News Dell setzt über 6.000 Mitarbeiter vor die Tür

PCGH-Redaktion

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Wie der amerikanische PC-Hersteller Dell angekündigt hat, werden 6.650 Mitarbeiter entlassen. Hintergrund ist die eingebrochene Nachfrage nach neuen PCs.

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Schon Lustig wie alle wegen Umsatzzahlen Jammern, dabei haben gerade in der IT viele während der Pandemie und deren Auswirkung außergewöhnlich viel verkauft, verdient und dabei den Markt übersättigt, wobei die Verkaufszahlen immer noch deutlich über den Stand von vor 2020, also vor Covid sind.
Es ist leichter Mitarbeiter loszuwerden weil die Umsätze runtergehen, als zuzugeben das man nicht möchte das die Gewinnmargen der letzten 2 Jahre verloren gehen.
Ich hoffe ja das die aktuelle Austellungswelle bald zu ende ist die grad überall grassiert, sonst wird es bald nicht mehr genug Kunden geben die sich neue Sachen leisten können oder wollen.
 
Weshalb sollte man von den Übergewinnen in den guten Jahren da etwas zurücklegen?

Rauswerfen geht doch viel einfacher.

Was für eine Sch...system.
Das ist leider zu kurz gedacht!

Auch wenn anderen Ortes "hire&fire" herrscht, sind solche Maßnahmen strategisch! Die Prognosen für die Wirtschaft verdunkeln sich zusehends. Da macht es keinen Sinn Reserven dafür aufzubrauchen um tote Unternehmensbereiche künstlich am Leben zu halten.
Wäre es absehbar, das es ein vorrübergehender Einbruch wäre würden die meisten Unternehmen die Leute nicht entlassen.
Denn das Thema Fachkräfte, Einarbeitung, spezifische Berufserfahrung gibt es aktuell überall...
Wir verlagern aktuell das meiste an Produktion aus Deutschland nach USA und Osteuropa.... Personal steht da auch nicht Schlange!

Man hat den Boom durch Corona gesehen, aber glaubt mal nicht, dass man deswegen viel Personal eingestellt hat, was über das Marktübliche Wachstum hinausginge.
 
Bei den Hardware-Fritzen kann ich das ja zumindest noch ein wenig Verstehen, bringt ja nun nichts, wenn die Leute in der Fertigung stehen und es läuft nichts übers Band. Wenn ich aber sehe, dass Firmen wie Facebook, Microsoft oder Google Leute im großen Stil auf die Straße setzen, dann fragt man sich schon, wie kurzfristig man als Unternehmen überhaupt denken kann. Wenn ein Software-Entwickler an einem Projekt arbeitet, welches nicht zum laufenden Betrieb gehört, dann wird das Projekt sowieso erst fertig sein und Geld einspielen, wenn die wirtschaftliche Eintrübung überwunden ist. Nachher wird sich dann wieder über Fachkräftemangel beschwert, wenn diese Leute woanders untergekommen sind und man merkt, dass man sie doch wieder braucht…alles nur wegen ein paar Quartalszahlen.
 
Da macht es keinen Sinn Reserven dafür aufzubrauchen um tote Unternehmensbereiche künstlich am Leben zu halten.
Dell besteht aber fast nur aus der PC-Fertigung.

Man hat den Boom durch Corona gesehen, aber glaubt mal nicht, dass man deswegen viel Personal eingestellt hat, was über das Marktübliche Wachstum hinausginge.
Man hat das Band ein bißchen schneller gestellt.
 
Das ist leider zu kurz gedacht!

Auch wenn anderen Ortes "hire&fire" herrscht, sind solche Maßnahmen strategisch! Die Prognosen für die Wirtschaft verdunkeln sich zusehends. Da macht es keinen Sinn Reserven dafür aufzubrauchen um tote Unternehmensbereiche künstlich am Leben zu halten.
Wäre es absehbar, das es ein vorrübergehender Einbruch wäre würden die meisten Unternehmen die Leute nicht entlassen.
Denn das Thema Fachkräfte, Einarbeitung, spezifische Berufserfahrung gibt es aktuell überall...
Wir verlagern aktuell das meiste an Produktion aus Deutschland nach USA und Osteuropa.... Personal steht da auch nicht Schlange!

Man hat den Boom durch Corona gesehen, aber glaubt mal nicht, dass man deswegen viel Personal eingestellt hat, was über das Marktübliche Wachstum hinausginge.
Und dennoch sollte man "Menschen" nichts als Arbeitsvieh behandeln, finde ich. Diese nicht nachhaltige Entwicklung finde ich furchtbar. Im Übrigen bräuchte man grundsätzlich weniger Mitarbeiter, wenn man diese mehr motiviert und sie in ihren individuellen Bedürfnissen fördert aber es fängt ja jetzt schon wieder an, in dem man die simpelsten Mittel rückabwickelt, jene die an der Produktivität nach nun mehr drei Jahren Evidenz nichts verschlechtert haben aber enorm den Arbeitgebern und deren work life balance zugute kam. Homeoffice...
Diese wird nun an allen Ecken zurückgefahren, mit den gleichen, fadenscheinigen Argumenten wie vor Corona, als hätte es die drei Jahre nicht gegeben. Was für ein ökonomischer und ökologischer Schwachsinn und das nur, weil man die teuren Büros besetzen möchte und nicht für Leerstand zahlt. Was bauen sich Apple un CO. auch solche Raumschiffe... Und das ist eben nicht nachhaltig. Die Mitarbeiter wollen das oftmals nicht, werden unmotivierter, machen nur noch Dienst nach Vorschrift und dann braucht man eben mehr flutides Personal um Spitzen abzufedern.

MfG
 
da braucht man nicht nach usa zu schauen.
ein kumpel arbeitet in einer firma in leutkirch, die profitabel arbeitet.
wird im september geschlossen, und die produktion nach norddeutschland ins hauptwerk verlegt.
 
Nicht nur die die Hardware herstellen,auch die die es verkaufen sind betroffen.Wenn ich zurück denke,das bei mir im Stadtzentrum einmal 5 PC Geschäfte es mal gab.
Das war vor 15-20Jahren und nach und nach verschwanden sie und machten dicht.Der letzte ist vor einigen Jahren in einem anderem Stadtteil umgezogen ,wo die Miete etwas günstiger sind.
 
Und dennoch sollte man "Menschen" nichts als Arbeitsvieh behandeln, finde ich. Diese nicht nachhaltige Entwicklung finde ich furchtbar. Im Übrigen bräuchte man grundsätzlich weniger Mitarbeiter, wenn man diese mehr motiviert und sie in ihren individuellen Bedürfnissen fördert aber es fängt ja jetzt schon wieder an, in dem man die simpelsten Mittel rückabwickelt, jene die an der Produktivität nach nun mehr drei Jahren Evidenz nichts verschlechtert haben aber enorm den Arbeitgebern und deren work life balance zugute kam. Homeoffice...
Diese wird nun an allen Ecken zurückgefahren, mit den gleichen, fadenscheinigen Argumenten wie vor Corona, als hätte es die drei Jahre nicht gegeben. Was für ein ökonomischer und ökologischer Schwachsinn und das nur, weil man die teuren Büros besetzen möchte und nicht für Leerstand zahlt. Was bauen sich Apple un CO. auch solche Raumschiffe... Und das ist eben nicht nachhaltig. Die Mitarbeiter wollen das oftmals nicht, werden unmotivierter, machen nur noch Dienst nach Vorschrift und dann braucht man eben mehr flutides Personal um Spitzen abzufedern.

MfG
Hmmm...
Ich bin ja einer dieser AGs, wenn auch in deutlich kleinerem Stil.
Ich habe es anderorts hier im Forum schon beschrieben, Kurzform:
Gehälter weit über Tarif.
Goodies noch und nöcher
Freie Homeofficemöglichkeit mit Profi-Equipment
usw. tralala
Nur der Chef ist echt übel launisch, wenn Kaff und Kippen nicht da sind (also ich)

Dann steht so ein grüner Jungingenieur vor mir, Baustelle brennt, LP5 Planung muss am Montag vorliegen, gerade mal 1 Jahr bei mir im Amt, Tesla 3 vor der Tür, brutto >70k, Homeofficekram von mir für 6000 € zu Hause und meint, er kanns nicht fertig machen, weil seine Work-Life-Balance gestört ist (konkret war der Skiurlaub wichtiger als ein 3 Mio. Planungsauftrag).

Yo,
der sitzt jetzt bei der Arbeitsagentur und übt intensiv work-life-balance mit seinem Berater- so einfach ist das.
hire-and-fire, keine Leistung, kein Tesla, kein Ski-Urlaub
 
Hmmm...
Ich bin ja einer dieser AGs, wenn auch in deutlich kleinerem Stil.
Ich habe es anderorts hier im Forum schon beschrieben, Kurzform:
Gehälter weit über Tarif.
Goodies noch und nöcher
Freie Homeofficemöglichkeit mit Profi-Equipment
usw. tralala
Nur der Chef ist echt übel launisch, wenn Kaff und Kippen nicht da sind (also ich)

Dann steht so ein grüner Jungingenieur vor mir, Baustelle brennt, LP5 Planung muss am Montag vorliegen, gerade mal 1 Jahr bei mir im Amt, Tesla 3 vor der Tür, brutto >70k, Homeofficekram von mir für 6000 € zu Hause und meint, er kanns nicht fertig machen, weil seine Work-Life-Balance gestört ist (konkret war der Skiurlaub wichtiger als ein 3 Mio. Planungsauftrag).

Yo,
der sitzt jetzt bei der Arbeitsagentur und übt intensiv work-life-balance mit seinem Berater- so einfach ist das.
hire-and-fire, keine Leistung, kein Tesla, kein Ski-Urlaub
Leistung und Homeoffice schließen sich überhaupt nicht aus aber natürlich gibt es AG Bedarfe, die nur in Präsenz abgedeckt werden können, dass versteht sich von selbst. :-)

MfG
 
Leistung und Homeoffice schließen sich überhaupt nicht aus aber natürlich gibt es AG Bedarfe, die nur in Präsenz abgedeckt werden können, dass versteht sich von selbst. :-)

MfG
Nene,
die betreffende Arbeit hätte locker von zu Hause oder mit seinem supischicken Firmenlappi von der Skihütte erledigt werden können. Da ging es nur um Details aus dem letzten Jour-fix in den aktuellen Plan einzuarbeiten.
Habs dann selbst gemacht, weil der Rest vom Büro anderweitig malocht hat, war für mich 2h, für den Grünling vielleicht 4h gewesen.

Aber Komplettverweigerung für einen echt großen Auftrag für unser Büro geht ja gar nicht.

Was will ich im Kontext zu obigem eigentlich sagen.
Du hast in jeder Firma 20% Leistungsträger, 60% 9to5 Volk und 20%, die halt die Zeit absitzen.
Alle paar Jahre muss man halt Großreinemachen und die letzten 20% raus schmeissen, weil die anderen deren Arbeit machen müssen.

Der Betreffende hatte sich aber ambitioniert für die ersten 20% beworben und ist bestimmt auch kein Dummchen.
Aber wer ganz oben mistspielen will, muss Prios setzen und die heissen im Zweifel nicht Skifahren oder "work-life-balance".

Genau obiges machen jetzt Dell, MS oder google gerade.
Die letzten 20% kosten nur Geld und sind überflüssig.
Also weg damit.
 
Ich glaube ich weiß relativ wenig Details, um das qualifiziert beurtielen zu können aber Arbeitnehmern im Urlaub darf man nicht mit Arbeit herantreten, es sei denn es ist existenziell, dann kann, mit Kostenübernahme, der AG die Rückkehr verlangen. Das ist aber schwer zu begründen, vor allem wenn es Urlaubsvertretungen gibt. Jedenfalls hier in Deutschland. :-)

MfG
 
Ich glaube ich weiß relativ wenig Details, um das qualifiziert beurtielen zu können aber Arbeitnehmern im Urlaub darf man nicht mit Arbeit herantreten, es sei denn es ist existenziell, dann kann, mit Kostenübernahme, der AG die Rückkehr verlangen. Das ist aber schwer zu begründen, vor allem wenn es Urlaubsvertretungen gibt. Jedenfalls hier in Deutschland. :-)

MfG
Vollkommen richtig,
aber den Urlaubsantrag aus betrieblichen Gründen nicht unterzeichnen und gleichzeitig das Angebot machen, dass er es eben Freitag im Homeoffice oder Samstag auf der Skihütte fertigmacht und dann wird der Urlaub genehmigt, geht schon.

Wenn dann ohne Urlaubsantrag am Freitag nix vom MA zu sehen ist (offiziell Homeoffice) und mein Büroleiter dann mit seinen Frazebookfotos frisch von Skihang am Freitag um 11 Uhr ankommt, dann gibt es ne Fristlose - ganz einfach.
 
Vollkommen richtig,
aber den Urlaubsantrag aus betrieblichen Gründen nicht unterzeichnen und gleichzeitig das Angebot machen, dass er es eben Freitag im Homeoffice oder Samstag auf der Skihütte fertigmacht und dann wird der Urlaub genehmigt, geht schon.

Wenn dann ohne Urlaubsantrag am Freitag nix vom MA zu sehen ist (offiziell Homeoffice) und mein Büroleiter dann mit seinen Frazebookfotos frisch von Skihang am Freitag um 11 Uhr ankommt, dann gibt es ne Fristlose - ganz einfach.
Klingt eher so als wollte da jemand gar nicht mehr arbeiten. :-)
Ich wäre vorsichtig mit mündlichen Versprechen, diese sind nicht weniger gültig und wenn es dann keine feste Arbeitszeitenregelung/ Kernarbeitszeit gibt, dann wäre ein Frühzeitiger Pistenbesuch nicht wirklich verwerflich.

Man muss halt im Idealfall auch immer beide Interessen im Blick haben, denn Arbeitnehmer sollten auch zu keinem Zeitpunkt in einer Art Bittstellung sein. Die Dinge die du anbietest sind löblich aber letzen Endes auch nur, jedenfalls theoretisch, der Gegenwert für eine vertragliche Leistung, daher eignet sich das m. M. n. nicht als Argument, man kriege so viel, jetzt solle man sich doch mal verbiegen, falls du verstehst was ich meine.

Und eine Sache noch, aus AN Sicht, Koleg_innen die 120 % arbeiten sind unkollegial, denn, dass hält man nicht so lange durch, wie auch beim Auto was immer hochtourig fährt und kriegt dann zwangsläufig einen Burnout. Andere die dennoch ihre Leistung bringen, deine genannten 9-5er, sehen dann immer schlechter aus , obwohl sie ordnungsgemäß arbeiten. Ein AG ist gut beraten nicht die Quantität sondern vor allem die Qualität zu messen, auch wenn es schwieriger ist. Und nicht immer heißt viel abarbeiten, viel leisten, wenn dann Dritte den "schnellen Pfusch" ausbügeln müssen. ;-)

MfG
 
Klingt eher so als wollte da jemand gar nicht mehr arbeiten. :-)
Ich wäre vorsichtig mit mündlichen Versprechen, diese sind nicht weniger gültig und wenn es dann keine feste Arbeitszeitenregelung/ Kernarbeitszeit gibt, dann wäre ein Frühzeitiger Pistenbesuch nicht wirklich verwerflich.
Natürlich gibts Kernarbeitszeiten, auch im Homeoffice.
Wer sich aber nicht daran hält, hat eben verloren.
Man muss halt im Idealfall auch immer beide Interessen im Blick haben, denn Arbeitnehmer sollten auch zu keinem Zeitpunkt in einer Art Bittstellung sein. Die Dinge die du anbietest sind löblich aber letzen Endes auch nur, jedenfalls theoretisch, der Gegenwert für eine vertragliche Leistung, daher eignet sich das m. M. n. nicht als Argument, man kriege so viel, jetzt solle man sich doch mal verbiegen, falls du verstehst was ich meine.
Ja verstehe ich, nur haben wir unser Arbeitszeitenmodell basisdemoraktisch mit allen im Büro ausgearbeitet.
Das heisst, das wurde von den MAs entwickelt und ich habe nur die Mindestbedingungen formuliert, damit eine Arbeitsleistung in Stunden und Gehalt formuliert werden kann.
Und eine Sache noch, aus AN Sicht, Koleg_innen die 120 % arbeiten sind unkollegial, denn, dass hält man nicht so lange durch, wie auch beim Auto was immer hochtourig fährt und kriegt dann zwangsläufig einen Burnout.
Naturgemäß habe ich da eine völlig andere Sicht.
Mehrleistung wird belohnt, ganz einfach.
Ob die im Rahmen der eigenen Arbeitszeit oder darüber hinaus bewerkstelligt wird, geht mich nix an.
Jeder ist da sein eigener Glücksschmied.
Andere die dennoch ihre Leistung bringen, deine genannten 9-5er, sehen dann immer schlechter aus , obwohl sie ordnungsgemäß arbeiten.
Nein, die sind die Ausgangsbasis, weil hierauf die Kollegas ihr eigenes Arbeitszeitenmodell entwickelt haben.
Ein AG ist gut beraten nicht die Quantität sondern vor allem die Qualität zu messen, auch wenn es schwieriger ist. Und nicht immer heißt viel abarbeiten, viel leisten, wenn dann Dritte den "schnellen Pfusch" ausbügeln müssen. ;-)

MfG
In Ingenieurberufen gibts nur Qualität.
Nach unseren Plänen wird gebaut, da darf kein Fehler drinnen sein.
Sonst wäre mein Büro ganz schnell keines mehr.
 
Naturgemäß habe ich da eine völlig andere Sicht.
Mehrleistung wird belohnt, ganz einfach.
Das hab ich in 40 Jahren aber ganz anders erlebt.
Ein Arbeitgeber sagte: "1 Stunde unbezahlte Mehrarbeit ist Pflicht pro Tag".

Überstunden wurden, egal in welchem Betrieb, als notwendig und nicht verrechnungsfähig angesehen.

So hab ich mir ein paar tausend Überstunden als Bein gestrichen als Dipl.-Ing.
Ausnahme war eine Firma in Erlangen, die arbeitete für die Kraftwerke und hat extrem übertariflich bezahlt.

Manchen Monat hab ich da fünfstellig verdient.
Die hat mir meine Rente gesichert und der bin ich heute noch dankbar für ordentliche Arbeitszeiten (Gleitzeit) und gute Arbeitsbedingungen.

Allerdings bin ich manchmal in der Woche 5.000 km gefahren.

Alle anderen waren schlimmer, teilweise sehr viel schlimmer.

Der Handel wir so wie so beschi... , dafür sind die Arbeitszeiten gut und schlecht.
Gut zu Anfang (09:00 oder10:00 Uhr) und fürchterlich am Ende (19:00 oder 20:00 Uhr).
Gleitzeit gibt es nicht.
Samstag ist Arbeitstag - immer.

Die restlichen Ingenieurbüros im Osten liefen alle auf dem Zahnfleisch hart am Bankrott vorbei.

Da der Mittelstand ja gar nicht da war zu Wendezeiten (die sozialistische Ideologie hatte die verhaßten Kapitalisten ausgerottet - teilweise mit harten Enteignungen), hatte er es schwer sich zu etablieren.

Wäre ich in meiner alten Bude (Edelstahlziehwerk) geblieben, hätte ich zwar meine Ruhe gehabt, aber Deutschland nicht gesehen und die Rente halbiert.

In Ingenieurberufen gibts nur Qualität.
Da stimme ich zu.

Nach unseren Plänen wird gebaut, da darf kein Fehler drinnen sein.
Sonst wäre mein Büro ganz schnell keines mehr.
Du bist Chef vom Konstruktionsbüro?
 
Naturgemäß habe ich da eine völlig andere Sicht.
Mehrleistung wird belohnt, ganz einfach.
Ob die im Rahmen der eigenen Arbeitszeit oder darüber hinaus bewerkstelligt wird, geht mich nix an.
Jeder ist da sein eigener Glücksschmied.
Das ist ja auch völlig ok aber naturgemäß entwertet das die Arbeit der anderen. Man sollte das auch nicht, m. M. n., nur aus rein finanzieller Sicht sehen, als AG hast du doch auch eine soziale Verantwortung und, eine gesellschaftliche. Manch einer wählt ein Leben für die Arbeit und kann natürlich mehr Zeit investieren und für sich so mehr Kapital rausschlagen, andere sind da eingeschränkter, mit Kindern zum Beispiel. Und die Frage was gesellschaftlich wichtiger ist muss an der Stelle nicht beantwortet werden, denn diejenigen die Kinder zeugen sind das gesellschaftliche Fundament, auf dem der ganze soziale Wohlstand, von dem dann alle profitieren, aufbaut.

Für die ist es dann eben eine Benachteiligung. Und seien wir mal ehrlich, ein guter und effektiv produktiver Mitarbeiter, braucht mitunter keine Überstunden, um ein Projekt fertig zu stellen, ein "Blender" sitzt viel rum, verbraucht Luft und Kaffee hat dafür aber ein prall gefülltes Überstunden Konto. Es spricht nichts dagegen "auch mal" Überstunden zu machen nur ein Maß für gute und weniger gute Arbeit ist das nicht, weswegen ich die Einteilung etwas schwierig finde.

Zum Thema work life balance. Ich finde das sehr wichtig. Man muss das philosophisch sehen. Für was lebst du, was willst du schaffen, worin besteht dein Existenzsinn? Wenn ich jetzt die Fragen beantworte stelle ich fest, anhand des Alltages, dass sich ein Großteil um die Arbeit und den Arbeitsalltag dreht und nur ein Bruchteil um das eigene Leben oder das von Dritten, Kindern beispielsweise, für die man Verantwortung trägt. Die Gesellschaft entwickelt sich und ich finde es legitim mehr auf sich, die Familie und die privaten Bedürfnisse zu achten. Das ist eine Entwicklung die ich persönlich begrüße aber ich verstehe auch, dass man das in deiner Verantwortung, mit deinem unternehmerischen Risiko anders sieht. Man muss dabei aber stets zwischen dem eigenen Lebensweg und den Vorstellung anderer einen guten Mittelweg gehen und eben akzeptieren, wenn die Motivationen auseinander gehen. Was im Endeffekt dann zählen sollte ist die Leistung, die vertraglich festgelegte und dabei sollte Mehrarbeit keine Voraussetzung sein, sondern eine sehr starke Ausnahme, wenn überhaupt und man sollte nicht den eigenen Maßstab an andere anlegen zur Wertung was "gut" und "schlecht" ist, um es mal so polemisch auszudrücken. :-)
Ich hoffe du verstehst was ich meine, wenn man natürlich dann Arbeitsanweisungen ignoriert ist das etwas anderes, dass kann ich jedoch in deinem genannten Fall, mangels Details, nicht objektiv nachvollziehen und somit werten.

MfG
 
Das hab ich in 40 Jahren aber ganz anders erlebt.
Ein Arbeitgeber sagte: "1 Stunde unbezahlte Mehrarbeit ist Pflicht pro Tag".
Wir haben die interne Regelung, dass jede Mehrstunde auf ein Arbeitszeitkonto kommt.
Der MA kann frei entscheiden, ob er hierzu dann einen Freitzeitausgleich macht oder er es zusätzlich vergütet bekommt.
Grundlage ist eine 40h Woche.
Ich habe Freaks im Büro, die Mo-Mittwoch Abend durchmalochen und Donnerstag + Freitag frei haben.
Andere machen eine ganz normale Arbeitswoche.
Ich bezahle sogar für für die MAs zu 100% die Beiträge für die naheliegende Kinderkrippe/Kindergarten.^^
Das Sekretariat wird nicht mit einem Hungerlohn abgespeist, sondern bekommt Ing.Gehalt, weil ohne Sekretariat läuft gar nix.
Überstunden wurden, egal in welchem Betrieb, als notwendig und nicht verrechnungsfähig angesehen.
Sehe ich eben nicht so, Leistung gehört belohnt und es gibt eine klare Regelung, was der MA dem Unternehmen für sein Gehalt schuldet und was nicht.
So hab ich mir ein paar tausend Überstunden als Bein gestrichen als Dipl.-Ing.
Ausnahme war eine Firma in Erlangen, die arbeitete für die Kraftwerke und hat extrem übertariflich bezahlt.

Manchen Monat hab ich da fünfstellig verdient.
Die hat mir meine Rente gesichert und der bin ich heute noch dankbar für ordentliche Arbeitszeiten (Gleitzeit) und gute Arbeitsbedingungen.

Allerdings bin ich manchmal in der Woche 5.000 km gefahren.

Alle anderen waren schlimmer, teilweise sehr viel schlimmer.

Der Handel wir so wie so beschi... , dafür sind die Arbeitszeiten gut und schlecht.
Gut zu Anfang (09:00 oder10:00 Uhr) und fürchterlich am Ende (19:00 oder 20:00 Uhr).
Gleitzeit gibt es nicht.
Samstag ist Arbeitstag - immer.
Das ist ein Thema bei uns, wenn wir auch Bauleitung im Auftrag haben.
Da kommen einige MAs wie auch ich nicht umhin, auch mal Samstage und blöde Zeiten wie 6 Uhr morgens oder 21 Uhr abends anwesend zu sein.
Diese Extremzeiten versuchen wir kollegial auszugleichen, was sicherlich auch nicht immer funktioniert.
Ganz selten muss ich dann einen MA zu Unzeiten irgendwohin schicken, was weder ihm noch mir passt.
Die restlichen Ingenieurbüros im Osten liefen alle auf dem Zahnfleisch hart am Bankrott vorbei.
Na ja, Bayern, wir haben Vollauslastung bis 2026.
Kann bis Anfang 2025 gar keine weitern Aufträge annehmen, weil wir bei ca. 20 MAs stabil bleiben wollen.
Außerdem solle s ja noch so was wie Privatleben geben.
Du bist Chef vom Konstruktionsbüro?
TGA-/Statik-Planungsbüro + Bauleitung, drei Teilhaber, wobei nur zwei aktiv tätig sind.

Läuft > 60% über meinen Büroleiter/Geschäftspartner, weil ich derzeit noch woanders in der Forschung und Entwicklung von Baustoffen drinnen bin.
 
Für mich wird Arbeit immer nur Mittel zum Zweck sein und ich werde einen Teufel tun mein Leben nach meiner Arbeit auszurichten und sollte ein Arbeitgeber der Meinung sein genau das auch nur im Ansatz zu fordern kann er sich halt einen neuen Mitarbeiter suchen. Ganz einfach ^^
 
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