Schon mal was von Burn-In gehört? Mittlerweile greifen Smartphonehersteller bei Flagschiffmodellen fast ausschließlich zu OLED-Displays wegen der besseren Bildqualität. Diese sind allerdings von dem Burn-In Problem betroffen. Durch Tricks wie Bildschirmschoner (90er Jahre lassen grüßen) oder regelmäßiges verschieben der Pixel soll verhindert werden, dass sich Bildschirminhalte in das Display einbrennen und damit diesen Designmangel zu umgehen. Das ändert aber nichts am Kernproblem, dass OLED gegenüber LCD angesichts seiner extrem schlechten Haltbarkeit die unterlegene Technologie ist.
Da Leute die sich ein Flagschiff-Smartphone leisten (oder viel mehr ihr Geld dafür zum Fenster rauswerfen) oft ihr Handy nicht länger als 1-2 Jahre benutzen bevor das nächste angeschafft wird, ist den meisten das Burn-In Problem natürlich egal, vielleicht halten sie es sogar nur für einen Mythos. Aber leider ist es bittere Realität. Bei allen, die diese Wegwerfkultur nicht unterstützen und ihre Geräte viele über Jahre benutzen möchten fällt dieses Problem irgendwann auf. Das gleiche gilt für Fernseher. Das kannst du in zahlreichen Forenbeiträgen von verärgerten OLED-Besitzern nachlesen. Das Burn-In Problem ist real.
Ich hatte mal einen LCD-Bildschirm den ich 8 Jahre lang benutzt habe und der einzige Grund weshalb ich ihn nicht mehr weiterbenutzt habe, war weil ich auf 1440p upgraden wollte. Eingebrannt hatte sich da logischerweise garnichts. Einen OLED-Monitor könntest du nicht mal halb so lange benutzen. Und genau deswegen kommt mir so ein Schrott nicht ins Haus. Geplante Obsoleszenz existiert einzig und allein damit die Hardwarehersteller mehr Umsätze machen, weil die Geräte neu gekauft werden müssen. Ist ja schon schlimm genug, dass Akkus nicht mehr selbst gewechselt werden können. Eigentlich habe ich mir immer geschworen, nie ein Gerät mit einem Fest verbauten Akku zu kaufen. Aber versuch du mal, heutzutage ein Handy oder Laptop mit wechselbarem Akku zu finden.