Nochmal hier, weil es aus den Kommentaren bestimmt gelöscht wird, weil Text zu lang.
Hallo TechMax,
zunächst möchte ich einmal deine Arbeit loben. Das METIS ist tatsächlich ein hervorragender Kompromiss zwischen Größe des Gehäuses und effizienter Platznutzung. Auch ich habe letztes Jahr einen ähnlichen Umbau an dem Gehäuse durchgeführt und möchte, da mir ein Arbeitskollege den Hinweis zu diesem Thread gab, einen Kommentar dazu abgeben.
Zunächst meine Technischen Daten zum Vergleich:
Mainboard: ZOTAC Z77-ITX WiFi
CPU: Core i7 3770
Speicher: 16GB Crucial Ballistix DDR3
Grafikkarte: ECGA GTX960 SSC ACX2.0 4GB
System-SSD: 256GB Crucial MX550 MSATA SSD
Spiele-SSD: 120GB KINGSTON HyperX
Datenplatte: 1TB WD Blue
Netzteil: 500W Silverstone SX500-LG (SFX)
Lüfter: Noiseblocker BlackSilent Pro (120er Rücklüfter, 92er CPU Lüfter [Optional 2x80er Deckellüfter, 15mm])
Kühlkörper: Scythe Katana 4
Wärmeleitpaste: Arctic MX4
Bilder dazu im Anghang.
Als ich das Gehäuse damals gesehen habe, war ich sofort hin und weg. Es ergeben sich allerdings altbekannte Schwierigkeiten, wenn man mäßig potente Hardware in kleine Gehäuse bei geordnetem Energieverbrauch, ausreichender Kühlung und einem angemessenen Lautstärkelevel (möglichst 0) unterbringen will.
Wie Gamer090 schön beschrieben hat, könnte Raijintek auch von Vorherein Montagemöglichkeiten für Lüfter in den Deckel unterbringen, allerdings ist das Gehäuse nicht für potente Systeme gedacht und auch so brächte es immer die Frage einer geeigneten Platzierung in den Vordergrund. Bei dem geringen Platz bis zum Deckel sind Aussparungen ohnehin fragwürdig, da man auch zusätzlich neue Öffnungen für Staub schafft und ferner natürlich den Preis des Gehäuses in die Höhe treibt. Ich habe mich letztes Jahr dazu mit dem Kundensupport in Verbindung gesetzt und gefragt, ob denn ein alternativer Deckel für die Spieler der Kompaktklasse nicht von Vorteil wäre. Die Antwort enthielt in etwa die Aussage zum angedachten Segment.
Zu meinen Anpassungen:
- Ich habe direkt ein SFX-Netzteil verwendet, wenn auch das mit Übergröße, da ich den Kompromiss bei diesem Netzteil gut gelungen finde. Es halt einen Leisen, semi-passiven Lüfter und gibt im Office-betrieb keinerlei Geräusche von sich. Der Größere Lüfter ist nicht auf so hohe Drehzahlen angewiesen, wie die 80mm Lüfter anderer SFX-Netzteile. Zusätzlich wird hier ein brauchbares Kabelmanagement geboten, welches allerdings gern vom Hersteller durch einen optimierten Kabelsatz für Micro-Gehäuse ergänzt werden könnte. gerade die Aufteilung der Kabelstränge finde ich heutzutage oft sinnfrei.
- Der Lüfter auf dem CPU-Kühlkörper wurde durch einen o.g. 92er Noisblocker Lüfter ersetzt.
- Da ich eine relativ große Grafikkarte gewählt habe (unter anderem deswegen, weil die kleinere Karte damals noch nicht verfügbar war), reicht der Platz, den man durch das Netzteil gewinnt, gerade so aus. Die Netzteilaufnahme wurde durch Mainboardabstandhalter noch einmal etwas nach unten versetzt. Dies war aufgrund des Kabelmanagementsystems unbedingt notwendig. Außerdem mussten die USB-Anschlüsse des Gehäuses leicht modifiziert werden, da diese sonst in die Grafikkarte hineinragten. Auch hier habe ich beim Hersteller gefragt, ob denn nicht ein passendes USB/Audio-Panel mit abgewinkelten USB-Anschlüssen möglich wäre, da dies generell große Grafikkarten in dem Gehäuse erlauben würde. Die Anfrage fiel leider negativ aus.
- Die Anpassungen im Deckel wurden genau auf die Grafikkarte zugeschnitten. Sicherlich ist das etwas Bastelei, aber wer will schon ein Gehäuse von der Stange, nicht wahr? Die Bohrungen sind für 80mm Lüfter gesetzt, was tatsächlich noch die Montage von sehr Flachen Lüftern erlaubt, um der Grafikkarte noch den benötigten Freiraum zu lassen, damit der Luftstrom keine unangenehmen Geräusche verursacht. Letztendlich habe ich auf die beiden oberen Lüfter verzichtet, da die Karte diese nicht benötigt und ich sonst gezwungen gewesen wäre, meine USB-Modifikation aus dem Gehäuse zu entfernen. Ein raffinierter Bastler, der sich abgewinkelte Anschlüsse selbst zusammenbaut, spart an der Stelle platz und bekommt sicherlich beides integriert. Die Öffnungen im Gehäusehimmel erlauben auch ohne aktive Entlüftung eine ausreichende Wärmeabfuhr.
- Bei der CPU-Kühlung habe ich mich für meinen Favoriten Scythe Katana entschieden. Diesmal in der Version 4, um einen brauchbar gelenkten Luftstrom zu ermöglichen. Sowohl Netzteil als auch der Rückwärtige Lüfter befördern die Abluft nach außen. Die Zuluft wird daher bei bedarf über die Seiten geliefert. Die Zuluftlöcher wurden zur Staubminderung auf beiden Seiten mit Luftfiltern der Marke DEMCIFlex versorgt, deren Montage sich durch die Magnetstreifen hervorragend realisieren lässt.
Alles in Allem bin ich mit der Umsetzung relativ zufrieden gewesen, auch wenn sicherlich noch Kleinigkeiten verbessert werden können. Die Temperaturmessdaten habe ich nicht mehr im Kopf, aber sollte dringender Bedarf bestehen, können diese neu erstellt werden. Ich bitte die Qualität der Bilder zu entschuldigen. Diese waren ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht.
Ich finde sehr gut, was du hier zusammengebaut hast und möchte gern auch andere dazu motivieren, nach Optimierungsmöglichkeiten für dieses bereits sehr schöne Gehäuse zu finden und brauchbare Vorschläge an den Hersteller weiterzuleiten! Wenn es genug Nachfragen gibt, werden die Wünsche vielleicht erhört! Noch einmal ein DICKES LOB!
GLG Ptk
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