Special Intel-Preiskampf gegen AM5: Warum so spät? - Ein Kommentar 20 Jahre nach Athlon 64 und Netburst

PCGH_Torsten

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Intels Arrow-Lake-Refresh attackiert technisch überlegene AMD-CPUs mit Kampfpreisen - fast so, wie es einst die letzte Pentium-4-/-D-Generation und die ersten Core 2 gegen den Athlon 64 X2 machten. Aber warum dauerte es diesmal so lange?

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Arrow Lake Refresh ist tatsächlich technisch langweilig, bietet aber wirklich gute Performance in Spielen und Anwendungen fürs Geld. Der 250K Plus wirkt im Vergleich zum normalen Ryzen 9700X wie die eierlegende Wollmilchsau.
AMD X3D ist King, kostet aber...
 
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Sehr schöner Beitrag, danke für die Erinnerung an damals. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie der Athlon 64 erschienen ist – der Leistungszuwachs war eine Revolution. Ebenso der Sandy Bridge, beides habe ich miterlebt. Dieses Gefühl hatte ich dann erneut mit dem letzten großen CPU, dem Ryzen 7 7800XD. Ich hoffe, dass Intel, wie im Beitrag schon mehrmals erwähnt, nicht schläft und wir vielleicht mit dem Nova Lake wieder einen Sandy-Bridge-Moment erleben. :sabber:
 
Ich bin damals von einen Athlon XP 3000+ nach Intel gewechselt und hatte mir den Core2Duo E7200 geholt.
Danach den Q9550 Vierkerner (welcher aus P/L Sicht schlecht war). Den hatte ich aber nicht lange und mir den Sandybridge 2500K geholt. Die AMD Phenoms hatten dagegen keine Chance. Und auch Bulldozer und Piledriver nicht, welche schlechte CPUs waren. Dann nach 8 Jahren bin ich wieder ins AMD Lager zurückgewechselt und hatte mir 2018 den Ryzen 7 2700X geholt.
 
Ein Lob an den Verfasser: Der Artikel liest sich von seiner reinen Form her richtig gut. :daumen:
Der Artikel liest sich sehr reißerisch, so als wäre man der beste Kumpel des Verfassers, der alles schon weiß, weil man selbst so alt ist. Die erklären es einem, der es eben noch nicht wusste, aufgrund des Alters. Schön, wenn man selbst so alt ist, schwelgt man in Erinnerungen.

Die CPUs sind generell überbewertet, zu teuer und egal, wie viel man ausgibt, man merkt dennoch, dass die CPU lahmt in 1920 x 1080.
Also: Einfach eine höhere Auflösung nehmen, 4k, und das bessere Bild mit weniger FPS hinnehmen. Ja!

100 Euro wäre ein echter Preiskampf. Wie es jetzt ist, ist es mehr ein Anreiz.

Selbst die High-End-CPUs sind eigentlich gerade mal 200 Euro wert, rein von dem, was sie können.

Oder aber die Löhne und auch die Renten müssten verdreifacht werden, dann wären die CPUs wirklich 600 Euro wert.

:D
 
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Ja, habe das damals auch mitbekommen. War ja auch schon groß, als es noch Cyrix gab :D

Es hat sich eben gewendet. AMD ist -zum Glück- nach dem Bulldozer-Flop richtig zurück gekommen und hatte mit dem 3D-Cache das in der obligatorischen Schublade, worauf die Intel-Jünger die ganzen Jahre hofften, dass das Intel in der Schublade hat.

Zwar sind die Core Ultras kein Bulldozer-Flop, sondern in der Tat solide CPU's - aber es reicht halt (mal wieder) nicht (ganz) und Intel bräuchte jetzt mal wieder was in der Schublade. Derweil kann man einfach nur über den Preis kommen, so wie AMD damals.
 
Das war schon eine interessante Zeit damals. Hatte mehrere Athlon 64 und später einen 4850e oder wie er hieß. Und die Geschichte wiederholt sich: während AMD damals gefeiert wurde als jemand der die "Leistung der teuren Intel-CPUs um den halben Preis bringt", hat man schnell das Schweigen gelernt, als die Athlon 64 auf über 300€ kletterten und die FX richtung 1000+ gingen (Einzelhandel gerne 1300 weil teilweise schlecht Lieferbar).

"Ergebnis: Egal welchen Anwendungszweck man betrachtet, die technisch beste CPU kommt heute von AMD. Teils mit deutlichem Vorsprung, genau wie 2006."

2006 kam halt dann Core 2 und der hatte fast die doppelte IPC vom Pentium 4/D AFAIR. Aber: während ich privat einen 3500+ hatte, "musste" ich in der Arbeit einen günstigeren P4 mit HT einsetzen. Und da stimmt der oben zitierte Satz nicht ganz: ein P4 mit HT fühlte sich in jedem Fall "snappy-er" (snappier?) an als ein in den Benchmarks getesteter A64. Teilweise eben auch, weil Benchmarks auf einer neu installierten, nackten Maschine gemacht werden und im Büroalltag im Hintergrund Virenscanner, Firewalls und 10000 Windows-Prozesse den Dienst verrichten...oder vielleicht weil die Implementierung der diversen Bios Features (USB etc) reibungsloser war bei Intel (irgendwas muss man ja mit den Milliarden bei der F&E und QA besser gelaufen sein als bei AMD)...
Jedenfalls hab ich mich immer geärgert, dass das bei den Athlon 64 Systemen vor dem X2 so war: in Benchmarks schneller und in Gebrauch gefühlt deutlich langsamer.
 
Jupp, im Alltag haben sich erst die Athlon 64 X2 geschmeidig angefühlt (Mainboard mit AMD 600 Chipsatz).
Die waren später, also nach Core 2, auch relativ günstig. Ich denke gerne an meinen X2 3800+ OC.
=)
 
Den hatte ich aber nicht lange und mir den Sandybridge 2500K geholt. Die AMD Phenoms hatten dagegen keine Chance. Und auch Bulldozer und Piledriver nicht, welche schlechte CPUs waren.
Jein. Die Phenom 2 waren zwar langsamer, aber trotzdem grundsolide. Mit denen konnte man auch problemlos zocken. Und dann war da noch der Phenom 2 X6. Im Grunde der erste bezahlbare 6-Kerner, welcher im Multithreading richtig Leistung ablieferte für seinen Preis. Problem war nur, das Spiele 6 Kerne überhaupt noch nicht interessierte.

Das richtige Desaster für AMD folgte aber erst mit Bulldozer. Die erste Generation war eine absolute Vollkastastrophe. Teils waren die Phenom 2 X6 schneller als die Topmodelle FX 81X0, welche dazu noch einen heftigen Energiekonsum hinlegten. Intel war 30-40% enteilt. Die zweite Generation mit den FX 83X0 betrieb dann Schadensbegrenzung. Im Singlecore weiterhin hoffnungslos unterlegen, jedoch im Multithreading recht nah an Intels 4 Kernern mit Hyperthreading drann. Aber weiterhin ein enorm hoher Energiehunger, was im FX 9550 seinen unrühmlichen Höhepunkt fand.

Mit der ersten Ryzen Generation fing es an, sich zu drehen. Zwar immer noch Intel unterlegen. Aber nicht mehr so hoffnungslos. Dazu 8-Kerner zu richtig guten Preisen. Intel spürte wieder etwas, was sie jahrelang nicht mehr kannten: Konkurrenzdruck. Und sie hatten nicht wirklich was. Mit Ryzen 3000 war AMD schon nahe drann. Wo die Reise hingehen würde, zeigte dann der nachgeschobene Ryzen 3300 als 4-Kerner. Erstmals alle 4 Kerne in einen CCD.
Dagegen hatte Intels aktueller 4-Kerner keine Chance mehr. Er wurde klar vom 3300 (nicht 3100 !) geschlagen.

Die aktuellen Core Ultra CPUs sind jedoch auch nur deswegen gute Allrounder, weil sie neben wenigen Performencecores mit kleinen Effizienzkernen nur so um sich werfen. Da macht die pure Masse den Unterschied. Das ein reiner 8-Kerner gegen 8+16 Kernen keine Chance hat, sollte einleuchten. Würden die 16 "Stützräder" beim Core Ultra K270Plus fehlen, würde es ganz anders aussehen.
 
Hätte mir jemand damals gesagt das Intel am Auspuff von AMD schnüffelt, wäre wohl meine Empfehlung eine Weste mit Ärmel nach hinten gewesen.
Mein erster erfolgreicher AMD Einstig war ein Athlon 650 im Slot A. Allerdings war Intel da noch lange nicht geschlagen.
AMD hat das Erfolgsrezept Athlon / Ryzen konsequent ausfahren und eine langfristige Strategie bis zum AM5 und weiter gelegt.
Intel lange immer einen oben druff, irgendwann am hinterherlaufen. Das sich das rächt, war zu erwarten und die Physik können Beide nicht aushebeln, daher wird es immer schwieriger einen großen Abstand in der Fertigungstechnologie zu erforschen. Vielleicht gibt es bald eine KI Unit auf dem Prozessor - warum ist eigentlich da noch keiner drauf gekommen?
 
Hätte mir jemand damals gesagt das Intel am Auspuff von AMD schnüffelt, wäre wohl meine Empfehlung eine Weste mit Ärmel nach hinten gewesen.
Das mit dem "Hochmut und Fall" stimmt schon. Beim Pentium 4 hatte man eine nicht wirklich gute Architektur, die des P3 hätte man bei all dem Geld schon parallel überarbeiten können (immerhin war mit dem Core sowieso ein Ableger geplant). AMD hat damals profitiert von schlechten Entscheidungen von Intel.
Genauso wie man erneut 2016-20 profitiert hat von INtels klemmender Prozess-Schublade die erneut auf schlechte Entscheidungen zurückzuführen ist.
Hätte hätte... die Schublade nicht geklemmt, wäre das Rennen heute ein anderes. Aber dem ist nicht so, also hatte AMD 2x schon das Glück zum richtigen Zeitpunkt das richtige Produkt zu haben.
 
@PCGH_Torsten
Ich persönlich bin es jedenfalls leid, dass wir zwölf Jahre nach dem Gaming-Massen-Sechskerner i7-5820K (mit 28 CPU-PCIe-Lanes, für 390 USD MSRP) in der gleichen Klasse immer noch bei acht Kernen (und 24 Lanes) festhängen.
Du sagst es :nicken:
Auch ich hätte gerne als Upgrade endlich eine CPU mit mehr PCIe-Lanes im Desktop Bereich anstatt noch mehr CPU Kerne.
Für mich wäre es ein echter Fortschritt wenn ein x16 Slot existieren würde nur um eine M.2 x16 Erweiterungskarte nutzen zu können ( PCIe 4x4x4x4 bifurcation ) und das neben dem x16 Slot für die Grafikkarte.

Wenn man aber die Mainboards aus technischer Sicht von früher und heute vergleicht dann muss auch hier etwas beim Preis und der Ausstattung passieren.

Damals gab es Mainboards mit 2x 8 PCIe Lanes Slots ab 150 ,- € und jetzt fangen die Angebote bei 350 ,- € an.
Trotzdem scheitert es am Ende wieder wegen der CPU am Lane-Sharing. :klatsch:

Und als ob es nicht genug wäre braucht man noch lächerliche 32 GB DDR5 ab 350 ,- € !
 
Leider war ich zu der Zeit in der Grundschule und mein Interesse für Hardware war noch nicht so großartig vorhanden bzw. wirklich ausgeprägt. Allerdings ist es immer schön solche Artikel zu lesen und den damaligen Markt in der Retrospektive zu sehen, ich selbst bin dann erst langsam mit Phenom I / II dazugekommen und bis heute begeistert dabei. Gerne mehr solcher Artikel bzw. der Rückschau vor 15/20 Jahre.
 
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