Haste dafür ein Link?
Dafür braucht man keinen Link, dass ergibt sich schon allein aus der Leistungsentwicklung. Intel konnte den Takt gegenüber Kaby Lake praktisch nicht mehr steigern und hatte keine neue Fertigung. Mehr Kerne waren der einzige Weg zu mehr Leistung überhaupt und sind auch die eine Neuerung bei Coffee Lake. Was sollen die denn sonst überhaupt "entwickelt" haben, um erst wegen Ryzen noch zusätzlich eine Kernerweiterung in die Planung aufzunehmen?

Auch aus der allgemeinen Marktentwicklung ergab sich, dass sechs Kerne in den Mainstream rutschten. Verkauft wurden die im Desktop damals schließlich schon seit sieben Jahren und bereits der 5820K verkaufte sich zwei Jahre vorher ein paar Wochen lang besser weil zu niedrigeren Preisen als der 6700K. Mehrere Gerüchteköche gingen deswegen schon davon aus, dass Core i-7000 einen Sechskerner in den Sockel 1151 bringt. Das hielt ich persönlich für den eigentlich angedachten Cannon Lake zwar für falsch (und spätere Veröffentlichungen legen nahe, dass ich da richtig lag), aber spätestens für ICL-i-8000er sahen alle eine Sechskern-Option als festen Bestandteil der Entwickungspläne. Da Intel stattdessen ohne neue Architektur und Fertigung antrat, blieb ihnen gar nichts anderes übrig, als diese Option auch zu ziehen.
Was bei Coffee Lake als Reaktion auf Zen 1 aber offensichtlich geändert wurde, war das Launch-Datum. Es gibt eine ganze Reihe von Hinweisen, dass er eigentlich erst Anfang 2018 und dann direkt mit neuen I/O-Hubs kommen sollte. Stattdessen hat Intel ihn sechs Monate vorgezogen und den Z270 zum Z370 rebranded. Möglicherweise ebenfalls eine Kurzschlussreaktion war die Einführung des Sockel 1151 (CFL) und die Planung mit CFL-R. Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass die gesamte Entwicklung des i7-8700K im normalen 1151 (SKL) ablief und das Redesign erst sehr spät auf die Tagesordnung kam, um mehr Leistungsspielraum für die Achtkerner zu schaffen. (unnötiger Weise). Spekulation meinerseits: Intel dachte ursprünglich, mit einem 2018 eingeführten 6-Kerner bis nach 2019 rein auszukommen, wofür damals noch 10-nm-CPUs erwartet wurden. Den schnellen Schritt auf Achtkerner verdanken wir somit AMD, die relativ niedrigen Preise sowieso und vermutlich auch die mangelnden Aufrüstmöglichkeiten von 1151-(SKL)-Käufern. Aber die 6-Kerner hätten wir auch so bekommen.
.gif)
Der Start der Ryzen Gen 1 war auch ziemlich holprig damals. Häufige UEFI & AGESA-Updates, extra Windows-Energiesparmodi, Probleme mit RAM-Kompatibilität & Taktraten, Leistung in Games etc etc.