Alder Lake: Intel verrät technische Details durch öffentlichen Developer Guide

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Intels Alder-Lake-Prozessoren sind zwar noch nicht erschienen, doch ein öffentlicher Developer Guide liefert schon jetzt ein paar offizielle Informationen zu den kommenden CPUs. Thematisiert werden beispielsweise die Befehlssatzerweiterungen, die Cache-Struktur und der Ausbau der Desktop- und Notebook-CPUs.

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Ich sehe großes Potenzial in der Technik.
Bei Games ist man meist mit 8 starken Kernen gut dabei. Ziehe da immer Parallelen zu den Konsolen…
Im Vergleich zu Konsolen haben PCs aber ein Windows, Anti Vir und andere Tools am Laufen, was vielleicht Kapazitäten der starken Kerne kostet. Deshalb könnte es von Vorteil sein die E-Cores zu haben. Die können dann in Hintergrund Windows und co am Laufen halten, ohne das die P-Cores beim Gamen eingeschränkt werden durch Nebenausgaben….
So stelle ich mir das zumindest vor…
 
Wenn vier Effizenz-Kerne einen Leistungskern mit Hyperthreading ersetzen, bleibt es ja im Prinzip bei 10 Kernen.

Der 8+8-Kerner ist der neue Zehnkerner, der 6+8-Kerner der neue Achtkerner, der 6+0-Kerner ist der neue Sechskerner und der 2+8-Kerner der neue Vierkerner bei Intel, da vier E-Cores ja den Platz von einem P-Core einnehmen.

Intel setzte jahrelang auf Kernqualität (hohe Einzelkernleistung) statt auf Kernquantität. Das wird sich mit Alder Lake nicht ändern. Um die hohe Kernleistung der P-Cores zu erreichen, bedarf es einer entsprechenden Leistungsaufnahme, welche jedoch die maximale Anzahl an Leistungskernen einschränkt. Um AMDs Kernarmada dennoch etwas entgegen zu stellen, verwendet man die Effizienzkerne. Somit hat man viele Kerne und kann dennoch eine hohe Kernleistung bieten. Insgesamt wird der Verbrauch aber nicht sinken, sondern bei gewohntem Niveau bleiben. Das was die Effizienzkerne einsparen, verbraten die Leistungskerne.
 
Die können dann in Hintergrund Windows und co am Laufen halten, ohne das die P-Cores beim Gamen eingeschränkt werden durch Nebenausgaben….
Laut Resscourcen-Überwachung ist mein kleiner Sechskerner mit zwölf Threads zwischen ein und zwei Prozent ausgelastet in Windows. Ich verzichte auf so unnötigen Kram wie einen Virenscanner (die brain.exe arbeitet immer noch am besten). Laut dem Ryzen Master, der ja in der Lage ist zu schauen, was die CPU wirklich treibt, sieht das so aus:

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Ein einzelner Kern rechnet mit 252 MHz vor sich her, der Rest schläft/ist deaktiviert. Natürlich liegt bei den E-Cores dahinter die Idee, den P-Cores unnötige Last abzunehmen. Aber wer nicht gerade ein zugemülltes Windows mit bergeweise zusätzlicher Software nutzt, wird nicht bemerken, ob er eine Hybrid-CPU oder eine normale im Rechner hat, vor allem nicht beim Spielen, weil dort die GPU in der Regel limitiert.
 
Wenn ich das richtig lese gibt intel den Ringbus auf und die Kerne kommunizieren dann (nur) über dem L3 cache miteinander? Da würde ich mal größere intracore-Latenzen vermuten als bisher und das ist erfahrungsgemäß für die gamingperformance gar nicht gut.

Zumindest würde das erklären warum in den geleakten benchmarks zwar die singlecorperformance stark zugelegt hat, die multicoreperformance aber deutlich weniger.
 
Danke der Aufklärung Dave. War halt mein Gedanke warum der 10900k,5900x und co evtl einfach besser sind. (Unabhängig davon das die größeren CPUs meist mehr Takt bekommen wie die kleinen CPUs).

Würde ja bedeuten man könnte einen 12900k/12700k nehmen und die E-Cores deaktivieren, dann hätte man einen extrem starken 8 Core mit 16 Threads…für den Fall das die E-Cores in der Praxis nicht ganz optimal angesteuert werden….
 
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Darüber hinaus ist die Rede davon, dass Aufgaben immer auf den effizientesten Kernen ausgeführt werden sollen. Das ist allerdings ein gewisser Widerspruch zum vorher besprochenen Vorgehen, dass alle Aufgaben zuerst an die P-Kerne gehen werden.
Wäre es nicht möglich, das "gelernt" wird, man sich also Threads von Prozessen merkt und diese dann sofort den P- oder E-Cores zuweist? Natürlich nicht einmal gelernt und dann in Stein gemeißelt, sondern es kann auch wieder geändert werden.

Die Idee dahinter ist ja nicht neu, nur das es bisher dazu genutzt wurde Daten im Voraus in den RAM / Festplatten-Cache zu laden, da aus der Vergangenheit gelernt wurde, das wenn die Daten A+B angefordert wurden, in 8 von 10 Fällen anschließend die Daten C benötigt werden.
 
Interessante Guide

Das Dokument geht auch viel auf Game Development "Regeln" ein. / für Hybrid CPUs.

Anscheinend sieht Intel dort noch "Arbeitsbedarf" für eine optimale Unterstützung.
z.B. bei zukünftige "Gaming" Leistungstests mit "älteren" und aktuellen Games. ggf im Vergleich zu anderen CPUs.
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Kein AVX 512, das wäre echt blöd. Eventuell kann man die Effizienzkerne im UEFI ja deaktivieren oder es läßt sich irgendwann doch noch freischalten. Im Prinzip müßte man AVX 512 Anwendungen einfach kenntlich machen und nur noch auf den großen Kernen ausführen.

Wenn vier Effizenz-Kerne einen Leistungskern mit Hyperthreading ersetzen, bleibt es ja im Prinzip bei 10 Kernen.

Angeblich sollen sie so schnell sein, wie ein Skylakekern ohne HT. Wenn das stimmt, dann wären die 8 Effizienzkerne mit einem i7 9700K vergleichbar. Von daher könnte es reichen, um die 12 Kerner von AMD zu übertreffen und eventuell sogar Richtung 16 Kerner zu gehen. Aber da sind noch viele Fragen offen.
 

ZITAT:​

Alder Lake braucht Update für Kopierschutz​

So weit, so gut. Doch es könnte sein, dass trotz der hohen Performance zumindest zum Launch nicht alle Spiele mit den Alder-Lake-Prozessoren laufen, wie die Kollegen der Website gamersgospel.com herausgefunden haben. In einem offiziellen Entwickler-Guide entdeckten sie einen entsprechenden Hinweis:
Wenn Ihr bestehendes oder geplantes Spiel eine DRM-Middleware verwendet, sollten Sie den Middleware-Anbieter kontaktieren und sich vergewissern, dass er hybride Architekturen im Allgemeinen und die kommende Intel ADL-Plattform im Besonderen unterstützt.

Das kann ja dann sehr interessant werden :lol:
 
Ich sehe großes Potenzial in der Technik.
Bei Games ist man meist mit 8 starken Kernen gut dabei. Ziehe da immer Parallelen zu den Konsolen…
Im Vergleich zu Konsolen haben PCs aber ein Windows, Anti Vir und andere Tools am Laufen, was vielleicht Kapazitäten der starken Kerne kostet. Deshalb könnte es von Vorteil sein die E-Cores zu haben. Die können dann in Hintergrund Windows und co am Laufen halten, ohne das die P-Cores beim Gamen eingeschränkt werden durch Nebenausgaben….
So stelle ich mir das zumindest vor…

Auf einem sauberen, nicht zugemüllten Windows 10 System gibt es während des Spielens (Vollbild) keine nennenswerte Prozessorlast durch Windows. Das ist auch der Grund dafür, dass bei vielen Leuten der Game Mode nichts bringt bzw. sogar eher Probleme verursacht. Wenn dem Spiel eh schon 99,9% der Leistung zur Verfügung steht, kann ein Game Mode auch nichts mehr verbessern. Anders sieht es bei Systemen aus, bei denen zig unnötige Sachen im Hintergrund mitlaufen. Da kann man den Gamemode aktivieren oder auch einfach mal sein System entmüllen und unnötigen Kram aus dem Autostart entfernen.

Ich sehe da kein großartiges Potential für Performance-Steigerungen durch die kleinen Kerne beim Gaming, außer vllt. für Streamer, die anspruchsvolle Software im Hintergrund laufen haben müssen.

Der Otto-Normal Gamer hat vllt. TS oder Discord und den Browser mit ner Map des Spiels laufen. Das ist nicht der Rede wert von der CPU-Last her.
 
Ja ich habe glaub auch nur Norton, Asus Ai Suite, Logitech, Samsung ssd, Nvidia und maximal TS am laufen wenn’s als gesichert gilt das kaum Hintergrundlast da ist dann bleibts dabei: 6-8 starke Kerne reichen fürs Zocken.

Dann wäre meine These mit mehr Kerne für des Zeug nicht korrekt.
 
Dann wäre meine These mit mehr Kerne für des Zeug nicht korrekt.
Deine These muss ja nicht falsch sein :)
Die Frage wäre nur, welchen Sinn es am Ende hätte. Immerhin werden die neuen P-Cores ja (hoffentlich) schneller als die aktuellen Cypress Cove in Rocket Lake (die ja schon abermals schneller als die in Comet Lake sind).
 
Wenn ich das richtig lese gibt intel den Ringbus auf und die Kerne kommunizieren dann (nur) über dem L3 cache miteinander? Da würde ich mal größere intracore-Latenzen vermuten als bisher und das ist erfahrungsgemäß für die gamingperformance gar nicht gut.

Zumindest würde das erklären warum in den geleakten benchmarks zwar die singlecorperformance stark zugelegt hat, die multicoreperformance aber deutlich weniger.

Der Ring-Bus war bisher auch schon über die Cache-Slices organisiert. Vermutlich wurde er sogar 1:1 von Tiger Lake übernommen.
 
Ja RKL habe ich auf Grund des netto nicht so großen Gewinns zu CML ausgelassen.
Der Wechsel zu ADL wird sicher teuer.
Habe eine Usernews aufgemacht zu den Boards- da stellt sich schon die Frage nach DDR4 oder DDR5.

Warten wir’s mal ab. Zur Not habt ihr sicher einen Test vorzuweisen.
 
ADL könnte für Intel recht interessant sein, sprich Intels beste CPU bis dann. Falls aber die bisherigen Leaks stimmen sind das keine Leistungen vor denen AMD "zittern" müsste. Da reicht bei AMD quasi ein kleiner Aufguss. Ist wohl schon lange her in der AMD in so einer Komfortzone war.
 
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