News Intel Foundry: Mehr Drama und Probleme in der Fertigung von 20A und 18A

PCGH-Redaktion

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Intel hat bestätigt, dass 20A nicht mehr genutzt wird und alles auf 18A gesetzt werden soll. 18A hat aber wohl auch seine Probleme und Arrow Lake wird wohl bei TSMC produziert.

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Tja, dann werden wir die ganzen tollen neuen Techniken wie RibbonFET und Backside-Power Delivery bei Arrowlake nicht sehen weil TSMC all das noch nicht kann im N3 Node.

Damit haben sich meine persönlichen Erwartungen insbesondere an die Energieeffizienz von Arrowlake deutlich verringert, denn die Techniken hätten besonders in dem Bereich einiges gebracht.
 
Tja, dann werden wir die ganzen tollen neuen Techniken wie RibbonFET und Backside-Power Delivery bei Arrowlake nicht sehen weil TSMC all das noch nicht kann im N3 Node
Gerade das ist aber doch jetzt keine neue Info für Arrow Lake, das steht doch quasi seit Monaten fest, dass in N3 (ComputeTile) produziert wird.

Damit haben sich meine persönlichen Erwartungen insbesondere an die Energieeffizienz von Arrowlake deutlich verringert, denn die Techniken hätten besonders in dem Bereich einiges gebracht.
Auch das verstehe wer will; Intel fertigt ja dennoch im besten aktuell für x86 - CPUs verwendeten Prozess; die Energieeffizienz muss einfach dramatisch zulegen (verglichen zu Raptor Lake) und muss eigentlich auch besser als Zen 5 sein; der nachwievor im günstigen TSMC N5 Prozess gefertigt wird.

Aber eben das, ist hier die News; Intel fertigt Arrow Lake in einem Prozess der bei einer Defektrate von 0,33 liegt; während AMD in einer Technik mit 0,1 liegt. Das wird bereits Arrow Lake in der Produktion sehr sehr teuer machen.

Wenn man dann in Richtung 18A geht, sieht es in meinen Augen nicht sooooo schlecht aus, klar ist, das der Yield nicht gut ist, aber den wird man in meinen Augen in den Griff bekommen. Fraglicher ist in meinen Augen die Aussage von Braodcom, die sehr sehr kleine Chips produzieren und scheinbar mit der Qualität nicht zufrieden sind. Was steckt da dahinter?
 
das steht doch quasi seit Monaten fest, dass in N3
Es gab Gerüchte dass manche Tiles von TSMC kommen aber dass Intel gar nichts selber fertigt stand nirgendwo fest. Wenn du das vorher wusstest hättest du an der Börse heute viel Geld verdienen können mit Shorts.


Intel fertigt ja dennoch im besten aktuell für x86 - CPUs verwendete
Ja - der aber deutlich schlechter ist als das, was sie eigentlich verwenden wollten.
Der Sprung von Intel7 auf TSMC N3 ist kleiner als der von Intel7 auf Intel20A
 
Es gab Gerüchte dass manche Tiles von TSMC kommen aber dass Intel gar nichts selber fertigt stand nirgendwo fest. Wenn du das vorher wusstest hättest du an der Börse heute viel Geld verdienen können mit Shorts.
Der Compute Tile war schon relativ lange klar und ich glaube von Beginn an war klar, dass der Desktop von TSMC kommt, meine im Kopf zu haben, dass die mobilen Varianten ggfls. in 20A kommen könnten.

Ja - der aber deutlich schlechter ist als das, was sie eigentlich verwenden wollten.
Der Sprung von Intel7 auf TSMC N3 ist kleiner als der von Intel7 auf Intel20A
???
Nein, auch das stand schon lange im Raum, dass 20A wenn überhaupt auf Augenhöhe zu N3 sein wird. gerX7A bspw. erzählt schon sehr lange, dass 20A gar schlechter sein soll als N3.
 
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Das klingt aber gar nicht gut. Erinnert mich an den Ärger mit der 10nm Fertigung, die auch über viele Jahre dahin dümpelte und nie wirklich massentauglich wurde. Das darf Intel, gerade jetzt, nicht wieder passieren. Fertigung und Entwicklung gehören zusammen. Wenn man parallel entwicklen kann, und neue Prozesse schon früh in der Entwicklung einplant, behält man seine Marktführerschaft.

Mal sehen wie das mit Intel weitergehen wird. Die Zerschlagung des Konzerns scheint mir der wahrscheinlichste Weg zu werden.
 
Finde es schwierig hier genau was hereinzuinterpretieren, meine Gedankengänge:
  1. denke aus wirtschaftlicher Sicht macht es durchaus Sinn, nicht die Produktionskapazitäten für einen Prozess hochzufahren, der dann nur ein Produkt bedient (und hier vermutlich sogar nur teilweise). Besonders in der Lage, in der Intel gerade ist. Man hat das ja bei MTL gesehen, wo die Produktion dann am Ende viel zu teuer war.
  2. Was ich mir auch vorstellen könnte: Vor einiger Zeit stand mal im Raum, dass Intel sehr viel N3 Kapazitäten gebucht hat. Evtl. will man diese hier nutzen, da man diese ja vmtl. trotzdem bezahlen muss, da TSMC diese frei gehalten hat.
  3. Vielleicht läuft 18A besser als intern erwartet und man ist dem eigenen Zeitplan voraus. Dadurch kann man schneller die Fertigungskapazitäten dafür hochfahren, wo dann 20A in die Quere kommen könnte und Platz und Personal binden würde, was man anderswo braucht. Dafür spricht ja in besondere 1. und der Fakt, dass 20A ja ohnehin nur ein Zwischenschritt sein sollte.
  4. der pessimistische Gedanke ist natürlich: Sie haben etwas "verkackt" und der Prozess entspricht nicht annähernd dem, wo sie erhofft haben jetzt zu sein. Also "All-In" auf TSMC und nächstes Jahr 18A.
 
Damit haben sich meine persönlichen Erwartungen insbesondere an die Energieeffizienz von Arrowlake deutlich verringert, denn die Techniken hätten besonders in dem Bereich einiges gebracht.

Die Energieeffizienz hat damit mMn eher am Rande zu tun, wichtiger ist, wie hart man da draufprügelt. Bestes Beispiel ist der i9 14900T. Einfach mal die TDP auf 35W begrenzt (im UEFI nachsehen, ob da nicht doch ein Turbo draufkommt) und schon steckt das Ding fast alles im Bereich des Desktops in die Tasche. Intel kann energieeffiziente CPUs herstellen, das ist nur leider nicht so gefragt, wobei sich da jeder selbst an die eigene Nase fassen kann.
 
Die Energieeffizienz hat damit mMn eher am Rande zu tun, wichtiger ist, wie hart man da draufprügelt
Die Fertigung hat in jeder Leistungsklasse einen Einfluss und tendentiell GERADE "untenrum".
In der Spitze kommts nur druaf an was noich irgendwie stabil geht und kühlbar ist, das ist (für mich) uninteressant. Nur wenn ich der CPU beispielsweise "nur" 100W erlaube und alle Threads belaste dann kommts sehr wohl auf die Fertgung an ob die CPU dann auf 4 oder 3 oder 2 GHz runter muss um das Powerlimit einzuhalten. ;-)
 
Tja, dann werden wir die ganzen tollen neuen Techniken wie RibbonFET und Backside-Power Delivery bei Arrowlake nicht sehen weil TSMC all das noch nicht kann im N3 Node.

Damit haben sich meine persönlichen Erwartungen insbesondere an die Energieeffizienz von Arrowlake deutlich verringert, denn die Techniken hätten besonders in dem Bereich einiges gebracht.
Korrekt, keine neue Transistorbauweise und kein PowerVia, dafür aber einen relativ ausgereiften N3. Wie man an den ersten Daten zu Lunar Lake sieht, tut das dem Design anscheinend keinen Abbruch. Weitaus wichtiger dürfte hier sein, wie die Gesamtkomposition aussieht und da scheint Intel mit seinen eigenen Technologien wie bspw. dem Tile-Konzept, EMIB und Foveros und mit TSMCs N3 dennoch eine sehr gelungene Mischung gefunden zu haben. Entpsrechend darf man auch erwarten, dass auch Arrow Lake bzgl. der Effizienz deutlich zulegen wird.

Es gab Gerüchte dass manche Tiles von TSMC kommen aber dass Intel gar nichts selber fertigt stand nirgendwo fest. Wenn du das vorher wusstest hättest du an der Börse heute viel Geld verdienen können mit Shorts.
Nein, das stand tatsächlich quasi schon lange fest und es stand lediglich zur Debatte, dass Intel auch in überschaubarem Rahmen den 20A für ein oder zwei ARL-Compute Tiles verwenden wird (den kleineren Tiles, nicht den großen für die K-/Enthusiasten-Desktop-CPUs).
Beispielsweise für LNL war fast durchgehend von TSMCs N3 die Rede und hier hielt sich bereits wenig später der Spekulatius sehr in Grenzen bis Intel dann hier konkret den N3 bestätigte.

Ja - der aber deutlich schlechter ist als das, was sie eigentlich verwenden wollten.
Der Sprung von Intel7 auf TSMC N3 ist kleiner als der von Intel7 auf Intel20A
Das ist rein spekulativ und zudem höchstwahrscheinlich unzutreffend. Intel 20A ist, wie auch Intel 4 ein Entwicklungs-Node, der lediglich hin zu Intel 18A führen soll, so wie zuvor Intel 4 zu Intel 3. Dass der 20A quasi aus dem Stand den schon seit 2023 in der Produktion befindlichen N3 von TSMC im Allgemeinen bzw. insgesamt übertrifft, ist recht unwahrscheinlich.

Intel hatte voraussichtlich lediglich die Planung den 20A zu Demonstrationszwecken zu nutzen und um zusätzlich ein wenig produktive Erfahrung zu sammeln. Das Endziel ist jedoch der 18A der dann höchstwahrscheinlich dem N3 überlegen sein dürfte und ob und wenn ja, wie weit der sich vom späteren N3E absetzen können wird, bleibt abzuwarten. Mit PowerVia hat man aber sicherlich noch ein zusätzliches Eisen für noch ein wenig mehr Effizienz im Feuer, hier dann in der gereiften Variante. *)
Ebenso wie bei Intel 4 stand hier grundsätzlch nie eine umfangreiche Massenfertigung zur Debatte, da Intel die Fertigung zügig weiterentwickeln und demenetsprechend auch die Produktionsstraßen um- bzw. weiter aufrüsten wird zu 18A, denn das ist der relevante Node bei dem man nicht nur für die eigenen Produkte darauf baut, sondern der auch von einigen Foundry-Kunden genutzt werden wird. Entsprechend wird hier TSMC nicht nur als Lieferant eines gereiften Nodes genutzt sondern auch zur Entlastung der eigenen Kapazitäten, die derzeit in Teilen in ständigem Wandel begriffen sind. Letzten Endes fällt es Intel vergleichsweise leicht das eine oder bestenfalls die zwei Compute-Tiles aufzukündigen und ggf. ersatzweise auf dem N3 zu fertigen. Gründe hierfür kann es diverse geben:

  • Intels Erklärung ist wörtlich zu nehmen und es erscheint sinnvoller die Entwicklungsressourcen des 20A nun für die Fertigstellung des 18A zu verwenden, zumal letzterer weitaus wichtiger für Intel ist. Der 20A hat möglicherweise tatsächlich den Großteil seiner Zielsetzungen/Aufgaben erfüllt und nun muss man den 18A in entsprechender Qualität abliefern können. Broadcoms Kritik ist zudem mit Vorsicht zu genießen, da man ja nicht vom Projekt zurücktritt sondern die Evaluierungsphase weiter läuft und der Prozess soll erst in zwei oder gar drei Quartalen in die Produktion überführt werden, d. h. es ist noch Zeit für Intel. Zudem sind die verkündeten aktuellen Defektraten dem allgemeinen Verständnis nach bereits jetzt schon gut genug für eine beginnende Massenfertigung, d. h. Intels Aussagen zum Stand des 18A können gar nicht so falsch sein. **)
  • Möglicherweise sieht Intel zudem auch keinen nennenswerten Vorteil mehr darin den 20A in echten, jedoch wenigen Produkten (einige ausgewählte, kleinere ARL-Modelle) zu demonstrieren, da der selbstredend keine Revolution darstellen wird i. V. z. den N3-Designs und Kosten könnten hier einen weiteren Grund darstellen keine echte Produktion zu fahren, sondern die Line frühzeitig umzurüsten um bspw. für den Start mehr 18A-Kapazitäten zu haben. Intel hat sehr große Kontingente bei TSMC eingekauft und die paar wenigen CPUs zu verlagern, dürfte leicht möglich sein.
  • Nicht abwegig wäre auch, dass der 20A als Entwicklungsprozess keinen nennenswerten Vorteil ggü. TSMCs N3 bietet (in einer Gesamtbetrachtung würde ich gar davon ausgehen oder diesen nicht einmal als vollwertiges Gegenstück verstehen; von den Prozessnamen sollte man sich nicht in die Irre führen lassen), sodass man nun von einer "Demonstration" abgesehen hat. Den Kunden, der ARL und LNL kauft, wird eh nicht interessieren in welchem Prozess das Compute Tile gefertigt wurde bzw. der wird nicht einmal wissen was das ist.
  • Auch könnte man vermuten, dass der 20A seine leistungstechnischen Ziele verfehlte, jedoch sind die letzten Endes für Intel nicht einmal sekundär, da mit den Kontingenten bei TSMC ein Ausweichen grundsätzlich als Möglichkeit eingeplant worden sein dürfte und wie gesagt, für Intel weitaus wichtiger und relevanter gewesen sein dürfte, welche Learnings man aus dem 20A-Projekt für das 18A-Projekt ableiten konnte, da letzteres das relevante Produkt darstellt.
  • Natürlich kann man auch spekulieren, dass der jahrzehntelange Halbleiterprimus urplötzlich sämtliches entwicklungstechnische Wissen und jedwede Projektmanagementfertigkeit über Nacht verlernt hat und nie wieder eine Fertigung auf die Reihe bekommen wird. Dem dürfte aber alleine schon der zweite Absatz zu **) widersprechen, da hier auch diverse externe Stakeholder involviert sind, die in erster Linie sich sellbst verpflichtet sind und bei eklatanten Abweichungen wohl auch abseits eines NDAs sich Gehör verschaffen würden ...

Einfach mal abwarten was konkret ARL und LNL abliefern können werden ... die sich abzeichnende Richtung sieht jedenfalls vielversprechend aus, wie sehr, wird man aber erst in konkreten Benchmarks sehen ... und zumindest für Gaming-Enthusiasten reicht AMD ja noch die X3D-Modelle nach, d. h. es ist per se noch alles offen ... (ungeachtet des eher unspektakulären, regulären Zen5-Launches auf dem Desktop).


*) Wenn die aktuellen Aussichten korrekt sind, in Panther Lake im 2HJ25, der aber nun möglicherweise lediglich ein Mobile-Upgrade darstellen wird (keine Desktop-CPUs), d. h. noch mal eine signifikante Effizienz-Steigerung ggü. LNL/ARL, letzten Endes nachvollziehbar, da der Mobile-Markt im Consumer-Segment deutlich wichtiger für Intel ist.

**) Die Meldung von Reuters zur Broadcom-Kritik bspw. greift lediglich auf drei indirekte Quellen zurück, d. h. Broadcom hat sich selbst nicht zu diesem Thema geäußert. Zudem muss man hier auch grundsätzlich abweichende Erwartungshaltungen berücksichtigen. Broadcom arbeitete bspw. jahrelang mit TSMC, die das Foundry-Business schon lange in der Form für externe Kunden leben, während Intel jetzt ihre ganze Fertigung und vor allem auch die SW-Entwicklung nun überhaupt erst mal auf die Bedürfnisse externer Kunden ausrichten mussten/müssen. Broadcoms Kritik mag durchaus berechtigt sein, aber das bedeutet zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, dass man nicht noch zur vorgesehene Massenfertigung die notwendigen Milestones erreicht.
Bspw. schreibt Reuters "... the company concluded the manufacturing process is not yet viable to move to high-volume production.", jedoch steht/stand eine Massenfertigung in 18A zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemals zur Diskussion, d. h. wenn die drei Quellen korrekte Informationsschnipsel transportiert haben, hat Broadcom lediglich das gemacht, was jeder Kunde in einer solchen Situation macht, nämlich man hat dem Auftragsfertiger (berechtigte) Kritik mitgeteilt und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass man den Ist-Stand noch nicht beim versprochenen Ziel angekommen sieht und Besserung erwartet.

Zudem können Intels Aussagen zum Prozessstand des 18A per se nicht grob falsch oder in die Irre führend sein, weil diverse große Hersteller an deren Prozess interessiert sind und daher so nah an der Entwicklung dran sind wie nur irgend möglich und daher auch alle relevanten Internas von Intel unter einem NDA erhalten. Da kann Intel nicht in der Öffentlichkeit vom gelobten Land reden und tatsächlich gibt es in den Fabs nur verbrannte Erde. Das würden sich die Hersteller nicht bieten lassen, denn die müssen ihre langjährige Produkteentwicklung entsprechend planen und eine grobe Fehlkalkulation kann hier für die sehr teuer werden.
 
Ich muss hier mal zwei "technische" Fragen zu dem Thema stellen, auch wenn es nur am Rand damit zu tun hat:
  • Mit 18A und 20A ist ja 18Atome bzw. 20Atome gemeint. Da Atome ja unterschiedlich groß sind, von welchen Atomen geht man da aus? Silizium?
  • Was würde 18A in Nanometer bedeuten?
 
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Ich muss hier mal zwei "technische" Fragen zu dem Thema stellen, auch wenn es nur am Rand damit zu tun hat:
  • Mit 18A und 20A ist ja 18Atome bzw. 20Atome gemeint. Von welchen Atomen geht man da aus? Silizium?
  • Was würde 18A in Nanometer bedeuten?
Meines Wissens nach stehen die A bei 20A und 18A für Angström und davon sind 10=1nm und wie schon lange haben die auch hier nicht mehr viel mit der eigentlichen Packdichte zu tun.
 
Ich hoffe, dass die Produktion der Intel Chips bei TSMC der „Intel 10nm sind TSMC 7nm, daher Intel 7“ Diskussion ein paar Anhaltspunkte bringt. Hier wird sich immer noch viel zu viel schöngeredet und vermutet. Tatsache ist, dass Intel es nicht auf die Reihe bekommen hat wegen Problemen, 5 Jahre lang sauber auf 10nm zu kommen, es dann Intel 7 genannt hat und jetzt auf einmal wieder ganz vorne überholt und dabei sein soll mit 18A? Ja klar.

Intel Chips on TSMC werden ein paar krasse Einsichten bringen.
 
[Intel 10nm sind TSMC 7nm, daher Intel 7] Auch das stimmt nicht. Intels 20A was 2nm entsprechen würde, käme im besten Fall in die Nähe von TSMCs N3.
Ersteres kommt in etwa tatsächlch hin. Intel 7, ursprünglich intern P1274, dann lapidar 10nm (als Nachfolger zu den bisherigen 14nm(+++)), dann noch mit ein paar Pluszeichen drangehängt, so erstmals ab Tiger Lake und danach mit dem offiziell aufkommenden Foundry Business in Intel 7 umbenannt, ist tatsächlich in etwa Intels äquivalent zu TSMCs ursprünglichem N7. Der Prozess, insbesondere in der frühen 2020er-Version dürfte nicht vollständig dran sein, aber voraussichtlich nahe genug um ihn hier zuzuordnen. **) Zudem muss man bedenken, dass solche Nodes durch viele Charakteristika definiert werden und die Hersteller haben hier in jedem einzelnen Punkt andere Herangehensweise und Zielsetzungen, sodass es per se keine vollkommene Deckungsgleichheit geben kann. *)
Zudem müsste man, wenn man es genauer vergleichen wollte, bei Intel aufgrund der langen Verwendungsdauer auch noch deutlich genauer auf den Prozess schauen, denn das Intel 7 wurde intern auch noch weiterentwickelt, was man nach außen hin aber nicht mehr groß kommunizierte, da man nicht wieder zurück zur Plus-Konvention wollte.
Beispielsweise in den späten 2022ern wurde in Verbindung mit RPL eine überarbeitete Version genutzt. die ein volles PDK-Update nutzte und diverse Charakteristika änderte. Beispielsweise konnte die Voltage/Frequency-Kurve deutlich optimiert werden.

*) Das oder die beiden ARL-Compute-Tiles in Intel 20A wären mal eine schöne, relativ direkte Vergleichsmöglichkeit gegen TSMCs N3 gewesen., sofern der Rest des SoCs in etwa Vergleichbar geblieben wäre ... Hierzu wird es nun anscheinend leider nicht kommen.

**) Bspw. TSMC kämpfte mit seinen damaligen 10nm händeringend um mit Intels 14nm(++) mitzuhalten und konnte dies letzten Endes nicht gemäß deren damaligen CTO, d. h. deren 10nm sind viel zu weit weg um Intel 7 eher in diese Richttung schieben zu wollen und bspw. Samsungs 8LPP ist auch nur eine marketingtechnisch schön verkaufte weitere Iteration von deren 10nm-Node, passt also ebensowenig.

Hast du weitergehende Infos?

Aktuell sieht man 10% MC Mehrleistung und ein 20% höheren PL2? Beides zusammen nicht gerade vielversprechend
Du kannst einerseits die diversen jüngeren Leaks zu ARL und LNL kritisch lesen und kommst vermutlich dennoch in etwa in diese Richtung. Eine interessante Aussage, von einem OEM glaube ich bzgl. ARL, sah ich leider nur ein einziges mal in einem unscheinbaren Nebensatz. Dieser wies darauf hin, dass die CPUs deutlich effizienter werden.
An den LNL-Leaks ist mittlerweile schon ein wenig mehr Fleisch dran und hier sieht es gar so aus, als könnte Intel mit dem Design Perf/Watt-Leadership erzielen (noch vor einer Verwendung des Intel 18A). Das Design ist recht ähnlich zu ARL, jedoch muss man natürlich berücksichtigen, dass insbesondere LNL besonders auf Effizienz getrimmt ist. Aber das man nun mit dem komplett neuen Design einen derartigen Sprung aufzeigen kann bedeutet auch, dass man nun mit all den vielen technologischen Neuerungen in dem Design die Mittel dazu an der Hand hat.

Wenn du willst, könntest du auch den Ansatz von Seiten der reinen Prozessfertigung her verfolgen. Geht man von einer groben Vergleichbarkeit von Intel 7 (ARL/RPL/RPL-R) zu TSMCs N7 aus, so erklärt TSMC, dass deren N5 i. V. z.um N7 bei Iso-Perf rund 30 % weniger verbrauchen soll. Analog dazu erklären sie, dass deren N3 i. V. zum N5 ebenso bei Iso-Perf rund 25 bis 30 % weniger verbrauchen soll, d. h. es wird so oder so deutlich effizienter.
Man sollte sich natürlich davor hüten nun naiv 30 + 30 % weniger Verbrauch anzunehmen, jedoch die Richtung geht klar hin zu deutlich weniger Verbrauch. Man darf vermuten, dass Intels P-Core-Architetur nicht so effizient wie die aktuelle Zen-Architektur ist, so dass ich insbesondere beim Gaming vermuten würde, dass ein 9800X3D aufgrund des V-Cache noch effizienter als ein kleines ARL-Modell sein wird, jedoch auch hier wird sich die Gap jedoch deutlich verkleinern. Ein etwas fairerer Gaming-Vergleich könnte jedoch möglicherweise eher so etwas wie ein 9950X3D gg. einen großen ARL darstellen (weil der 9800X3D wirklich nur ein echter, kleiner 8-Kerner ist).

Einfach mal das Launch-Event und die ersten Benchmarks abwarten, wobei ... wenn AMD nicht unmittelbar antwortet, wird man mäglicherweise erst Anfang 2025 mit den X3D's den echten Showdown haben ;-)

Ok, Angström ergäbe mehr Sinn als Atome. Aber wäre das für nicht "18Å", also ein "A" mit einem "°" oben drauf die richtigere Schreibweise?

Die Frage: "Warum nimmt Intel hier eine andere Maßeinheit?" erspare ich mir besser.
Willst du die Medienvertreter in den Wahnsinn treiben, wenn du tatsächlich ein echtes Å im Produktnamen verwendest ?!? ;-)
Darüber hinaus, die neue Nomenklatur soll lediglich aufzeigen, dass hier was komplett Neues kommt und damit hat Intel aus seier Sicht gar nicht mal so unrecht, denn GAA-Transistoren und BSPDN alias PowerVia sind wesentliche Neuerungen. Dementsprechend, wenn Intel im Plan abliefern kann im 2HJ25, dürfte Intel hier auch die Prozess-Leadership zurückgewinnen können und TSMC wird versuchen das mit seinem N2 zu kontern, der jedoch bspw. BSPDN erst in einer späteren Iteration nachreichen wird.
Unabhängig von dem Konkurrenzkampf in der Fertigung zw. Intel und TSMC dürfte der Gegenwind für AMD nun beträchtlich anziehen *) denn während Intel seine Fertigung für seine Produkte frühzeitig optimal einsetzen kann **) wird AMD nun fertigungstechnisch in einen leichten Rückstand geraten, denn absehbar wird das Zen6-CCD lediglich einen 3nm-Node nutzen können, da üblicherweise Apple erst mal den modernsten Node blockiert (nun ggf. im Tandem mit nVidia).

*) Immerhin konnte sich AMD lange darauf vorbereiten, denn Intels Prozessroadmap war schon lange bekannt und man weiß, dass man dies technologisch/architektonisch kompensieren muss. Mal sehen, wie das gelingt.

**) D. h. wenn sie Ihre Fabs behalten :-D

***) Zudem, von Nano 10-9 m auf Pico 10-12 m zu springen wäre marketingtechnisch auch blöd zu verkaufen gewesen, da man ja fertigungstechnisch keine so großen Sprünge macht, also von bspw. Intel 3 auf Intel 2000p zu wechseln, ließt sich schon mal mindestens sehr klobig. ;-)
Marketingtechnisch hat das implizit mitgelesene Ångström (10-10 m) auch noch den Vorteil, dass es sich klar von den übrigen, typischen Nanometer-Bezeichnungen (direkt wie indirekt) der Konkurrenten absetzt, also durchaus keine schlechte Wahl seitens deren Marketing.
Wie aber oben bereits von anderen angemerkt wurde, sind die Prozessnamen heute mehr Marketing als echte Messwerte, die ein tatsächliches Charakteristikum einer Prozesseigenschaft wiederspiegeln, also diesbezüglich Vorsicht bitte! ;-) Wie die erste produktive Iteration des 18A später gegen einen N3P oder N3X abschneiden wird oder ob TSMC zwingend min. einen N2 als Konter benötigt, bleibt erst mal abzuwarten.
 
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