Vor allem Letzteres stell ich selbst auch immer wieder fest. ^^ Aber ich find es durchaus spannend, wofür in meinem Freundes- und vor allem Bekanntenkreis GenAI eingesetzt wird. Aber zurück zum Thema: Weder bei Lehramt, noch bei dem, was ich heute mache, hab ich Sorge, dass ich in der nächsten Zeit druch GenAI ersetzt werde. Dass es obligatorisch wird, dass man damit umgehen kann, daran bleibt kein Zweifel. Aber einen kompletten Ersatz seh ich nich.
Den größten Vorteil durch ChatGPT, Magicschool und Co sind diverse neue Methoden die ich aber erst auch wieder ausprobieren muss und diese neuen Methoden muss ich mir nicht mehr in der Fachliteratur raussuchen, sondern lass sie mir vorschlagen. Allerdings ist gerade die Fachliteratur dann oft bei anderen Dingen besser... du wirst sehen, KI ist einerseits cool, andererseits auch oft nervig. Und Faktenwissen mit KI ist sowieso problematisch.
Außerdem hat KI oft - gerade im schulischen Kontext - einen enormen Geschlechterbias.
Außerdem: entgegen dem was man vielleicht auch heute noch im Lehramt lernt wird Unterricht sowieso nun anders ablaufen müssen: während wir nämlich davon ausgehen müssen, dass die Kids ab einem gewissen Alter sowieso KI verwenden um die Aufgaben zu lösen müssen wir eingestehen, dass Hausübungen keinen Sinn mehr macht, sofernt man uns kein Tool in die Hand drückt, das eindeitig überprüfen kann ob hier KI am Werk war.
Also wird wohl der meiste Unterricht so ablaufen, dass man Flipped Classroom macht:
Aufgabe als HÜ, etwa in Mathematik: "informiere dich selbst über das Thema und präsentiere nächste Stunde wie du Aufgaben dazu lösen kannst"
Aufgabe dann in der SÜ: die Schülerinnen müssen vor deinen Augen Beispiele selbstständig und ohne Hilfe lösen können. Erst wenn sie es nicht schaffen bist du als Coach zur Stelle.
Ja ok. Aber ob sich alle dran halten würden?
Man könnte auch betrügen? Ohne das es auffällt?
Vor 2-3 Jahren soll außerdem, der Stand noch gewesen sein, dass die KIs wissenschaftlichen Ansprüchen auf Hochschulniveau, nicht gerecht geworden sind. Dann muss sich in der Zeit viel getan haben.
Das ist immer noch so, deshalb musst du angeben wofür sie verwendet werden.
Ich arbeite nebenbei an der Uni und im Forschungsbereich, KI spuckt oft haarsträubenden Nonsense aus und die Studis überprüfen das nichtmal, weil sie es eben glauben und weil es bequemer ist.
Ich möchte hier mal anmerken, auch für
@PCGH_Jacky dass KI Tools im pädagotischen Bereich genau einen unserer Forschungsbereiche tangiert und wir genau das beforschen, deren Effektivität im Unterrichtseinsatz.
Soweit so klar: Studierende glauben oft, dass das nun ein Heilsbringer ist, aber die Unterrichtsqualität hat sich dadurch nicht verbessert. Undd iejenigen die es zu reiner Zeitersparnis nehmen, haben dann vielleicht mehr Freizeit, aber eben auch keinen besseren Unterricht, AUSSER sie verwenden die zusätzlich freigewordene Zeit um den Unterricht dann noch weiter zu verbessern. Tatsächlich sind Lehramtsstudierende aber oft genauso wie Schüler: nämlich sie drücken sich vor Arbeit und meinen sie ist erledigt, wenn die KI dann die Vorbereitung ausgespuckt hat.
Das wichtigste ist aber das Management der Klasse selbst und da ist man soweit noch alleine.
Wenn man es ganz genau nimmt: Im Studium sollte man das systematische Analvisieren und Lösen von Problemen in der Forschung lernen. Universitäten waren nie dafür gedacht, dass danach Menschen für den Arbeitsmarkt herauskommen.
Universitäten hatten eigentlich den Fokus auf Forschung. Akademische Forschung. Das hat sich über die Jahre natürlich etwas geändert, gerade die FH spielt hier ein ganz anderes Lied. Grundsätzlich sollte man in der Uni jedoch nur Fachwissen und Arbeits- sowie Denkweisen lernen, welche man später für die Forschung braucht.
Das dies im Job ggf. auch hilfreich sein kann ist ein positiver Nebeneffekt. Erklärt am Ende aber auch wieso die Leute nach der Uni am Ende keine Profis im Job sind, so wie fälschlicherweise oft von Leuten angenommen wird.
Ja und nein.
Kommt stark aufs Studium drauf an. Mein INF Studium hat mir natürlich eher ÜBerblickswissen gegeben. Auch Forschung und Bewertung von Prozessen.
Deshalb bin ich kein Programmierer geworden, sondern Leiter eines Programmierteams/projekts später etc, auch um Prozesse zu optimieren. Ist allerdings einfach nicht mein Fall gewesen, auch wenn ich gut darin war.
Ich bin tatsächlich nun mehr in der Forschung und genau dort wird auch in Zukunft viel notwendig sein wenn KI viele andere Aufgaben übernimmt.