AW: AMD erwägt Kurzarbeit in Dresden
Da von AMD gerade keine aktuellen Zahlen vorliegen, waren die Preise frei aus der Luft gegriffen - aber sie orientieren sich an der realen Marktlage:
Ein Intel Q9400 lag von Mitte Dezemeber bis Mitte Januar bei um die 230€ (laut Geizhals.at), also die gleiche Preisklasse, die der PhII 940 mit seinen 220-240€ im Januar hatte. Im gleichen Zeitraum lag der Abnahmepreis direkt von Intel bei 266$.
Zum 45nm Prozess existieren zwar keine Angaben, aber als der 65nm Prozess ein vergleichbares Alter hatte, wurden seitens Intel 57$ Herstellungskosten für einen Quadcore angenommen und in Anbetracht der rund 25% geringeren DIE-Größe sollten sie zumindest nicht gestiegen sein.
Macht in dem Fall also rund 209$ Gewinn für eine CPU der PhenomII-Preisklasse.
Reduziert man den Preis um -sagen wir mal- 25%, würde dieser Gewinn auf rund 143$ sinken, ein Verlust von rund 31%.
Stellt sich die Frage: Kann man von einer 170€ CPU 32% höhere Stückzahlen verkaufen, als von einer 230€ CPU gleicher Leistung?
Falls das so ist -und das würde ich daumen*pi°ohne^Martkanalyse mal sagen-, lohnt sich Kurzarbeit nicht, da man auch mit einer Preissenkung zur Vollauslastung zurückkehren könnte.
Wohlgemerkt: Diese Rechnung berücksichtigt weder den "weichen Faktor", dass jede verkaufte CPU auch den Gegner schwächt und somit selbst bei ±0$ einen Vorteil darstellt. Vor allen Dingen wird aber auch davon ausgegangen, dass "wenige teure CPUs" nur ihre eigene Herstellung kosten. De facto muss AMD aber auch bei Kurzarbeit einen Teil der Löhne zahlen und die Kosten für Gebäude und Anlagen bleiben unverändert - d.h. die Produktionskosten pro Chip sind bei der Variante "wenige teure CPUs" höher, als von mir angesetzt und der Verlust an Gewinnspanne beim Wechsel zu einer Massenproduktion billigerer CPUs ist niedriger, sie lohnt sich also noch früher.