Special Intel-Preiskampf gegen AM5: Warum so spät? - Ein Kommentar 20 Jahre nach Athlon 64 und Netburst

Zum spielen finde ich die AMD X3D CPU deutlich besser.
Doch zum Arbeiten/Gaming sind Intel besser, da die CPU mehr kerne haben.

Ich verwende in Linux GPU-Passthrough (4090) und teile der Virtuellen-Gaming-Mashine explizit alle 8 P-Cores zu, die restlichen E-Cores bleiben alle für das Linux System.

Hätte ich mir den 7800X3D / 9800X3D gekauft müsste ich mindestens 1-2 Cores für das Linux Host-System bereitstellen und damit wäre es in der Virtuellen-Gaming-Mashine nur ein 6 Core.

Daher wird die nächste CPU auch wieder eine Intel, für Core 300 wünsche ich mir 12 P-Cores mit 12-16 E Cores.
// Auch wenn ich meinen K2, Duron, Athlon, Athlon 64, 5950x sehr gemoch hab.
 
Waren geile Zeiten - super Artikel!

Ich bin eigentlich als bis dato Intel-Fan Mitte 2004 vom Pentium 4 1,7 GHz (Willamette) auf Athlon 64 3000+ gewechselt. Der Athlon64 war der King der Zeit. Herausragende Leistung.

In meinem Umfeld hatten damals ca. 95% der User einen Athlon 64, später oftmals X2.

Erinnere mich - durch solche Artikel - gerne an die Zeit. Mein AMD64 3000+ schläft im Keller auf einem Asus K8N-E Deluxe, 1024 MiB DDR400 RAM und einer X800XT PE (AGP).

Damals gabs noch richtig geile Boards... wie das legendäre DFI Lanparty UT nF4 Ultra-D... usw.
 
Naja, 7800X3D gibt's bei AliExpres neu für ca. 240€. Sechskerner würde ich für über 200€ nicht mehr kaufen.
 
Intels Arrow-Lake-Refresh attackiert technisch überlegene AMD-CPUs mit Kampfpreisen - fast so, wie es einst die letzte Pentium-4-/-D-Generation und die ersten Core 2 gegen den Athlon 64 X2 machten. Aber warum dauerte es diesmal so lange?

Was sagt die PCGH-X-Community zu Intel-Preiskampf gegen AM5: Warum so spät? - Ein Kommentar 20 Jahre nach Athlon 64 und Netburst

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Und nicht zu vergessen - das wäre eine Erwähnung wert, denke - ich: Intel hat seine damalige Marktherrschaft auch mit unlauteren Methoden erreicht, sie wurden dafür ja mehrfach verurteilt.

Bei Wikipedia gibts ja sogar einen eigenen Abschnitt dazu, sehe ich gerade: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel#Wettbewerbsverstöße
 
Hätte ich mir den 7800X3D / 9800X3D gekauft müsste ich mindestens 1-2 Cores für das Linux Host-System bereitstellen und damit wäre es in der Virtuellen-Gaming-Mashine nur ein 6 Core.
Und wenn man bedenkt das der 270K schon seine Probleme mit einem 7600X3D beim zocken hat, ist der 270K mit seinen 24 Kernen nicht besser als ein 7800X3D der 4! Jahre alt ist und 16 Kerne weniger hat!
 
Hätte mir jemand damals gesagt das Intel am Auspuff von AMD schnüffelt, wäre wohl meine Empfehlung eine Weste mit Ärmel nach hinten gewesen.
Ist echt so. ^^
Und wenn man bedenkt das der 270K schon seine Probleme mit einem 7600X3D beim zocken hat, ist der 270K mit seinen 24 Kernen nicht besser als ein 7800X3D der 4! Jahre alt ist und 16 Kerne weniger hat!
Naja, die paar Prozent sind doch zu vernachlässigen. Selbst wenn es so wäre, wer spielt heutzutage noch in 720p? Das Problem löst man einfach, indem man die Auflösung erhöht – und mit FG ist die CPU dann auch egal, ob man nun ein 800-Euro-Teil hat oder nur eins für 250. ;)
Und nicht zu vergessen - das wäre eine Erwähnung wert, denke - ich: Intel hat seine damalige Marktherrschaft auch mit unlauteren Methoden erreicht, sie wurden dafür ja mehrfach verurteilt.

Bei Wikipedia gibts ja sogar einen eigenen Abschnitt dazu, sehe ich gerade: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel#Wettbewerbsverstöße
Ja, du machst es dir gerade etwas zu einfach. Erstens haben sie dafür bezahlt, und zweitens liegt AMD erst seit den Cache-Verbesserungen klar vorn. Die Core-Modelle waren besser als der Athlon 64, und danach war Intel lange Zeit an der Spitze. Man musste ja wieder Jim Keller einstellen, nachdem der Bulldozer gescheitert ist, und heute erkennt man seine Handschrift in jedem Ryzen. Viele wissen auch nicht, dass AMD früher ihre Prozessoren selbst gefertigt hat, wie Intel. Diese Fertigung wurde dann abgestoßen – ein riesiger Fehler, den AMD in Zukunft noch bereuen könnte. Intel hat Fabs, und die, die sie in der Vergangenheit verkauft hatten, hat Intel gestern wieder zurückgekauft. Der Autor dieses Beitrags warnt eigentlich nur AMD, aber einige hier haben das offenbar nicht verstanden – dieselben Fehler, die Intel einst machte. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Jupp, im Alltag haben sich erst die Athlon 64 X2 geschmeidig angefühlt (Mainboard mit AMD 600 Chipsatz).
Die waren später, also nach Core 2, auch relativ günstig. Ich denke gerne an meinen X2 3800+ OC.
=)
Mit AMD habe ich immer schlechte Erfahrungen gemacht. Trotz guter Kühlung waren am Ende immer die CPUs kaputt.

Diese Zeit ist mir deshalb im Gegensatz zu vielen hier überhaupt nicht mit positiven Erinnerungen verbunden.
 
Ist echt so. ^^

Naja, die paar Prozent sind doch zu vernachlässigen. Selbst wenn es so wäre, wer spielt heutzutage noch in 720p? Das Problem löst man einfach, indem man die Auflösung erhöht – und mit FG ist die CPU dann auch egal, ob man nun ein 800-Euro-Teil hat oder nur eins für 250. ;)

Ja, du machst es dir gerade etwas zu einfach. Erstens haben sie dafür bezahlt, und zweitens liegt AMD erst seit den Cache-Verbesserungen klar vorn. Die Core-Modelle waren besser als der Athlon 64, und danach war Intel lange Zeit an der Spitze. Man musste ja wieder Jim Keller einstellen, nachdem der Bulldozer gescheitert ist, und heute erkennt man seine Handschrift in jedem Ryzen. Viele wissen auch nicht, dass AMD früher ihre Prozessoren selbst gefertigt hat, wie Intel. Diese Fertigung wurde dann abgestoßen – ein riesiger Fehler, den AMD in Zukunft noch bereuen könnte. Intel hat Fabs, und die, die sie in der Vergangenheit verkauft hatten, hat Intel gestern wieder zurückgekauft. Der Autor dieses Beitrags warnt eigentlich nur AMD, aber einige hier haben das offenbar nicht verstanden – dieselben Fehler, die Intel einst machte. :)
Verstehe nicht was du meinst. Intel hat in den 2000er Jahren PC Hersteller bezahlt bzw Vergünstigungen gegeben, wenn sie im Gegenzug auf AMD Hardware verzichten. Also JA, sie haben bezahlt, aber das war klar illegal? Gab ja auch eine Milliardenstrafe der EU dafür (später leider zu 300 Millionen oder so runtergesetzt)
 
Das war schon eine interessante Zeit damals. Hatte mehrere Athlon 64 und später einen 4850e oder wie er hieß. Und die Geschichte wiederholt sich: während AMD damals gefeiert wurde als jemand der die "Leistung der teuren Intel-CPUs um den halben Preis bringt", hat man schnell das Schweigen gelernt, als die Athlon 64 auf über 300€ kletterten und die FX richtung 1000+ gingen (Einzelhandel gerne 1300 weil teilweise schlecht Lieferbar).

"Ergebnis: Egal welchen Anwendungszweck man betrachtet, die technisch beste CPU kommt heute von AMD. Teils mit deutlichem Vorsprung, genau wie 2006."

2006 kam halt dann Core 2 und der hatte fast die doppelte IPC vom Pentium 4/D AFAIR. Aber: während ich privat einen 3500+ hatte, "musste" ich in der Arbeit einen günstigeren P4 mit HT einsetzen. Und da stimmt der oben zitierte Satz nicht ganz: ein P4 mit HT fühlte sich in jedem Fall "snappy-er" (snappier?) an als ein in den Benchmarks getesteter A64. Teilweise eben auch, weil Benchmarks auf einer neu installierten, nackten Maschine gemacht werden und im Büroalltag im Hintergrund Virenscanner, Firewalls und 10000 Windows-Prozesse den Dienst verrichten...oder vielleicht weil die Implementierung der diversen Bios Features (USB etc) reibungsloser war bei Intel (irgendwas muss man ja mit den Milliarden bei der F&E und QA besser gelaufen sein als bei AMD)...
Jedenfalls hab ich mich immer geärgert, dass das bei den Athlon 64 Systemen vor dem X2 so war: in Benchmarks schneller und in Gebrauch gefühlt deutlich langsamer.

Die "flüssigere" Bedienung des Pentium 4 dürfte keine Sache von mehr Leistung gewesen sein, sondern schlichtweg von HT: Einen Pentium 4 konnte man auslasten und weiter bedienen, wenn er ausgelastet war. Deswegen ziehe ich in der Kolumne auch den Strich bei Athlon 64 X2 vs. Pentium D. Obwohl sich da architektonisch rein gar nichts geändert hat, hatte AMD aus der Sicht produktiver Anwendung bei den reinen Single Cores einen klaren Nachteil.

Das mit dem "Hochmut und Fall" stimmt schon. Beim Pentium 4 hatte man eine nicht wirklich gute Architektur, die des P3 hätte man bei all dem Geld schon parallel überarbeiten können (immerhin war mit dem Core sowieso ein Ableger geplant). AMD hat damals profitiert von schlechten Entscheidungen von Intel.

Die P6-Architektur wurde kontinuierlich zu Pentium M, der dann zu Core (1) und dieser dann zu Core 2 weiterentwickelt. Diese parallele Arbeit fand genau so statt, wie von dir gewünscht. Aber wie in der Kolumne angedeutet: Intel glaubte damals wirklich, mit hohen Taktraten auf dem richtigen Pfad für Desktop-User zu sein. Und das nicht ohne Grund. Nachdem zur Jahrtausendwende 100 Prozent Mehrverbrauch und mehr als "ist doch egal, so lange es flott arbeitet" hat Intel eine komplette Roadmap nach dem Motto "egal, was es verbraucht, solange es schnell läuft" aufgelegt: Netburst. Z.B. BTX war keine Notlösung, sondern ein logisch durchdachter Teil eines Plans, der bei 300 W oder so für den ominösen 2010er 10-GHz-Prozessor geendet hätte. Die P6-Architektur war so einem Lastenheft nicht gewachsen, klar das "schlechtere" Produkt gemessen an den Plänen/Erwartungen an die Kundenanforderungen. Man hat Pentium M & Co nur entwickelt, weil vollkommen klar war, dass Notebooks an dieser neuen Entwicklungsschiene keinen Anteil haben können.

Und dann kamen diese komischen Dinger, die man "Kunden" nennt, so um 2003/4 rum und haben gesagt: "Ey, also mehr als 100 W, das geht mal gar nicht." und der Öltanker Intel hat 2-3 Jahre rückgehende Verkäufe gebraucht, um das zu akzeptieren, Netburst zu beerdigen und "Core" aus dem Mobile-only-Bereich in den Desktop zu holen. Funfact am Rande: Mit dieser Fehleinschätzung war Intel nicht alleine. "Bulldozer" hat AMD erstmals als Konter auf die "10 GHz"-Pläne erwähnt. Was dann, sehr viel später als ursprünglich erwartet, erschien, war vermutlich mehrfach überarbeitet und teilweise an die Lehren aus der Netburst-Bauchlandung angepasst, trug aber immer noch ähnliche Grundzüge: Weniger parallele, aber extrem lange und damit gut taktbare Pipelines, die sehr hohe Taktraten und dann auch ansehnliche Leistung erreichten, wenn man nur genug Strom reinpumpte. Und auch AMD hat dann am Markt gelernt, dass niemand so etwas kauft – nur hatte AMD leider nicht die Ressourcen, um parallel ein effizientes Mobile-Design vorzubereiten.

dann habe ich das wohl verschlafen

Das dann aber mehrfach. Sämtliche Intel "Ultra"-Modelle und alle Ryzen "AI" werben mit integrierten KI-Beschleunigern, zum Teil gibt es auch welche darüber hinaus. Der Startschuss waren Phoenix und Meteor Lake Frühjahr respektive Herbst 2023. Allerdings müssen diese Zusatzeinheiten über nicht deckungsgleiche Befehlssätze angesteuert werden und bislang haben sich da noch keine einheitlichen Standards herausgebildet.

Und nicht zu vergessen - das wäre eine Erwähnung wert, denke - ich: Intel hat seine damalige Marktherrschaft auch mit unlauteren Methoden erreicht, sie wurden dafür ja mehrfach verurteilt.

Das angemessen wiederzugeben würde weit mehr Platz brauchen, als in einer Kolumne zur Preisgestaltung angemessen wäre. Deine hier geäußerte Darstellung ist z.B. schlichtweg falsch (der absolut überwältigende Teil von Intels Zuschüssen für Intel-only-Nutzer war legal) und die Auflistung von Wikipedia macht aus Urteilen zu ein und demselben Sachverhalt (die natürlich in diversen Rechtsräumen weltweit ergingen) einen vermeintlich jahrelangen Strafmarathon. Intel hat damals nicht unbedingt fair gekämpft, aber mit meiner Erinnerung nach zwei Ausnahmen dennoch legal und eine dieser Ausnahmen dürfte kaum Auswirkungen auf Marktanteile gehabt haben. (Verzögerte Einführung von AMD-Notebooks zu einer Zeit, also Core und Core 2 in Sachen Effizienz gnadenlos überlegen waren.)
 
Die "flüssigere" Bedienung des Pentium 4 dürfte keine Sache von mehr Leistung gewesen sein, sondern schlichtweg von HT:
das hab' ich damit gemeint, ja. Aber wieder mal vergessen meinen Gedanken ordentlich auszuführen, sorry!

Die P6-Architektur wurde kontinuierlich zu Pentium M, der dann zu Core (1) und dieser dann zu Core 2 weiterentwickelt. Diese parallele Arbeit fand genau so statt, wie von dir gewünscht.
ja...jein. Erneut hab' ich hier keinen Zeitrahmen genannt.
Ich meine eher auf den Desktop bezogen: wir hatten von 2000 bis 2006 eben Pentium 4 und Weiterentwicklungen und nicht etwa schon, als man bei den ersten Simulationen des P4 bemerkt haben müsste eine effizientere Architektur in der Hinterhand.
Dass der Core vom P6 stammt war mir bewusst
Aber wie in der Kolumne angedeutet: Intel glaubte damals wirklich, mit hohen Taktraten auf dem richtigen Pfad für Desktop-User zu sein. Und das nicht ohne Grund. Nachdem zur Jahrtausendwende 100 Prozent Mehrverbrauch und mehr als "ist doch egal, so lange es flott arbeitet" hat Intel eine komplette Roadmap nach dem Motto "egal, was es verbraucht, solange es schnell läuft" aufgelegt: Netburst. Z.B. BTX war keine Notlösung, sondern ein logisch durchdachter Teil eines Plans, der bei 300 W oder so für den ominösen 2010er 10-GHz-Prozessor geendet hätte
Das hätte ich gerne noch gesehen, wenngleich: die IPC wäre niedrig gewesen, der Verbrauch hoch und es hätte wohl auch einige Transistoren (massetransistoren?) gekostet nur um solche Taktraten zu fahren.
Seither ist mir übrigens Effizienz sehr wichtig, das war mir bis zum Zeitpunkt ziemlich egal. Hauptsache "mehr Power".
Der Pentium 4 hat also ein bisschen mitgeholfen mich in dieser Hinsicht etwas reifer oder "erwachsener" zu machen.
Und dann kamen diese komischen Dinger, die man "Kunden" nennt, so um 2003/4 rum und haben gesagt: "Ey, also mehr als 100 W, das geht mal gar nicht." und der Öltanker Intel hat 2-3 Jahre rückgehende Verkäufe gebraucht, um das zu akzeptieren, Netburst zu beerdigen und "Core" aus dem Mobile-only-Bereich in den Desktop zu holen. Funfact am Rande: Mit dieser Fehleinschätzung war Intel nicht alleine. "Bulldozer" hat AMD erstmals als Konter auf die "10 GHz"-Pläne erwähnt. Was dann, sehr viel später als ursprünglich erwartet, erschien, war vermutlich mehrfach überarbeitet und teilweise an die Lehren aus der Netburst-Bauchlandung angepasst, trug aber immer noch ähnliche Grundzüge: Weniger parallele, aber extrem lange und damit gut taktbare Pipelines, die sehr hohe Taktraten und dann auch ansehnliche Leistung erreichten, wenn man nur genug Strom reinpumpte. Und auch AMD hat dann am Markt gelernt, dass niemand so etwas kauft – nur hatte AMD leider nicht die Ressourcen, um parallel ein effizientes Mobile-Design vorzubereiten.
ja auch "Bulli" war designtechnisch ein Griff ins Klo. Bei AMD kommt halt auch in geringem Maße hinzu, dass man nicht die "Power" bzw. Ressourcen hatte auch die notwendigen Softwareanpassungen (viele Threads) gemeinsam mit Partnern zu erarbeiten.
Ein Problem, das man später immer wieder gemacht hat, auch etwa im GPU/Profi Segment (Cuda 2008 vs... ähm?)
 
Allerdings müssen diese Zusatzeinheiten über nicht deckungsgleiche Befehlssätze angesteuert werden und bislang haben sich da noch keine einheitlichen Standards herausgebildet.
Ist das denn auf einzelne spezielle Programme zugeschnitten? Kocht hier wieder jeder seinen eigenen Brei. Wie funktioniert das genau bei welcher NPU, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Sofern es hier kein einheitliches Bild in einem Instruktion Set gibt, ist das doch wieder nur Exklusiver Mist, richtig?
Vielleicht gibt es bald eine KI Unit auf dem Prozessor - warum ist eigentlich da noch keiner drauf gekommen?
Ergänze mich mal selbst, ja die gibt es, scheinbar in proprietären Umgebungen, kein Standard. Jedenfalls nicht was einer Instruction Set Extensions wie AVX2 zum Beispiel gleichkommt.
 
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...
Die aktuellen Core Ultra CPUs sind jedoch auch nur deswegen gute Allrounder, weil sie neben wenigen Performencecores mit kleinen Effizienzkernen nur so um sich werfen. Da macht die pure Masse den Unterschied.
Da hast du meine Zustimmung, nur eines muss ich dazu noch sagen:
Ich habe anfangs die E-Kerne auch nur belächelt, aber auf Arrow Lake gab es einen Performance-Sprung von ca. +31% (ich weiß nur gerade nicht ob insgesamt oder IPC taktbereinigt).

@GedankenExport
Beim Mainboard und verwendeten Chipsatz (-Chaos) musste man aufpassen, aber mein X2 3800+ lief die ganze Zeit auf 2,6 statt 2,0 GHz ohne Probleme.
 
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Apropos Club der alten Säcke, Intel hatte zu meiner Zeit ICs bei AMD fertigen lassen.

IMG_20250714_112654.jpg
 
Und wenn man bedenkt das der 270K schon seine Probleme mit einem 7600X3D beim zocken hat, ist der 270K mit seinen 24 Kernen nicht besser als ein 7800X3D der 4! Jahre alt ist und 16 Kerne weniger hat!


In 720p oder 1080p mit niedrigen Details mag das als Argument noch durchgehen, weil man sich dort bewusst ins CPU-Limit begibt um die CPU zu vergleichen.

In praxisnahen Szenarien sprich 1440p und 4K "Real World" High/Ultra ist die Diskussion allerdings irrelevant. Dort limitiert in aller Regel die GPU (selbst meine 4090) nicht die CPU.

Und da merkt man durch die mehr Kerne dass die 1% lows besser sind.
 
Bei der ganzen Geschichte rund um den K7 wird leider in der nostalgisch verklärten Sichtweise oft vergessen, dass der K7, abgesehen von Rechenleistung, kein gleichwertiges Produkt zum P3 und P4 war. Kein eigenes Ökosystem, sprich Chipsatz (Irongate war cremig braun), kein Hardwareschutz, Boxed praktisch nicht existent. Intel lieferte ein Komplettpaket. Bei AMD war man auf Partner angewiesen. Manche kümmerten sich besser, manche schlechter. Und das Markering von AMD war, naja wo war das eigentlich?! Jeder OEM, der Support und Gewährleistung liefern musste, hat sich da zwei mal überlegt ob sich der Ärger finanziell lohnt (unabhängig von den fragwürdigen Praktiken des Mitbewerbers).
Mit dem K8 wars besser. Man hatte zwar mit NV einen guten Chipsatzpartner, und den Speichercontroller hatte man selber im Griff, aber trotzdem konnte man da noch heftig ins Braune greifen. Intel war Intel, und lief wie Intel, auch im Standard-MediaMarkt-PC. Der P4 brauchte zwar mehr Strom, aber Intel lieferte trotzdem ebenbürtige Leistung, und im Gegensatz zu AMD den Kühler, um die Leistung abzuführen, und die Plattform wo er reinpasst.
Diesen Nachteil wirklich in Angriff genommen hat AMD erst mit Übernahme von ATI, und gewirkt hats erst mit K10. Sie haben zwar Chipsätze vorher geliefert, aber die waren teilweise so crap, da hätten sich andere geschämt. Aber Bulldozer konnte selbst der beste Chipsatz und das tollste Boxdesign nicht retten. Boxedkühler waren obsolet. Vorher hatte der Core2 AMD den Hintern bis zum Scheitel aufgerissen. Ich hatte sogar vor kurzem noch einen Thuban und einen Piledriver zum Vergleich in Retros, das is echt peinlich was da geliefert wurde.

Die große Revolution mit Zen war m.M.n. nicht alleine die CPU, sondern auch dass zum ersten Mal ein Gesamtpaket geliefert wurde, das von Tag1 an angemessen lief. Man könnte auch sagen, AMD ist endlich erwachsen geworden. 😅

Bei GPUs siehts sehr oberflächlich betrachtet ähnlich aus. Man zappelt hinterher, versucht über die Rohleistung zu punkten und macht den Rest über den Preis, und spart beim Marketing. Jeder 6-Jährige kennt inzwischen NV, auch wenn ers wie die Hautcreme ausspricht, und NV bietet nach außen Hin das perfekte Komplettpaket, AMD die Bastlerlösung (Redstone auf RDNA3, lächerlich).

Dazu kommt noch: Abgesehen von Zen 1-3 hatte AMD immer nur ein Spitzenprodukt, wenn die Konkurrenz Mist gebaut hat. Netburst, 14nm, und bei NV die NV30 und Fermi gaben AMD bzw. ATI die Gelegenheit zu glänzen. Noch peinlicher wirds beim Treibersupport für Windows, Blaugrün gewinnt auch hier fast immer.

Also wenn ich die Antwort auf die Frage der Schlagzeile geben darf: Intel hatte es in Wirklichkeit nie so notwendig wie heute, über den Preis zu spielen. Vor Zen war das Paket einfach nicht auf Augenhöhe, und so einen Markt übernimmt man nicht mit einem teilweise guten Produkt und billigen Preisen, sondern mit jahrelangem Vertrauensaufbau.
 
Was keine hier erwahnt ist die Intel Mainboard Politik.
Bei AM4 hat AMD knapp 7 Jahren CPUS rausgebracht.
Bei Intel nur 2 Gen und das war es.
Darum langfristig ist AMD für viele besser und endlich Intel reagiert!
 
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