Activision Blizzard: In drei Monaten mehr als 1 Milliarde Dollar mit Mikrotransaktionen verdient

Dafür wird bei CDPR massiv Crunch geschoben und die Entwickler quasi gezwungen 60+ Stundenwochen über mehrere Monate zu schieben und von den Chefs wird das als "eh nicht so schlimm und ganz normal" abgetan.
CDPR ist in dem Fall keinen Deut besser als die großen Publisher.
Das mag sein, ist bei mir an der Arbeit aber ähnlich. Wenn ein Projekt fertig werden muss stehen Überstunden an. Kann mir auch kaum vorstellen das irgendeine Branche mit festehenden Terminen anders arbeiten kann. Wem seine Arbeit nicht gefällt muss kündigen und sich nen neuen Job suchen. Ganz einfach.
 
V.a. werden Kinder und Jugendliche schon seit Jahren mit diesem Müll bombardiert, sodass es für sie völlig normal wird 70€ für das Hauptspiel und dann noch 20-30€ für wertlosen Mikrotransaktionendreck hinzublättern. Genau das wollen die Publisher, hörige Kunden, die völlig das Verständnis für die Relation gar nicht erst erlernt haben.
70€ für ein gutes, großes Hauptspiel finde ich aber ok. Die Preise für Spiele sind seit 20 Jahren nicht gestiegen, obwohl die Entwicklung inzwischen um Größenordnungen aufwändiger ist und 2 bis 3 stellige Millionenbeträge kostet. Zudem sind das Angebot und der Preisverfall so groß/schnell, dass man wirklich sehen muss, die Kosten innerhalb der ersten 2-3 Monate rein zu holen.

Und so traurig es ist, aber die Nachfrage nach diesem MT Müll ist einfach da. Bei F2P Titeln sehe ich das ja ein. Die können nicht umsonst arbeiten und müssen sich irgendwie finanzieren. Skins sind so ein Mittelding, da bei manchen Menschen schon ein psychologischer Druck herrscht, auch cool aussehen zu müssen.

Aber was z.B. FIFA macht, ist einfach nur ekelhaft und gehört verboten.
 
Jetzt möchte ich noch einmal das Argument sehen, dass "Games as a Service" nicht funktioniert :ugly:
Es gibt genug Beispiele die zeigen, dass Games as a Service auch krachend scheitern kann. Anthem, Avengers, Ghost Recon Breakpoint, Evolve usw.

Nur um mal ein paar zu nennen.

70€ für ein gutes, großes Hauptspiel finde ich aber ok. Die Preise für Spiele sind seit 20 Jahren nicht gestiegen, obwohl die Entwicklung inzwischen um Größenordnungen aufwändiger ist und 2 bis 3 stellige Millionenbeträge kostet. Zudem sind das Angebot und der Preisverfall so groß/schnell, dass man wirklich sehen muss, die Kosten innerhalb der ersten 2-3 Monate rein zu holen.
Der Gaming Markt ist dafür geradezu explodiert und massiv größer als noch vor 20 Jahren. Zudem gibt es immer öfters limitierte Editionen oder Collector's Editionen für deutlich mehr Geld. Entwickler und Publisher verdienen hervorragend, es sind die Chefetagen die den Hals nicht vollbekommen.
 
Es gibt genug Beispiele die zeigen, dass Games as a Service auch krachend scheitern kann. Anthem, Avengers, Ghost Recon Breakpoint, Evolve usw.

Nur um mal ein paar zu nennen.
Da würde ich aber nicht sagen das das GaaS Konzept gescheitert ist, sondern die Spiele selbst einfach nicht gut waren.
Nimm ein erfolgreiches Spiel, packe MTs und Co dazu, und dann läuft das wie Sau.
 
Häng noch mindestens eine Null dran. Bei Battlefield gab es für 30 Taler nur 3 neue Uniformen
Naja, bei CoD blättert man pro Pack mittlerweile auch 25.- Tacken hin und eigentlich wäre mir dass auch völlig egal weil jeder mit seinem Geld machen soll was er will. Was mich aber nervt ist dieses grossspurige Gelaber von Bobby Kotick über Rekordverkäufe/gewinne während man am laufenden Band Support/Communitymitarbeiter rausschmeisst.
 
Wozu das Produkt besser machen, wenn man den Kunden dümmer machen kann.
Ca. 85% der Menschen glauben ja auch jeden Dreck der in den Mainstream Medien verbreitet wird, zbs. In den USA, wo die Leute sich die Wahlen wichtig reden.
Ob es der eine alte Mann oder der andere wird, ist egal, die arbeiten alle für den Tech und Bankensektor.
 
Da würde ich aber nicht sagen das das GaaS Konzept gescheitert ist, sondern die Spiele selbst einfach nicht gut waren.
Nimm ein erfolgreiches Spiel, packe MTs und Co dazu, und dann läuft das wie Sau.
Das sind alles Vertreter des Games as a Service Genres und sie zeigen, dass es eben kein Selbstläufer ist. Activision Blizzard und EA pressen doch fast nur ihre bestehenden Marken aus weil sie wissen wie extrem schwer es ist eine neue Marke zu etablieren. Das Risiko ist enorm. Besser wäre es aber, wenn der Quatsch überhaupt nicht existieren würde. Aber gut, Angebot und Nachfrage. Die Leute hauen offenbar gerne ihr Geld für immateriellen und wertlosen Mist raus.
 
Da würde ich aber nicht sagen das das GaaS Konzept gescheitert ist, sondern die Spiele selbst einfach nicht gut waren.
Nimm ein erfolgreiches Spiel, packe MTs und Co dazu, und dann läuft das wie Sau.
Vereinfacht gesagt, genauso sieht es aus.
Trotz aller Kritik lief selbst das Diablo-Echtgeld-AH ziemlich gut. Auch die Umsatzzahlen von "Avengers" sind nicht derart katastrophal, aber mit Sicherheit hinter den Erwartungen geblieben.

Dafür zeigen viele viele Spiele wie es geht - man sehe sich nur Genshin an ..
 
Genshin Impact ist Free 2 Play. CoD, Fifa und Konsorten sind Vollpreistitel, bei denen die Kunden trotzdem endlos zur Kasse gebeten werden. Das ist ein großer Unterschied.
Die Kunden werden nicht gebeten, sie wollen, und zwar explizit.
Zitat aus dem EA financial report:

According to their recent financial reports, EA has reported record numbers in the year 2020. Across all sports franchise titles, including FIFA and Madden, EA generated a total of $1.49 billion through the Ultimate Team platform
 
Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Freiheit bedeutet auch die Freiheit "dummes" zu tun.
Ja, und?
Das mag sein, ist bei mir an der Arbeit aber ähnlich. Wenn ein Projekt fertig werden muss stehen Überstunden an. Kann mir auch kaum vorstellen das irgendeine Branche mit festehenden Terminen anders arbeiten kann. Wem seine Arbeit nicht gefällt muss kündigen und sich nen neuen Job suchen. Ganz einfach.
Schöne Obrighörigkeit, ganz brav. :)
Hat was von der Einstellung der Leute in den USA.
Du klingst fast so, als wärst du auch gegen Gewerkschaften.
Dass dieser Status quo, den du hast, nicht in Ordnung ist, fällt dir nicht selber auf?
Anstatt schlechtes Projektmanagement und dergleiche anzuprangern, soll laut dir lieber der Angestellte spurten. Bloß nicht die Bosse, die eh oft mehr als genug verdienen.
Schlag mal nach, was ein Bobby Kotick verdient. Und wie viel Bonus er erhalten hat in dem Jahr, als er in seiner Firma mehrere 100 Leute entlassen hat.
70€ für ein gutes, großes Hauptspiel finde ich aber ok. Die Preise für Spiele sind seit 20 Jahren nicht gestiegen, obwohl die Entwicklung inzwischen um Größenordnungen aufwändiger ist und 2 bis 3 stellige Millionenbeträge kostet. Zudem sind das Angebot und der Preisverfall so groß/schnell, dass man wirklich sehen muss, die Kosten innerhalb der ersten 2-3 Monate rein zu holen.

Und so traurig es ist, aber die Nachfrage nach diesem MT Müll ist einfach da. Bei F2P Titeln sehe ich das ja ein. Die können nicht umsonst arbeiten und müssen sich irgendwie finanzieren. Skins sind so ein Mittelding, da bei manchen Menschen schon ein psychologischer Druck herrscht, auch cool aussehen zu müssen.

Aber was z.B. FIFA macht, ist einfach nur ekelhaft und gehört verboten.
Publisher fahren jedes Jahr immer mehr Gewinne ein, eine weitere Preiserhöhung dient lediglich noch höheren Gewinnen, nicht um die bisherigen Kosten zu decken.
Die Nachfrage nach MTs wird eben antrainiert.
Siehst ja auch hier genug verblendete Leute die meinen "sind ja nur kosmetische Gegenstände" und nicht die Konsequenzen davon verstehen (wollen).
 
Genshin Impact ist Free 2 Play. CoD, Fifa und Konsorten sind Vollpreistitel, bei denen die Kunden trotzdem endlos zur Kasse gebeten werden. Das ist ein großer Unterschied.
Bei einem F2P Spiel finde ich es sogar in Ordnung, wenn der Fokus in gewissem Maße darauf ausgelegt ist, das du da Geld investieren sollst. Irgendwie muss man ja die Kosten der Entwicklung decken können.
Und wenn das Spielprinzip dann so umgesetzt werden kann, das man mit 10 investierten Euros genau so Spaß haben kann wie mit 100, ist alles paletti.

Was man aber aktuell bei Sportspielen abzieht, ist unter aller Kanone.
Jetzt wird nachträglich, schön nachdem die Wertungen für´s Spiel durch sind, Werbung hinzugefügt.
 
Die Kunden werden nicht gebeten, sie wollen, und zwar explizit.
Es gibt auch etwas, das nennt sich Glücksspielsucht. Das wird von EA & Co bewusst und ohne einen Hauch von schlechtem Gewissen ausgenutzt. Wenigstens wachen die Regierungen der verschiedenen Länder langsam auf und setzen Lootboxen auf dieselbe Stufe mit Glücksspiel. Das ist längst überfällig.
 
Die Mikrotransaktion und DLCs werden in Zukunft sogar noch ausgeweitet, da immer mehr Basisspiele "kostenlos" in Abos bezogen werden, wie dem Microsoft Gamepass (auch mit Bethesda Games), Ubi Uplay, EA Play etc.
Das Geld wird dann mit Extras gemacht, für die man bezahlen muss. Natürlich wird auch immer mehr Content inkl. Story in die DLCs ausgelagert.
 
Das ist das Problem an Börsennotierten unternehmen. Es MUSS jedes Jahr mehr Geld verdient werden. Ob das klappt steht auf einem anderen Zettel. Mikrotransaktionen sind dafür ein dankbares Werkzeug da mit geringem Aufwand ein hoher Ertrag erzielt werden kann.
Leider hast du Recht und das Gesagte trifft auf jede Branche zu. Der Aktienmarkt und Kapitalismus sind einer der Sargnägel für unsere Welt. Ich fürchte ich werde es noch erleben das entweder der Kapitalismus, die Konsumgesellschaft und der damit verbundene grenzenlose Ressourcenhunger oder ein Verrückter mit Allmachtsfantasien und Atomwaffen der Erde ein Ende bereiten wird :(

Ich sehe da auch keinen Ausweg und das macht mich traurig.
 
Für mich ein Grund mehr solche Spiele zu ignorieren.
Zum Glück habe ich in den letzten 30+ Jahren genug Spiele gesammelt,
die noch einen Gegenwert besitzen und mich die nächsten 30+ Jahre
beschäftigen, sofern ich überhaupt so alt werde. :)

Allen anderen "Suchties" sei gesagt, beschwert euch in ein paar Jahren nicht, dass Ihre
kein Geld mehr in der Tasche habt, da alles in unnütze virtuelle Dinge investiert wurde. :stupid:

P/L ist mittlerweile kaum noch vorhanden und geht in den nächsten Jahren gegen Null.
 
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