AW: AMD: Chef Dirk Meyer verlässt den Chiphersteller
Du meinst Seifert, nicht Meyer.
btw: Gibt genug BWLer die den Karren an die Wand gefahren haben...
Und Heuschrecken dürften auch in der Mehrheit BWLer sein...
Schwarze Schafe findest du überall, in manchen Bereichen aber eben mehr.
Kann mich dem nur anschließen. Ich finde es faszinierend, dass jetzt wieder die ganzen Alles-Versteher aus ihren Löchern gekrochen kommen.
Zur Sache: Ich habe idT ein Stück weit ein BWLer-Trauma, seit einer von denen das Unternehmen, bei dem ich gearbeitet habe, aufgekauft hat und dann ausgepresst hat, um den Kaufpreis schnell wieder reinzuholen und Rendite zu erwirtschaften. Überflüssig zu erwähnen, dass das Unternehmen, das etwa 10 Jahre gut am Markt dabei war (logisch, sonst hätte es auch keinen Grund gegeben, es aufzukaufen), innerhalb eines Jahres Pleite gagangen ist. Ich stand also dank eines BWLers auf der Straße.
Ich habe durchaus Ahnung von Rendite, Shareholder Value, Wachstum um jeden Preis und Gewinn vs. Umsatz usw., ich habe das auf die harte Tour lernen müssen. Und ich habe parallel dazu gesehen, wie das auch im Großen (wie eben bei HP) sich wiederholt, nur dass da eben nicht wie in meinem Fall 10 Leute auf der Straße stehen, sondern mal eben 15.000!!!
Ich würde gern Unrecht haben und in 5 Jahren zugeben, dass es AMDs bester Zug war, Meyer zu gehen und den Seifert ranzuholen. Hier hängen sich einige auf, weil die Pressemeldung von Interim spricht, aber ob es dabei bleibt, wissen wir nicht. Meine Meinung ist genauso unbewiesen wie Eure. Was Ihr unterschlagt: Was bedeutet Interim in diesem Fall? Gibt es einen festen Zeitplan? Bis jetzt wird erstmal der Kommitee aufgstellt, das einen Nachfolger sucht, und bis der gefunden ist und seinen Arbeitsvertrag unterschreibt, können schnell mal Jahre ins Land gehen. Ich darf daran erinnern, dass das alles andere als selten ist. Steve Jobs selbst war 4 Jahre lang Interims-CEO.
P.S.: Bevor ich mir sowas wieder anhören darf: Nein, ich betreibe kein sinnloses BWLer-Bashing, aber die aktuellen Ereignisse geben mir recht. Die kranke Fixierung auf Shareholder Value, Wachstum und Rendite ist typische BWLer-Denke und langfristig für niemanden gut, erst recht nicht für die Mitarbeiter.