Fortschritt in der HDD-Technik: Helium ermöglicht Festplatten mit 7 Terabyte

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HGST, eine Tochterfirma des Festplattenherstellers Western Digital, will mit dem Einsatz von Helium weitere Fortschritte in der Erhöhung der Magnetdatenträger erreicht haben. 2013 sollen erste HDD-Modelle mit bis zu sieben Plattern im Handel erscheinen. Bisher wurden bei 3,5-Zoll-Festplatten durch die Bauhöhe maximal fünf Platter für möglich gehalten.

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Planet3DNow hatte schon einen schönen Artikel herausgebracht Mehr Festplatten-Kapazitt dank Helium - Planet 3DNow! - Das Online-Magazin für den AMD-User siehe linke Seite auf der Homesite von PCGH.

Deswegen bleibt der Artikel trotzdem interessant!

Das Video ist teils ernüchternd, da der zeitliche Abstand zwischen HDD-SSD, nach Start bis zum fertigen Desktop, der Notebooks gerade mal 18 Sekunden beträgt. Interessanter wäre der direkte Vergleich mit Anwendungen, die keine speziellen inhaltlichenVorzüge zu beiden Speichertechniken mit sich bringt.
 
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Das Video ist ja auch alt und hat eigentlich mit der News nichts zu tun.;) Von der Leistung kann man zum Beispiel im Videoschnitt einen Unterschied erkennen; wenn ich auf die Platte Demuxe, hängts immer am Maximum der Schreibzugriffe der HDD, das bei schwankenden ~25-50 MB/s liegt; auf SSD hingegen limitiert nur die CPU, da sinds gerne mal 75 MB/s aufwärts.:D
Die Tatsache, dass man nun 7 Platter mit je 1 TB in einer HDD unterbringen kann, ist dagegen sehr erfreulich. Wer unkomprimierte Musik, Bilder und 1080p-Material auf der Platte lagert weiß, wovon ich rede.:(
 
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Dann fehlt jetzt nur noch die Entwicklung eines vernünftigen Preises und das Produkt wird interessant :daumen:
 
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Naja, Warum nicht gleich mit 7 auf einen Streich:ugly: und einer maximal hohen Packdichte in 5,25" Bauhöhe antreten?
Mit den erwähnten positiven Eigenschaft wird das Datengrab HDD wohl in Zukunft (wenn auch andere Hersteller "ähnliche" Lösungen präsentieren noch "zuverlässiger" und leistungsfähiger werden, auch wenn weniger als 4 Scheiben benutzt werden.
 
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Was ich mich nur frage ... Wie sorgt man dafür das das Helium da bleibt wo es soll? :huh:
 
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Da stellt sich mir die Frage wie die verhindern das das Helium aus dem Gehäuse diffundiert. Spontan fällt mir kein Werkstoff ein der in der Lage ist Helium dauerhaft einzuschließen, ohne das dieses ins Material eindringt und es auch teilweise durchdringt. Von eventuellen Defekten im Material mal abgesehen, falls das Helium anfängt Bläschen im Werkstoff zu bilden. Ansonsten ist Helium natürlich wirklich sehr interessant, da es aufgrund der quasi nicht vorhanden Kräfte zwischen den Teilchen das quasi perfekte Medium für so etwas abgibt. Mir wär allerdings eine weitere Erhöhung der Schreibdichte lieber (wenn wohl auch schwieriger umzusetzen), da damit auch gleich eine bessere Performance einhergeht. Es hätte natürlich einen gewissen Reiz alle Festplatten im System gegen 2 von diesen auszutauschen, oder sagen wir 3 in einem Raid 5 verbund, ansonsten wär der mögliche Verlust zu heftig.
 
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Das Gehäuse wird dann mit Sicherheit Luftdicht verschlossen,das sollte kein Problem sein.

Luftdicht ist kein Problem, Heliumdicht schon eher... denn Helium hat die unangenehme Eigenschaft, auch durch winzigste Öffnungen durchzutreten und sogar duch Materialien durchzudiffundieren. Flüssiges Helium läuft sogar die Wand hoch ;):D
 
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Flüssiges Helium bilded auch Bose Einstein Kondensate und ist Superfluid, das heißt es fließt ohne jeden Reibungswiderstand, quasi das Pendant zu Supraleitend.
 
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Luftdicht ist kein Problem, Heliumdicht schon eher... denn Helium hat die unangenehme Eigenschaft, auch durch winzigste Öffnungen durchzutreten und sogar duch Materialien durchzudiffundieren. Flüssiges Helium läuft sogar die Wand hoch ;):D

Aber nicht geradewegs durch solides Metall. Die Diffusion von gasförmigen Helium (zumal ohne Druck) ist zwar höher, als bei vielen anderen Gasen (aber nicht der von Wasserstoff), aber es gibt mehr als genug Substanzen, die es nicht durchdringt. Das Stahlblechgehäuse einer normalen Festplatte sollte dazu gehören. Aber bei der Einbettung der Kontakte und beim Druckausgleich wird man jetzt mehr Sorgfalt walten lassen müssen.
(ich persönlich wär ja dafür, gleich in Richtung Vakuum zu forschen. Aber schön zu sehen, dass endlich mal ein Hersteller überhaupt abseits der ausgetretenen "lass die Datendichte ein bißchen steigern"-Pfade denkt)
 
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Ja, durch ein Stahlblech wirds wohl nicht kommen... aber wie gesagt beim Herstellungsprozess der Platte wird das denke ich schon nen erheblichen Mehraufwand darstellen.
Bleibt auch abzuwarten in wie weit der Mehraufwand sich am Ende auf den Preis auswirkt. Für ne 7TB Platte wenn sie denn kommt werden die vermutlich zusätzlich zum Helium-Mehraufwand wohl noch einen "Topmodellaufschlag" einbringen... billig wird das Ding wohl nicht.
 
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Naja, mit dem Preis aufschlag haste Recht, aber als Nebeneffekt werden die 4 TB HDDs billiger :D
 
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Nun, da wären z.b. die Gummidichtungen als "Leck". Oder sort wo der Motor/die Elektronik/Leitungen in das Gehäuse gehen...

Was aus dem Loch zum Ausgleich des Drucks wird sollte klar sein.

Vakuum wäre schön, aber irgendetwas muss auch die Wärme abtransportieren.
 
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Ja, durch ein Stahlblech wirds wohl nicht kommen... aber wie gesagt beim Herstellungsprozess der Platte wird das denke ich schon nen erheblichen Mehraufwand darstellen.

Bei der Produktion dürfte es sich eigentlich auf das Befüllen beschränken - und sowas ist einfach zu bewerkstelligen. Die dauerhaft dichte Einpassung der Kontakte und der Ausgleich von Druckschwankungen (oder einfach ein stabileres Gehäuse?) sind eine reine Materialfrage. Hat man die Materialien erst einmal gefunden, sind sie noch ein (kleiner) Kostenfaktor - aber genauso leicht zu verbauen, wie bisherige.

Vakuum wäre schön, aber irgendetwas muss auch die Wärme abtransportieren.

Lager und Motor haben festen Kontakt zum Rahmen, da kannst du die Wärme (viel ist es eh nicht) sehr gut ableiten. Reibungswärme im inneren entfällt vollständig, weil nichts mehr reibt. DAS ist also wirklich kein Hinderniss.
Anders sieht es da aus bei
- den Lagern: Ein Flüssigkeitslager, aus dem auch bei 0 bar keinerlei Dämpfe entweichen?
- dem Gehäuse: auf den üblichen 1-2 mm, die in der Höhe für den Deckel Platz sind, freitragend 7-8 cm bei einer Last von 1 bar zu überspannen, wäre vermutlich unmöglich. (wobei sowas natürlich erstmal für extrem hohe Drehzahlen interessant wäre und bei Single-Platter kann man sich auch 1 cm Dicke genehmigen. Langfristig würde sich die Entwicklung aber nur lohnen, wenn die Technik skalierbar ist)
- den Lese-/Schreibköpfe: Die schweben bislang auf einem Luftpolster über die Platter...

Also Vakuum ist definitiv Zukunftsmusik - aber es wäre halt ein tolles Entwicklungsziel. Denn die Eliminierung der Luft reduziert nicht nur die Reibung auf ein Minimum, sondern eliminiert auch einen von zwei Wegen zur Geräuscherzeugung und -übertragung. Gute Lager und Entkopplung vorrausgesetzt (kann man Magnetplatten magnetisch lagern *grübel*), wäre der Weg frei für 70k Laufwerke. Und das würde die Zugriffszeiten in einen Bereich drücken, der zwar immer noch nicht auf SSD-Niveau ist - aber so schnell, dass der Unterschied auch egal ist.
Bis sich ein Entwickler findet, der soweit geht, hoffe ich einfach mal, dass wir wenigstens bald multi-head-reading bekommen. Dafür sollte man imho nicht mehr als einen neuen Controller und ggf. einen stabilieren Arm (oder/und etwas größere Spurabstände) benötigen. Wäre doch schön, wenn punktlich zum erscheinen von SATA4 auch 1,2 GB/s Platten am Markt wären :)
 
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Glaubst du denn wirklich, dass bei Festplatten noch so intensiv geforscht/weiterentwickelt wird wo doch der Sieg des Flash-Speichers ziemlich sicher bevorsteht?
Ich habe mich ehrlich gesagt schon gewundert, dass noch News zu Hybrid-Platten und zu Helium-Platten kommen... ok, der Preisverfall der SSDs ist wirklich zäh geworden die letzte Zeit aber wenn ich für ne Entwicklung der Größenordnung Vakuum-HDD lange Zeit brauche und das Ding auch noch lange verkaufen muss um wieder ins Plus zu kommen dann müsste man ja doch davon ausgehen, dass HDDs noch über viele viele Jahre die dominierende PC-Speicherform bleiben.

Ich mag irgendwie nicht so Recht dran glauben, dass in 5, 6 Jahren die Menschen noch vorrangig auf HDDs setzen werden.
 
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Als Datengrab für Datencenter wird sie noch lange bleiben.

70k rpm? Dann müssen auch andere Materialien für die Platter entwickelt werden. Sonst zerreißt es die.
 
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(...)
70k rpm? Dann müssen auch andere Materialien für die Platter entwickelt werden. Sonst zerreißt es die.

Und der Kopf sollte auch entsprechend geboostet werden (keine Ahnung wie schnell dieser aus der Startposition komplett ausgefahren wird).

Ebenfalls kann man auch auf eine normale 1-5 Layer Disk ja noch eine 128MB ++-- SSD integrieren, wohlweißlich flexibel anpassbar, evtl. einen Teil der HybridDrive SSD als eigenständiges logisches LW (das wie ein Physikalisches angesprochen wird), der Rest als Boost für das mechanische Grab.
 
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Als Datengrab für Datencenter wird sie noch lange bleiben.

70k rpm? Dann müssen auch andere Materialien für die Platter entwickelt werden. Sonst zerreißt es die.

Andere Materialien brauchst du nicht, allenfalls etwas dickeres Material (aber das macht nun wirklich gar keinen Aufwand). Ultrazentrifugen erreichen routinemäßig mehrere 100k rpm mit Rotoren, die auch nur aus Stahl und oder Aluminium bestehen. Und im Gegensatz zu Festplattenplattern, die in tangentialer Richtung ein durchgängiges, solides Stück Material darstellen, sind in denen noch jede Menge schwächende Hohlräume für die Proben.
 
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Wenn du sie dicker machst kannst du am Ende (wahrscheinlich) keine 7 Platter nutzen. Soweit ich weis bestehen die Platter aus einer Keramik-Mischung/Glas/Alu.
Auch machen sich kleinste Materialunebenheiten problematisch. (Unwucht)
 
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