"Alter weißer Mann" in der Politik

Donni du stellst die Frage so, dass du gar nicht an einer ordentlichen Antwort interessiert bist.

Seahawk, findest du die Begriffe mit denen diese Journalistin kritisiert bzw beleidigt wird in Ordnung oder findest du nur Kritik gegen sie ansich in Ordnung.
Genderrassistin ist für mich ein ziemlich schwachsinniger Kampfbegriff und die Art und Weise wie auf die Journalistin losgegangen wurde finde ich auch unpassend. Ich habe mich immer nur auf Thierse bezogen und da finde ich die Reaktionen okay.
 
Das ist so lächerlich, dir und deinen Spießgesellen geht es doch genau um Empörung und Meinungssteuerung, und mit dem Begriff AwM bedient ihr euch der gleichen verbalen Gewalt im politischen Diskurs wie die Rechten!
Wer einen Thierse mit Kolonialherren und Sklavenhalter in ein Boot setzt, ist doch nicht an einem politischen Diskurs gelegen, sondern ausschließlich an verbaler Gewalt, Empörung und Meinungssteuerung, weil selbst als Jungspungd oder Unwissender, sollte man die Unterschiede kennen, ansonsten disqualifiziert man sich einfach als Gesprächspartner.

Ok Boomer.

Oh und Danke, dass du die Allgemeine These bestätigst. Die Empörung über den Begriff "Alte weiße Männer" ist viel stärker ausgeprägt als die Empörung über die Probleme die diesen Begriff erst möglich gemacht haben.
 
Das ist so lächerlich, dir und deinen Spießgesellen geht es doch genau um Empörung und Meinungssteuerung, und mit dem Begriff AwM bedient ihr euch der gleichen verbalen Gewalt im politischen Diskurs wie die Rechten!
Wer einen Thierse mit Kolonialherren und Sklavenhalter in ein Boot setzt, ist doch nicht an einem politischen Diskurs gelegen, sondern ausschließlich an verbaler Gewalt, Empörung und Meinungssteuerung, weil selbst als Jungspungd oder Unwissender, sollte man die Unterschiede kennen, ansonsten disqualifiziert man sich einfach als Gesprächspartner.
Es dürfte heute kaum noch einen lebenden Sklavenhalter oder Kolonialherren geben, der sich in eine politische oder gesellschaftliche Debatte einbringen könnte. Was es aber gibt es ist halt der alte weiße Mann, der sich gesellschaftlichen Änderungen in den Weg stellen möchte. Man muss sich doch nur so manchen Fußballtalk ansehen, in dem alte weiße Männer das Rassismusproblem im Profifussball relativieren, weil man auch Oli Kahn mit Bananen beworfen hat.
 
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Das ist so lächerlich, dir und deinen Spießgesellen geht es doch genau um Empörung und Meinungssteuerung, und mit dem Begriff AwM bedient ihr euch der gleichen verbalen Gewalt im politischen Diskurs wie die Rechten!
Die verbale Gewalt der Rechten ist rassistisch und betrifft somit Menschen, die ihre Merkmale nicht zu ändern vermögen, und deshalb gebrandmarkt und somit auch per se ausgeschlossen sind.
Wenn von AwM gesprochen wird, geht es um die Aufdeckung einer Denkweise, welche von Privilegien bestimmt ist. Das Erste ist unabänderbar, das Zweite nicht, daher hinkt der Vergleich gewaltig. Nochmal; es geht bei der Bezeichnung AwM nicht primär um Hautfarbe.
Wer einen Thierse mit Kolonialherren und Sklavenhalter in ein Boot setzt, ist doch nicht an einem politischen Diskurs gelegen, sondern ausschließlich an verbaler Gewalt, Empörung und Meinungssteuerung, weil selbst als Jungspungd oder Unwissender, sollte man die Unterschiede kennen, ansonsten disqualifiziert man sich einfach als Gesprächspartner.
Thierse vertritt mit seinen Aussagen AwM-Positionen, indem er kolonial-rassistisch geprägte Handlungen wie Benutzung von rassistischen Begriffen und Blackfacing rechtfertigt.

Für mich persönlich ist es in solchen Debatten enorm wichtig nochmal den Blick auf die, nicht so lang zurückliegende, Kolonialgeschichte zu werfen, um dann aus diesem Kontext heraus nochmal sich vor Augen zu halten, wieso es richtig ist, wenn andere User hier schreiben, dass die Macht des AwM gebrochen werden muss.
 
Die Definition passt, die Beschreibung ja nicht.

Ach ja Merkels handeln in Sachen AKWs kostet uns 2,4 Milliarden Euro. Wir sollten da lieber die Parteikasse der CDU plündern, warum sollen wir alle für ihren Populismus zahlen?
 
Wenn es bei AwM nur um die Ansichten geht, sind Angela Merkel, Ursula von der Leyen und Annegret Kramp Karrenbauer denn dann alte weiße Männer? Oder zumindest Alice Seidel und Beatrix von Storch? Oder was ist mit Charles Huber?
Der Begriff passt einfach nicht.
Kennst du den Spruch "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."?
Natürlich gibt es auch konservative Frauen, hat ja niemand abgestritten, nur sind die bei weitem nicht das Problem. Auf jede von Storch kommen hunderte AwMs - die, nur so nebenbei, auch der Gleichberechtigung der Frau im Wege stehen.
 
Wenn es bei AwM nur um die Ansichten geht, sind Angela Merkel, Ursula von der Leyen und Annegret Kramp Karrenbauer denn dann alte weiße Männer? Oder zumindest Alice Seidel und Beatrix von Storch? Oder was ist mit Charles Huber?
Der Begriff passt einfach nicht.
Natürlich sind sie keine Männer, trotzdem sind sie alt und weiß. Grundsätzlich ist es aber schon etwas anderes ob eine Frau auf eine gendergerechte Sprache oder auf eine gendergerechte Identität verzichten mag, oder ob ihr ein Mann die Wahl absprechen möchte. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Identitäten.

Der weiße hetreosexuelle Mann ist sicherlich eine der angenhemsten und diskriminierungsfreisten Identitäten, zu denen man sich bekennen kann. Er sollte sich daher in Zurückhaltung üben, wenn es um das Selbstfindungsbedürfnis anderer Identitäten und die Integration ihrer Werte in eine inklusive, gerechte und offene Gesellschaft geht.

Und Cancel Culture sehe ich auch nicht als Problem. Das ist nur ein Versuch die gesellschaftliche Veränderung zu bremsen. Ich bin mir sehr sicher, dass die "Betroffenen" auch keinen Raum für linke, islamistische Transgendermeinungen in ihrem Machtbereich frei halten.
 
Und aktuell auch eine der kritikunfähigsten.
Vor allem verstehe ich das Problem nicht. Das alles fing ja mit dem Artikel an in dem kritisiert wurde, dass LGBQTIA+ Künstler*innen ihre sexuelle Identität bei Klagen über die Coronaprobleme mit genannt haben, weil ihre Probleme ja nicht größer wären als die von heterosexuellen Künstlern*innen.

Wenn man aber nun gegen den Genderwahnsinn und diverse Identitäten im täglichen Sprachgebrauch ist und wirklich meint das "die Künstler" jeden Kunstschaffenden unabhänig von seiner Identität meint (da kann ich übrigens mitgehen), dann bedeutet es auch, dass eine Klage über Probleme von LGBQTIA+ Künstler*innen eben nicht bedeutet, dass andere Künstler*innen keine Probleme haben. Es regt sich ja auch niemand auf, wenn Berliner Künstler*innen über die Folgen von Corona jammern und nicht die Künstler*innen aus Brunsbüttel in ihrem Text bewusst inkludieren.
 
Aus dem SPD Thread, weil sich Donnie ja nicht an Inhalte halten kann:

Natürlich habe ich das bei Hoffgang gemacht, durch seine verbale Gewalt, nimmt er schlussendlich in Kauf, das sie sich früher oder später in körperliche Gewalt entladen wird!

Alte weiße Männer propagieren, es gäbe kein Problem mit Rassismus und nehmen Übergriffe gegen Minderheiten in Kauf.
Alte weiße Männer stellen sich gegen den Schutz & die Gleichberechtigung von Frauen und möchten das Patriarchat aufrechterhalten und fördern so strukturelle Gewalt gegen Frauen.

Diese Personen "alte weiße Männer" zu titulieren ist in keinem Maße vergleichbar mit der verbalen und tatsächlich bereits durchgeführten rassistisch und sexuell orientierten Gewalt die tagtäglich stattfindet, an der AwMs aber festhalten wollen weil eine Änderung des eigenen Weltbilds nicht in Frage kommt.

Stattdessen reduziert Don es alleinig auf die herbeifantasierte Bedrohung der Gruppe die Gewalt bereits ausübt und verkennt gerade den Aspekt der bisherigen Gewalt komplett.
So zu tun, als würde der Begriff AwM Gewalt einführen ist falsch, es ist eine Conclusio aus Jahrhunderten der strukturellen Gewalt gegen Frauen und Minderheiten.

Oder anders gesagt: AwMs dürfen Gewalt propagieren, denn das passt in Dons Weltbild. Sie dafür aber AwM zu nennen, das ist Gewalt die ja garnicht geht.

Wir nennen sowas Heuchlerei.

Mal ganz abgesehen davon, dass jemanden als AwM zu bezeichnen keine verbale Gewalt ist.
 
Aus dem SPD Thread, weil sich Donnie ja nicht an Inhalte halten kann:



Alte weiße Männer propagieren, es gäbe kein Problem mit Rassismus und nehmen Übergriffe gegen Minderheiten in Kauf.
Alte weiße Männer stellen sich gegen den Schutz & die Gleichberechtigung von Frauen und möchten das Patriarchat aufrechterhalten und fördern so strukturelle Gewalt gegen Frauen.

Diese Personen "alte weiße Männer" zu titulieren ist in keinem Maße vergleichbar mit der verbalen und tatsächlich bereits durchgeführten rassistisch und sexuell orientierten Gewalt die tagtäglich stattfindet, an der AwMs aber festhalten wollen weil eine Änderung des eigenen Weltbilds nicht in Frage kommt.

Stattdessen reduziert Don es alleinig auf die herbeifantasierte Bedrohung der Gruppe die Gewalt bereits ausübt und verkennt gerade den Aspekt der bisherigen Gewalt komplett.
So zu tun, als würde der Begriff AwM Gewalt einführen ist falsch, es ist eine Conclusio aus Jahrhunderten der strukturellen Gewalt gegen Frauen und Minderheiten.

Oder anders gesagt: AwMs dürfen Gewalt propagieren, denn das passt in Dons Weltbild. Sie dafür aber AwM zu nennen, das ist Gewalt die ja garnicht geht.

Wir nennen sowas Heuchlerei.

Mal ganz abgesehen davon, dass jemanden als AwM zu bezeichnen keine verbale Gewalt ist.
Danke! Ich wollte einen inhaltlich ähnlichen Post verfassen, aber Du hast es punktgenau mit jeder Aussage getroffen!
 
Ich würde nicht sagen, dass sie Gewalt propagieren, ihre Lebensrealität ist aber eben ihre Lebensrealität. Ich vermute mal ein Ausfall des Internets und des WLANs ist für Herrn Thierse auch etwas weniger ein Problem als für mich und viel weniger schlimm als für den 16 jährigen Teenager. Deswegen würde aber niemand auf die Idee kommen seiner Meinung zu folgen, wenn es um den Breitbandausbau geht.
Ein heterosexueller Mann wird sich auch nie fragen lassen müssen, ob es für seine Identität keine Behandlung gibt um das zu heilen.
 
Es ist keine berechtigte Kritik, diesen Personen steht frei sich zu identifizieren wie sie wollen. Wenn sie sich als LGBQTIA+ Personen Gehör verschaffen wollen, dann ist das ihr Recht.

Und wieso haben diese Personen so ein Sonderrecht, sich in vollkommen asexuellen Themen mit ihrer geschlechtlichen Orientierung hervorzutun? Wenn ich als Mann mich hinstelle und sage "ich stehe auf Titten und durch Corona haben sich meine Lebensbedingungen massiv verschlechtert, der Staat muss etwas tun", werde ich als Sexist gebrandtmakrt. (Und das nicht zu Unrecht.) Wenn eine Frau genau den gleichen Satz sagt, tut sie etwas für die Gleichberechtigung und wird komplett ungleich zu mir behandelt. WTF!?


Die Bundeszentrale für politische Bildung

Da steht nirgendwo, dass jemand weitreichende Macht ausüben muss, um Rassist zu sein. Diese, von dir proklammierte Behauptung, wäre auch reichlich bescheuert denn sie würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Menschen mit wenig Macht überhaupt keine Rassisten sein könnten. Zum Beispiel Neonazis, die praktisch nichts zu melden haben, sind laut deiner Begriffsverwendung keine Rassissten.

"Personen, die gendergerechte Sprache befürworten" ist dagegen sehr wohl eine Gruppe, die in Deutschland Macht nachweislich ausübt und wenn diese Gruppe anfängt, Personen, die weiß, alt und männlich sind, pauschal in einen Sack zu stecken mit diffamierenden Eigenschaften zu assoziieren, dann wäre das selbst nach deiner Definition Rassismus.

Allgemein gehen Definitionen von Rassismus aber eben nicht von Macht, sondern von Interessen und Vorgehensweisen aus: Menschen werden anhand vorgegebener Merkmale, die sie nicht beeinflussen können (z.B. die Herkunft. Oder Hautfarbe "weiß". Oder das Alter.) pauschal in Gruppen eingeteilt und einzelne dieser Gruppen (z.B. weiße, alte) werden gegenüber anderen Gruppen als niederrangig, minderwertig eingestuft. Ob aus dieser Einstufung dann auch Konsequenzen folgen oder ob sie ein Theoriegespinnst einzelner bleibt, hängt von der Macht der jeweiligen Gruppe ab und hat keinen Einfluss darauf, ob diese Einstufungen rassistisch sind oder nicht. Das gleiche System liegt auch Sexismus zugrunde. Jemand, der Frauen pauschal abwertet, ist Sexist - auch wenn er keinerlei Macht über die Frauen hat, die er abwertet. Genauso ist jemand, der Männer abwertet, Sexist. Und jemand der alte, weiße Männer abwertet, ist ein sexistischer Rassist. Und wenn sexistischer Rassismus Folgen hat, weil die sexistischen Rasssisten Macht haben, dann nennt man das Ganze ein Problem.

Die Geschichte des weißen Mannes unterscheidet ihn von den anderen Männern.

Die Geschichte jedes Mannes unterscheidet sich von der jedes anderen. Was soll dieses Denken in rassitsichen Kategorien?

Die Imperialistische Kolonialpolitik ging halt von den weißen Europäern aus und wurde von einer rassistischen Ideologie getragen, welche es vorsah andere (nicht-weiße) Völker zu unterjochen und auszubeuten. Von den postkolonialen Strukturen profitiert die westliche Welt bis heute.

Der europäische Kolonialismus wurde die meiste Zeit über von theistischen Ideologien getragen, nicht von rassistischen. Während in Osteuropa Kaukasier von Kaukasiern kolonisiert wurden, suchte man zu christlichen [insert nicht zensiertes Wort für Personen in deren Stammbaum sich wenige Personen finden, die außerhalb Subsaharaafriks gelebt haben] in Äthiopien lange Zeit diplomatischen Kontakt und unternahm auch später wenig Anstrengungen, diese Gegend zu kolonialisieren. Erst im Laufe des 18. und vor allem im 19. Jhd., als die Macht der Kirchen in Europa stark zurückging, zogen zunehmend rassistische Kriterien in den Kolonialismus ein. Allerdings muss auch da genau hingucken, denn damals waren die von Rassisten gebildeten Zuordnungen aus historischen Gründen oft Deckungsgleich mit den von Nationalisten gewählten. Und bei den wenigen Grenzfällen stellt man dann oft fest, dass lange Zeit der Nationalismus die erste Geige vor dem Rassimus spielte. So war es für Araber und insbesondere Inder, trotz abweichender Hautfarbe, im britishen Empire durchaus möglich höhere Ämter zu erreichen, für z.B. in Russland geborene Kaukasier dagegen vergleichsweise schwer. Reiner Rassismus ohne Religionsfeindlichkeit oder von einfachem Nationalismus ist sogar eher ein Phänomen des 20. Jahrhunderts, dass sich erst nach Ende des Kolonialismus ausgebildet hat.

Eben nicht. Die imperialistische Politik der Europäer hat nahezu die ganze Welt fest im Griff gehabt und geplündert, sodass bis heute eine Abhängigkeit zu diesen europ. Staaten besteht. Die USA hat auf der ganzen Welt Militärbasen und operiert so, wie es ihnen passt, in den meisten Teilen dieser Welt. Siehst du den "Latino-Mann, den Asia-Mann, den Araber oder den Schwarzen Mann" militärisch in den Ländern der Weißen operieren?

Ich persönliche sind nirgendwo "den Latino", "den Araber" oder "den Asia-Mann" irgendwas machen. Weil ICH nicht rassistisch denke.

Wenn ich dagegen historisch betrachte, wer sich andere Völker in größerer Zahl untertan gemacht hat, so würden mir neben Römern, Spaniern, Briten und Amerikanern (mit kolonialen Strukturen nur kurzfristig, dafür aber durch Sklaverei und einverleibende Eroberung) spontan auch Japaner, Mongolen, Chinesen, Inder, Perser, Osmanen und Ägypter einfallen. Khmeher, glaube ich, auch. Und es ist sehr gut möglich, dass es zahlreiche weitere Beispiele in insbesondere Afrika, aber auch Süd- und Nordamerika gibt, von denen ich schlichtweg nichts weiß, weil ich allgemein nur mäßig über die politische Geschichte dieser Kontinente vor dem 15. Jahrhundert informiert bin. Nicht wenige dieser Eroberungen (China, Persien, Mongolen, Inder) betrafen auch einen ähnlich großen Anteil der jeweiligen Weltbevölkerung, wie die Kolonialreiche Großbritanniens oder Frankreichs. Insgesamt scheint mir deine Darstellung von historischer Kurzssichtigkeit un einem ziemlich selbst überhöhten Eurozentrismus geprägt zu sein: Du beziehst dich ausschließlich auf die Kolonialaktivitäten, deren Auswirkungen heute in Europa und Nordamerika positiv nachwirken und verdrängst all diejenigen Unterdrücker, die nie etwas mit Europa zu tun hatten oder vor so langer Zeit aktiv waren, dass sich keine Spuren mehr finden. Das macht deren Taten ethisch aber keinen Deut besser und 200-300 Jahren würden, wenn man so urteilen würde, auch die Greultaten des europäischen und US-Amerikanischen Konolialismus unter den Teppich gekehrt werden.

Anmerkung: Niederländer, Portugiesen, Deutsche und Italiener sollen beim Thema Kolonialismus nicht unerwähnt bleiben, das sie in Sachen Kolonialverbrechen durchaus einiges auf dem Kerbholz haben, aber das mit dem "Völker untertan machen" haben sie eher versucht denn geschafft. Wenn ich im Rest der Welt auch jede nur wenige Jahrzehnte, wenige km², oder kaum besiedelte Gebiete umfassende Fremdherschaft mitzählen würde, würde die Liste arg lang werden.


Das ist doch kein Rassismus, wasn Unfug.
Alte weiße Männer sind Personen, die ein gewisses Weltbild vertreten.

Alte, weiße Männer sind Exemplare der Spezies Homo sapiens, die ein gewisses Alter erreicht haben, auf kaukasische (oder andere wenig pigmentierte) Vorfahren zurückblicken und männlichen Geschlechts sind. (Wahlweise biologisches oder soziales, wobei ich i.d.R. von ersterem ausgehe, weil ich soziale Geschlechterstereotype bescheuert sind.)
Soviel zum Thema Unfug respektive "deutsche Sprache". Wenn es eine Gruppe mit einem gewissen Weltbild gibt, die du Abgrenzen möchtest, dann such dir eine Bezeichnung dafür, die passt. Und Würfel nicht einfach drei Worte zusammen, die sowohl jede Menge Leute mit dem von dir kritisierten Weltbild außen vorlässt (z.B. frauenfeindliche Ansichten werden nachweislich auch von vielen jungen Männern beliebiger Ethnie vertreten), als auch viele alte, weiße Männer mit gegenläufigem Weltbild beleidigt, die teilweise vieles für die Gleichberechtigung in Deutschland erreicht haben!

Ich stell mich auch nicht hin und spreche zum Beipspiel von "Nazis", wenn ich sämtliche angehörige der Bundeswehr meine. Derartige Wortwahl ist einfach nur falsch und damit untauglich für Diskussionen. Wer sie dauerhaft verwendet drückt damit aus, dass er keine Diskussion will und/oder keine Kenntnisse der zu diskutierenden Sachverhalte hat, sondern nur (rassistische, sexistische) Vorturteile breittritt.

Beispiel §219a Wir sind eine moderne Gesellschaft im Jahr 2021 und leisten uns sowas. Kein Wunder, schließlich werden die Christsozialen überwiegend von älteren konservativen Semestern gewählt.

Siehste: Alte, konservative Personen. Und zusätzlich noch junge, konservative Personen. Und einen erheblichen Anteil am Widerstand gegen eine moderne Abtreibungspolitik haben außerdem noch religiöse Gruppierungen jeglichen Alters und Geschlechts. Aber anstatt den Blick auf all diese Leute, die sich gegen eine individuelle Lebensplanung von gebärfähigen Personen engagieren, zu richten, beleidigst du alle naslang Personen, die alt, weiß und männlich sind.

Der Umgang der AwMs mit Friday for Future - statt sich mit der Thematik auseinanderzusetzen gehen alte weiße Männer auf Greta Thurnberg los, beschimpfen Sie als krank.

Ist das so? Mal abgesehen davon, dass alte Menschen in einer Jugendbewegung zwangsläufig unterrepräsentiert sind: Alter, weißer Mann engagiert sich für Fridays for Future. (Und nein, der ist kein Einzelfall. Nur ein alter, weißer Mann, der durch sein Engagement für Gleichberechtigung, Umweltschutz und anderen zukunftsorientierten Themen bekannt genug geworden ist, das man darauf verlinken kann.)


... weißen Mannes ... [die] Latinos ... [die] Schwarzen ...

Könntest du bitte mit diesen rassistischen Einteilungen aufhören? Danke.


QUOTE="seahawk, post: 10690524, member: 9216"]Grundsätzlich ist es aber schon etwas anderes ob eine Frau auf eine gendergerechte Sprache oder auf eine gendergerechte Identität verzichten mag, oder ob ihr ein Mann die Wahl absprechen möchte.[/qUOTE]

Ist das so, ja? Wenn Personen weiblichen Geschlechts ungerechte Sprache gegenüber anderen Menschen zu benutzten ist das also okay. Wenn Personen männlichen Geschlechts das gleiche machen, ist es böse? Was soll diese Diskriminierung?? Wir leben in einem Land, in dem jeder ungeachtet seines Geschlechts die gleichen Rechte hat![/b][/b]
 
Da steht nirgendwo, dass jemand weitreichende Macht ausüben muss, um Rassist zu sein. Diese, von dir proklammierte Behauptung, wäre auch reichlich bescheuert denn sie würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Menschen mit wenig Macht überhaupt keine Rassisten sein könnten. Zum Beispiel Neonazis, die praktisch nichts zu melden haben, sind laut deiner Begriffsverwendung keine Rassissten.
Du hast recht, daher möchte ich es hier - und im ursprünglichen Post - nochmal korrigieren, dass Rassismus natürlich nicht immer mit Machtpositionen einhergeht. Vielmehr steht gleich im ersten Absatz: "Rassismus lässt sich als ein Diskriminierungsmuster und Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse beschreiben"

Allgemein gehen Definitionen von Rassismus aber eben nicht von Macht, sondern von Interessen und Vorgehensweisen aus: Menschen werden anhand vorgegebener Merkmale, die sie nicht beeinflussen können (z.B. die Herkunft. Oder Hautfarbe "weiß". Oder das Alter.) pauschal in Gruppen eingeteilt und einzelne dieser Gruppen (z.B. weiße, alte) werden gegenüber anderen Gruppen als niederrangig, minderwertig eingestuft.
Ich erkenne in dem Beispiel beiläufig eine clevere Umkehrung der Tatsachen; Täter wird hier nämlich zum Opfer. In Wahrheit stuft hier nämlich, meines Erachtens nach, niemand alte weiße Männer als niederrangig und minderwertig ein. Vielmehr ist es so, dass Rassismus und Sexismus wahrscheinlich am meisten von dieser Gruppe ausgeht und genau deshalb wird hier nicht der alte weiße Mann als solches kritisiert, sondern alle eben erwähnten Handlungen, und was darunter fällt*. Warum alte weiße Männer? Weil sich an der Spitze der gesellschaftlichen Macht, also Politik, Lobbys, Unternehmen-CEO's, meistens ältere, weiße Männer befinden.

*Das fängt an beim unsensiblem Sprachgebrauch (Hoheitsdeutungen wie Minderheiten im öffentlichen Diskurs genannt werden sollen) und hört auf mit Terrorismus (NSU-Morde, Hanau, Halle, München) und nur darum geht's. Und wenn Menschen aus der weißen, deutschen Mehrheitsbevölkerung, dass nicht erkennen möchten, frage ich mich ernsthaft, wie konstruktive Diskussionen aussehen sollen. Bisher hat es für mich nur den Eindruck, dass Minderheiten der Mehrheitsbevölkerung erstmal beweisen müssen, dass es Rassismus in der Gesellschaft gäbe, weil das irgendwie in Verdacht gestellt wird, als eine subjektive "Befindlichkeit".
Die Geschichte jedes Mannes unterscheidet sich von der jedes anderen. Was soll dieses Denken in rassitsichen Kategorien?
Wieso ist die Geschichte des weißen Mannes (Europäers) denn eine rassistische Kategorie. Benennung von Hautfarben sind nicht rassistisch, was ist das für eine falsche Annahme? Du hast doch selber richtig definiert, dass Rassismus auf Herabsetzung und Aufwertung fußt. Hautfarben implizieren nur in der Rassentheorie eine Hierarchie mit Wertungen, ungeachtet dessen ist es ein wertfreies Merkmal bei Menschen.
Der europäische Kolonialismus wurde die meiste Zeit über von theistischen Ideologien getragen, nicht von rassistischen.
Beide Ideologien gingen Hand in Hand, das Motto lautete die Wilden mit den Lehren Christi zu zivilisieren. Perfiderweise gibt es dieses Motiv auch heute noch in ähnlicher Form. Ersetze im oberen Satz Lehren Christi mit Demokratie. Klingt vertaut oder?
Während in Osteuropa Kaukasier von Kaukasiern kolonisiert wurden, suchte man zu christlichen [insert nicht zensiertes Wort für Personen in deren Stammbaum sich wenige Personen finden, die außerhalb Subsaharaafriks gelebt haben] in Äthiopien lange Zeit diplomatischen Kontakt und unternahm auch später wenig Anstrengungen, diese Gegend zu kolonialisieren. Erst im Laufe des 18. und vor allem im 19. Jhd., als die Macht der Kirchen in Europa stark zurückging, zogen zunehmend rassistische Kriterien in den Kolonialismus ein. Allerdings muss auch da genau hingucken, denn damals waren die von Rassisten gebildeten Zuordnungen aus historischen Gründen oft Deckungsgleich mit den von Nationalisten gewählten. Und bei den wenigen Grenzfällen stellt man dann oft fest, dass lange Zeit der Nationalismus die erste Geige vor dem Rassimus spielte.
So war es für Araber und insbesondere Inder, trotz abweichender Hautfarbe, im britishen Empire durchaus möglich höhere Ämter zu erreichen, für z.B. in Russland geborene Kaukasier dagegen vergleichsweise schwer. Reiner Rassismus ohne Religionsfeindlichkeit oder von einfachem Nationalismus ist sogar eher ein Phänomen des 20. Jahrhunderts, dass sich erst nach Ende des Kolonialismus ausgebildet hat.
Nicht ganz. Die Rassenlehre gab es schon im Mittelalter, als Andalusien aus muslimischer Hand zurückerobert wurde. Die übriggebliebenen Araber wurden zwangskonvertiert und galten, aufgrund fehlender Reinheit des Blutes (limpieza de sangre), trotzdem nicht als ebenbürtige Christen. Davon abgesehen gab es Rassentheorien sehr früh in Europa* - viele wirken bis in die heutige Zeit in den Köpfen, diese gilt es verbal und argumentativ zu bekämpfen. Ich denke darin wirst Du mir zustimmen.

*https://de.wikipedia.org/wiki/Rassentheorie

Wenn ich dagegen historisch betrachte, wer sich andere Völker in größerer Zahl untertan gemacht hat, so würden mir neben Römern, Spaniern, Briten und Amerikanern (mit kolonialen Strukturen nur kurzfristig, dafür aber durch Sklaverei und einverleibende Eroberung) spontan auch Japaner, Mongolen, Chinesen, Inder, Perser, Osmanen und Ägypter einfallen. Khmeher, glaube ich, auch. Und es ist sehr gut möglich, dass es zahlreiche weitere Beispiele in insbesondere Afrika, aber auch Süd- und Nordamerika gibt, von denen ich schlichtweg nichts weiß, weil ich allgemein nur mäßig über die politische Geschichte dieser Kontinente vor dem 15. Jahrhundert informiert bin. Nicht wenige dieser Eroberungen (China, Persien, Mongolen, Inder) betrafen auch einen ähnlich großen Anteil der jeweiligen Weltbevölkerung, wie die Kolonialreiche Großbritanniens oder Frankreichs. Insgesamt scheint mir deine Darstellung von historischer Kurzssichtigkeit un einem ziemlich selbst überhöhten Eurozentrismus geprägt zu sein: Du beziehst dich ausschließlich auf die Kolonialaktivitäten, deren Auswirkungen heute in Europa und Nordamerika positiv nachwirken und verdrängst all diejenigen Unterdrücker, die nie etwas mit Europa zu tun hatten oder vor so langer Zeit aktiv waren, dass sich keine Spuren mehr finden. Das macht deren Taten ethisch aber keinen Deut besser und 200-300 Jahren würden, wenn man so urteilen würde, auch die Greultaten des europäischen und US-Amerikanischen Konolialismus unter den Teppich gekehrt werden.

Anmerkung: Niederländer, Portugiesen, Deutsche und Italiener sollen beim Thema Kolonialismus nicht unerwähnt bleiben, das sie in Sachen Kolonialverbrechen durchaus einiges auf dem Kerbholz haben, aber das mit dem "Völker untertan machen" haben sie eher versucht denn geschafft. Wenn ich im Rest der Welt auch jede nur wenige Jahrzehnte, wenige km², oder kaum besiedelte Gebiete umfassende Fremdherschaft mitzählen würde, würde die Liste arg lang werden.
Ok, danke für den Geschichtsexkurs. Haben paar andere User hier auch schon versucht zu erklären, wie schlimm die Geschichte der anderen Völker sind. Hört sich nur leider in meinen Ohren ungefähr so an "Ja, wir Weiße haben in den letzten Jahrhunderten weltweit viele Menschen versklavt, geplündert, ermordert, aber lass uns doch schauen was die Anderen auch vor 1000 Jahren mal gemacht haben..." Relativierung in Reinkultur. Mein Vorschlag wäre es, wenn der weiße Europäer erstmal seine eigene Kolonialgeschichte, und insbesondere ihre heutigen Auswirkungen, aufarbeitet, bevor er mit dem Finger auf andere Völker zeigt.
Alte, weiße Männer sind Exemplare der Spezies Homo sapiens, die ein gewisses Alter erreicht haben, auf kaukasische (oder andere wenig pigmentierte) Vorfahren zurückblicken und männlichen Geschlechts sind. (Wahlweise biologisches oder soziales, wobei ich i.d.R. von ersterem ausgehe, weil ich soziale Geschlechterstereotype bescheuert sind.)
Soviel zum Thema Unfug respektive "deutsche Sprache". Wenn es eine Gruppe mit einem gewissen Weltbild gibt, die du Abgrenzen möchtest, dann such dir eine Bezeichnung dafür, die passt. Und Würfel nicht einfach drei Worte zusammen, die sowohl jede Menge Leute mit dem von dir kritisierten Weltbild außen vorlässt (z.B. frauenfeindliche Ansichten werden nachweislich auch von vielen jungen Männern beliebiger Ethnie vertreten), als auch viele alte, weiße Männer mit gegenläufigem Weltbild beleidigt, die teilweise vieles für die Gleichberechtigung in Deutschland erreicht haben!
Wir können meinetwegen auch gerne die Wörter "alter weißer Mann" durch rassistisch-sozialisierter weißer Mensch ersetzen - es geht hier immer noch nicht um Begrifflichkeiten, sondern um Handlungen, die einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden muss, ohne dann allerdings den Fokus auf diese Gruppe zu legen. Die Handlungen und Denkweise sind der Dreh- und Angelpunkt.
Könntest du bitte mit diesen rassistischen Einteilungen aufhören? Danke.
Europäer, Asiate, Afrikaner, Lateinamerikaner zu sagen ist keine rassistische Einteilung. Du schmeißt sehr inflationär mit dem Begriff Rassismus um dich. Außerdem habe ich die Worte bewusst in Anführungsstrichen gelegt, weil Don sich diesen Bezeichnungen bediente.
Wir leben in einem Land, in dem jeder ungeachtet seines Geschlechts die gleichen Rechte hat!
Ja, genau, stimmt, ne warte, außer wenn du ein Kopftuch trägst und Lehrerin werden möchtest...
 
Zuletzt bearbeitet:
es geht hier immer noch nicht um Begrifflichkeiten sondern Handlungen, die einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden muss.
Ja und genau deswegen ist es auch nicht richtig, dass man Menschen aus der Wirtschaft, von den Banken etc deswegen als Juden zu bezeichnen, daher sollten wir es auch in anderen Fällen nicht machen.
Ja, genau, stimmt, ne warte, außer wenn du ein Kopftuch trägst und Lehrerin werden möchtest...
Widerspricht halt der weltanschaulichen Neutralität, außerdem widerspricht es doch jeder feministischen Ader,
dass man eine Lehrerin vor eine Klasse stellt die ein Zeichen des Patriacharts auf dem Kopf trägt.

Ich meine wir hatten einen Pfarrer der den Ethikunterricht in der Schule gemacht hat und selbst der hat alles
abgelegt was ihn als Pfarrer kennzeichnet. Also kann man das von normalen Lehrern auch erwarten.
 
Widerspricht halt der weltanschaulichen Neutralität, außerdem widerspricht es doch jeder feministischen Ader,
Ich dachte dem Feminismus nach, darf eine Frau selbstbestimmt sein und sich kleiden, wie sie es möchte. Außerdem gibt es keine weltanschauliche Neutralität. Jeder Mensch bezieht irgendwie Stellung; sowohl die verschleierte Frau, als auch die Frau mit rot, pink, grün in den Haaren.
dass man eine Lehrerin vor eine Klasse stellt die ein Zeichen des Patriacharts auf dem Kopf trägt.
So definiert es die deutsche Mehrheitsgesellschaft, und dann kann es natürlich ja auch nur diese Lesart geben. Hat jemand mal eigentlich die Musliminnen gefragt, wie sie das Kopftuch deuten? Ich hab mal gehört, dass es religiös begründet sein soll...:rollen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Fakt ist: Es gibt hier keine richtige Antwort

Ich dachte dem Feminismus nach, darf eine Frau selbstbestimmt sein und sich kleiden, wie sie es möchte.
Das kann man so sehen
So definiert es die deutsche Mehrheitsgesellschaft
Welche Mehrheitsgesellschaft sieht es denn anders?
Nein, ernsthafte Frage? In der westlichen Welt sieht man es als patriacharisch, in der muslimischen Welt
sieht man es als Pflicht für gottesfürchtige Frauen, in China wahrscheinlich als Auflehnung gegen den Staat.

Aber wo sieht man es als mutige Entscheidung einer freien Frau?
Ich hab mal gehört, dass es religiös begründet sein soll...:rollen:
Wobei die Begründung doch ziemlich weltlich ist:
"Prophet! Sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie mögen einen Teil ihres Überwurfs über sich herunterziehen. So werden sie eher erkannt und nicht belästigt."
 
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