Kurios: Z490-Board für Comet Lake-S soll PCI-Express 4.0 "eingeschränkt" unterstützen

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Der Leak zu einem Gigabyte Aorus Z490 enthält eine Kuriosität. PCIe 4.0 wird dort "eingeschränkt" unterstützt. Fraglich bleibt, was das zu bedeuten hat. Comet Lake-S soll nach bisherigem Kenntnisstand schließlich kein PCI-Express 4.0 unterstützen. Doch es gibt eine Theorie.

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Ist bekannt, wieviele CPU-Lanes CML-S bieten soll?

RKL-S soll laut geleaktem Blockbild 20+4 bieten, also 4 mehr als bisher und somit gleiche Ausstattung wie AM4. Also 16 Lanes für PEG + 4 Lanes für NVMe.
In dem Gigabyte Leak ist u.a. "M.2 PCIe 4.0 x4 Slot" aufgeführt. Im Gegensatz zu 2x PEG 4.0 Slot ohne Anzahl, also spekulativ 1 GEN4 Slot, der direkt an die CPU angebunden ist (siehe Ausstattung RKL-S).
Dies würde auch zu den Gerüchten sprechen, dass die Probleme beim PCH bzw. dessen Anbindung lag und nicht bei der CPU Anbindung.

Worauf ich eigentlich hinaus will :D
Angenommen, die Z490 Boards bieten bereits einen nativen NVMe Slot, müsste CML-S eigentlich die CPU-Lanes gegenüber CFL-R in der Anzahl aufstocken, damit man mit der CML-S CPU diesen Slot nutzen kann (halt dann nur mit GEN3).
 
Vielleicht haben die Boardherstller tatsächlich schon PCIe 4.0 eingeplant und Intel hat dann kurzerhand einen Rückzieher gemacht. (Oder in Vorplanung auf die nächste Generation)
Marketingtechnisch klingt es natürlich viel besser, wenn PCIe 4.0 mit einer Fußnote auf dem Karton steht, als PCIe 3.0, wenn der "Nachbar" schon PCIe 4.0 drauf stehen hat.

"Wer kauft schon altes Zeug" :ugly:
 
PCIe 3.0 wurde von Sandybridge EP CPUs auch schon irgendwie unterstützt, nach einem Bios und Softwareupdate. Da hat die kommende Generation aber dies auch nativ unterstützt, auf dem selben Board, zumindest für eine begrenzte Anzahl Lanes in bestimmten Slots.

Aber das waren auch andere Geschwindigkeiten. vielleicht ist ja bei PCIe 4.0 eine gewisse Grenze erreicht, der es bestimmte Änderungen seitens der Hardware bedarf? Aber ist nicht PCIe 5.0 schon lange marktreif offiziell?
Vielleicht hat Intel aber auch verhinden wollen, dass man kommende und derzeitige Boards ähnlich lange nutzen kann wie 2011-R? Dem hat Intel ja auch entgegengewirkt, indem jeglicher Support sang und klanglos eingestellt wurde, von jetzt auf gleich!?
Könnte mir gut vorstellen, dass dort verschieden Abteilungen für Planung und Umsetzung zuständig sind und die eine die Fehleinschätzungen der anderen auszubügeln hat?

Also meine bedingunglose Intelloyalität hat auch etwas gelitten, muss ich leider sagen, seitdem selbst der Driver Support Assistant vollkommen nutzlos geworden ist, auf meinem Desktop.
Verstehe nicht was die sich dabei denken und ich glaube auch wirklich nicht, dass sich das für die auszahlt, denn so teuer kann die Bereitstellung des Supports kaum sein, schließlich war er ja da.

Die sollten mal lieber neue Desktop Boards rausbringen und etwas an den Preisen schrauben. Denn ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, nochmal auf das AMD Pferd zu springen, dafür war die Überzeugung zu real, dass Intel einfach besser ist, oder war. Vielleicht sind ja irgendwann beide schlecht oder gut? Wohl eine Sache des Betrachtungsblickwinkels immernoch.

Auf jeden Fall kann ich mir kaum vorstellen, dass PCIe 4.0 einen Vorteil bringt, den man spürbar haben müsste, im Vergleich zu PCIe3.0 oder 3.1??
 
Denn ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, nochmal auf das AMD Pferd zu springen, dafür war die Überzeugung zu real, dass Intel einfach besser ist, oder war. Vielleicht sind ja irgendwann beide schlecht oder gut? Wohl eine Sache des Betrachtungsblickwinkels immernoch.
Dein Betrachtungswinkel basiert wohl auf Bauchgefühlen;)

Auf jeden Fall kann ich mir kaum vorstellen, dass PCIe 4.0 einen Vorteil bringt, den man spürbar haben müsste, im Vergleich zu PCIe3.0 oder 3.1??
Aber auch nur, weil es bei Intel anscheinend viel später als bei AMD kommt?
Würdest du das auch so sehen, wenn 4.0 bei Intel schon 2020 kommen würde?
 
Ist bekannt, wieviele CPU-Lanes CML-S bieten soll?

RKL-S soll laut geleaktem Blockbild 20+4 bieten, also 4 mehr als bisher und somit gleiche Ausstattung wie AM4. Also 16 Lanes für PEG + 4 Lanes für NVMe.
In dem Gigabyte Leak ist u.a. "M.2 PCIe 4.0 x4 Slot" aufgeführt. Im Gegensatz zu 2x PEG 4.0 Slot ohne Anzahl, also spekulativ 1 GEN4 Slot, der direkt an die CPU angebunden ist (siehe Ausstattung RKL-S).
Dies würde auch zu den Gerüchten sprechen, dass die Probleme beim PCH bzw. dessen Anbindung lag und nicht bei der CPU Anbindung.

Worauf ich eigentlich hinaus will :D
Angenommen, die Z490 Boards bieten bereits einen nativen NVMe Slot, müsste CML-S eigentlich die CPU-Lanes gegenüber CFL-R in der Anzahl aufstocken, damit man mit der CML-S CPU diesen Slot nutzen kann (halt dann nur mit GEN3).

Bislang wurde davon ausgegangen, das CML nur ein CFL mit zwei zusätzlichen Kernen ist, also 16 Lanes + DMI bietet. Es kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass Intel trotzdem einen neuen Controller implementiert hat, wenn dieser sowieso für RKL in Arbeit (aber offensichtlich nicht fertig) ist. Allerdings tauchte RKL erst sehr viel später in Leaks auf und bis zu AMDs Offensive mit Ryzen 3000 und X570 hatten Intels Mainstream-Plattformen einen deutlichen Vorteil in Sachen PCI-Express-Ausstattung, sodass eigentlich kein Anlass für diesen Aufwand bestand. Andererseits will Intel natürlich auch Xe und Optane verkaufen.


PCIe 3.0 wurde von Sandybridge EP CPUs auch schon irgendwie unterstützt, nach einem Bios und Softwareupdate. Da hat die kommende Generation aber dies auch nativ unterstützt, auf dem selben Board, zumindest für eine begrenzte Anzahl Lanes in bestimmten Slots.

Aber das waren auch andere Geschwindigkeiten. vielleicht ist ja bei PCIe 4.0 eine gewisse Grenze erreicht, der es bestimmte Änderungen seitens der Hardware bedarf? Aber ist nicht PCIe 5.0 schon lange marktreif offiziell?
Vielleicht hat Intel aber auch verhinden wollen, dass man kommende und derzeitige Boards ähnlich lange nutzen kann wie 2011-R? Dem hat Intel ja auch entgegengewirkt, indem jeglicher Support sang und klanglos eingestellt wurde, von jetzt auf gleich!?
Könnte mir gut vorstellen, dass dort verschieden Abteilungen für Planung und Umsetzung zuständig sind und die eine die Fehleinschätzungen der anderen auszubügeln hat?

Sand Bridge EP und EX hatte meiner Erinnerung nach durchgäng 3.0-Support, nur die "E" Modelle im Enthusiast-Markt erschienen deutlich vor einer offiziellen Zertifizierung und waren deswegen ohne UEFI-Mods auf 2.0 beschränkt. Die zugehörigen 2011(-0)- beziehungsweise -R-Mainboards wurden übrigens solange unterstützt, bis mit Haswell-E eine grundlegend andere Stromversorgung und DDR4 zwingend eine neue Plattform nötig wurde.

Die Implementation von PCI-Express 4.0 ist aber definitiv aufwendiger als die von 3.0. Deswegen haben wie so lange auf eine Finalisierung des Standards warten müssen, deswegen sind X570-Mainboards deutlich im Preis gestiegen und vermutlich geht darauf auch ein Teil des hohen Stromverbrauchs von AM4-I/O-Hubs und -Chips zurück. PCI-Express 5.0 ist bislang sogar nur spezifiziert worden, meinem Wissen nach aber ohne Beispiel-Implementation. Das heißt man weiß jetzt, welche Eigenschaften 5.0-Produkte erreichen sollen – aber noch hat niemand öffentlich demonstriert, wie das zu schaffen ist.
 
"Wer kauft schon altes Zeug" :ugly:

Meinst du jetzt die Mainboards oder Cometlake ;-)


Auf jeden Fall kann ich mir kaum vorstellen, dass PCIe 4.0 einen Vorteil bringt, den man spürbar haben müsste, im Vergleich zu PCIe3.0 oder 3.1??

Ich gehe da lieber nach dem Motto: "Lieber haben als brauchen!". Vor allem wenn man bedenkt, wie lange man normalerweise ein Mainboard benutzt im Vergleich zu einer Grafikkarte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm, nachdem Coment Lake S nur DMI 3.0 x4 unterstützt und Rocket Lake S DMI 3.0 x8 unterstützen soll und zumindest Gigabytes Highendboards auf PCIe 4.0 Retimer und Switches setzen. Kann ich mir dass nur so zusammenreimen, dass CLS wohl, wie erwartet, keinerlei PCIe 4.0 Unterstützung bieten wird. Rocket Lake S dann allerdings nur für die Lanes direkt von der CPU auf Z490. Und wohl auch auf Z590 PCH, der zwar doppelt so breit, aber immer noch mit DMI 3.0 angebunden und so weiterhin nur PCIe 3.0 unterstützt wird. Die Verdopplung ist dann ThunderBolt 3 / USB 4.0 geschuldet, hieße dann aber im Umkehrschluss keine direkte TB 3 Unterstützung für den CL S auch mit Z590? :klatsch:
 
[...]PCI-Express 5.0 ist bislang sogar nur spezifiziert worden, meinem Wissen nach aber ohne Beispiel-Implementation. Das heißt man weiß jetzt, welche Eigenschaften 5.0-Produkte erreichen sollen – aber noch hat niemand öffentlich demonstriert, wie das zu schaffen ist.

Als ergänzende Info:
IBMs POWER10 wird bspw. PCIe 5 unterstützen und wird noch für 2HJ20/1HJ21 erwartet, Intel wird u. a. PCIe 5 mit Sapphire Rapids SP, der GPGPU Ponte Vecchio und der Agilex I- und M-Serie (FPGAs) in 2021 unterstützen. AMD wird voraussichtlich noch im 2HJ21 Zen4/Genoa mit PCIe 5-Support veröffentlichen und Anritsu und Synopsys haben im Januar diesen Jahres ein Test- und Validierungssystem für PCIe 5 vorgestellt. Beispielsweise der chinesische SSD-Hersteller Jiangsu Huacun hat bereits Ende 2019 eigenen Angaben zufolge einen selbstentwickelten PCIe 5-Controller vorgestellt, dessen Massenproduktion in 2020 anlaufen soll. Und bspw. Rambus stellte ebenfalls Ende 2019 seine IP für einen PCIe 5-Controller vor, der vollständig abwärtskompatibel ist und auch Intels CXL unterstützt.
 
kann mir gut vorstellen das intel bei kommenden mainbaords, oder auch bei teuren jetzigen boards, irgendwie PCIE-4 unterstützung liefern wird,
ABER,
wenn es dann tatsächlich auch von der CPU unterstützt wird,
werden alle boards garnicht oder nur unzureichend wirlich PCIE-4 können und man muss nochmal ein neues board kaufen um komplett PCIE-4 nutzen zu können, begrümdet mit irgendwelche feinheiten natürlich, warum das nicht ginge.....
das wäre jedenfalls 'typische intel vorgehensweise'.

man bleibt (scheinbar) ganz vorn in der entwicklung aber man muss doch wegen irgendwelchen sachen trotzdem immerwieder neue boards kaufen....

ein schlem der böses dabei denkt.

sofern ich überhaupt eine intel-CPU in die nähere auswahl nehmen würde, würde ich auf jeden fall mit dem kauf abwarten bis boards dazu raus sind die 'volles PCIE-4 unterstützen' und wo das auch getestet wurde,
nicht das man nachher nochmal ein neues board kaufen muss.......

wobei, wenn PCIE-4 dabei ist, ist das 'nice to have', wie bei meiner RX5700XT, aber kein kaufgrund gewesen und ich hätte auch kein problem damit wenn ich später mal das board wechsel (noch ist es ja ein I7-4790K wo PCIE-4 eh keine rolle spielt) dann nicht zwingend PCIE-4 dabei zu haben, ausser es bringt das zufällig gleich mit,
eben 'nice to have' nicht 'must have'.....
 
Es gab ein Gerücht zu RKL mit vier Lanes extra. In dem Fall könnte man die entsprechenden Kontakte im Sockel schon heute mit einem Endpunkt verknüpfen, der wäre dann mit CML halt einfach tot. Bisherige Intel-Mainstream-Plattformen hatten jedenfalls gar keine Lanes für NVME im Sockel, kann man auch nichts in einer späteren Generation umleiten, sondern allenfalls hinzufügen.

P.S.: ****ing Leaker. :pissed:
 
Jap, damit tritt wohl ein was ich neulich schon vermutet hab.
Da kaufste dir nen neuen System und kannst nicht den nativen NVMe Port nutzen, weil die CPU keine Ressourcen dafür hat. Bzw. wenn man den Slot nutzen will, muss man später ne neue CPU kaufen.

Aber hey, endlich lohnt sich bei Intel wieder aufrüsten :D
 
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