News Dell setzt über 6.000 Mitarbeiter vor die Tür

Für mich wird Arbeit immer nur Mittel zum Zweck sein und ich werde einen Teufel tun mein Leben nach meiner Arbeit auszurichten und sollte ein Arbeitgeber der Meinung sein genau das auch nur im Ansatz zu fordern kann er sich halt einen neuen Mitarbeiter suchen. Ganz einfach ^^
Dann macht dir deine Arbeit gar keinen Spass?
Also Sinn und so?
 
Dann steht so ein grüner Jungingenieur vor mir, Baustelle brennt, LP5 Planung muss am Montag vorliegen, gerade mal 1 Jahr bei mir im Amt, Tesla 3 vor der Tür, brutto >70k, Homeofficekram von mir für 6000 € zu Hause und meint, er kanns nicht fertig machen, weil seine Work-Life-Balance gestört ist (konkret war der Skiurlaub wichtiger als ein 3 Mio. Planungsauftrag).
Weiß nicht, ich geb im Job (versuche es zumindest) immer mein bestes. Aber bei den Konditionen kann man sich doch mal den "Arsch aufreißen". Versteh das nicht! Hier im Osten würden sich wohl die meisten für solche Gehälter/Vergünstigungen prügeln. Klar, gewisse Ausbildung/Studien vorausgesetzt...

Wenn man eben nicht arbeitsscheu ist. Der WOLLTE wohl weg, anders kann ich mir das nich erklären:ka:

Gruß
 
Doch, aber Freizeit macht einfach mehr Spaß :)
Du, das geht mir im Prinzip genau so, aber als Inhaber ist man gegenüber zwei Seiten verpflichtet.
Dem Auftraggeber und dem Mitarbeiter.
Das ist nicht immer einfach.
Wird der Auftraggeber nicht bedient und das manchmal auf Kosten von eigentlich eingeplanter Freizeit (auch bei mir), gibt es keine neuen Aufträge mehr und dann auch ganz schnell keine Mitarbeiter mehr.
Die derzeit oft propagierte work-life-Balance funktioniert nur dann, wenn ausreichend Work vorhanden ist.
Ich hatte vor Jahren auch schon mal eine Insolvenz hinter mir und fast 1 Mio. € Kreide.
Wenn man da nicht die Kraft hat, sich wieder aufzurappeln - und das geht nur mit harter Arbeit - dann haste verloren.

Naturgemäß erwartet man dann (vielleicht zu oft oder zu viel) dass selbst ernannte Spitzenkräfte im Büro mit gleichem Elan an die Tat heranschreiten.

Und genau an dem Punkt trennt sich Unternehmertum vom Angestellten.
Als Unternehmer muss man sehr oft an Grenzen kommen oder gar überschreiten, damit man erfolgreich bleibt.
Und so blöd es auch klingen mag, man macht das auch für seine Mitarbeiter, weil zumindest ich mich verpflichtet fühle, langfristige Arbeitsperspektiven zu bieten.

Was ich gelernt habe, selbst mit Konsens über die gesamte Belegschaft, gibt es immer welche, denen weder der kleine Finger oder die Hand reichen und primär nur auf das eigene Glück schauen.
Aus ihrer Perspektive ist es ja nur die Firma, die man schädigt.
Es kommt aber denen kaum in den Sinn, dass es die eigenen Kollegen sind, die letztlich deren Eigennutz ausbaden müssen.
Das mag dem einen oder anderen nicht passen, aber ich habe mittlerweile (fast) ausschließlich Teamworker auf der Payroll und keine Egomanen.
 
Was ich gelernt habe, selbst mit Konsens über die gesamte Belegschaft, gibt es immer welche, denen weder der kleine Finger oder die Hand reichen und primär nur auf das eigene Glück schauen.
Aus ihrer Perspektive ist es ja nur die Firma, die man schädigt.
Es kommt aber denen kaum in den Sinn, dass es die eigenen Kollegen sind, die letztlich deren Eigennutz ausbaden müssen.
Das mag dem einen oder anderen nicht passen, aber ich habe mittlerweile (fast) ausschließlich Teamworker auf der Payroll und keine Egomanen.
Nicht das wir uns hier falsch verstehen, während ich auf der Arbeit bin gebe ich natürlich alles und ja es kann auch mal vorkommen das ich ne Stunde länger bleibe, aber sowas ist die absolute Ausnahme. Sobald das die Regel wird stimmt irgendwas im Unternehmen nicht und es liegt absolut nicht in meiner Verantwortung das dann zu ändern.

Ich habe am Ende des Tages als normaler Angestellter halt nichts davon wenn das Unternehmen Rekordgewinne macht und das will ich auch gar nicht. Ich will ganz normal pünktlich mein vereinbartes Gehalt und leiste dafür was im Arbeitsvertrag steht und sobald ich das Gefühl habe mein Gehalt passt nicht mehr zu meiner geleisteten Arbeit wird was am Gehalt geändert. Passiert das nicht gehe ich. Ganz einfach.

Das mag vllt hart klingen, aber am Ende bin ich auch auf Arbeit ein ganz umgänglicher Typ, ich lasse mich nur nicht ausnutzen :D
 
Sobald das die Regel wird stimmt irgendwas im Unternehmen nicht und es liegt absolut nicht in meiner Verantwortung das dann zu ändern.
Das ist genau der Grund, warum ich/wir derzeit keine weiteren Aufträge annehmen.
Irgendwann ist der Kippunkt erreicht, wo man alles nur mit Überstunden oder mehr Kollegen abarbeiten kann.
Ist ein schmaler Grat zw. machbar und unmöglich.
Im Übrigen macht man mit Bauplanung keine Rekordgewinne, im Schnitt 3-4 %/anno nach Steuern ist schon richtig gut.
Das kann sich jeder bei einem Jahresumsatz von knappen 5,5 Mio. selber ausrechen, was da dann als Bruttolohn bei einem Inhaber hängen bleibt, im konkreten Fall geteilt durch Drei wohlgemerkt...
Dafür steht ein Chef vom Nahrungsdiscounter nicht mal mehr am Morgen auf, von einem Banker ganz zu schweigen.
 
Na ja, Bayern, wir haben Vollauslastung bis 2026.
Schön für Euch.

TGA-/Statik-Planungsbüro + Bauleitung, drei Teilhaber, wobei nur zwei aktiv tätig sind.

Läuft > 60% über meinen Büroleiter/Geschäftspartner, weil ich derzeit noch woanders in der Forschung und Entwicklung von Baustoffen drinnen bin.
Ich bewundere die Leute, die sich einen mittelständischen Betrieb ans Bein binden.
Dafür war ich mein Leben lang zu feige.

Ich hab öfter mal in einem Kleinbetrieb als Quasi Teilhaber gearbeitet.
Was ich nicht verdient habe, war nicht auf dem Konto.
Das Einkommen war eben nicht so hoch, aber die Arbeit hat Spaß gemacht.
Und da kommt Qualität dabei raus.

Ich wünsche Euch noch lange viele Aufträge. :daumen:
 
Zurück