Special Zorin OS 17.3 möchte Windows-Spieler für Linux begeistern

Wieso bleibt Win11 dein Hauptsystem? Ich überlege langfristig auf Linux umzusteigen für Arbeit und Spielen, um die Abhängigkeit von MS zu reduzieren. Kenne mich aber nicht aus und will keine großen Einschränkungen erfahren... Irgendein großer Grund, warum Linux nicht als Hauptsystem herhält?
"Großer" Grund? Nein.
Gründe momentan könnten sein: wenn DU absolut nicht auf kompetitive MMO-shooter ala Rainbow Six Siege, PubG, Fortnite, Apex legends, Valorant, Destiny 2 usw. verzichten kannst und unbedingt diesen penetranten und gefährlichen Kernel-Level Anti-Cheat haben musst, dann bleibt Dir nur Windows.
Wenn Du aktuell viel mit VR-Unterwegs bist (wird immer besser und spätestens mit Valves Deckard ein Defakto-Standard mit Linux-support geschaffen).
Unbedingt überall und das beste HDR benötigst (support kommt und wird immer besser, ist aber bei Linux noch in den Kinderschuhen. Spätestens wenn Wayland vollständig unterstützt wird. Valve hat da großes Interesse und viele Bemühungen wurden in die Umsetzung gestartet ... kommt).
Du aus irgendwelchen Gründen beruflich an Anwendungen gebunden bist, die nur für Windows angeboten werden und keine Alternative zulassen.

Ich bin vor zwei Jahren komplett umgestiegen, bereue nicht und werde jeden Tag immer mehr in meinem Entschluss bestätigt.
Mein Spielgeschmack läuft problemlos auf Linux und mein Software habe ich schon über Jahrzehnte nach und nach auf unabhängige crossplatform OpenSource-Lösungen umgestellt (VLC, kein IE/Edge -> Firefox & Brave & Tor & LibreWolf & Mullvad, kein MS Office -> LibreOffice & OnlyOffice, keine Outlook -> Thunderbird etc., so dass es da keine Probleme oder Umgewöhnungen gab.

Es wird Dir einfacher fallen und mehr Freiheiten & und Spiele bieten, als ein Umstieg zu Apple.

Einschränkungen gibt es immer. Auch Windows hat Einschränkungen.
Kommt auch auf Dich und Deine Kompromissbereitschaft an, oder ob Du bereit bist, Alternativen zu nutzen.
Wenn der Anspruch ist, alles genauso wie bei Windows haben zu wollen, mit genau dem Hardware-Treiber-Support für Windows und den ganzen Windows-Problemchen, Gängeleien und Lizenz-Kosten, dann bleibt nur Windows.

bin auch am überlegen Linux zu installieren. Nur sind es so viele Versionen. Ich bin hauptsächlich zum surfen und daddeln an der Kiste.
Wäre Zorin was für mich oder gibt es da bessere Alternativen?
Zur Zeit arbeite ich nur mit Win10. Habe Win11 zwar auf einer Zweitpartition, nutze es aber sehr selten. Man liest immer so viel von den Updatefehlern und anderen Schwierigkeiten. Daher habe ich nicht so wirklich Lust auf Win11.
Du meinst Distributionen. Das sind wie "flavours". Mach Dir darüber keine Gedanken. Man kann alles austauschen und hin und her wechseln. Ein "bestes" gibt es nicht. Es hängt memr stark von Deinen Anwendungsfällen, Deinen Vorlieben und Deinem Erfahrungsstand ab.
Als Anfänger empfehle ich Dir eine der großen Distributionen mit vielen Anwendern und Anleitungen/Foreneinträgen und Lösungen. (Die Debian-basierten, oder die Fedora-basierten. Lass am Anfang erst mal Arch oder Suse liegen. Ausnahmen wären ein SteamDeck mit SteamOS oder eine Gaming/Media-Box mit Bazzite)
Meine Empfehlung an Neue Windowswechsler ist immer: Linux Mint mit Cinnamon desktop.

Fuchse Dich erst mal rein und lerne die Eigenheiten. Da kommt es am Anfang erst mal nicht auf die letzten 5 FPS bei einem Spiel an (bei gleichem Kernel und gleichem Grafiktreiber - z.B. Mesa - nehmen sich die unterschiedlichen Distros nicht viel.


richtig. wer's mag, bitteschön. ich mag's nicht. der größte unterschied zu M$ ist wohl dass die installierten programme zum tatsächlichen gebrauch da sind und nicht um dem nutzer noch mehr geld, abos und daten abzugraben
... und, dass bei Linux unix-typisch die Programme und ihre nötigen Abhängigkeiten erst geladen werden und Speicher belegen, wenn man sie startet (grob vereinfacht erklärt) und nicht wie bei Windows alles installierte bei Systemboot schon in den RAM gelegt wird - und dann auch wieder freigeben werden, wenn man sie stoppt.
Und die Tools hauen nicht so unschöne Widerhaken überall ins System, die überall ihre Spuren hinterlassen und sich schwer entfernen lassen.

Man kann aber die sehr durchdachte und von den Maintainern gut überlegte und zusammengestellte "Bloatware" auch jederzeit deinstallieren oder andere nehmen, wenn sie einem nicht zusagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
... und, dass bei Linux unix-typisch die Programme und ihre nötigen Abhängigkeiten erst geladen werden und Speicher belegen, wenn man sie startet (grob vereinfacht erklärt) und nicht wie bei Windows alles installierte bei Systemboot schon in den RAM gelegt wird - und dann auch wieder freigeben werden, wenn man sie stoppt.
Und die Tools hauen nicht so unschöne Widerhaken überall ins System, die überall ihre Spuren hinterlassen und sich schwer entfernen lassen.
eben. die große freiheit selbst die systemprozesse, dienste, bootoptionen und, und, und zu verwalten wie man lustig ist. hab auf meinem 11 jahre uralt laptop mit amd dual core ein arch mit mate laufen. der vollausgestattete desktop mit allen nötigen diensten verbraucht im idle ca. 500mb ram. da wirken die 8gb ddr3 ram schon iwie überdimensioniert.
 
eben. die große freiheit selbst die systemprozesse, dienste, bootoptionen und, und, und zu verwalten wie man lustig ist. hab auf meinem 11 jahre uralt laptop mit amd dual core ein arch mit mate laufen. der vollausgestattete desktop mit allen nötigen diensten verbraucht im idle ca. 500mb ram. da wirken die 8gb ddr3 ram schon iwie überdimensioniert.
Jap. Auf der Arbeit bekomme ich jetzt schon wieder einen neuen Laptop, weil die 16GB RAM des erst 2 Jahre alten Laptops nicht mehr ausreichen und Windows und die ganzen Hintergrundprozesse seit ein paar Monaten plötzlich bei frischem bootup schon 60% des RAMs belegen.

Ich will privat von meinen Linuxen nicht mehr weg :kuss:
 
Alleine anhand so einiger Titel der letzten Wochen zeigt sich für mich schon das Linux-Problem für Windows User, die einfach nur was installieren und Daddeln möchten. Es gibt viel zu viel Auswahl, das überfordert schon den Großteil.
 
Alleine anhand so einiger Titel der letzten Wochen zeigt sich für mich schon das Linux-Problem für Windows User, die einfach nur was installieren und Daddeln möchten. Es gibt viel zu viel Auswahl, das überfordert schon den Großteil.
Ja, Freiheit ist für manche ein Problem. Die wissen dann nicht mehr, was mit sich anfangen und wohin.

Was ist die Lösung? Jeden in Einzelhaft mit geregeltem Tagesablauf und einmal Freigang im Hof?


Man kann die ganzen Windows-Wechsler in ein Sammelbecken von 1 bis 3 Distros spülen. Die meisten werden da drinnen bleiben, alles finden und sich keinen Kopp mehr machen.
Andere fuchsen sich rein und fangen an zu experimentieren und zu erkunden.
Ich sehe da kein Problem.

Ich sag ja: Linux Mint für alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alleine anhand so einiger Titel der letzten Wochen zeigt sich für mich schon das Linux-Problem für Windows User, die einfach nur was installieren und Daddeln möchten. Es gibt viel zu viel Auswahl, das überfordert schon den Großteil.
Wer davon überfordert ist, soll einfach so tun, als gäbe es nur Linux Mint Cinnamon. Das ist einfach zu handhaben, man hat mal einen Fuß in der Tür und vor allem eine Vergleichsbasis. Wenn man dann mal eine andere Distro ausprobieren will, weiß man vermutlich schon mal, was die wie anders machen soll und was man vielleicht nicht haben will. Da kann man dann schon viel ausschließen und sich auf eine recht kleine Auswahl einschießen.
 
Euch allen vielen lieben Dank von @PCGH_Thilo und mir für die (einmal mehr) bereits nach kürzester Zeit zahlreichen Kommentare und das Feedback zum Thema Linux und Open Source.

Um 20:15 Uhr kommt zudem eine große Übersicht zum neuen März-Release von CachyOS ...

- Linux 6.14
- Mesa 3D 25.0.2
- KDE Plasma 6.3.3

...dazu neue Grafiktreiber und mit LIMINE ein neuer Bootloader. Da geht also auch einiges voran.

Danke an die Community für die großartige Unterstützung!

HAMMER!

Liebe Grüße
Sven
Sehr schön! Ich fand den Artikel etwas besser, eingängiger als vorige Distributionsvorstellungen. Screenshots machen es anschaulicher, Link zu einem deutschsprachigen Video ist bei näherem Interesse super und der Passus Nvidia-Treiber und Verweis zu mit ausgelieferter Gaming Software sind für Spieler:innen sicher hilfreich.
 
Jap. Auf der Arbeit bekomme ich jetzt schon wieder einen neuen Laptop, weil die 16GB RAM des erst 2 Jahre alten Laptops nicht mehr ausreichen und Windows und die ganzen Hintergrundprozesse seit ein paar Monaten plötzlich bei frischem bootup schon 60% des RAMs belegen.

Ich will privat von meinen Linuxen nicht mehr weg :kuss:
Warum dann neuer Laptop, ist der RAM verlötet? Nicht besonders nachhaltig. ;-)

MfG
 
Hm... Zorin OS....
Schaut euch bitte bevor ihr das OS installiert nochmal James Bond 007 - Im Angesicht des Todes an.
Immer noch Bock auf das OS? :-D

VG,
 
Habs gestern installiert.
Wählt man bei der Installation die Option das Proprietäre Treiber genutzt werden sollen mündete es bei mir darin das mein Bildschirm nicht mehr erkannt wurde und in nicht wechselbare 800x600 lief.

Neu Installation mit den Standard treibern lief dafür problemlos und funktioniert auch alles.

Sofern SecureBoot aktiviert ist berücksichtigt dass das setup ist also tatsächlich kompatibel dazu nicht noch wie die 7.1 Version.
 
hm so langsam wird es interessant. Sogar für einen der sich 0 mit Linux auskennt. Und wenn die Windows Programm auch mit Tricks auf Linux zu laufen geht, dann bin ich offen. Ich will halt keine Alternativen haben sondern das die Windows Programme unter Linux auch laufen werden. Wenn das gelöst ist, dann steht dem nix mehr im Weg. Allerdings habe welche Programme unter Windows 11 schon probleme aber unter Windows 10 nicht. Hier wird spannend sein wie sich da dann Linux schlagen wird.

Der Vorteil ist je älter die Programme so sind, desto mehr Chancen gibt es das es die unter Linux laufen werden. Soll ja ein voller Windows 10 Ersatz sein. Meine mutter die auf alter Hardware immer aktuelle Betriebssystem wegen Sicherheit drauf klatschen will ist dabei das beste Beispiel. Ein core 2 duo mit Windows 10 oder 11 anstelle von Windows 7 ist als Beispiel echt grausig.
 
Und wenn die Windows Programm auch mit Tricks auf Linux zu laufen geht, dann bin ich offen.
Von welchen Windows Programmen sprichst Du? Der wechsel von der gängigen Software für den täglichen Gebrauch war eher eine Befreiung als ein Kompromiss. Wenn es allerdings native Windows Programme sein sollen so ist man mit Windows besser aufgestellt.
 
hab auf meinem 11 jahre uralt laptop mit amd dual core ein arch mit mate laufen. der vollausgestattete desktop mit allen nötigen diensten verbraucht im idle ca. 500mb ram. da wirken die 8gb ddr3 ram schon iwie überdimensioniert.
Hab ein Xeon E5450 + 2x 4GB DDR3 auf ein 775er Board "geschnallt" (ca. 20 Jahre alt), welcher nun in der Familie für ÖR-Filme, Video-Konferenzen (Skype, Zoom, etc.) und Streams sowie Musik von CD genutzt wird. Darauf läuft momentan Zorin Lite 17.2 (Xfce). Läuft!
 
Hab ich was verpasst oder stecken die Themes immernoch hinter einer Paywall?
 
Zurück