News Vor der Entsorgung gerettet: Alte RAM-Riegel entwickeln sich zum 20.000‑US-Dollar-Fund

PCGH-Redaktion

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Nach einem Server-Upgrade wurden zahlreiche RAM-Riegel entsorgt, konnten jedoch von einem Mitarbeiter gerettet werden. Heute haben die Speichermodule fast das Zehnfache ihres Ursprungswertes erreicht.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Vor der Entsorgung gerettet: Alte RAM-Riegel entwickeln sich zum 20.000‑US-Dollar-Fund

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Alte Hardware muss nicht immer gleich wertlos entsorgt werden. Gerade jetzt bei der RAM-Krise ist jeder Chip wertvoll.
 
Nette Geschichte, aber...
Die genannten Komponenten stammen demnach aus einem Unternehmensumfeld und wurden nach dem Austausch durch neue Server-Hardware ausgebaut. Zum damaligen Zeitpunkt soll der Marktwert für vergleichbare Modelle bei rund 30 bis 35 US-Dollar pro Stück gelegen haben.
Dann hätten die ehemaligen Besitzer der 72 RAM Riegel ja mal eben locker 2150.- bis 2500.- Dollar in den Schredder geschmissen, wovor der Urheber dieser Story sie bewahren konnte.

Das glaubt der Typ doch selber nicht :ugly:
 
Dann hätten die ehemaligen Besitzer der 72 RAM Riegel ja mal eben locker 2150.- bis 2500.- Dollar in den Schredder geschmissen, wovor der Urheber dieser Story sie bewahren konnte.
Das muss natürlich nicht stimmen, aber ich halte es schon für recht glaubhaft. Geschäftliche Käufer müssten den Kram vermutlich erst testen, was die Ersparnis zunichte macht und wenn man solche Mengen an private Käufer verkaufen will, hat man am Ende etliche Vorgänge an der Backe. Bei den aktuellen Preisen sähe das vermutlich anders aus, aber das konnte damals ja noch niemand so richtig ahnen. Oft landet so was dann auch erst mal ein paar Jahre in irgendeiner Kiste, bevor es dann in den Müll wandert und ich könnte mir vorstellen, dass sich hier jemand gedacht hat, dass man sich diesen Zwischenschritt einfach mal spart.
 
Nette Geschichte, aber...

Dann hätten die ehemaligen Besitzer der 72 RAM Riegel ja mal eben locker 2150.- bis 2500.- Dollar in den Schredder geschmissen, wovor der Urheber dieser Story sie bewahren konnte.

Das glaubt der Typ doch selber nicht :ugly:
So einfach ist das nicht. Als Firma musst du die 72 Riegel testen, bevor du sie veräußerst. Das ist nicht einfach nur einmal reinstecken und gucken, ob es geht. Sondern wenn, dann fährst du das volle Programm. Und das dauert seine Zeit. Wenn du Dich darauf spezialisiert hast, kannst du das machen. Ansonsten ist es zu aufwendig und teuer. Bei gerade mal 2500 Dollar Umsatz lohnt sich das oft genug wirklich nicht (Gewährleistung musst du auch dort sicher geben, Rechnungsstellung, Verpackung, Versand). Ich könnte mir gut vorstellen, dass da alles in allem schnell zweistellige Stundenaufwände zusammenkommen. Dazu dann die anderen Aufwendungen und Steuern und von den 2500 Dollar bleiben vielleicht noch die Hälfte, wenn nicht sogar noch weniger. Dann kommen Rücklaufer, weil ein paar Riegel nicht laufen oder inkompatibel sind und Du hast am Ende vielleicht 750 Dollar Gewinn gemacht. Weiß nicht, ob sich das wirklich lohnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das muss natürlich nicht stimmen, aber ich halte es schon für recht glaubhaft. Geschäftliche Käufer müssten den Kram vermutlich erst testen, was die Ersparnis zunichte macht und wenn man solche Mengen an private Käufer verkaufen will, hat man am Ende etliche Vorgänge an der Backe. Bei den aktuellen Preisen sähe das vermutlich anders aus, aber das konnte damals ja noch niemand so richtig ahnen. Oft landet so was dann auch erst mal ein paar Jahre in irgendeiner Kiste, bevor es dann in den Müll wandert und ich könnte mir vorstellen, dass sich hier jemand gedacht hat, dass man sich diesen Zwischenschritt einfach mal spart.
Damals(!) waren sie 30-35€ wert.
Heute, ohne RAM-Krise, hätten sie wirklich fast nur noch Schrottwert, weil normalerweise keine Firma die Dinger gebraucht für einen Zehner kaufen würde, nur um sie ungetestet in ihre Rechner zu stecken.
Da macht keine IT mit, und das prüfen der Riegel auf Fehler übersteigt diesen Wert um ein Vielfaches.
Aktuell sieht das aber etwas anders aus, vor allem wenn es nicht nur um den Preis von jetzt 200-300€ geht, sondern auch darum überhaupt (zeitnah) RAM, z.B: als Ersatz, zu bekommen.
 
Als Firma musst du die 72 Riegel testen, bevor du sie veräußerst.
Naja, auch eine Firma wird das Zeug ungetestet, wobei man davon ja nicht so wirklich sprechen kann, immerhin ist das Zeug ja bis zu dem Zeitpunkt gelaufen, verkaufen können. Wobei man den Reddit-Thread auch so interpretieren könnte, dass der RAM neuwertig ist. Aber ein potenzieller, gewissenhafter, geschäftlicher Kunde würde die Dinger ja trotzdem noch mal testen, bevor er darauf irgendwas Produktives laufen lässt. Im produktiven Betrieb zu merken, dass doch ein Modul kaputt ist und sich dann auf die Schnitzeljagd begeben zu müssen, klingt nach einem ziemlichen Albtraum. Ich weiß auch nicht, ob mir da irgendeine Versicherung des Verkäufers reichen würde, von daher wäre mir lieber, wenn er sich den Aufwand gleich spart anstatt die Kosten für einen Test aufzuschlagen. Aber darum, dass irgendjemand diesen Aufwand betreiben muss, führt wohl kein Weg vorbei und das nagt so oder so an der Ersparnis gegenüber der Neuware.
Das ist nicht einfach nur einmal reinstecken und gucken, ob es geht. Sondern wenn, dann fährst du das volle Programm. Und das dauert seine Zeit.
Außerdem braucht es dafür auch die entsprechende Hardware. Hardware, die eventuell eigentlich schnellstmöglich wieder produktiv laufen sollte. Hardware, die 2,3 TB RAM aufnimmt, hat man ja tendenziell eher nicht einfach so rumstehen. Da denke ich schon auch, dass potenzielle, geschäftliche Kunden bei den damaligen Bedingungen lieber einfach den Aufpreis für Neuware draufgelegt haben. Und ja, bei Privatkunden hat man dann viel Kleinarbeit mit Verpackung, Versand, Betreuung usw. Gewährleistung weiß ich jetzt bei Gebrauchtware nicht, kommt wohl auch drauf an, wo.
Das ist aber immer noch Firmeneigentum!!!!
Würde mich auch nicht wundern, wenn der AG jetzt, wo das Zeug wertvoll ist, auf einmal wieder Ansprüche stellt. Das ganze auf Reddit breitzutreten, ist schon nicht ganz ohne Risiko.

@DarkWing13
Ja, steht doch eigentlich alles so da drin. ;)
 
20.000 Dollar wert wären die Ram-Riegel ja nur, wenn es "normale" DDR4-Rams wären, die mit jeder CPU laufen.

Da es Rams sind, die nur mit Intel-Xeon-CPU laufen, wird der Wert ein Bruchteil davon sein.
 
20.000 Dollar wert wären die Ram-Riegel ja nur, wenn es "normale" DDR4-Rams wären, die mit jeder CPU laufen.

Da es Rams sind, die nur mit Intel-Xeon-CPU laufen, wird der Wert ein Bruchteil davon sein.
Es sind halt Registered-Module. Die laufen nicht nur mit Xeons, aber eben nur mit entsprechenden Server-CPUs, sind aber nach wie vor teurer als Unregistered-Module:
UDIMM
RDIMM
 
ich habe um die 16-20 Stück von den Dingern, glaube aber nur 2400. So viel Geld würde ich niemals dafür bekommen. Lief jetzt im DualBoard-X99 mit 2x 2699v4...bzw liegt nur rum :lol:
 
Nein, wenn es zum Entsorgen weggeworfen wurde, dann nicht.
Ich denke mal schon. Und wenn man es aus der Kiste nimmt, die sowieso im Müll gelandet wäre, könnte man da auch Diebstahl und/oder geldwerten Vorteil draus machen.
So kenn ich es zumindest von vielen Firmen. Einige veräußern manchmal Dinge auf Nachfrage offiziell mit Schrottwert, da ist man dann auf der rechtlich sicheren Seite.
 
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