AMD warnt vor eigener Pleite

@ DOTL: Doch TV-Werbung gibts/gabs zumindest auf den Ferraris in der F1 ;)

Nun ja... So gesehen kannst du noch viele weitere Sponsorings auffuehren, durch welche AMD im Fernsehen, Kino oder DVDs zu sehen ist bzw. zu sehen war. Dazu zaehlen/zaehlten z.B. Radrennen, Festivalsponsoring, Filmstudios, Kinofilme (z.B. Star Wars, Back to Gaya, usw. ), etc.

Die letzte TV Kampagne mit Werbespots war jedoch die zur Einfuehrung von Windows Vista. Microsoft hat mit einigen Unternehmen kooperiert und gemeinsame Spots geschaltet. AMD gehoerte auch zu den Partnern und war somit im Fernsehen zu sehen.

Ein wichtiger Absatzmarkt ist das Discountgeschaeft. In jenem ist AMD durch deren Partnerunternehmen recht stark vertreten. Zum Beispiel die Aktion mit dem FSC Deutschland-PC war nicht schlecht. Auch wurde die Aktion durch Plakate und Poster (z.B. im HBF Muenchen) beworben. Das kommende Weihnachtsgeschaeft ist ebenso wenig zu missachten.

Korn:
... dass sie vielleicht im nächsten Quartal sogar wieder schwarze Zahlen schreiben können
Hm... Ich hatte kuerzlich eine Studie in der Hand wonach mit dem Break even im Q2 09 gerechnet wurde. AMD selber peilt nach wie vor das Jahresende an. Im November findet ja wieder die Analyst-Conference statt. Dann wissen wir wohl mehr wie es zukuenftig weiter gehen soll.
 
Hm... Ich hatte kuerzlich eine Studie in der Hand wonach mit dem Break even im Q2 09 gerechnet wurde. AMD selber peilt nach wie vor das Jahresende an. Im November findet ja wieder die Analyst-Conference statt. Dann wissen wir wohl mehr wie es zukuenftig weiter gehen soll.

Was ich von Analysten halte kannst du in meiner Signatur sehen ;) :D
 
Ich denke was fehlt ist die Endkundenwerbung. Intel setzt z.B. auf TV-Spots, und auch bei Werbung von Mediamarkt etc. wird extra immer der Intel-Jingle gespielt.
Ist ja kein Wunder. Schließlich zahlt ja Intel eine Menge Geld an sog. Werbekostenzuschüssen an Media Markt und Konsorten, wie vor wenigen Monaten bekannt wurde. Im Gegenzug verkaufen die ausschließlich Intel-PCs. Die Prospekte z.B. müssen wohl vorher von Intel abgesegnet werden, bevor sie veröffentlicht werden können und der Zuschuss gezahlt werden kann. Intel will ja schließlich sicherstellen, dass auch bei allen Angeboten das Intel-Logo prangt.

Ganz ehrlich, bei den aktuell laufenden wettbewerbsrechtlichen Verfahren gegen Intel erwarte ich eine Verurteilung von Intel. Ist ja mittlerweile zu offensichtlich, wie die Konkurrenz mit unfairen Methoden ausgebootet wurde. :daumen2:
 
Ganz ehrlich, bei den aktuell laufenden wettbewerbsrechtlichen Verfahren gegen Intel erwarte ich eine Verurteilung von Intel. Ist ja mittlerweile zu offensichtlich, wie die Konkurrenz mit unfairen Methoden ausgebootet wurde. :daumen2:
Verurteilt werden sie vermutlich auch, wobei ich jetzt Exklusivverträge mit Händlern nicht als abnormal empfinde, das macht jede Metzgereikette so, die Wurstsemmeln verkauft, die hat dann auch einen Exklusivvertrag mit ner Bäckereikette, was vermutlich zu Lasten kleiner örtlicher Bäckereien geht.

Man kann einer firma nicht vorwerfen, dass sie die Konkurrenz ausschalten will, darauf beruht jeder Businessplan. ;)

Meiner Meinung nach war da bei AMD auch ordentlich der Wurm drin, die Firma hatte gute Verkaufszahlen mit dem Athlon, bessere mit dem XP und noch bessere mit dem Athlon 64. Was machen sie? Bauen Fabriken, expandieren wie der Teufel, kaufen einen nicht unbedingt finaziell wenig betuchten Grafikkartenhersteller auf - und lassen nebenher die Produktentwicklung schleifen. Nach dem Athlon64 kam auf dem CPU-Sektor lange nichts mehr, was dem Core das Wasser abgraben konnte, parallel dazu krankten die ersten AMD GPUs an chronischem Leistungsmangel und endlosen Verzögerungen.
Intel hat mit den Core CPUs die Verluste vom P4 wettmachen können, Nvidia stand mit der GF8 monatelang völlig konkurrenzlos auf dem Markt. Zum Glück konnte AMD wenigistens dort kontern und Nvidia hat sich produkttechnisch netterweise im Kreis gedreht und die Kundschaft mit Umettiketieraktionen verärgert.

Trotzdem, AMD hat ATI aufgekauft, damit eine zweite Front eröffnet und dann an beiden Fronten erstmal geschwächelt, so dass sie finanziell in eine langfristige Krise schlitterten. Eindeutig Missmanagement.

Ich bin AMD dankbar, bekam immer gute Gegenleistung für meinen Athlon TB und meinen Athlon XP damals, aber das ist nur recht und billig. Ich sehe mich da nicht in der Verantwortung, diese Firma mit Markenpatriotismus retten zu müssen. Ich kaufe was mir passt.
Zur Rettung gezwungen werden wir jetzt ja schon bei den deutschen Banken. Man muss doch als Bürger nicht wirklich jeden Management-Fauxpas ausbaden, oder? :nene:
 
Ich denke AMD hat die Gunst der Zeit ausgenutzt und den "Expansionskurs" gerade zur richtigen Zeit durchgeführt. Länger hätten sie keinesfalls warten müssen und die ATI Übernahme war ein sehr kluger Schachzug.
Allerdings stellte es sich im Nachhinein als fatal heraus, wie die Übernahme realisiert wurde. Hätte man anstelle von teureren Krediten und Cashzahlungen eher auf verstärkt auf Aktientäusche gesetzt, wäre das auch für die Bilanz besser ausgefallen. Im Nachhinein zeigte sich ja gerade die Abwertung in den Ratingagenturen aufgrund der imensen Kreditlast als negativ heraus. Aber vielleicht hätten ATI Aktionäre ohne die Cashzahlungen nicht mitgemacht.
Andererseits war der Preis für ATI offenbar zu hoch, weswegen die Firma auch mehrmals abschreiben musste.

Richtig. Kooperationsverträge und Exklusivverträge ansich stellen keine schlimmen Tatsachen dar. Soetwas passiert häufiger und wird in vielen verschiedenen Bereichen durchgeführt oder auf größerer Ebene versucht. Z.B. Boeing vor ca. 12 Jahren mit 20J Verträgen gegenüber Delta Airlines.

Die Frage ist nur, wie die Verträge gestaltet werden. Dass hier offenbar der Wurm drinnen ist konnte man an den verschiedenen Passagen, die aus der Anklage- und Beweisschrift veröffentlicht wurden ablesen. Und genau solche Passgen mit unmittelbaren und wettbewerbswidrigen Druckmitteln sollten nicht sein.

Übrigens, sollte Intel am Ende bei den verschiedenen Verfahren für schuldig befunden werden (Japan, EU, USA, etc.), dann wird die Geldbuße nicht AMD zufließen. Aus dem Grund geht AMD eine zivilrechtliche Klage gegenüber Intel in Delaware vor. Aus jenem Prozess könnten dann Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Aber bis hier ein Gerichtsentscheid getroffen wird, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen. Kartellrechtliche Prozesse dauern meist eine halbe Ewigkeit, wie man z.B. auch beim Mannesmann-Prozess sehen konnte.
 
Trotzdem, AMD hat ATI aufgekauft, damit eine zweite Front eröffnet und dann an beiden Fronten erstmal geschwächelt, so dass sie finanziell in eine langfristige Krise schlitterten. Eindeutig Missmanagement.
Öhm, nein.

Man hat ATI gekauft weil man (gute) Chipsätze brauchte, man hat ATI gekauft, weil man auch welche mit Grafik brauchte.
Man hat nur viel zu lange gewartet, ATi hätte man schon vor jahren übernehmen sollen...
Wobei es ja nicht umsonst Gerüchte gibt, das AMD, neben ATi und nVidia, auf Uli geboten hat...

erst jetzt ist AMD einigermaßen anständig aufgestellt und kann wirklich gegen Intel antreten!!
Vor der Übernahme war das nicht der Fall...

Die Grafikchipsätze sind hier nur Beiwerk...
 
Ich denke auch das es nun langfristig berg auf geht. Irgendwo hatte ich die Tage aber gelesen das AMD seinen Marktanteil verdoppeln muss um langfristig zu überleben.
 
Öhm, doch.
Man hat ATI gekauft weil man (gute) Chipsätze brauchte, man hat ATI gekauft, weil man auch welche mit Grafik brauchte.
Man hat nur viel zu lange gewartet, ATi hätte man schon vor jahren übernehmen sollen...
Wobei es ja nicht umsonst Gerüchte gibt, das AMD, neben ATi und nVidia, auf Uli geboten hat...
Das einerseits, und andererseits war der Kaufzeitpunkt unglücklich. Es ist ja logisch, dass es einige Zeit dauert, bis so eine Fusion Früchte trägt aus Entwicklungssicht. Zum Kaufzeitpunkt hatten weder ATI noch AMD ein konkurrenzfähiges Nachfolgeprodukt in der Mache, daher waren die ersten Produkte nach der Fusion allesamt schwach am Markt, und AMD konnte nur durch teils massive Preissenkungen ihre Verkaufszahlen erhöhen, was das knappe Budget überbelastete.
Wäre kurz nach der Funktion eine AMD CPU oder eine ATI GPU (noch entwickelt in den Vor-Fusions-Zeiten) erschienen, die ähnlich gut eingeschlagen hätte wie frühere Produkte, stände die Firma jetzt finanziell ganz anders da, da sie den ATI-Einkauf viel schneller hätte verwinden können.
Wie Mark anmerkte, hätte man den Kauf auch finanziell weniger belastend durchführen können.
AMD hatte hier imho daraufhin gepokert, die Kredite baldmöglichst wieder tilgen zu können, und war nicht darauf vorbereitet, in Preiskämpfe mit Intel und Nvidia einsteigen zu müssen, was eben zu den uns bekannten Maßnahmen und dem eisernen Sparkurs führte.

Wenn eine Firmenübernahme derart existenzbedrohende Konsequenzen hat, ist das Missmanagement. Weder Zeitpunkt noch Art der Übernahme waren im Nachhinein betrachtet optimal. Hinterher ist man freilich immer schlauer.
erst jetzt ist AMD einigermaßen anständig aufgestellt und kann wirklich gegen Intel antreten!!
Vor der Übernahme war das nicht der Fall...
Genau vorher war das nicht der Fall, direkt nach der Übernahme war es auch nicht der Fall (was zu erwarten war, aber halt nicht in diesem Ausmaß).
 
also ich hoffe doch mal stark das uns AMD erhalten bleibt:(
Wenn die wirklich pleite gehen würde,könnte intel ja tun und lassen was sie wollen.Gibt ja außer via keine konkuren mehr:daumen2:
Meine nächste Grafikkarte wird auf jedenfall eine 4870 oder das was danahc kommt.
ich hoffe AMD zeigt mal das potetzial was sie eigentlich haben und macht Intel mal das leben schwer:devil:
 
also ich hoffe doch mal stark das uns AMD erhalten bleibt:(
Wenn die wirklich pleite gehen würde,könnte intel ja tun und lassen was sie wollen.Gibt ja außer via keine konkuren mehr:daumen2:
Meine nächste Grafikkarte wird auf jedenfall eine 4870 oder das was danahc kommt.
ich hoffe AMD zeigt mal das potetzial was sie eigentlich haben und macht Intel mal das leben schwer:devil:
meinen Post haste nich gelesen oder? Wenn AMD weg vom Fenster sein sollte bekommt Intel es mit der Kartellbehörde zu tun. VIA steigt afaik aus der CPU und Mainboardproduktion aus und Intel wäre dann quasi alleine am Markt.

MfG
 
ich hoffe AMD zeigt mal das potetzial was sie eigentlich haben und macht Intel mal das leben schwer:devil:

AMD kann durchaus potential zeigen, aber Intel das leben schwer zu machen geht nichtmal, wenn die AMD CPUs bei gleichem Preis 30% stärker wären.

Dankt alle mal nach, als der K8 neu war, war er stärker als alles was Intel zu bieten hatte. Da hat Intel bischen Geld flüssig gemacht, ein paar Verkaufsleiter geschmiert da und dort mit Geld herumgeklotzt und AMD hat die zweite Giege gespielt.

Intel hätte nur dann ein schweres Leben, wenn AMD CPUs mit der hälfte an Strom und der doppelte per Clock Leistung unter Luftkühlung auf 8 Gigahertz raufgehen. Alles was langsamer ist als das eben beschriebene wird Intel mit ner gescheiden Dröhnung an Geld plattmachen.:devil:
 
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