Aber hängt es nicht auch noch von der Taktfrequenz ab? Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass Daisy Chain umso unvorteilhafter wird, je höher der Takt. Kann gut sein, dass man bei den unterstützten RAM-Takten von Zen 2 mittlerweile Probleme bekommt und deswegen auf T-Top umsteigt.
Meine Erläuterung habe ich auch sehr einfach gehalten, damit sie leicht verständlich ist.
Ab hier wird es dann kompliziert, und die folgenden Ausführungen beziehen sich erst einmal nur auf Single Ranked - RAM (Dual Ranked ist noch komplizierter):
Für Ryzen 1000 waren die 300er Chipsatz - Mainboards meist mit T-Top geschaltet. Vielleicht, weil die Hersteller die Plattform einfach noch nicht gut genug kannten. Die Folge war, dass selbst auf Ryzen angepasster RAM selten 3.466 MHz oder mehr erreichte, weil die meisten Leute 2 RAM-Bänke bestückt haben, die CPUs das nicht konnten und/oder das Mainboard.
In der Folge setzten alle Hersteller bei den Nachfolge-Modellen mit 400er Chipsatz auf Daisy Chain, womit jetzt aktuell (mit einer 2000er-CPU) Taktraten von 3.600+ MHz möglich werden, wenn man sich lange genug mit dem Thema beschäftigt und den passenden RAM hat. Einfach ist es trotzdem nicht, aber zumindest möglich.
Für Zen 2 scheint es so zu sein, dass der Memory Controller des I/O-Die auf Daisy Chain abgestimmt ist. Zumindest wurde dies während der Computex so berichtet. Deshalb sind wohl die X570-Mainboards weitestgehend in DS geschaltet, was Buildzoids Überraschung erklärt, als er festgestellt hat, dass Asrock beim X570 Taichi weiter auf T-Top setzt.
Daisy Chain = höheres OC-Potenzial mit 2 RAM - Modulen (SR) --> alle B450 / X470 AM4-Boards mit Ausnahme des X470 Taichi
T-Topology = höheres OC-Potential mit 4 RAM-Modulen (SR) ---> alle B350 / X370 AM4-Boards mit 4 RAM-Slots
Es gibt im ComputerBase Forum einen Thread, wo ein User das ganze Thema sehr ausführlich behandelt. Ich hab den eben nicht finden können, suche aber gleich weiter und editiere dann den Link hier.
sorry für die Wall of Text...