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Ich habe große Sympathie für die Tibeter, den Dalei Lama, da die Chinesen noch dabei sind die Reste der tibetischen Kultur auszulöschen.
Hätte China nicht Tibet erobert, würden dort heute amerikanische Militärstützpunkte sein.
Das hätte aber schon längst geknallt, wir würden heute im nuklearen Winter leben, und die wenigen Überlebenden würden sich nur noch einen schnellen Tod wünschen.
Tibet war ein Staat zwischen China und Indien, es gab nach der Eroberung Tibets durch China mehrere militärische Grenzkonflikte zwischen chinesischen und indischen Truppen und nach wie vor keinen von beiden Staaten anerkannten Grenzverlauf, sondern lediglich eine Art Demarkationslinie. Des Weiteren war Indien ein Konkurrent von China und den USA, lange als Anführer der Blockfreien Staaten in der UNO, später der Entwicklungsländer. Die USA setzten hier auf eine Kooperation mit Pakistan. In Indien haben und hatten die USA nie Stützpunkte. Nun, wo die USA sich sukzessive aus Pakistan zurückziehen, übernimmt China mehr und mehr die Rolle als Unterstützer, inzwischen beliefert es Pakistan mit seiner ganzen Palette militärischer Produkte. Das Ziel mittelfristiges Containment, keinesfalls will man Indien als zukünftigen Konkurrenten in SO/Asien erstarken lassen.
Dass China wirtschaftliche Einflussnahme betreibt und sich - auch militärische - Optionen schafft, bestreitet wohl kaum jemand. Das ist jedoch nicht dasselbe wie die gezielte wirtschaftliche und politische Destabilisierung anderer Nationen oder gar der militärische Einmarsch in selbige. Da hat sich China bisher im Gegensatz zu den USA angenehm zurückgehalten.
Was natürlich nicht heißen muss, dass sie es nicht über kurz oder lang ebenfalls in Erwägung ziehen könnten. Aber wir betrachten ja hier den Ist-Zustand.
Während der Endphase des Zweiten Weltkrieges hat man mit Tibet und Ost-Timor Flächen erobert und eingegliedert, welche beinahe der Fläche Westeuropas entsprechen. In der anschließenden Konsolidierungsphase und den Wirren der kommunistischen Revolution verfügte man über keine freien Ressourcen für weitere Expansionskriege. Als man in den 80ern durch Hinwendung zum Kapitalismus den wirtschaftlichen Aufstieg begann, waren die politischen Strukturen der Region bereits so gefestigt, dass man auf der Basis zweitklassiger Militärtechnik einen offenen Krieg gegen Taiwan für zu riskant hielt.
Das wird sich nun langsam ändern, Kommentare chinesischer Parteikader und Generäle gibt es genug.
Für Westeuropäer finde ich es generell etwas merkwürdig, von dem destabilisierenden Einfluss der USA zu sprechen. Westeuropa stand nach dem WW2 unter amerikanischem Einfluss, was zur friedlichsten Phase der Neuzeit führte. Auf der anderen Seite konnte man schon beim ersten Konflikt in Europa, dem Bürgerkrieg in Jugoslawien die Strategie der EU erkennen. Nämlich dem morden einfach zu schauen und die ganze Zeit heiße Luft produzieren. Es war dann nach 7 langen Jahren Bürgerkrieg die USA, welche die Nato nutzte, um das Morden zu beenden.
Und so läuft es heute noch auf der Welt. Die EU kritisiert alles und jeden, wie ein Zuschauer, der vom Straßenrand aus die Rettungskräfte kritisiert, sie seien nicht gut genug. Eine sehr bequeme Position, Mann sollte sie nur nicht für all zu überlegen halten.
Und das kann man auch 1:1 auf die Kritik am Vorgehen gegen Huawei übertragen. Die EU hat keine Handy Fertigung mehr, stellt keine Betriebssysteme her und wird nach und nach aus dem Bereich Netzinfrastruktur verdrängt. Die Deutschen Geheimdienste sind wie die Bundeswehr in desolatem Zustand, die Großunternehmen in der Spionageabwehr auf sich selbst gestellt. Man ist nur noch Zuschauer, der hier am Straßenrand steht und sich überlegt, was er wohl täte, wenn er entsprechende Möglichkeiten hätte. Hat er aber nicht und den Chinesen und Amerikanern ist das inzwischen auch egal.