ADAC: Mercedes sendet sich alle zwei Minuten GPS-Position der B-Klasse

Letztes Jahr dachte ich noch so aus Spaß mit Ernst: dann wird in der nächsten Fahrzeuggeneration schnell mal ein an veränderte Umstände angepasstes Softwareupdate eingespielt... steht ja irgendwo im Kleingedruckten. ;)
Früher fuhr man am WE zum KFZ-Kumpel, um die Zündung einstellen zu lassen und beschaffte sich die nötige Software zur privaten Fahrzeugpflege selber. Heutzutage fährt man zum Hacker-Mädchen, die die ganzen Features deaktiviert, um ein Auto draus zu machen. Meine Karre muss mir jedenfalls von Werk aus nicht erklären, dass der Gurt nicht angelegt ist. So schlau bin ich selber. Jetzt will mir ein Auto wirklich erklären, wo ich mich gerade befinde und ob ich einen Notarzt brauche, wenn der Airbag die Sonnenbrille ins Graue geschoben hat, obwohl jeder im Umkreis von einem Kilometer schon sein Smartphone gezückt hat um ein Foto zu mach.. ähhm die 112 anzurufen.
"Daten sind der Rohstoff der Zukunft" Hat Mutti kurz vor ihrer Pension schon Jedem Bürger deutlich gemacht, nach den Gesprächen mit den Wirtschaftsexperten und die müssen es ja wissen. :devil:
 
Die gesamte Giftmischerbande der deutschen Autoindustrie soll mal schoen an der eigenen Ignoranz und Arroganz eingehen.
Es ist faszinierend wie sehr sie auf dem Holzweg bleiben und es offensichtlich nicht kapieren was die Uhr sagt.

Autonome, genossenschaftliche elektrokapseln haetten vor fuenf Jharen gestartet werden muessen wie Tesla und Google aber da war man ja mit der Vertuschung der eigenen Dickfaelligkeit beschaeftigt..oder beim Koksen mit Huren.
 
Ich freu mich schon auf die ersten langen Gesichter, von denen die jetzt noch sagen ach ist doch scheiß egal, wenn beim nächsten Unfall die Versicherung ankommt mit Daten der letzten Jahre und sagt:" Ja schauen sie mal hier. Sie fahren Regelmäßig auf Autobahnen über 130 km/h. Wir gehen davon aus das sie in dieser Situation auch nicht verantwortungsvoll gehandelt haben und prüfen den Unfall genau, bis dahin verweigern wir die Zahlung. "
Das ist jetzt so das erste Szenario was mir sofort eingefallen ist :D Da wird es noch viel mehr Dängeleien geben für die Konsumenten XD Ich freu mich schon :ugly:
 
Dir ist aber schon bewusst was in Deutschland im bezug auf Autobahnen so laut Gesetz richtig ist und was nicht oder ? ...
 
Wenn ich mir so vorstelle, was für ein Budget z.B. Mercedes hat, und was für ein Budget die "Prüfer", dann gibt es mit Sicherheit noch viel krassere Dinge als so einen GPS-Sender oder geschummelte Abgaswerte. So was passiert halt, wenn die Industrie komplett die Macht über die Politik übernimmt und letztere einfach nur noch wegschaut oder zu wenig investiert um die Firmen zu kontrollieren.
 
Hier
Ich seh ebenfalls kein Problem bei deinem "Fall", wo haste sowas schonmal gesehen?
Alle am rumheulen aber bestimmt dicke Iphones inner Tasche und Facebook fleißig am benutzen, ihr nervt mich mehr als das gesammle.
Ein nicht nur möglicher, sondern bald eintretender Fall:
Die Versicherung liest die Daten aus, sieht, dass du gerne stark beschleunigst oder bremst -> unvorausschauender dummer Raser -> Versicherungskosten hoch damit!
Dann könnte man jetzt argumentieren, Rowdies gehören eh von der Straße. Ja, aber die logische Folge ist für viele langsames, langweiliges und übervorsichtiges Fahren.
Die Exekutive freut sich vielleicht auch über die Daten, schickt denen BMW, Mercedes oder sonstwer bald auch die GPS Position samt gefahrener Geschwindigkeit. Na da hätte ich eine Freude. Das Jahrelange- Radars auswenig lernen beim Teufel.

Der Autohersteller sieht die Daten, du willst Mercedes und Co das Auto zurückverkaufen, denkst dir 20.000€ ist er noch wert.
Da sagt dir der Mercedes-Mann (AKA der Freundliche), dass das ein schöner Traum von dir ist, aber du hast den Motor im kalten Zustand ständig hochgedreht oder sonstirgendwas total wertminderndes gemacht mitm Auto. Kannst froh sein, wenn der Motor oder Turbo noch hält. 10.000€

Das Problem an Leuten, die das Problem nicht sehen, ist, dass sie es meist nicht verstehen können, weil sie nicht ein kleines bisschen vorausschauen.
 
Mein GTR regelt auch bei 335 km/h per GPS ab...um das Getrieb zu schützen.
Was evtl sogar Sinn macht....

Aber sinnlose Datensammel Wut sollte verboten werden !
 
Der Autohersteller sieht die Daten, du willst Mercedes und Co das Auto zurückverkaufen, denkst dir 20.000€ ist er noch wert.
Da sagt dir der Mercedes-Mann (AKA der Freundliche), dass das ein schöner Traum von dir ist, aber du hast den Motor im kalten Zustand ständig hochgedreht oder sonstirgendwas total wertminderndes gemacht mitm Auto. Kannst froh sein, wenn der Motor oder Turbo noch hält. 10.000€

Wenn du derjenige wärst, der dann den Gebrauchtwagen kauft und bei eingeschränkter Garantie einen verhunzten Motor bekommt, dann hättest du dir auch gewünscht, dir vorher die gesammelten Daten anschauen zu können. Dann werden solche betrügerischen Sachen wie "eben noch schnell den Kilometerstand zurückdrehen" oder "garantiert kein Unfallwagen" nämlich enorm erschwert. Es gibt eben immer zwei Seiten der Medaille; es geht nicht darum, eine Seite zu verteufeln, sondern einen brauchbaren Mittelweg zu finden, der mehr Vor- als Nachteile hat.
 
WAS SOLL DAS, WIESO IST EIN NVIDIA VIDEO UNTER DEM ARTIKEL VERLINKT ?!!?!?

Ironie off*

@ Topic: Muss der Kunde nicht aktiv den gesammelten Daten zustimmen, ähnlich der AGB etc?
 
Allerdings läuft das nicht über einen GPS-Sender, sondern über Mobilfunk (E-Call).

Allerdings heißt das ja, wenn man keine SIM-Karte einlegt kann auch nichts gesendet werden. Mercedes wird ja wohl kaum die nächsten 10-15 Jahre die Mobilfunkgebühren für jedes Fahrzeug zahlen.
 
Das ist ein neues Feature und nennt sich Diebstahlsicherung;)

Ob damit ein geklautes Auto mal von der Polizei gefunden wurden ist?
Oder werden damit nur Böse Terroristen verfolgt...

An sich hört sich das eCall ja nicht schleacht an:
Bei einem Unfall wird ein Notruf (eCall) an die Euronotrufnummer 112 ausgelöst, der einen Minimaldatensatz direkt an eine Notrufzentrale (PSAP – Public Safety Answering Point) absetzt, gleichzeitig jedoch auch eine Sprachverbindung für den Fall aufbaut, dass ein Insasse des Unfallautos noch sprechen kann. eCall wird automatisch und manuell auslösbar sein. An einem Knopf im Auto könnten auch Zeugen eines schweren Unfalls den Notruf auslösen.
Der Minimaldatensatz enthält unter anderem den Unfallzeitpunkt, die genauen Koordinaten des Unfallorts, die Fahrtrichtung (wichtig auf Autobahnen und in Tunneln), Fahrzeug-ID, Service Provider-ID und eCall-Qualifier (automatisch oder manuell ausgelöst). Optional ist die Übermittlung von Daten von Bord-Sicherheitssystemen möglich, wie der Schwere des Unfallereignisses und der Zahl der Insassen, ob die Sicherheitsgurte angelegt waren, ob das Fahrzeug sich überschlagen hat usw.
Die eCall-Infrastruktur muss ab dem 1. Oktober 2017 bereitstehen. Der neue Service steht allen Bürgern kostenfrei zur Verfügung.

ABER
Eingebettet in die modernen Bordsysteme ist bei entsprechender Gestaltung praktisch die gesamte automobile Wertschöpfungskette in der Lage, unbegrenzt Daten über das Fahrzeug und das Fahrverhalten zu gewinnen.[SUP][22][/SUP] Der europaweite Versichererverband Insurance Europe hat offiziell Interesse daran geäußert, dass Versicherungsunternehmen Zugriff auf eCall-Daten ihrer Kunden erhalten, was theoretisch der Erstellung spezifischer Risikoprofile dienen könnte
:wow:
 
Zuletzt bearbeitet:
Allerdings heißt das ja, wenn man keine SIM-Karte einlegt kann auch nichts gesendet werden. Mercedes wird ja wohl kaum die nächsten 10-15 Jahre die Mobilfunkgebühren für jedes Fahrzeug zahlen.

also in den neuen BMW Modellen die BMW Connect oder so unterstützen ist eine Sim Karte eingebaut. Das macht nicht der Kunde. Das gleiche haben wir beim R-Link System im Renault Captur / Clio
 
Ich als momentaner non-Autofahrer kann nur oberflächlich meinen Senf dazu abgeben.

Ich finde, dass ich diese Funktion was Ortung angeht zumindest abschalten dürfte.
Einige werden aber damit kein Problem haben, glaube ich zumindest.
Man könnte ja nach wie vor nen Notruf absetzen (sofern Netz und ein GPS-Signal vorhanden ist).
Da kommt glaube ich auch der springende Punkt, was wenn man in der Pampa verunfallt ist, das Auto keinen Notruf absetzen kann und die gefahrene Strecke nicht nachvollziehbar ist (wäre zumal die einzig logische Erklärung, oder? Evtl. hat man noch Netz aber keinen GPS-Satelliten in Reichweite?).

Was die letzte Abstellposition angeht... Hätte ich das glaube ich auch lieber abstellbar gewollt.

Dennoch würde ich die GPS-Daten mindestens abschaltbar haben dürfen.

Sollten die restlichen Daten zwecks Unfallvorhergang, Garantie oder Betrug (KM-Stand) brauchbar sein...
Da hat es doch seine guten Seiten finde ich.
Zudem ist es was anderes als aktive Ortung.

Auch wenn mir, ganz ehrlich, eine lokale Speicherung auf dem Boardcomputer oder einer geschützten Blackbox doch angenehmer wäre.
Ich glaube ich hätte diese Daten relativ ungern auf Mercedes' oder BMWs Servern.
 
Allerdings heißt das ja, wenn man keine SIM-Karte einlegt kann auch nichts gesendet werden. Mercedes wird ja wohl kaum die nächsten 10-15 Jahre die Mobilfunkgebühren für jedes Fahrzeug zahlen.

Da bei dem System (E-Call) für Autos wohl keine Möglichkeit für Spaßanrufe besteht nehme ich mal an, dass keine Sim für das Auto notwendig sein wird. Notrufe sind generell kostenlos.
 
Gott sei dank hab ich gerade ein Haus gebaut und kann mir deshalb lange kein neues Auto leisten :-)

Die sicherheitsfeatures machen meiner Meinung nach schon Sinn und sind eine logische Konsequenz der Entwicklung, die Sammlerei unserer Daten geht aber eindeutig zu weit (zumindest ohne aktive Zustimmung des Kunden)!
 
Ich finde, dass ich diese Funktion was Ortung angeht zumindest abschalten dürfte.

Dem Nutzer Kontrolle über seine Geräte/Funktionen geben? Wo denkst du denn hin, dann funktioniert die Gängelei doch nicht richtig!

Mal ehrlich - in quasi allen technischen Sparten werden den Usern immer mehr Funktionen aufgezwängt (bis hin zu ganzen Betriebssystemen... :ugly:) und immer mehr Kontrolle genommen. Heute weiß doch kein Mensch mehr genau, was sein Smartphone, sein PC, seine Konsole oder eben auch sein Auto gerade im Hintergrund tut und mit wem es welche Informationen austauscht. In 10 Jahren weiß der erste Kühlschrank was du Montagsabends üblicherweise ab liebsten isst und schickt dir mittags ne "geh xy kaufen!"-nachricht auf die Kühlschrank-App wenns nicht drin ist.

Ich finde ja auch dass man den Fortschritt nicht aufhalten soll - aber lasst den Leuten doch bitte die WAHL!
Wer gerne von der Arbeit aus mit seinem Toaster redet kanns dann ja machen aber ich würde mich freuen auch in 20 Jahren noch einen Toaster kaufen zu können der nen Hebel an der Seite hat und nicht per App gesteuert werden muss. :ka:
 
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