News Gen Z und der Studienzweifel: Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt

Dass die Elektronik den KFZ-Bereich sagen wir mal "verkompliziert", da gehe ich mit.
Allerdings fehlt es in vielen Werkstätten, vermutlich durch Fachkräftemangel, teilweise an elementaren Grundkenntnissen.....das fängt schon bei der Fehlersuche an. Es wird der Fehler ausgelesen und genau das Teil welches angezeigt wird getauscht. Das funktioniert zu einem großen Anteil --> wenn das aber nicht der Fall ist, betritt man regelmäßig das Tal der Ahnungslosen.

Privates Beispiel:
Ich fahre Diesel und hatte regelmäßig einen vollen Rußpartikelfilter den das Auto selbstständig nicht mehr leeren konnte.
Lösung der Werkstatt --> neuen Rußpartikelfilter, inkl. Einbau 2300€.

Also habe ich mich belesen (macht man immer gerne, als fachfremder Kunde).
Bin zur Werkstatt gefahren und meine Vermutung geäußert, dass nach den gefahrenen Kilometern und aufgrund eines reparierten Vorschadens, die Vermutung meinerseits auf die Injektoren hindeutet.
Als Belohnung bekam ich mehrmals Augenrollen und einen Vortrag:
"Das hatten wir noch nie, das würde man hören. Ja, wir können die Injektoren einschicken, aber pro Injektor kostet die Prüfung 60€. Völlige Geldverschwendung!"
Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe die Injektoren einschicken lassen mit dem Ergebnis dass alle 4 Injektoren teildefekt waren. (2 abgebrannt, 2 zu hoher Rücklauf)
Also gab es am Ende keinen neuen DPF sondern 4 neue Injektoren.
Das Ergebnis sind mittlerweile 120tkm weitere gefahren Strecke ohne Probleme.

Fazit: Das hätte die Werkstatt selber herausfinden müssen....man hatte aber vermutlich etwa nicht das passende geistige Rüstzeug, keiner Zeit oder keinen Bock.

Fraglich ist, ob es für die oben genannte Diagnose eines Studium bedurfte.....Erfahrung und Fingerspitzengefühl in einer Sache sind da manchmal mehr wert.
 
Der Fall klingt schon nach etwas, wo es an fachspezifischer Bildung mangelte. Ob man dafür jetzt ein KFZ-Mechantroniker-"Studium" einführen muss, sei mal dahingestellt – gerade bei Fachwerkstätten sehe ich eher die Hersteller in der Verantwortung, Service-Personal auszubilden, statt nur die Anforderungen an Showrooms hochzuschrauben. Aber darauf zu hoffen, dass Werkstätten entgegen einer automatischen Fehlerdiagnose aufgrund eines Bauchgefühls oder Kundenrecherche weitere Teile zur Prüfung einschicken, ist sicherlich kein zielstrebiger Weg zur Fehlerbehebung.

Allein: Wo es an "guten Handwerkern" fehlt, sind Automatiken die einzige Möglichkeit. Und wenn diese einen Fehler nicht präziser erkennen können, dann muss halt irgendwann das ganze Modul (in diesem Fall Motor samt Abgassstrang) getauscht werden...

Nur alleine das Leuchtmittel wechseln stellt bei vielen modernen PKWs ein Problem da.
So das man gezwungen ist damit in die nächste Werkstatt zu fahren.
Auch die ganze Elektrik da drin. Da blickt man als Laie nicht mehr durch.
Deswegen gibt es ja seit einigen Jahren auch den Beruf Kfz-Mechatroniker.

Leuchtmittel sind ein gutes Beispiel, denn diese darf man bei modernen Beleuchtungen gar nicht mehr einzeln wechseln. Da hier in der Vergangenheit zu oft schlechtes Handwerk und im Resultat ein geblendeter Gegenverkehr das Resultat waren, hat das der Gesetzgeber bei der Einführung noch stärkerer, aus mehreren Einzellichtquellen zusammengesetzten Beleuchtungen kurzerhand verboten. Da ist somit vorgeschrieben, das ganze Bauteil, also den gesamten Scheinwerfer für einen oftmals vierstelligen Preis auszutauschen. (Dagegen, dass die "mehr Licht"-Fraktion das versiegelte Ding noch vor der Heimfahrt soweit hochdreht, dass es dem Vordermann den Innenhimmel ausleuchtet, hilft das natürlich ebenso wenig wie gegen Fahrzeugkonstruktionen, bei denen Blendungen aufgrund von Streulicht oder Montagepositionen unvermeidbar sind. :rolleyes:)
 
Ansonsten weiß ich nicht was du mir mit deinem Text sagen willst.
... es ist nicht immer so einfach wie beim Dacia :haha:

Nicht umsonst hast du so viel Geld bisher "versenkt" für Handwerkerleistungen, vieles - nicht alles - geht nun mal ohne fachliche Expertise nicht und YouTube ersetzt nicht (in jedem Fall) den Handwerker oder Fachbetrieb.
:bier:
 
Moderne Fahrzeuge stellen nicht nur Laien vor große Herausforderungen. Auch kfz-Mechanikern stellt sich regelmäßig die Frage ob sie für das abgerufenen Wissen, die handwerklichen Anforderungen an Geschick und der ständigen Weiterbildung gemäß ihres Einkommen den richtigen Job gewählt haben.

Die Branche ist es selbst schuld und die Kunden auch. Auch vor nem Viertel Jahrhundert gab's diese Probleme schon!

Hab auch nicht grundlos unmittelbar nach der Ausbildung wieder das weite gesucht! Schlechte Gehälter und immer komplexere Anforderungen an den Beruf vergraulen nun mal fähige Leute. Abwertung der Währung bei Einführung des Euro damals und plötzlich arbeiten für die Hälfte Taten ihr übriges.

Hinzu kommt jeder will nen tolles Auto fahren als Statussymbol. Mehr auf Raten finanziert als auf Räder fahrend, und oft mit einem mangelnden Werteverständnis gepflegt, und geführt ohne Sinn und Verstand bis an die Verschleißgrenze und großen Wartungsstau was der Fahrspaß so her gibt.
Darf die Reparatur natürlich nie etwas kosten, wo Kraftstoff ja bereits so teuer war.

So das ich die Anzahl an "Gefälligkeitsreparaturen" im Freundschaftsdienst irgendwann nicht mehr zählen konnte und meine damalige Frau mir oft umd zurecht die Frage stellte wie mein Helferkomplex dabei hilft den Kühlschrank zu füllen.

Also, würden Kunden bei ihren Ansprüchen an Fahrzeuge vielleicht etwas realistisch entsprechend ihres Einkommens auf das notwendige reduzieren. Das heißt besser dacia als BMW 530 und Fahrweise auf weniger Verschleiß und Verbrauch umstellen. Und dafür Geld für die nächste Werkstattrechnung beiseite legen, ja dann könnten vielleicht einige Werkstätten bessere Löhne bezahlen und gute Fachkräfte behalten nach der Ausbildung.

Hätte hätte, Fahrradkette!

Und hätte der Hund nicht geschissen...

Ja, ein interessanter Gedanke! Wenn der Hund nicht geschissen hätte, dann... ja, was wäre dann wohl passiert?
Vielleicht wäre der Spaziergang reibungsloser verlaufen, ohne die Unterbrechung und das Aufsammeln. Vielleicht wäre aber auch der Hund ungemütlicher gewesen, weil er sich nicht erleichtern konnte. Und wer weiß, vielleicht hätte es an einem ganz anderen Ort oder zu einem ungünstigeren Zeitpunkt passieren müssen.
Es ist schon erstaunlich, wie so eine kleine Sache unseren Tag beeinflussen kann, oder?

;)
 
Die Preise für Handwerksleistungen sind eher über-inflationär gestiegen und definitiv nicht zu niedrig angesetzt für "gute" Arbeit. Wenn du heute eine Waschmaschine reparieren lassen willst, steht eine 2 vorne, ohne dass auch nur ein Teil berechnet wurde, und die Mechatronikerstunde in Markenwerkstätten kostet teilweise auch schon höchste 1XXer-Werte. Wenn davon beim Ausführenden wenig ankommt, kann man das nicht den Kunden in die Schuhe schieben. Die stehen, siehe oben, bei immer mehr Produkten vor der Frage, ob sich ein Reparaturversuch überhaupt noch lohnt, wenn dessen Erfolg/Qualität Glückssache bleibt und die Kosten sich immer weiter einem Austausch annähern, bei dem man sich auf Neuwertigkeit in allen Aspekten verlassen kann.

Autos haben diese Stufe noch nicht ganz erreicht, aber zum Beispiel ein Motortausch kann schon den Restwert relativ junger Fahrzeuge übersteigen und manch Elektronik-Problem über vielfache Werkstattbesuche und auf-gut-Glück-Austausch teurer Komponenten vergleichbare Ausmaße annehmen. Das gab es früher™ nicht, dass eine rost- und unfallfreie Karosserie ein finanzieller Totalschaden war, der entsorgt und gegen Neubau getauscht wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Preise für Handwerksleistungen sind eher über-inflationär gestiegen und definitiv nicht zu niedrig angesetzt für "gute" Arbeit.
Danke!
Inflationär gestiegen oder einfach mal nur die letzten 20 Jahre aufgeholt und auf ein durchschnittliches Niveau gehoben.

(Es darf gerne die Suchmaschine befragt werden, wie der Durchschnittsverdienst eines Elektrikers im Handwerk nach der Ausbildung so war.)
Wenn du heute eine Waschmaschine reparieren lassen willst, steht eine 2 vorne,
Ja, aber selbst Markenwaschmaschinen kommen in wenigen Einzelteilen aus Fernost und werden hier nur noch mit dem Chassis verheiratet.
Da in Deutschland keiner für unter einen Euro/Stunde arbeitet, wird diese Kluft immer bestehen.
Autos haben diese Stufe noch nicht ganz erreicht, aber zum Beispiel ein Motortausch kann schon den Restwert relativ junger Fahrzeuge übersteigen und manch Elektronik-Problem über vielfache Werkstattbesuche und auf-gut-Glück-Austausch teurer Komponenten vergleichbare Ausmaße annehmen. Das gab es früher™ nicht, dass eine rost- und unfallfreie Karosserie ein finanzieller Totalschaden war, der entsorgt und gegen Neubau getauscht wurde.
Dieses Motortausch Beispiel hab ich miterlebt. Der Fahrzeughersteller hat einen AT -Motor so hoch angesetzt, dass der Austausch inkl. aller Zusatzteile (Kupplung, Zweimassenschwungrad,..) mal eben den 5-stelligen Restwert überstieg...

Zum Thema Elektronik in Autos kommt man auch als 'guter' KFZler nicht um Fehlerauslese nebst Tauschempfehlung rum. Mannigfaltige Bussysteme und vergossene Platinen (deren Reparatur auch eher was für Geräteelektroniker oder IT-Spezialisten wären). Das kann kein KFZ-Mechatroniker leisten und will auch kein Kunde zahlen.
Aber wir sind irgendwie vom Thema angekommen.
:)
 
Also ich komme so langsam mehr mit KI in Berührung. Ich sehe das mittlerweile als ein Instrument zur bedingten Arbeitserleichterung. Meine Aufgaben ändern sich von der Recherche zur Überprüfung der KI-Angaben und Integration. Das geht aber nur, wenn das Grundwissen und das Verständnis der Materie vorhanden ist.
Und genau darum geht es beim Studium wie auch in der Ausbildung doch. Man lernt besser zu lernen. (Und hoffentlich bleibt etwas Grundwissen hängen).

Also ist der 'Zettel' mit Ausbildung, Bachelor,.. doch der beste Beweis
das man dies erlernt hat.

Hab ich vorhin was von Startrek gelesen?
Vielleicht kann man die heutige KI mit den 'Borg' vergleichen :schief:
Schnellerer Datenabgleich und gesammeltes Wissen aufgreifen ja, aber was neues kommt da nicht bei rum.

--- schnipp ---
Satt "einmal Uni, immer Job" heißt es heute eher: "Lernen wir halt etwas Neues, wenn's sein muss."
--- schnapp ---

Aber war das nicht schon immer so? Man fängt was neues an, baut auf altem Wissen auf und erweitert es ums Notwendige.

Stillstand ist der Tot -oder so.
 
Die Preise für Handwerksleistungen sind eher über-inflationär gestiegen und definitiv nicht zu niedrig angesetzt für "gute" Arbeit. Wenn du heute eine Waschmaschine reparieren lassen willst, steht eine 2 vorne, ohne dass auch nur ein Teil berechnet wurde, und die Mechatronikerstunde in Markenwerkstätten kostet teilweise auch schon höchste 1XXer-Werte. Wenn davon beim Ausführenden wenig ankommt, kann man das nicht den Kunden in die Schuhe schieben. Die stehen, siehe oben, bei immer mehr Produkten vor der Frage, ob sich ein Reparaturversuch überhaupt noch lohnt, wenn dessen Erfolg/Qualität Glückssache bleibt und die Kosten sich immer weiter einem Austausch annähern, bei dem man sich auf Neuwertigkeit in allen Aspekten verlassen kann.

Autos haben diese Stufe noch nicht ganz erreicht, aber zum Beispiel ein Motortausch kann schon den Restwert relativ junger Fahrzeuge übersteigen und manch Elektronik-Problem über vielfache Werkstattbesuche und auf-gut-Glück-Austausch teurer Komponenten vergleichbare Ausmaße annehmen. Das gab es früher™ nicht, dass eine rost- und unfallfreie Karosserie ein finanzieller Totalschaden war, der entsorgt und gegen Neubau getauscht wurde.
je nach Marke ist eine Reparatur auch eine einzige Katastrophe, Ersatzteilpreise nicht mal berücksichtigt. Meine erste Waschmaschine war ne Miele W703, Bj1987. Anschaffung teuer, dafür robust und einfach und Preiswert zu reparieren. Lief 27 Jahre lang. 2 mal Kohlebürsten erneuert, einmal Treibriemen. Aber nach 27 Jahren war mir dann trotzdem die Laugenpumpe letztendlich zu teuer. Die Maschine hatte noch einen Wartungszugang, so das die Reparaturen auch sehr leicht zugänglich und möglich waren.

Tragen oder auf den Rücken legen hat man aber auch gerne drauf verzichtet. Das Teil war ein Panzer.

Mittlerweile sind die glaube ich aber auch nicht mehr so robust und preiswert in der Instandhaltung, sagt man so.
Jedenfalls werkelt seit meiner Scheidung bei mir keine Miele mehr ^^
Die Beko WMB 71643 PTE hat nun seit 2016 aber auch sehr gut ihren Dienst verrichtet, jetzt heizt sie nicht mehr, wäscht aber auch kalt mit gutem Waschmittel noch ausreichend. Wenn es nur das Thermostat oder das Heizelement wäre, würde ich die Teile erneut aus dem Internet beziehen und sie Instandsetzen. Allerdings macht auch der Türschalter schon ärger so das sie manchmal Nachhilfe zum starten benötigt. Und die Lager machen auch hin und wieder Geräusche. Lange rede kurzer Sinn, wenn die Substanz eine reparatur nicht mehr her gibt, dann nennt man das mehr oder weniger wirtschaftlicher Totalschaden.


Denn ne Maschine für nicht mal 400 Taler sollte nach knapp 10 Jahren auch mal verschlissen sein. Um nochmal ne Brücke richtung Topic zu bauen, es gibt halt Fähigkeiten und Erfahrungen die einem auch ne KI so schnell nicht weg nimmt. Und ja Handwerker kosten mittlerweile richtig Geld, und das sollten sie sofern sie gut sind einem auch Wert sein.

Das wenig bei diesem ankommt liegt vermutlich "auch" daran das dazwischen noch zahlreiche weitere beschäftigte ihre Hand aufhalten und mit verdienen möchten oder bezahlt werden müssen. Sachbearbeiter in der Buchhaltung etc.pp... da gibts aber ne Alternative! Entweder wieder mit der Hand waschen, oder einfach lernen sich die scheiße selbst zu reparieren.

;)
 
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