Ich bin gelernter Kaufmann im EH...^^
Und das es nicht anders geht ist Quatsch. Erinnert mich irgendwie an die Politik mit solchen Ausdrücken wie "alternativlos".
Mh, wurde dir das bei deiner Ausbildung nicht vermittelt? Das Ganze ist ein Geschäft, und es geht um: Geld, Geld, Geld und nichts anderes.
Es gibt im EH einfach durch die schiere Menge an Händlern unheimlichen Preisdruck, gerade bei uns Deutschen ist der Preis meistens Faktor Nr. 1 bei der Kaufentscheidung: Wo's billiger ist, wird gekauft.
Es gibt viele Stellschrauben, um den Preis zu optimieren, nur sollte dabei nicht die Marge für den Händler selber drunter leiden (der Faktor wird als letztes angegangen), daher muss woanders gespart werden. Effiziente Abläufe und Lieferketten z.B. ... Der "reale" Einzelhandel hat dabei dummerweise einige Kostenfaktoren mehr, die Online-Händler nicht haben, allen voran hohe Mieten für die Geschäfte, zusätzliches Personal zur Betreung der Kunden und Präsentation der Ware, hohe Lagerkosten (Teil der Miete) .... Online-Händler haben da grosse Vorteile, da macht Amazon selber vor, wie es geht: Ein Webportal für die Bestellabläufe, und ansonsten in erster Linie über ganze Land verteilte, riesige Lager mit Direktanbindung an DHL-Zentren zur möglichst effizienten Belieferung der Kunden, Geheimnis von Amazon ist deren Software zum Organisieren und Lagern in ihren Lagerhallen (am besten beschreibbar mit "organisiertem Chaos").
Trotz allem herrscht weiterhin massiver Druck aufgrund der Konkurrenz, und es bleibt schlichthin festzuhalten: In vielen Fällen gibt es kaum noch was zum Optimieren zum Drücken der Preise, da muss man dann zwangsläufig an Faktoren wie die Bezahlung der Angestellten ran, da woanders nichts mehr eingespart werden kann - an den eigenen Profit/Marge geht man schliesslich ungern. Amazon macht das nicht anders wie der Einzelhandel, wobei Amazon noch so intelligent ist und die verdiente Kohle seit jeher in Expansion und das Erschliessen neuer Geschäftsfelder zu stecken (man schaue sich mal deren Quartalszahlen an ... bisher nicht einmal wirklich dick Gewinn abgeworfen, da immer wieder reinvestiert in neue Hallen oder so Sachen wie den Kindle), einen solchen Unternehmergeist vermisse ich im Einzelhandel, der sich in weiten Teilen aufs Rumgeheule über die veränderte Marktsituation durch das pöse pöse Internet konzentriert.
Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Amazon auch nur mit Wasser kocht, die optimieren genau an den Stellen ihr Geschäft, wo man was einsparen kann: Beim Personal, das machen alle Arbeitgeber die es können genauso, Kommissionierer ist halt kein hochqualifizierter Beruf, da kann man sich notfalls frei beim Arbeitslosenheer übers Arbeitsamt neue Angestellte suchen wenn die vorhandenen aufmucken sollten. Ist nicht schön, aber so funktioniert Marktwirtschaft im Kern nunmal: Recht des Stärkeren. Das kann - und sollte man - ******** finden, unterm Strich ists aber jedem egal solange der Preis stimmt. Wirkliche Engel ist da aber kaum ein Händler, daher mache ich mir da wenigstens keine Illusionen. Amazons Geschäft läuft dafür auf der "Kundenseite" - also da, wo es mich wirklich interessiert - perfekt und super komfortabel, was man vom Einzelhandel halt oft nicht behaupten kann. Bei Amazon bin ich noch König, und kan im Zweifelsfall sogar was das ich selber an die Wand geworfen habe noch zurückgeben, und das alles innerhalb weniger Tage und mit Gratisversand, da kann mir keiner was erzählen, da ich gute Erfahrungen mit dem Laden gemacht habe - als Kunde.
Marktgesetze sind grausam, aber es gibt sie, deswegen Amazon zu verteufeln, nur weil sie erfolgreich sind ist bigott und unfairer Mist. Da du im EH tätig bist kann ich dir allerdings nicht verübeln Online-Händlern wie Amazon böse zu sein. Kleiner Tipp: Die haben auch 'nen Marketplace für kleinere, private Verkäufer - imo besser als Ebay.
Es gibt immer mehr Menschen die sich gegen DRM entscheiden. Das spaltet die Gamer selbst. Ich selbst spiele fast nur noch altes Zeug. Das hat aber den Vorteil, dass ich meinen PC nicht mehr aufrüsten muss...^^ Rein nach dem Motto, Operation ist gelungen, Patient ist tot....
Gibt zwar genug Gequäke in Foren von Totalverweigerern, aber unterm Strich scheint das eine (schrumpfende!) Minderheit zu sein, anders kann ich mir die nackten Zahlen nicht erklären, denn die deuten alle auf ungehemmtes Wachstum im Digitalvertrieb hin, während der Retail-Markt merklich einbricht - und dabei veröffentlich Steam noch nicht mal Zahlen.