News 548.352 CPU-Kerne: K Computer auf Platz 1 der Supercomputer-Top-500

Das ist ein tolles Stichwort;)
Diese Systeme sind sehr Interessant, nur sollte man sich auch die Frage stellen: haben die Wissenschaftler und Menschen denn auch
die nötige Weisheit, um mit den neu gewonnenen Erkenntnissen sorgsam, pflichtbewusst und im Interesse aller umzugehen?
Denn unser Wissen wächst schneller als unsere Weisheit.

Ich will keinem zu Nahe treten, auch dir nicht HanZ4000, aber diesen Aspekt finde ich genau Interessant wie die Technik;)

So Spaßbremsenmodus wieder ausgestellt.:ugly:
Was so ein Rechner im Super PI wohl schafft:D

MfG Andy


Du trittst mir nicht zu nahe, keine Sorge! Das ist eine berechtigte Frage. Buchtipp: Aus dem Leben des Galilei, Bertolt Brech; Homo Faber, Max Frisch

--> Da stellt man sich diesen Fragen, Verantwortung der Wissenschaft. Interessanter Aspekt. Vielleicht sollte es eine Art Hypokratischen Eid wie bei den Ärzten für die Wissenschaft geben.
 
(Atomkrieg ich lache jetzt noch xD):ugly:

So lächerlich ist das nicht. Afaik wurde jeder einzelne us-amerikanische Top500-Anführer primär für die Simulation von Kernwaffen gebaut. Man darf halt nicht mehr testen, also will man so genau wie möglich rechnen...
(natürlich nur um die "Sicherheit der eingelagerten Waffen sicherzustellen" ;) )
Die Japaner machen da natürlich eine löbliche Ausnahme. Der letzte Top1-Vertreter (NEC Earth Simulator) hatte explizit den Schwerpunkt Klimaberechnungen.


1. Du hast extrem große Datenmängen, die passen gar nicht in deinen einen popligen Node rein. Du musst bedenken, dass die gesamte Erde mit einem Netz überspannt ist, wo der Abstand der Punkte ca. 1km ist, inzwischen eventuell sogar noch weniger. Dieses Netz hast du dann so ca 100-1000 mal in der Höhe. Zu jedem Punkt speicherst du jetzt Höheninformation, Information über Wasser unter ihm, Gebirge, Landschaft, Temperatur, Windrichtung, Druck, Luftfeuchtigkeit, Bewölkung, Albeto und noch einige Punkte mehr.

Weiß nicht, was sie mit dem Monstrum vorhaben - aber sonst werden globale Berechnungen afaik immer noch mit 10-20 km Rastern durchgeführt und dann bei Bedarf verfeinert.

Da kommt schon GEWALTIG was zusammen. Zusätzlich hast du natürlich nicht die Zeit eine Woche zu warten, bis dein Ergebnis für die Wettervorhersage von Morgen da ist :schief:

Die Wettervorhersage für Morgen machst du mit ner Wolkenaufnahme und einer Luftdruckkarte. Für die für nächste Woche brauchst du vielleicht ne einfache Simulation.
Spannend wird es beim globalen Niederschlagsmuster Anno2100...


Kann man die Supercomputer eigentlich auch zu was anderen Gebrauchen? Also ich sag mal DVD oder neu modern Blueray Filme schneiden, rendern, ... oder sind das reine Industrie Computer die nur das eine können, dafür aber Sauschnell.

Die können was immer du ihnen beibringst. Filmschnitt könnte etwas anstrengend werden, denn du solltest in der Lage sein, die Schnittbefehle für einen kompletten Film innerhalb einer Sekunde zu geben, um das Ding auszulasten ;)
Ansonsten arbeitet Forschung in diesen Dimensionen nicht mehr mit fertigen Anwendungen. Da wird gezielt ein Algorithmus programmiert und optimiert, je nach System kann man nicht mal mehr wirklich von einem zugrundeliegenden Betriebssystem sprechen. Bei großen Projekten wird ein zweiter, kleiner Rechner ähnlicher Bauart oder ein paar Racks des Hauptsystems genutzt, um den Code erstmal zu testen und ggf. weiter zu optimieren.
Auf die Art kannst du mit fast jeder Hardware fast alles berechnen - musst dir nur die Zeit nehmen, eine entsprechendes Programm zu schreiben. In der Praxis muss man natürlich auch noch gucken, was billiger ist - hochbezahlte Forscher noch zwei Monate über dem Code brüten lassen oder n schweine teures System zwei Stunden länger Rechnen lassen. (das ist afaik auch der Grund, warum GPGPU sich in diesem Bereich noch immer schwer tut: Es ist schon aufwendig genug, ein Programm für ein derartiges Monstrum zu optimieren, wenn es darin nur eine Art von Recheneinheit gibt, die Idealerweise in Form nicht-ganz-so-zahlreicher Knoten effektiv verwaltet werden kann)
 
Weiß nicht, was sie mit dem Monstrum vorhaben - aber sonst werden globale Berechnungen afaik immer noch mit 10-20 km Rastern durchgeführt und dann bei Bedarf verfeinert.

Also in D wird mit 1 km oder 500m gerechnet, da vor ein paar Jahren ein heftiges Unwetter in der alten Auflösung untergegangen ist. Weltweit sinds glaub ich noch 5km.

Die Wettervorhersage für Morgen machst du mit ner Wolkenaufnahme und einer Luftdruckkarte. Für die für nächste Woche brauchst du vielleicht ne einfache Simulation.
Spannend wird es beim globalen Niederschlagsmuster Anno2100...
Klar, das jagen die aber genau so durch mit verdammt vielen Variationen um halt die Aussagefähigkeit (stabilität) der Vorhersagen zu prüfen. Frag mich jetzt grad nicht, wo der genau steht für D, aber war doch verdammt groß. Viel größer als ich erwartet hatte. Steckt also wohl doch etwas mehr Rechenbedarf dahinter als gedacht :daumen:


Die können was immer du ihnen beibringst. Filmschnitt könnte etwas anstrengend werden, denn du solltest in der Lage sein, die Schnittbefehle für einen kompletten Film innerhalb einer Sekunde zu geben, um das Ding auszulasten ;)
Ansonsten arbeitet Forschung in diesen Dimensionen nicht mehr mit fertigen Anwendungen. Da wird gezielt ein Algorithmus programmiert und optimiert, je nach System kann man nicht mal mehr wirklich von einem zugrundeliegenden Betriebssystem sprechen. Bei großen Projekten wird ein zweiter, kleiner Rechner ähnlicher Bauart oder ein paar Racks des Hauptsystems genutzt, um den Code erstmal zu testen und ggf. weiter zu optimieren.
Auf die Art kannst du mit fast jeder Hardware fast alles berechnen - musst dir nur die Zeit nehmen, eine entsprechendes Programm zu schreiben. In der Praxis muss man natürlich auch noch gucken, was billiger ist - hochbezahlte Forscher noch zwei Monate über dem Code brüten lassen oder n schweine teures System zwei Stunden länger Rechnen lassen. (das ist afaik auch der Grund, warum GPGPU sich in diesem Bereich noch immer schwer tut: Es ist schon aufwendig genug, ein Programm für ein derartiges Monstrum zu optimieren, wenn es darin nur eine Art von Recheneinheit gibt, die Idealerweise in Form nicht-ganz-so-zahlreicher Knoten effektiv verwaltet werden kann)
Jaein, klar macht es die GPU noch etwas komplizierter. Mit CUDA und OpenCL hat sich die Sache verdammt! entspannt. Die reinen Shaderprogramme waren wirklich eklig, wurden aber damals auch schon genutzt, nur halt von extrem wenigen Leuten. Heute gibt es ja auch noch Leute, die schreiben in CAL, also wirklich sehr hardware nah.

Ich seh allgemein eher das Problem, das die meisten Wissenschaftler eben keine wirklich guten Programmierer sind. Die Programme sind halt funktional meist, Multicore kann auch nicht jeder, und wenn du dir dann irgendwelche alten Leuts anschaust, die außer Fortran und TurboPascal oder whot, dann kannste dir vorstellen, dass der Umstieg auf CUDA/OpenCL ziemlich äh.... Schwierig ist. Alte Strümpfe und so. Ich will ja nicht sagen, dass die schlecht sind, grad Fortran ist verdammt mächtig, aber es ist wirklich schwer teils Leuten die seit 20 oder 40 Jahren schon mit etwas Programmieren, dann noch was neues ran zu bekommen. Da sind die teils wirklich etwas ähm ja unflexibel. Hätte ich bis ichs nicht selbst erlebt hatte auch NIE gedacht.

EDIT: Ach so und was natürlich fehlt ist noch die Erfahrung. Was CPUs etc angeht, da wissen die Leute ganz genau was gut funktioniert und was nicht. Mit GPUs gibts die Erfahrungswerte bei vielen Leuten noch nicht. Die müssen erst aufgebaut werden. ES gibt halt Probleme die passen, und dann welche die passen so absolut gar nicht, das macht es gar keinen Sinn sich überhaupt damit anzufangen damit zu beschäftigen. Das fehlt noch, wird in den nächsten Jahren immer besser werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und genau das mein ich, nicht die Sprachen, mit den GPUs angesteuert werden:
Der erforderliche Code ist doch ein anderer und wenn man dann auch einen gemischten fabrizieren und Balancing betreiben soll...
Bei uns arbeiteten afaik auch alle mit Fortran ;)
 
Ne net wirklich. Ok bei OpenCL jetzt schon etwas, aber das ist alles sehr ähnlich.

Hat auch eine große Ähnlichkeit mit MPI
 
Ich bin mal gespannt, wie lange es noch dauert bis ein PC die Leistung des menschliches Gehirnes (ca.18-20PetaFLOPS) überholt... :devil:
 
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