Auf die Wärmeleitfähigkeit kommt´s bei einer Wakü nicht sonderlich an, sondern auf die spezifische Wärmekapazität

. Die spezifische Wärmekapazität von Silikonöl ist um mehr als die Hälfte schlechter im Vergleich zu Wasser. Im Übrigen beträgt auch die Wärmeleitfähigkeit von Silkonöl nur etwa ein Fünftel im Vergleich zu Wasser, obwohl auch die Wärmeleitfähigkeit von Wasser bereits vergleichsweise gering ist - aber das tut wie gesagt nicht viel zur Sache.
Bezüglich der spezifischen Wärmekapazität ist Wasser im fraglichen Temperaturbereich jedenfalls unschlagbar und darauf kommt es bei einem Wärmetransportmedium nun mal an. Als Kühlflüssigkeit ist Silkonöl für eine Wakü daher ziemlich ungeeignet. Daneben hat Silikonöl auch noch die unangenehme Eigenschaft extrem kriechfähig zu sein, so dass es nur mit sehr hohem Aufwand im Kreislauf gehalten werden kann. Zudem ist es ein ziemliche Sauerei und so benutze Wakü-Bauteile sind auf dem Gebrauchtmarkt nahezu unverkäuflich.
Edit: Wie oben schon gesagt: Die Kurzschlussgefahr ist eher gering und nur der Kontakt mit der primäseitigen Spannungsebene im Netzteil ist wirklich gefährlich. Auf der Sekundärseite kommt es, wenn überhaupt, allenfalls zu defekter Hardware. Oft überlebt die Hardware aber auch eine kleine Flutung unbeschadet, wenn man sie anschließend vernünftig säubert und trockenlegt. Nicht umsonst ist ein beliebter Trick zur Hardware-Reinigung ein Durchgang in der Spülmaschine, aber auch im Betrieb sind dauerhafte Schäden an der betroffenen Hardware nicht unbedingt die Regel, wenn es tatsächlich mal zu einer Leckage kommt. Spontan durch Materialversagen kommt so was sowieso extrem selten vor, sondern geht meist von Fehlern des Nutzers beim Aufbau aus. Dagegen lässt sich wie gesagt vorbeugen. Jedenfalls ist die potentielle Kurzschlussgefahr bei möglichen Leckagen kein wirklich schlagkräftiges Argument gegen den Einsatz von Waküs mit Kühlflüssigkeiten auf Wasserbasis oder auch Wasser pur.