Akt 2 waren richtig gut, Akt 3 hat leider nachgelassen, dank zahlreicher Ungereimtheiten, Performance-Probleme und Bugs. Etwa, dass die NPCs in der Steel Watcher Foundry hostile waren, obwohl alle Aufpasser tot und deren Kristalle deaktiviert waren. Das Ende war dann noch einmal ein Letdown mit den wenigen, kurzen Cutscenes und den nicht wirklich abgeschlossen wirkenden Stories der Origin-Charaktere. (Ich hätte es auch cool gefunden, wenn man so wie in anderen RPGs (wie etwa Elder Scrolls) auch nach dem Abschluss der Hauptstory weiterspielen kann, um die Spielwelt zu erkunden, Nebenquests abzuschließen und vielleicht Beziehungen zu NPCs aufzubauen/weiterzuentwickeln.
Was mich besonders als Paladin frustriert hat, war das Oathbreaking-System - das ich schließlich mit einer Mod einfach ausgeschaltet habe. Ich finde die Idee gut, dass es für einen Paladin, der seinen Oath bricht, indem er etwa Unschuldige umbringt oder sich dunklen Mächten hingibt, Konsequenzen gibt - aber dass ein normaler, gut gesinnter Paladin seinen Oath bricht, wenn er in Akt 3 einen Serienmörder umbringt, wenn er einen bösen Assassinenkult ausschaltet oder wenn er die Wachen, die einem Bösewicht unterstehen, tötet, um einen von ebendiesem Bösewicht gefangengehaltenen NPC zu befreien, ergibt einfach keinen Sinn.
Außerdem finde ich es lächerlich, dass man sich seinen gebrochenen Schwur einfach mit Gold zurückkaufen kann - wenn schon, würde ich da eine richtige Redemption-Ques(line) spielen wollen.
Habe - als D&D-Veteran, Spieler und Dungeon Master - im Strategist-Modus gespielt. Das Balancing in Akt 1 war miserabel, die Kämpfe waren teilweise einfach nicht schaffbar, oder zumindest nicht auf normalem Wege aus dem Dialog heraus - mit gekünstelten Ambushes (etwa Kisten stapeln, um auf ein Hausdach zu klettern) mitunter schon. Es ist nunmal keine gute Idee, gegen eine Gruppe auf Level 3 oder 4 einen Magier mit Feuerball im Repertoire aufzustellen (als Teil einer Gruppe von Gegnern wohlgemerkt, nicht als Solo-Boss oder ähnlich) oder Gegner generell so zu skalieren, dass die Charaktere gleich in der ersten Runde draufgehen, teilweise bevor sie überhaupt drankommen. Es fühlt sich ann, als wäre man permanent extrem unterlevelt, obwohl man der Hauptstory folgt, ohne dabei etwas zu überspringen. Ja, man kann Kämpfen oft auch aus dem Weg gehen, aber wenn man im Strategist-Modus spielt, dann macht man das ja eben genau weil man kämpfen will.
Habe mir dann eine Mod geholt, um deutlich schneller zu leveln, und damit hat es dann, insbesondere ab Akt 2, einigermaßen gepasst.
Störend waren auch die vielen Bugs, gerade die im Kampfsystem sind mir dabei aufgefallen - teilweise wundert es mich, warum die scheinbar beim Playtesting nicht gefunden wurden, da sie so offensichtlich sind. Mein Paladin hatte unter anderem das Feat Polearm Master, das ihm erlaubt, einen Gelegenheitsangriff zu machen, wenn jemand auf ihn zuläuft - aber auch, wenn mein Paladin auf einen Gegner zugelaufen ist, kam das Popup, ob ich denn einen PAM-Gelegenheitsangriff machen möchte, und wenn ich das akzeptierte, griff ich mich selbst an. Außerdem funktioniert die PAM-Bonusattacke nicht mit Great Weapon Master, man bekommt zwar das -5 auf den Angriffswurf, aber keine +10 Schaden, der Shield-Spell schützt mitunter nicht vor Magic Missile und so fort.
Auch dürfte es Bugs bei zumindest manchen Würfen geben, anders kann ich mir es nicht erklären, dass ich so oft Konzentration auf Zauber mit +9 oder höher auf Constitution-Saves und dem Warcaster-Feat verloren habe - eine doppelte 1 beim Wurf mit Vorteil kommt schließlich nur in 1 von 400 Fällen vor.