Bitte, bevor man so etwas schreibt sollte man in Ruhe abwägen und nicht nur an seinen Geldbeutel denken, weil der Redakteur in die Kategorie "Raser" gehören könnte und sich sorgen macht.
Denn ich frage mich, was ist denn schlecht daran, wenn Versicherungstarife nach Gefährdungspotential gestaffelt werden?! Das werden Sie ja auch heute schon anhand der jährlich gefahrenen Kilometer. Jemand der 6000km fährt, zahlt einen geringeren Beitrag als der, der 20000km fährt. Macht ja auch Sinn, denn es ist eine faire Lastenverteilung nach der statistischen Wahrscheinlichkeit, wie hoch die Gefahr ist nach Kilometer x in einem Bundesland Y mit dem Fahrzeugtyp Z einen Unfall zu haben.
Wenn jemand notorisch mit 40 durch Spielstraßen rast, mit 50 vor Schulen und Kindergärten und sonst in der Innenstadt und sonst wo am Rand der 19 km/h drüber kratzt: DERJENIGE sollte das auch in seinem Versicherungsbeitrag merken dürfen!!!
DENN es heißt ja nicht zwangsläufig das es nur teurer wird. Im Umkehrschluss wird es/kann es dann auch für besonders ruhige Fahrer günstiger/ werden.
Und was ist denn dann an zusätzlichen gerichtsverwertbaren Daten schlecht, die dann zeigen könnten, das betreffende Person die letzten 10 km mit durchschnittlich 140 über die Landstraße gebrettert ist und dann bei der Straßeneinmündung auf der Landstraße Opi vielleicht doch nichts dafür konnte, dass er dem Raser die Vorfahrt nahm... Gut, die Geschwindigkeit bekommt der Gutachter dann auch meist anhand des Schadenprofils heraus, aber das würde es etwas kostengünstiger für die Unfallrekonstruktion machen. Der beste Nebeneffekt wäre: Es würde im Fall einer Teilschuld den Tatbestand von der Fahrlässigkeit zum Vorsatz machen. Und dies ist enorm bedeutend, denn es wäre damit etwas nachweisbar, und zwar, dass dem Opi vlt. gar keine Möglichkeit blieb den Unfall zu verhindern.