Was beschreibt er denn?
Das selbst seine eigene Software gegen gezielte und/oder neue Angriffe nichts besseres zu bieten hat, als zwei Heuristik-Ansätze:
1. und 6. greift Leute bzw. deren Argumente an, die sein Produkt kritisieren. Berechtigte Verteidigung, sagt aber gar nichts über die Software, nur über andere Personen bzw. deren Argumente
3. und 4. sagen, was auch nicht funktioniert
5. und 7. sind ein Eingeständnis, dass es eben keinen zuverlässigen Schutz gibt
2. ist imho reines Werbegefasel. Sie haben Webseitenlisten und checken die "Reputation"? Toll. Ich hoffe, PCGH.de stand auf der Blacklist, als hier Viren via Werbung verbreitet wurden

. Sie scannen den HTTP-Verkehr? Das kann eine Firewall im Router wesentlich besser und vor allem kann sie das, bevor er überhaupt in Kontakt mit dem System kommt (was nicht heißt, dass so ein Ansatz für mobile Rechner nicht hilfreich sein kann). Sie scannen RAM und Dateien? Dafür muss keine Anti-Virensoftware permanent laufen. Das ist eben nicht ein Schutz-, sondern eine Kontrollmaßnahme. Das einzige, was hier wirklich ein Schutzmechanismus gegen gefährliche Angriffe bietet, ist Sandboxing. Aber konsequentes Sandboxing muss entweder das Betriebssystem betreiben (jedes Program ist immer isoliert) oder es muss es jede einezelne Software einzeln vor ihrer Nutzung testen. Vor jedem Start, wenn man wirklich sicher gehen will. Diesen ernormen Performanceverlust bieten die Endkunden-Suiten nicht einmal optional an.
Das einzige, was von diesem langen Artikel als Sicherheitsgewinn gegen kompetente Angreifer bleibt, ist die ominöse Heuristik. Diese sorgt aber nicht für 100%igen Schutz - und sie ist vor allem genau das, was Symantec beschrieben hat:
Ein Verfahren, um erfolgreiche Infektionen zu erkennen und zu bekämpfen, bevor Schlimmeres passiert. Aber den undurchdringlichen Schutzwall, hinter dem sich hier viele wähnen, den gibt es einfach nicht. Auch nicht in diesem Artikel.