AW: AMD Radeon R9 290 im Test: Nicht nur der Preis von 350 Euro ist heiß
Liebes PCGH Team,
DANKE für diesen Test bzw einige Bemerkungen. Eigentlich wollte ich ihn beiläufig lesen (Sprich: hauptsächlich die Balken betrachten

), aber bin dann doch immer mehr ins Detail gegangen. Die Geschichte zur Verschiebung der 290 ist interessant, traurig stimmt mich vorallem aber diese von euch erwähnte (DANKE dafür) Entwicklung:
Wie schon Nvidias aktuelle Kepler-Karten so fällt auch bei AMD auf, dass von den höchstmöglichen Taktraten hauptsächlich kurzlebige Benchmarks - am besten noch mit vielen und langen Ladebalken - profitieren. Echte Spielesessions, in denen der Rechner eine halbe Stunde oder mehr unter Last arbeitet, verringern genauso unweigerlich den Nutzen der Boost-Funktion wie besonders anspruchsvolle Szenen, in welchen die GPU-Taktrate durch die höhere 3D-Last heruntergeregelt werden kann. Zwar beteuern AMD und Nvidia, dass von der Boost-Funktion der Spieler profitiert, allerdings sollte man hier durchaus kritisch hinterfragen, welche Spiele nur 1- bis 2-minütige Lastphasen haben, was besonder hohe Fps bei anspruchslosen Szenen bringen oder welchers Spieler seine GPU durchweg mit 20°C kühler Frischluft versorgen kann. Uns bleiben hier nach wie vor Zweifel, ob es sich beim Boost, welche im Gegensatz zum CPU-Pendant eben nicht konstant für Mehrleistung sorgt, wirklich um einen Dienst am Spieler handelt.
Ich denke das erschwert euren Testalltag gehörig: Testet ihr nun unter idealen Bedingungen (20 Grad Zugluft)- die aber wohl nur wenige unter uns (die Kühlenthusiasten) annähernd erreichen, oder unter realistischen Bedingungen (Im Gehäuse hat es nunmal mehr als 20 Grad bei "normaler" Kühlung, sprich 1-2 Lüfter die durchziehen, da ja andere Bauteile auch Wärme abgeben).
Ich hoffe und denke letzteres, ebenso hoffe ich, dass ihr in Zukunft lange Benchmarksequenzen verwendet statt dieser kurzen mit den Ladebalken, schließlich spielt wohl kaum jemand ein modernes, top aussehendes 3D Spiel nur für wenige Minuten.
Für mich als Kunde macht es den Kauf nun schwieriger: woher soll ich wissen welche Bedingungen die GPU bei mir vorfindet? Woher weiß ich, dass die Benchmarkbalken und der Vergleich mit anderen Grakas nicht unter für die Graka idealen Bedingungen gemacht wurde und im täglichen Gebrauch sinkt plötzlich die Leistung, weil sich das Teil enorm drosselt?
Der Highendmarkt mag endlich mal wieder bewegt worden sein, aber insgesamt bin ich schwer enttäuscht von dieser Entwicklung, denn die Ergebnisse sind eigentlich Benchmarkbetrug vom Feinsten. Bei Smartphones wurde ähnliches ja vor wenigen Monaten bei Samsung Phones festgestellt und arg angekreidet.
Kann man nur hoffen, dass bei der Performanceklasse darunter, nicht solche Tricks angewandt werden... wobei was mach ich mir hier eigentlich vor?
Also muss man jetzt bei den Benchmarkergebnissen NOCH genauer hinschauen
