Zunächst mal sagt die RMS in Verbindung mit dem Würgegrad sehr wohl etwas zur benötigten Verstärkerleistung aus und deine Aussage mit den Ohm ist ebenfalls falsch. Bring RMS bitte nicht mit PMPO oder Peak durcheinander.
Ja gewürgt hats mich auch als ich das gelesen habe...
Es wäre sehr naiv zu glauben, dass man mit Hilfe der (oft ebenfalls geschönten) Wirkungsgradangaben und der RMS Leistung aussagen bzgl. des max. Pegels getroffen werden können. Da spielen noch Dinge wie untere Grenzfrequenz, xmax oder auch der Klirr mit rein...
Die Aussage bleibt also wertlos!
Je niederohmiger ein Lautsprecher ist, desto mehr wird der Verstärker belastet, bzw. desto mehr Leistung gibt er ab. Zumindest solange er den Widerstand verkraftet. Normale Homehifi Lautsprecher liegen um die 4 Ohm.
Wenn es nur so einfach wäre! Da spielt die Bauart des Verstärkers mit rein, das NT usw. einfach zu sagen er gibt generell mehr Leistung ab ist einfach Unsinn! Es gibt durchaus Verstärker, die bei niedrigeren Impedanzen sogar weniger Leistung abgeben wie bei höherer. Mit dem hier vorliegenden Fall einer unzureichenden Treiberstufe, die für einen KH und dessen Impedanzen ausgelegt ist hat das aber auch nix zu tun. Da fehlts einfach an Substanz bzw. an Leistung und Stabilität um einen Lautsprecher zu betreiben - einen 16 Ohm BB mit nem Wirkungsgrad im 3-stelligen Bereich vlt. mal aussen vor -> das dürfte aber grausam klingen und ich würde ne SE Triode vorziehen!
Normale Hifi LS haben oft eine Nennimpedanz(!) zwischen 4 und 16 Ohm. Man sollte aber wissen, dass dieser Wert sich (für gewöhnlich) auf die minimale Impedanz des Lautsprechers bezieht. Diese schwankt ganz gehörig zwischen einem unteren Wert (der 20% unter der Nennimpedanz liegen darf) und Werten im 2 oder sogar 3 stelligen Bereich - je nach Frequenz!
Die RMS Leistung ist jene, welche der Lautsprecher benötigt um den angegebenen Schalldruck zu erreichen.
auch falsch! Die RMS Leistungsangabe ist die Leistung, die der Lautsprecher dauerhaft (mechanisch und elektrisch) verträgt ohne Schaden zu nehmen - mit einem bestimmten Pegel hat die nix zu tun!
Was du vlt. meinst ist der Wirkungsgrad (eigtl. der Kennschalldruckpegel). Dabei wird normal bei 2,83V (entspricht 1W bei 8Ohm und 2W bei 4Ohm - daher aufpassen!) in 1m Entfernung gemessen der gemessene über den Frequenzgang gemittelte Pegel angegeben. Mit diesem lässt sich berechnen wie laut ein Lautsprecher bei einer bestimmten Leistung wird. Wobei man da aufpassen muss. Zu hohen Pegeln begrenzt irgendwann der (in der Rechnung nicht auftauchende) Klirr bzw. auch die Kompression den tatsächlich erreichbaren Pegel, nach unten der Hubraum des Tieftöners.
Bietet der Verstärker zuwenig Leistung, gerät er ins clipping und produziert statt Sinuswellen Rechtecksignale, welche die Schwingspule heiß werden lassen. Die dehnt sich dadurch aus und brennt entweder durch, oder reibt im Luftspalt bis der Lack ab ist und es einen Kurzschluss gibt. Das Schadensbild ist deutlich häufiger als ein Lautsprecher der mit wesentlich mehr Leistung als angegeben betrieben wird. Die überschüssige Leistung kann der LS zwar auch irgendwann nicht mehr umsetzen, aber das dauert deutlich länger als beim clipping.
Da hilft eine RMS Angabe trotzdem nicht weiter! Im realen Leben benötigt man kaum mehr als 10-15W an "normalen" Boxen um in gehobener Zimmerlautstärke hören zu können, da clippt nix und brennt auch nix durch - seriöse Geräte mal vorausgesetzt. Dazu klingts, lange bevor Gefahr besteht, grässlich so dass jeder normale Mensch spätestens dann den Pegel zurückfahren wird. Wir reden hier ja auch von ner TV Beschallung und nicht von ner Party PA!
Damit es hier nicht ausartet - zumal OT - kannst du gerne dazu eine eigenes Thema aufmachen oder mir ne PN schreiben. In dem thread schreib ich dazu nix mehr.