warum eigentlich genau Koduri?
Er ist weder Entwickler dr Architektur, noch der Gamingtreiber? Manche brauchen wohl einfach eine Hassfigur
Wurde Koduri im Jahr 2017 nicht als
Chief Architect und Senior Vice President eingestellt? Wenn ja, dann ist die Arc-Serie durchaus auch sein Kind, auf das er mit Recht auch Stolz ist.
Wieso sollte man einen Menschen hassen, den man gar nicht persönlich kennt?
Wenn man einen Person dafür hasst nur weil sie bei Intel, AMD, Nvidia etc. arbeitet, dann hat man ganz andere Probleme.
Dieser Personenkult ist so dermaßen lächerlich. Als ob ein einziger genialer Kopf oder Manager die Sache maaaßgeblich beeinflusst. Hört doch mal auf mit dem Quatsch. War auch mit Jim Keller oder Lisa Su das gleiche.
Das hat nichts mit "Personenkult" oder Bashing zu tun. Koduri, Keller, Su, Huang, Jobs, Cook oder auch Meier, Huber, Schmidt etc etc. und wie sie nicht alle heißen sind mir von der Person her völlig egal. Aber nicht vom Posten den sie innehaben.
Niemand braucht mir erklären, das wenn ein Projekt den Bach runter geht oder mit Vollgas an die Wand gefahren wird, nur die regulären Mitarbeiter daran Schuld haben. Es ist der Job der Manager und Führungskräfte das Gesamtziel eines Projekts im Auge zu behalten, und ggf. auch gegenzusteuern. Nicht umsonst wurden dafür Internationale Standards geschaffen.
Das die Führungsebene großen Einfluss auf Projekte hat, ist nicht von der Hand zuweisen. Und Koduri ist nun mal Teil dieser Führungsebene. Trifft ihn die Schuld alleine? Absolut nicht! Ist er unschuldig? Mit Sicherheit auch nicht.
So und nicht anders war´s gemeint.
Hier geht es schlicht und ergreifend darum, das die Personen welche die Leitung und Aufsicht des Projekts haben, dafür auch die Verantwortung übernehmen. Und zwar nicht nur wenn es gelingt, sondern auch wenn es schief geht.
Das dies oftmals nicht hinhaut sieht man in Deutschland übrigens sehr schön am BER, Stuttgart 21, Dieselskandal, PKW-Maut etc etc.
Du warst noch nie in einem größeren Projekt unterwegs oder? Du musst nicht mitten im Entwicklungsteam sitzen um die Entwicklung extrem zu deinen (un)gunsten zu beeinflussen. Es ist unfassbar naiv zu glauben dass die oberen Manager garkeinen Einfluss nehmen. Dann bräuchte man sie nicht und spart sich das üppige Gehalt. Alleine mit der Priorisierung der Aufgaben seines Bereichs beeinflusst er maßgeblich wo die Reise hingeht.
Genau so ist es! Ich bin selbst in diversen Projektteams unterwegs und hab das alles schon Live erlebt. Zum Glück sind unsere Teams so aufgestellt, das man hier ein Veto einlegen kann, aber trotzdem ist es gruselig was da manchmal an "Vorschlägen" von oben kommt.

Interessant wird es, sobald man selbst mal die Leitung inne hat und anstelle von traditionellen PM auf Hybrides PM setzt.

Dennoch: Wenn ich Fehler mache, dann stehe ich auch dazu.
Der "Der Fisch stinkt vom Kopf her" ist insbesondere in diesem Zusammenhang einfach nur eine extremst hohle Phrase ohne Sinn und Verstand.
Wieso? Weil sie die hauptverantwortlichen Personen ins Rampenlicht rückt? Oder weil sie Defizite beim Verständnis einer konstruktiven Fehlerkultur aufzeigt?
Zu ebendieser gehört nun mal das übernehmen von Verantwortung und das Eingeständnis das nicht alles glatt gelaufen ist.
Zur Klarstellung:
Es geht hier nicht darum eine bestimmte Person zu Bashen oder mies über sie zu reden, sondern es geht um die Führungsebene und die (oftmals) vollmundigen Versprechungen bei solchen Projekten.
Keine Ahnung warum das immer falsch verstanden wird. Aber ich für meinen Teil trenne die Personen und die Stellen auf denen sie sitzen immer grundsätzlich. Koduri selbst ist sicher ein netter Kerl. Er macht in den Videos auch eine sympathischen Eindruck.
Aber das steht hier gar nicht zur Debatte. Denn primär ist er für mich Teil der Führungsebene.
Wenn also die Architektur nicht ganz das hält was versprochen wurde, dann muss u.a. auch er als Chefarchitekt und SVP + Führungsebene auch dafür gerade stehen. Das ist sein Job und dafür wird er auch sehr gut bezahlt.
Sich einzugestehen, das nicht alles wie geplant funktioniert hat ist keine Schwäche sondern eine Stärke.
Man muss aber auch klar sagen, das das Marketing im Vorfeld alles war, aber nicht hilfreich. :/
Am Ende vom Tag zählt aber nun mal Preis, Featureset (welches Klasse ist!), Leistungsaufnahme und Geschwindigkeit von Arc. Stimmt am Ende das Gesamtergebnis nicht, dann hat man entweder a) selbst einen nicht ausreichenden Job gemacht, oder b) die Konkurrenz hat einen besseren Job gemacht.
Niemand hat von Intel hier einen RTX 3080-Killer erwartet, und im Einsteiger/OEM sowie Mitteklasse-Markt werden die Karten sicher ihren Platz finden. Das ist auch gut so, damit man Erfahrungen für die 2nd Gen sammeln und die Treiber stabilisieren kann.
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich würde mich absolut freuen wenn die Architektur hält was Intel verspricht.
Alleine für den Wettbewerb ist es wichtig und damit andere Hersteller sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.
Aber Arc A380 wirft ein paar berechtigte Zweifel auf, und hat (leider) so ein Geschmäckle von Vega... Was Vega wirklich leisten konnte, hat man auch erst gesehen als ein optimierter Titel auf der
Bildfläche erschien.
Klar, der Treiber von Arc stehen auch erst am Anfang, und hier wird sicher auch noch einiges passieren. Und ja, auch Defizite sind bei einer ersten Generation durchaus zu erwarten. Von daher kann man Arc A380 nur im Zuge eine Momentaufnahme beurteilen. Wie schon erwähnt, hoffe ich einfach das Arc 5 & 7 sowie die Workstation-Pendants einfach besser abschneiden als spekuliert und Intel weiterhin am Ball bleibt. Dennoch wäre hier eine Klarstellung bzgl. der Performance und Architektur seitens Intel bzw. dem Projektteam das, was ich mir wünschen würde.