Doch, aber Freizeit macht einfach mehr Spaß
Du, das geht mir im Prinzip genau so, aber als Inhaber ist man gegenüber zwei Seiten verpflichtet.
Dem Auftraggeber und dem Mitarbeiter.
Das ist nicht immer einfach.
Wird der Auftraggeber nicht bedient und das manchmal auf Kosten von eigentlich eingeplanter Freizeit (auch bei mir), gibt es keine neuen Aufträge mehr und dann auch ganz schnell keine Mitarbeiter mehr.
Die derzeit oft propagierte work-life-Balance funktioniert nur dann, wenn ausreichend Work vorhanden ist.
Ich hatte vor Jahren auch schon mal eine Insolvenz hinter mir und fast 1 Mio. € Kreide.
Wenn man da nicht die Kraft hat, sich wieder aufzurappeln - und das geht nur mit harter Arbeit - dann haste verloren.
Naturgemäß erwartet man dann (vielleicht zu oft oder zu viel) dass selbst ernannte Spitzenkräfte im Büro mit gleichem Elan an die Tat heranschreiten.
Und genau an dem Punkt trennt sich Unternehmertum vom Angestellten.
Als Unternehmer muss man sehr oft an Grenzen kommen oder gar überschreiten, damit man erfolgreich bleibt.
Und so blöd es auch klingen mag, man macht das auch für seine Mitarbeiter, weil zumindest ich mich verpflichtet fühle, langfristige Arbeitsperspektiven zu bieten.
Was ich gelernt habe, selbst mit Konsens über die gesamte Belegschaft, gibt es immer welche, denen weder der kleine Finger oder die Hand reichen und primär nur auf das eigene Glück schauen.
Aus ihrer Perspektive ist es ja nur die Firma, die man schädigt.
Es kommt aber denen kaum in den Sinn, dass es die eigenen Kollegen sind, die letztlich deren Eigennutz ausbaden müssen.
Das mag dem einen oder anderen nicht passen, aber ich habe mittlerweile (fast) ausschließlich Teamworker auf der Payroll und keine Egomanen.