Das ist das typische getriebene Verhalten , das Konsumenten bzw. die Arbeiterklasse separieren und gegeneinander ausspielen soll.
Wenn man denkt, es wäre schon schräg, dann kommt jemand, der noch einen draufsetzt.
Jetzt entscheidet sich der Klassenkampf also bei den Grafikkarten. Wenn das der Erich gewußt hätte, dann wäre es nie soweit gekommen.
Wenn jemand sagt, dass die Leistung mehr als ausreicht, dann muss man ihr nicht gleich vorwerfen, dass sie nicht genug spare für das neue Spitzenmodell.
Der Punkt ist, dass er eben nicht gesagt hat, dass ihm die Leistung reicht, das wäre kein Problem gewesen. Ich habe selbst eine GTX 670 und bin deshalb, obwohl sie in der Signatur steht, nicht angegangen worden.
Der Punkt ist, dass er die potentiellen Käufer beleidigt hat. Soll doch jeder entscheiden, was er braucht, ich will mir wohl nächstes Jahr eine neue Karte gönnen und ich werde mir sicher keine alte RTX 3000 mehr kaufen (wenn die nicht gerade verramscht werden).
Man muss auch nicht annehmen, dass der Person nicht klar ist, dass mehr Leistung immer willkommen ist.
Doch, in diesem Fall muß man das.
Man muss auch selbst als Konsument nicht alles über sich ergehen lassen und jeden Preis zahlen, selbst wenn er für einen sehr leistbar ist. Es ist auch eine Form des Luxus, wenn man sich mal Ideale aneignet - eigene Prinzipien anwendet.
Das kann jeder halten, wie er will.
Also: ja, 1080p sind nicht super zeitgemäß. Ja, neue Grafikkarten sind besser. Aber zu welchem Preis?
Dann mach das, keiner hält dich auf. Du kannst auch noch mit einer 10 Jahre alten Karte rumgurken, ich spreche aus Erfahrung.
Bei Umweltfragen ist das der heutigen Generation schon halbwegs klar, aber in anderen Feldern fehlt wohl das Fingerspitzengefühl.
Falls du Fridays for Future meinst: das sind überwiegend die Leute aus besserem Hause und unsere künftigen Gut-, bzw. Besserverdiener. Wirkliche Lösungen sind da nicht gebracht worden und wirklich verzichten will da auch kaum einer. Es ist superleicht, einen kosequenten Ausstieg aus den fossilen Energien zu forden, wenn man wohl künftig ein paar tausend € netto im Monat hat, damit kann man dann auch eine 300€ Stromrechnung bezahlen und auch 1000€ für Lebensmittel sind kein Problem.
Wenn es um tragfähige Lösungen geht, dann ist es so, wie bei allen Generationen davor. Viel Idealismus, der dann dem Pragmatismus weicht, sowie man die Probleme lösen muß. Diese Generation "hat es kapiert", wie die meisten vor ihnen.
Im übrigen ging es hier garnicht mal um Umweltfragen.
Hier ein Vergleich: man kann es sich locker leisten 500m mit dem Auto zu fahren. Aber sollte man es tun?
Das macht wohl quasi keiner. Bei den viel zitierten 2-3km: ja, es ist kein Problem, die Stecke mit dem Rad zurückzulegen, wenn es trocken ist und die Sonne scheint (wie es meist in der eigenen Vorstellung ist), wenn es regnet, schneit oder sonstiges, dann greifen die meisten doch lieber zum Auto und ich kann es ihnen nicht verdenken.
Man kann es sich locker leisten 10 Flüge im Jahr zu gönnen. Sollte man das machen?
Keiner hat hier gefordert, sich 10 Flüge im Jahr zu gönnen und es war übrigens auch keine Ökodiskussion, die hast du draus gemacht (geschicktes Verschieben der Diskussion, netter Versuch).
Immer Stück für Stück mehr Leistung freigeben, es könnte vermutlich mit aktuellen Karten schon anständig laufen, NVIDIA schiebt nur ein Riegel davor um euch zu melken und ihr merkt es nicht mal.
Nette Verschwörungstheorie. Hat nur den Haken, dass AMD Nvidia im Nacken sitzt und sich sowas bitter rächen würde. Sowas geht nur, wenn man keine Konkurrenz hat. Im übrigen würde die Karten dann auch immer sparsamer werden und nicht noch mehr Strom fressen.
Sorry aber so dämlich kann kein normaler Mensch sein.
Man kann auch diskutieren, ohne die Leute zu beleidigen.